Wiederaufbau altes Moped

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Joschie » So 12. Nov 2017, 13:25

Wegen dem Getriebegehäuse, könnte das sein das da die Kupplung umgebaut wurde?
Ich kenne bzw. habe sowas aus der Ostbockszene schon öfters gelesen, wurde/wird speziell dann gemacht wenn die Kupplung umgebaut wurde da die orginale Kupplungskonstruktion nun ja gelinde gesagt nicht optimal war.
Teilweise wurde bei einigen Maschinen auch so die Fluchtung zwischen Getriebeeingangswelle und Motorausgangswelle korriegiert da hier durch die höchst präzise Fertigung teilweise ein kleiner Versatz (an meiner damals 1,8mm) zu finden war was dann dazugeführt hat das entwederns die Nabe in der Kupplung die Verzahnung verlohr (das war der Härte nach fast schon einer Blei-Blei Legierung gleichzusetzten) oder wenn die Nabe mal etwas härter war dafür dann die Kuchenblechkupplungsscheibe brach.

Grüße
Josef
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Gobi » So 12. Nov 2017, 14:58

Toni hat geschrieben:Der ganze Vergaserkram ist von Bing.
Selbstverständlich ist das ein furchtbar kleines Feingewinde, und tief vergraben, dass man von außen nicht rankommen kann. Bleibt eigentlich nur aufbohren und Reparaturbuchse einpressen. Oder irgendwoher eine Nadeldüe mit Übermaßgewinde bekommen.
Oder??? *Kopfkratzer* ist Loctite Metall-Fügekleber benzinfest?

Das Gewinde kannst Du doch von der Düse abnehmen. Am schönsten fände ich eine größere Gewindebuchse setzen, dafür muss aber Futter da sein - ist schon eine kitzlige Sache. Wenn kleben, würde ich dennoch die Benzinfestigkeit erst mal über einige Wochen testen - erstaunlich was sich da oft noch tut.

Vielleicht hat sich ja wirklich wer was gedacht bei dem Tunnenl - weg - fräsen? So aus Übermut macht man das ja nicht...
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » So 12. Nov 2017, 23:24

Joschie hat geschrieben:Wegen dem Getriebegehäuse, könnte das sein das da die Kupplung umgebaut wurde?...

Nein, die Kupplung ist bereits umgebaut: von einzelnen Federn auf Lamellenfeder. Die Teile sind von einem "modernen" Gefährt, vermutlich R50 aus den 60'ern, und erfreulicherweise weitestgehend kompatibel. Der Umbau spielt sich nur im Motorgehäuse ab. Ich würde eher auf einen frühen R51, etc.-Motor tippen (30'er Jahre), bei dem noch Gedönse wie LiMa oben drauf sitzt, und evtl. über's Getriebe ragt.

Mir ist noch eingefallen, dass Edelstahlbelch herumliegt. Schnell mal eine Blende um den roten Gummischnuddel herum gebastelt, muss sich optisch jetzt nicht mehr verstecken.
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Gobi hat geschrieben:Das Gewinde kannst Du doch von der Düse abnehmen. ...

Anhand der ET-Liste: ja. In der Praxis ist es eingegossen ???
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Genau wie die Mischkammer, die eigentlich herausnehmbar sein sollte
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Ich habe eine Probe mit einem 2K-Endsieg ähnlichem Zeug von 3M in Benzin versenkt, und schaue wie sich das auf Dauer schlägt. Zu halten hat es ja fast nix, nur das Gewicht der Düse bei Vibrationen.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Mo 13. Nov 2017, 22:12

https://youtu.be/Hqac1pA74v4

Hier ist ein Filmchen vom ersten Probelauf.
Die Vergaser haben noch ein Problem: läuft im Standgas nur auf dem rechten Zylinder, und nimmt kein Gas an.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Gobi » Mo 13. Nov 2017, 23:00

cool, das ist doch schon super, dafür das du keinen Tank benutzt, der Motor relativ kalt ist und du die Vergaser nicht synchron betätigst - finde ich das schon mal sehr gut!
Aber die Vergaser musst Du tiptop hinbekommen, sonst hast Du später keinen Spaß. Vorischtig gefragt: gibts keine guten Nachbauten?
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon tschäikäi » Mo 13. Nov 2017, 23:08

Moin, du hast beide Vergaser auf Standardeinstellungen?
Also vermutlich LL- Gemischschraube 2 oder 2,5 Umdrehungen raus- jedenfalls is das bei den neueren so.
Vielleicht Starterdüse und LL- Düse vertauscht? Du hast was geschrieben, dass du noch die alten LL- Düsen drin hast.
Vielleicht die mal tauschen und gucken dass der Fehler mitwandert.
Aber eigentlich werden Düsen nicht schlecht, ich meine die macht man sauber (Bremsenreiniger, Ultraschall, Draht durchziehen...) und gut.
Schwimmernadelventil?
Kompression hast du ja schon gecheckt.
Wenns das alles nicht is, kanns nur noch die Zündanlage sein.

