Nullleiterunterbrechung und AFDD

Der chaotische Hauptfaden

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Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon Sir_Death » Di 22. Aug 2017, 08:09

Guten Morgen

Frage an die Wissenden:
Erkennt ein AFDD serielle Lichtbögen nur hinter seinem Anschluss, oder auch davor - sprich Straßenverteilung, Hausanschlusskasten, Zählerkasten,...?

Hintergrund der Frage - wie schon in anderen Unterforen diskutiert ist - unser Stromversorger ist leider ziemlich unfähig, und hatte nicht erst die erste Nullleiterunterbrechung in der Straßenverteilung,

Frage 2: Das Ding ist AFDD, FI und LS in einem?
http://www.schrack.at/shop/leitungsschutzschalter-fi-kombischutzschalter/afdd-arc-fault-detection-device-brandschutzschalter/afdd-serie-lisa-b-40-a-2-polig-30-ma-typ-a-6-ka-ba668240.html
Leider bisher nur 2-polig - 4-polig wäre mir lieber ---> direkter Ersatz für FI --> kennt jemand so etwas in 4-polig?
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon uxlaxel » Di 22. Aug 2017, 10:26

zu frage 2: ja dieser brandschutzschalter vereint die funktion eines leitungsschutzschalters und eines fehlerstromschutzschalters mit.

ob ein AFDD auch fehler vor dem anschluß erkennt, weiß ich nicht. hast du den hersteller mal angeschrieben?
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon duese » Di 22. Aug 2017, 11:25

Ich würde mal vermuten nein, weil sonst die Selektivität komplett für die Katz wäre.
Sollte das der Fall sein: Evtl. andersrum einbauen?
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon uxlaxel » Di 22. Aug 2017, 11:30

meine vermutung wäre, dass die lichtbogen-erkennung über "prasseln" auf dem summenstromwandler erkannt wird, sprich alles was davor ist, könnte ignoriert werden. anderenfalls wie daniel es schrieb, andersrum montieren.

FI und LSS haben keine vorgegebene stromrichtung, können daher beliebig eingespeist werden. ob der AFDD eine vorgabe hat, dürfte im datenblatt stehen.
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon Sir_Death » Di 22. Aug 2017, 15:07

ja, einen Summenstromwandler hat er laut Schaltbild, und auch eine Vorgabe der Stromrichtung - sprich wo Einspeisung und wo Abnahme.

Naja werde ich wohl den Hersteller quälen müssen :-) - war ein Versuch, ob einer von euch diese Info schon mal herausgefunden hat.

Danke fürs erste
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon uxlaxel » Di 22. Aug 2017, 16:35

normale fehlerstromschutzschalter haben auch alle einen summenstromwandler und dennoch gibt es keine vorgabe, welche klemmen (1/3 oder 2/4 bzw. 1/3/5/7 oder 2/4/6/8) die einspeisung ist. ich baue die für gewöhnlich auch so ein, wie es passt bzw. technisch in dem falle sinnvoller ist.
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon ando » Di 22. Aug 2017, 19:25

Ich frag mich auch, ob es nich nen AFFD gibt, den man in die Hauptverteilung reinmachen kann. Dazu müsste das Teil aber so 35 A abkönnen, und kein FI Funktion haben sondern eher die Charakteristik von nem selektiven Hauptleitungsschalter.

Denn meinen Fehler, das gebrutzel an der Phasenschiene aufgrund von Wasser hätte er auch nciht erkannt, denn die Party wäre ja vor seinem "Eingang" abgegangen.



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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon IQON » Di 22. Aug 2017, 20:45

hmm

Vieleicht mal in der richtung schauen wo diese Störlichtbogen Erkennungsgeräte im Katalog sitzen...
Weil ein Störlichtbogen ist ja an sich auch grosses gebritzel :lol:

Habe neulich auch en Fi mit externem Wandler gesehen war glaube ich für 125A an nem Schiffsanleger einfach die 4 Adern durchgesteckt...
Auslösegerät war glaube ich en "normaler" Leistungsschalter war aber wohl noch irgendwo die Auswerteeinheit in der Kiste...

So was mit nem pratzel Erkennungsmodul ausstaten?
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon Sir_Death » Fr 27. Okt 2017, 20:23

Thema geht weiter ;)

Beim AFDD warte ich darauf, dass es den endlich in 3-phasig gibt. - Dann tausche ich damit meine FI-Vorsicherungen aus.

Thema Nullleiterunterbrechung (nachdem wir heute aufgrund Sturm wieder 3 Brown-Outs hatten.)
Das ganze soll halbwegs sauber sein, daher heute am stillen Örtchen beim Nachdenken eine neue Idee geboren: Lasttrennschalter mit Not-Aus-Fernauslösung! :!:

Plan ist aktuell:
Soetwas https://www.doepke.de/produkte/schalter-und-taster/lasttrennschalter/mit-not-aus-funktion/09900009/ direkt hinter dem Zähler;
Dahinter dann parallel zu den bestehenden FIs einen kleinen FI/LS mit so einem Ding: http://www.elkoep.de/fileadmin/produkty ... 54_54N.pdf
Meldekontakt von dem Ding an den Fernauslöser des ersten Teils.

Zum Wiedereinschalten einen Taster der den Auslösepfad unterbricht, sowie - falls alle Stricke reißen und auf länger eine Phase fehlt oder das Überwachungsding defekt ist - einen nicht so leicht zugänglichen Revisionsschalter zur dauerhaften Unterbrechung des Auslösepfades.

Zählervorsicherung habe ich 35A Gl/gG - von daher sollte der 63A Schalter ja kein Problem haben.


