Bios Batterie hochohmig geworden

Der chaotische Hauptfaden

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Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon bulle » Do 21. Sep 2017, 17:30

Hallo
Mein Rechner zickt rum, er brauchte bis zu 8 Neustarts bis er rundlief.
Als erstes Netzteil und Biosbatteerie gewmessen, alle Spannung sind in Ordnung.
Dann mit Live CD gestartet um Softwarefehler auszuschließen.
Immer noch derselbe Fehler.
Irgendwann habe ich die Biosbatterie gewchselt obwohl die noch 3,02 Volt anzeigte.
Nun scheint es aber wieder zu funtionieren.
Zieht das Bios soviel Strom, das die Spannung beim Start zusammenbricht, weil die Batterie hochohmig geworden ist?
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon tschäikäi » Do 21. Sep 2017, 17:51

Wieviel da gezogen wird, weiß ich nicht. kann man aber messen.
Zusätzlich kannst du auch den Kurzschlussstrom der alten Batterie messen und beide Werte vergleichen.
Die Frage kannst du also selbst am besten beantworten.

Gruß Julian
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon video6 » Do 21. Sep 2017, 18:30

Ist es immer oder nur wenn der Rechner ne Weile aus war?
Tippe auf Elkos entweder im Netzteil oder auf dem Mainboard selber.
Wenn die Batterie im Leerlauf 3 Volt bringt ist sie ok
Die Biosse kommen damit klar.
Unter 3 Volt schmeiße ich sie raus.
Im Desktop kommt man ja ran im Lappie checke ich immer ob sie nich doch raus muss.
Bei Kik kostet die CR2032 im Dreierpack nen €
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon Bastelbruder » Do 21. Sep 2017, 19:24

Egal wie billig die CR-Knöpfe bei Kik und Pollin nun sind, es sind die Falschen.

Um LEDs zu vergewaltigen und für ernsthafte Stromverbraucher sind CR ok. Aber nur wenn man sie bei Händlern erwirbt die keine Grundig-Shice "made vor Jyounk" verramschen. Meine beiden Küchen- und Badezimmerwaagen funktionieren nach über einem einem Jahr mit den Originalbatterien weder mit neuen Pollin- noch Kik-zellen, wohl aber mit seit über 15 Jahren abgelaufenen Zink-Kohle-AALen aus Mellingen.

Zur Speichererhaltung und für RTCs - das trifft genau die BIOS-Anwendung - nimmt man BR-Knöpfe. Die können nicht so viel Spitzenstrom, aber sie sind haltbar.

Hier
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon Profipruckel » Do 21. Sep 2017, 23:36

Bastelbruder hat geschrieben:Egal wie billig die CR-Knöpfe bei Kik und Pollin nun sind, es sind die Falschen.
Das ist so pauschal erstmal kompletter Blödsinn.

Um LEDs zu vergewaltigen und für ernsthafte Stromverbraucher sind CR ok. Aber nur wenn man sie bei Händlern erwirbt die keine Grundig-Shice "made vor Jyounk" verramschen. Meine beiden Küchen- und Badezimmerwaagen funktionieren nach über einem einem Jahr mit den Originalbatterien weder mit neuen Pollin- noch Kik-zellen, wohl aber mit seit über 15 Jahren abgelaufenen Zink-Kohle-AALen aus Mellingen.
Bei den Knopfzellen suche ich vergeblich nach Angaben zum Innenwiderstand. Der Billigkram taugt für die Waage nichts, da dort ein paar mA gebraucht werden. Schaue Datenblätter an, z.B. Varta definiert die Kapazität einer CR2032 mit 5600 Ohm Last entsprechend 0,5mA.

Ebenso habe ich Ärger mit dem Autoschlüssel, dort ist es der Strom für den Fernbedienungssender. Panasonic und Renata scheinen die einzigen zu sein, die das so halbwegs können.

Zur Speichererhaltung und für RTCs - das trifft genau die BIOS-Anwendung - nimmt man BR-Knöpfe. Die können nicht so viel Spitzenstrom, aber sie sind haltbar.
Die paar µA für das BIOS / die RTC kann jede Billigzelle, ich hatte noch nie Probleme damit. BR ist unnötig teuer und spezifiziert Betriebsbedingungen, die im PC niemals auftreten.

Ich habe vor ca. einem Jahr vom Chinesen CR2032 bekommen, 10 Stück für 1,30€ "Varta industrial". Die Nennkapazität gemäß Datenblatt können die, eine für die Messung geopfert. Personenwaage und Autoschlüssel klappt auch, im Gegensatz zu dem mehrfach teureren Pollin-Mist.
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon Kuehnetec » Fr 22. Sep 2017, 08:13

Qualitätsbatterien und Akkus jeder Art und Top-Hersteller:
https://www.gws-powercell.de/
Günstiger und schneller Versand ->für Gewerbetreibende gibts extra Preise!
Bei größeren Mengen eine Preisanfrage machen!

Ich kaufe keine Batterien und Akkus mehr aus zweifelhafter Produktion
gerade Knopfzellen und Haushaltsbatterien müssen im Falle eines Falles funktionieren.

Die CR 2032,2025,2016 aus unbekannter Fertigung reichen wirklich nur für billige Flackerteelicher
in Waagen,Thermometern oder Autoschlüsseln versagen die Dinger ->Müll!