Halt... als allererstes nen klemmenden Schwimmer ausschließen.
Also den trockenen Vergaser mit Spirt befüllen ohne den Tupfer zu betätigen.
Dann Schwimmerkammer vorsichtig abschrauben und Füllstand überprüfen.
Kannst ja mit der rechten Seite vergleichen.

Aber sieht gut aus und hört sich gut an. Riecht auch bestimmt aromatisch.
"Boah is hier Qualm!" Der Sohnemann?

Gobi hat geschrieben: Vorischtig gefragt: gibts keine guten Nachbauten?

Vergaser nutzen sich nicht ab. Wenn da keiner nen Bohrer durch gejagt hat oder ähnliches
kann man davon ausgehen, dass vielleicht ne Bohrung verstopft is oder so.
Mit Druckluft, dünnem draht und falls vorhanden Ultraschall reinigen, nicht tauschen.
(Genau wie bei den AGR- Ventilen am Diesel).
Glückwunsch,
Gruß Julian
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Gobi » Mo 13. Nov 2017, 23:13

oben steht aber, das Gewinde kaputt sind.... wenn der Vergaser nicht gut läuft würde ich nicht mehr all zu viel basteln (erstmal).
Früher wollte ich auch immer alles reparieren, spätestens wenn man mal amtlich liegenbleibt oder gar die Karre Feuer fängt wegen so einer Reparatur, relativiert sich sie Sache etwas.
Ich möchte aber nicht unken!
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Mo 13. Nov 2017, 23:42

Mittlerweile weiß ich, dass es die falschen Vergaser sind (von R50), das macht die Sache auch nicht einfacher.
Luftfilter ist auch noch keiner drin.

Schrauben waren in Grundeinstellung, da lässt sich eh nur Standgas einstellen. Ich versuchs aber nochmals mit umgesteckten Nadeldüsen, die waren in zweitoberster Position.

Schwimmer funktionieren mittlerweile, und Nadeln sind auch dicht. Eine hatte ich noch mit Ventilschleifpaste eingeschliffen.

Über den Qualm hatte sich die Tochter beschwert, da stand noch Öl im linken Zylinder. Das musste erstmal verbrannt werden *röchel*
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon tom » Di 14. Nov 2017, 18:11

Wenn Du den Motor nur auf einem Zylinder laufen lässt, wir es dir den Schmierfilm im nicht zündendem Zylinder wegwaschen, was schnell zu Schäden führen kann.
Hast Du eigentlich die Köpfe auf "Bleifrei" umgebaut ?

M.f.G.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Sa 18. Nov 2017, 16:45

Hast Du eigentlich die Köpfe auf "Bleifrei" umgebaut ?

Weiß nicht, die Ventilringe waren schon drin. Habe von mehreren Vielfahrern gehört, dass bleifrei kein Problem sei. Öfter mal das Ventilspiel konrollieren.

Zum Vergaser: ich hatte die Spritzufuhr der Vergaser nochmal genau miteinander verglichen (Lage Nadeldüsen, Eintauchtiefe Nadeln), dabei fiel aus, dass der "schlechte" Versager eine kleine Hülse um 2mm weiter herausstehen hatte als der "gute" Vergaser.
Diese hier:
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Auf die Hülse setzte der Schieber auf, damit war die Grundeinstellung der Anschlagschraube (=2U ab Berührung Schieber) natürlich auch völlig daneben.
Die Hülse war stramm drin, konnte somit nicht von alleine herausgerutscht sein. Wieder ein neues Rätsel...
Sie ließ bis auf 0,15mm auf die Lage das anderen Vergasers wieder eintreiben.

Ein Luftfilter wäre auch nicht schlecht, habe momentan nur ein Stück Schaumstoff drin.