Sieht hier irgendjemand einen Denkfehler, bevor ich mir die Bude abfackel?
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon ando » Fr 27. Okt 2017, 20:34

Hi,

das hört sich nach nem Guten Plan an!

Hab auch mal Brown Out gegooglet...

Hast du nun Spannungschwankungen, oder nullunterbrechung?

Natürlich stimme ich dir zu, das es besser ist, keine Spannung zu haben, als Schwankende.

Evtl könnte man das noch automatisieren, indem du vor den Hauptshclater uach noch ne SPannungsüberwachung hängst, die dir den Strom wieder zuschaltet.

Dann müsstest du natürlcih statt dem Doepke Teil nen Shcütz nehmen.

Lg

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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon Sir_Death » Fr 27. Okt 2017, 20:48

ando hat geschrieben:...
Hast du nun Spannungschwankungen, oder nullunterbrechung?

Natürlich stimme ich dir zu, das es besser ist, keine Spannung zu haben, als Schwankende.

Evtl könnte man das noch automatisieren, indem du vor den Hauptshclater uach noch ne SPannungsüberwachung hängst, die dir den Strom wieder zuschaltet.

Dann müsstest du natürlcih statt dem Doepke Teil nen Shcütz nehmen.
...


Sowohl als auch. Mit dem elkoep-Teil würde ich beides erschlagen.

Mit dem Widereinschalten wäre eine Alternative, die ich auch schon nachgedacht habe.
Einfach das elkoep-Teil mit FI/LS nebenher - das Teil würde dann den Schütz wieder einschalten - wenn es nicht vorher aufgrund Nullleiterunterbrechung abraucht. (darum auch die Idee wieder Schubladisiert)
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon ando » Fr 27. Okt 2017, 20:55

Was für ne Netzform hast du denn?

Bei tnc / tns würde doch nen guter hauserder helfen, den schwachen Null zu stützen?

Für die Spannungsüberwachung am leben zu halten, sollte das doch reichen, oder nich?

Oder die Spannungsüberwachung muss so robust sein, das die das abkann. So ne Art Tauchspulenmessgerät, oder nen Amtliches Voltmeter mit ner Art Shcleppzeiger.

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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon Sir_Death » Fr 27. Okt 2017, 21:04

tnc / tns wäre schön.

Es gibt bei uns in Österreich die Nullungsverordnung... - die mein Netzbetreiber noch immer nicht vollständig umgesetzt hat. - Ich habe noch immer TT...

Bezüglich Robustheit suche ich noch nach einer Alternative zu dem elkoep-Teil, dass im schlimmsten Fall zwischen seinen L1 und N - Klemmen auch 400V aushält, falls der N einen mehr oder weniger Schluss auf L2 oder L3 hat. dann gebe ich dir recht, wäre das jedenfalls eine Alternative.

Wobei mir gerade auffällt: Für das Ding brauche ich ja gar keinen FI/LS - da reicht ein LS alleine ja auch aus - ist fest im Verteiler verbaut, und keine Steckdose vorhanden. :-)
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon Lukas94 » Fr 27. Okt 2017, 21:08

ando hat geschrieben:Ich frag mich auch, ob es nich nen AFFD gibt, den man in die Hauptverteilung reinmachen kann. Dazu müsste das Teil aber so 35 A abkönnen, und kein FI Funktion haben sondern eher die Charakteristik von nem selektiven Hauptleitungsschalter.

Denn meinen Fehler, das gebrutzel an der Phasenschiene aufgrund von Wasser hätte er auch nciht erkannt, denn die Party wäre ja vor seinem "Eingang" abgegangen.



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Gibt es, zum Beispiel Eaton ARCON, das ist aber eher was für große NSHV-Anlagen, weil sonst der Wert des Schutz- und Überwachungsgerätes den der Verteilung selbst überschreitet.
Wasser+Phasenschiene ist super, hab ich grad erst wieder gehabt das Thema...
Bild->zoom
Und bei der Einweisung auf die Anlage wurde noch extra schriftlich (!) darauf hingewiesen, dass er Verteiler seine Schutzart nur einhält, wenn die Tür geschlossen ist.
Wie auch immer, bei der ganzen Aktion hat der 40A SLS ausgelöst.
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon ando » Fr 27. Okt 2017, 22:03

@ Lukas:

Und wie ist das Wasser reingekommen? Und wieviel? Und woher kam es?

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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon reutron » Sa 28. Okt 2017, 06:50

für Brown Out überwachung gibt es doch 3 Phasen Spannungswächter mit einstellbarer Aus- und Einschaltcarakteristik. ;)
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Re: Nullleiterunterbrechung und AFDD

Beitragvon Lukas94 » Sa 28. Okt 2017, 19:23

ando hat geschrieben:Und wie ist das Wasser reingekommen? Und wieviel? Und woher kam es?


Der Verteiler hängt so, dass er bei starkem Wind Schlagregen ausgesetzt ist. Bei geschlossener Tür kein Problem, lässt man die Tür jedoch offen, so läuft das Wasser durch die Geräteausschnitte dahin, wo es weh tut. Wie viel das war kann ich nicht genau sagen, es hat auf jeden Fall gereicht, um unten im Verteiler für eine Pfütze zu sorgen, als ich die Schrauben der Abdeckung gelöst habe, plätscherte das kühle Nass unten raus.

So einer aus dem Hause Legrand ist das, da habe ich jetzt ein Schloss eingebaut, sodass man dann wenigstens eingrenzen kann, wer die Tür offen gelassen haben kann.
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