Ich hatte von Kaufland Hausmarke Akkus in AAA gekauft für meine Dect Telefone
nach kurzer Zeit waren die Zellen Schrott die Telefone fingen an zu spinnen
nun sind von oben genannter Quelle Panasonic Akkus drinne ->Funktioniert bestens!

Mfg Andreas
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon ferdimh » Fr 22. Sep 2017, 08:23

Es gibt einige Premiummainboards, die beim Starten kurzzeitig richtig Strom (10-100mA) aus der CMOS-Batterie ziehen und bei Fehlen desselben erbärmlich verrecken. Die Frustreaktion bestand hier in der Integration zweier Babyzellen (Mignon hätte es sicher auch getan, aber es gab einen Überschuss an Babyzellen). Das hat bis zum Lebensdauerende getan. Hier ging auch nur die originale CR2032, bis sie halt leer war, Ersatz wollte nicht zuverlässig funktionieren.
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon Kuehnetec » Fr 22. Sep 2017, 08:52

Einen ähnlichen Umbau habe ich gerade
bei einem angespülten Funkthermometer mit externen 433MHZ Sender von den "Maxens"
gemacht da lebte auch eine Panasonic CR2032 auch nur 3 Wochen dann war die
leer!
Konstruktionsfehler -> Umbau auf Praxiserprobte 2xAA,R6 Mignon funktioniert perfekt.
Im Gehäuse war kein Platz dafür aber man hat ja einen Auswahl an Batteriehaltern
die man so findet am Lager.

Ein Bekannter ist auch bei Geräten der Automationstechnik auf richtige Lithium Rundzellen
umgestiegen da ist genug Platz in den Geräten um eine vernüftige Zelle unterzubringen.

Mfg Andreas
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon bulle » Fr 22. Sep 2017, 11:48

Hallo und Danke für euer Interesse. Kann bzw. wie kann ich mit Hausmitteln eine Batterie messen. Ich meine die Kapazität, den Innenwiderstand und den Spitzenstrom
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon ferdimh » Fr 22. Sep 2017, 12:05

Multimeter nehmen. größten Amperebereich anreißen. Batterie messen (nicht bei Li-Ion und Bleiakkus machen!).
Gute Werte:
Alkalinezellen:
9V-Block 1A
Mignonzelle 5A
Monozelle 10A
NiCd jeweils das Doppelte. (bei Monozellen spielt hier der Widerstand der Messtrippen rein. Mit 1,5V kriegt man sein Ampereeisen im 20A-Bereich in der Regel nicht überlastet).
Eine CR2032 liegt irgendwo bei 500mA, wenn sie neu ist, für Speichererhaltung ist der Kurzschlußstrom/Innenwiderstand eigentlich nicht interessant - außer das Board macht komische Sachen.
ich teste CR2032 immer mit dem Lecktest. Alles was an der Zunge bizzelt, ist gut.
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon Name vergessen » Fr 22. Sep 2017, 12:14

Mit einem Amperemeter (normales Multimeter auf Ampere) läßt sich das bei einer Knopfzelle machen. Das Meßgerät ist zwar ein satter Kurzschluß, aber die Batterie bringt aufgrund ihres Innenwiderstandes nicht genug Strom, um etwas zu beschädigen oder dabei zu überhitzen. Bei der Steckdose und größeren Batterien sieht das ganz anders aus. Natürlich wird die davon schnell leer, also nicht minutenlang messen.
Wie immer, wenn man nicht weiß, wieviel Strom zu erwarten ist, mit dem höchsten Amperebereich anfangen und sich ggfs. runterarbeiten. Eine leere AA-Zelle z.B. bringt es auf 400mA. Den Innenwiderstand müßte man messen, indem man zusätzlich einen bekannten Widerstand (10 Ohm z.B.) einfügt und gleichzeitig Strom und Spannung mißt, dann kann man das ausrechnen (R=U/I, wobei U die Spannung über der Batterie ist, nicht über dem Widerstand).
Die Kapazität läßt sich nur ermitteln, indem man die Zelle leersaugt und dabei die entnommene Energie mißt. Dann weiß man es, hat aber nichts davon. Evtl. läßt sich da etwas über Entladungsstufen nach Kurzschlüssen errechnen, aber vermutlich eher nicht.

Wie wäre es mit einem Elko parallel zur Batterie? So ab 10µF aufwärts? Das ist doch ein erprobtes Mittel gegen genau dieses Problem?
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon ferdimh » Fr 22. Sep 2017, 12:24

Bei meinem Problemfall fließt der Strom dafür zu lange. Wir reden da von ca 500ms (Strom fließt von "Netzteil eingeschaltet" bis "+3v3 da"). Dadurch wird der Fehler praktischerweise auch noch netzteilabhängig, auch wenn das Problem woanders lag.
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Re: Bios Batterie hochohmig geworden

Beitragvon bulle » Fr 22. Sep 2017, 15:23

Hallo,
so ich habe mal den Kurzschlussstrom gemessen. 2,3 mA fliessen beim kurzschliessen.
Wenn ich die Batterie mit dem DMM kurzschließe fliest 2,3 mA aber die Spannung bricht fast auf Null zusammen. So kann das nix werden mit dem Start des Bios.
Wieder was gelernt.
Danke euch für eure Tips und Tricks

MfG
Klaus
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