So ist der Stand: https://youtu.be/2JMcKBDflYM

Der linke Zylinder bekommt wohl noch zu wenig Sprit, nimmt bei Choke besser Gas an. Werde bei Gelegenheit die Düsennadel eine Stufe höher hängen. Aber bevor es an die Feinabstimmung geht, muss erst der richtige Luftfilter rein.
Muss mich mal auf die Suche machen, was in das Gehäuse reinpasst. Die angebotenen R51/3 Trockenfilter passen jedenfalls nicht.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » So 19. Nov 2017, 12:39

Hier ist noch ein vorheriges Video von Kaltstart bei 5°C und leeren Vergasern (die Vergaser hatte ich vorher zerlegt), und dem Versuch die Vergaser einzustellen. Hatte versucht die beiden Seiten mit einem Atemtester zu synchronisieren - funktioniert aber nicht.

https://youtu.be/T1fGoWHuZvY
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Joschie » So 19. Nov 2017, 19:51

Hallo Toni,

schau mal im Dnepr bzw Ural SV Ersatzteilhandel nach.
Evtl. 'n Gernot (moto moscow) anrufen der hat da recht viel rumliegen.

Grüße
Josef
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Mi 22. Nov 2017, 20:55

Andere Baustelle: Benzinhahn. So einer:
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Kurz reingepustet, und gedacht der wäre dicht. War allerdings nur 98% dicht: Spiritus + Druck => suppte am Griff raus. Innen ist eine Korkdichtung, die wohl nicht lange hält.

Also habe ich das Ding zerlegt:
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Als Ersatzdichtung gibt es Korkhülsen in Handschnitz-Optik:
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Stellt sich die Frage, ob es nach 70 Jahren nicht ein besseres Material gibt.
Was ist völlig resistent ggü. Benzin und dauerelastisch? Sollte auch E10-fest sein. Polyamid?
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Tobi » Mi 22. Nov 2017, 21:08

Viton
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Bastelbruder » Do 23. Nov 2017, 00:05

Und nachher riecht das Mopped nicht mehr.

Ich denke daß ein gewisser Anteil an Diffusion beim Kork schon dazu gehört. Den O-Ring der noch auf dem Küken hängt, könnte man allerdings durch ein moderneres Material ersetzen.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Do 23. Nov 2017, 00:31

Bastelbruder hat geschrieben:Und nachher riecht das Mopped nicht mehr.

Ich denke daß ein gewisser Anteil an Diffusion beim Kork schon dazu gehört. Den O-Ring der noch auf dem Küken hängt, könnte man allerdings durch ein moderneres Material ersetzen.


Gummi hatte man damals möglichst gemieden, daraus gab es nur wenige Sachen.
Dichungen waren aus Papier oder Kork. Wellendichtringe aus Filz. Unterlagen aus Leder. Gleitbuchsen aus Pertinax.

Der "O"-Ring ist eine Scheibe Kork, die von der Korkhülse abgebrochen war.
Wegen der Diffusion: alleine die Papierdichtungen im Vergaser setzen schon deutlich Pheromone frei...
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon ESDKittel » Do 23. Nov 2017, 13:12

Toni hat geschrieben:Kurz reingepustet, und gedacht der wäre dicht. War allerdings nur 98% dicht: Spiritus + Druck => suppte am Griff raus.

Ja...Benzin ist ziemlich dünnflüssig...und entsiffen macht die Sache noch viel schlimmer ;)
Hab ich bei meinen Sachs-Eisemann-Stromerzeuger durch...

Kannst Du mal die Maße von dem Ersatzkorkstück durchgeben?
Hab im Netz auch diese Ersatzkorkstücke gesehen, es waren aber immer nur die Motorradtypen angegeben und keine Bemaßungen.
Genauso bei Dichtmaterial aller Art (z.B. Tankdeckeldichtungen).
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Do 23. Nov 2017, 17:42

Hier gibt's Maße: https://www.ebay.de/itm/Benzinhahn-Korkdichtung-konisch-fur-Everbest-Form-BMW-R25-3-R26-R27-R50-69S-5/182513649647?hash=item2a7ea947ef:g:lqUAAOSww3tY4hg8
"Höhe ca. 24mm
Aussendurchmesser ca.20mm
Innendurchmesser ca.12mm"
=> demnach 4mm Wandstärke. Gibt aber wohl auch 3mm Wandstärke.

Meinen Hahn habe ich wieder irgendwo eingelagert, muss ich bei Gelegenheit mal suchen und messen.

Eine Alternative ist wohl auch noch, einen Korkstreifen mit passender Dicke einzulegen. Die Stoßstelle darf nur nicht im Bereich der Bohrungen sein, sonst wird es undicht.
Das Problem dabei: Korkmaterial finden das ausreichend biegbar ist. Hängt von der Struktur ab. Manche schwärmen von Gummikork als Dichtung, der soll aber nicht dauerhaft benzinfest sein.

Ich werde mich mal um in Richtung Vitonmatte oder Schlauchstück mit passender Stärke umschauen.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Fr 24. Nov 2017, 18:25

Die Korkdurchmesser sind Øa=18,5mm, Øi=14mm

Ich glaube, ich bleibe doch beim Kork: das ist genau die Größe eines Flaschenkorkens -> der Anlass, mal wieder einen guten Roten zu entkorken ;)
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Den Korken auf Länge geschnitten
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dann gebohrt: Bohrer 5mm, Bohrer 10mm, stumpfer Senker 13mm. Das Bohren funktionierte überraschend gut, die normalen Bohrer haben sich zwar stark reingezogen, und dabei die Oberfläche aufgeraut, aber das Finish mit dem stumpfen 13mm-Senker funktionierte dafür wunderbar. Anschließend noch mit einem Schleifstein geglättet.
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rein damit
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Querbohrungen setzen
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Der Korken wird dabei wieder zusammengedrückt => erstmal wieder mit dem stumpfen 13mm-Senker ausbohren, danach mit einem scharfen 13mm-Bohrer soweit ausfräsen, bis das gefettete 14mm-Küken stramm reinpasst, und dabei noch gut drehbar ist.
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einpressen, Scheibe im Gehäuse verkörnen
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Dichtetest über Nacht bestanden :D
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » So 26. Nov 2017, 22:25

ich wollte schnell-mal-eben den Ständer anbauen. Metall auf Metall Gereibe gefällt mir nicht, daher wurden 14/12mm-Gleitlagerbuchsen eingepasst
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Um den Rahmen zu schonen sollte dieses Schraubengebilde rein. Mit den Muttern sollte an den Rahmen gekontert werden, damit die Achse fest am Rahmen ist, und nur in den Gleitbuchsen rotiert
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Dann wieder eine Überraschung: im Rahmen waren keine runden Bohrungen, sondern ausgenudelte Ellipsen.
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Also Plan B überlegt: blank gemacht, Muttern eingespannt und angeschweißt.
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Irgendwie konnte ich schonmal besser schweißen. Nicht schön, aber hält.

Ständer mit Unterlegscheibe spielarm eingepasst, Anschläge auf richtige Positionen abgeschliffen, Höhe ausgerichtet, Feder eingebaut.
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Steht auf eigenem Bein :D
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Nello » Mo 27. Nov 2017, 00:42

Toni hat geschrieben: Hatte versucht die beiden Seiten mit einem Atemtester zu synchronisieren - funktioniert aber nicht.

Ich hab hier zwei Synchron-Vakumeter rumliegen. Wenn Du Interesse hast, werden wir uns bestimmt niederohmig einig. PN für alles weitere.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Di 28. Nov 2017, 20:40

Danke, Nello.

Ich werd's erstmal mit der Russenmethode probieren: jeweils ein Zylinder kurzschließen, und Beide auf gleiche Drehzahl einstellen.

Trotzdem gut zu wissen dass du so einen Möller hast -> bei Bedarf melde ich mich.
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Joschie » Mi 29. Nov 2017, 09:19

Hallo Toni,

zum Synchronisieren reichen ein paar Meter durchsichter Schlauch.

Siehe hier:
http://motorrad.wikia.com/wiki/Synchron ... ylinder%29

bzw. so hab ich's auch gemacht:
https://goo.gl/images/uWLZ1N

geht angenehmer als mit den Uhren, und die Russenmethode ist von den Nebeneinflüssen sehr abhängig.

Grüße
Josef
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Toni » Mi 29. Nov 2017, 09:41

OK, die Schlauchschleife sieht einfach aus.

Aber blöde Frage: wo schließt man das an? Damit misst man ja eine Druckdifferenz, und keinen Durchfluss...
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Re: Wiederaufbau altes Moped

Beitragvon Frickelfreddy » Mi 29. Nov 2017, 13:29

Ich benutze die Spiegelmethode, die aber nur dann gut funktioniert, wenn man keinen dieser Spiegel in den Lenkerenden montiert hat. Die sind dafür zu steif.

Normale Spiegel an den langen Lenkerauslegern schwingen im Rythmus der Vibrationen.
Man regelt die Vergaser auf die geringste Amplitude ein.
Geht ziemlich feinfühlig und hat bis zu meinen letzten Boxern (R65) gut funktioniert.
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