Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » So 24. Sep 2017, 13:12

So eine 2660 sieht ganz nett aus. Nehme ich eine für 50-60 ohne Angabe von Überholungen, zumal bei einer zB nur ein Vakuum von 700mbar (ich hoffe, 700 unter Atmosphärendruck ;) ) angegeben wird, während die Spezifikation wohl eher Richtung 90mbar geht, und eine mit Dichtungen und Kolbenringen überholte Pumpe für 129 soll die auch erreichen.

Achso, das sind Kolbenkompressoren. Membran habe ich auch gefunden, die kommen aber eher nur auf 0,5 bar runter. Die Pumpe der Weller schaffte -0,8

Wie regelt man ein Vakuum...? Tank und abschalten bei Erreichen eines entsprechenden Unterdrucks, oder ist die Pumpe dann nur noch am hin- und herschalten?
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon ferdimh » So 24. Sep 2017, 13:13

Effektivste Vakuumregelung ist die Standard-Diesel-PKW-Lösung.
Lass die Pumpe laufen, sie tut schon nix mehr, wenn es nichts mehr zu saugen gibt.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Virtex7 » So 24. Sep 2017, 13:14

ich verkaufe diese Pumpen und nein, ich glaube nicht dass die passen.
Dadurch dass das Kondensatormotoren sind, müssen sie in Schwung kommen und liefern erst dann Unterdruck.

Die Geschichte mit Tank, dickem Schlauch und Ventil (Ventil so nah als möglich am Gerät) ist haushoch überlegen.

Medizin ist korrekt, die Teilchen stammen aus Autoklaven/Dampfsterilisatoren.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon ferdimh » So 24. Sep 2017, 13:16

Zur Regelung fällt mir noch ein, dass man einen Saugrohrdruck(MAP)-Sensor aus dem Automobilbau verwenden könnte (+ Schmitt-Trigger und Verzögerung). Im Bereich von Motorsteuerungen sind analoge 0-5V-Signale immer noch üblich und damit leicht auszuwerten.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » So 24. Sep 2017, 13:18

Virtex: ich wollte die Pumpe dauerlaufen lassen (bzw wenn lange keine Betätigung erfolgte abschalten), nicht erst zum Saugen anlaufen lassen.
Aber spricht was dagegen, diese Pumpenart mit einem Tank zu kombinieren, wenn ich keinen KS-Kompressor habe?
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Virtex7 » So 24. Sep 2017, 13:25

nein das ist ideal und genau der Ansatz den die Pumpen fahren.
Der Tank ist dann der Behälter vom Autoklav.

Ich verkaufe diese Pumpen zu 90% an Modellbauer, die damit Epoxid entgasen oder Vakuumverguss machen oder laminieren.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » So 24. Sep 2017, 13:31

Sind Deine überholt? Bringt es was? Wie gesagt, ich sehe die bei ipay mit 80mbar Restdruck und andere schaffen nur -700, also drei mal so hoher Restdruck.
Verkaufst Du mir auch eine? Ich brauche die Lutsche und bin eigentlich die knurrende Mini-Pumpe und den zu langsamen Vakuumaufbau leid. Hast Du zufällig auch ein geeignetes Magnetventil...? :)
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Gary » So 24. Sep 2017, 13:42

Ich kenne die Geräte weil da einige Bekannte mit einer Zweistoffdüse Rapsöl in der Heizung verfeuert haben. Da braucht man etwas Druckluft für eine sehr feine Zerstäubung, sonst oxidiert es nicht schnell genug. Im Gerät selbst ist ein 3bar Überdruckventil, viel mehr schaffen die auch nicht.

Es gibt verschiedene Modelle, habe sogar ein Datenblatt gefunden. Ich habe hier auch einen, überlege gerade ob ich den brauche.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Virtex7 » So 24. Sep 2017, 13:45

Achtung, es gibt hier zwei Modellarten.

die die ich habe (muss mal schauen ob noch welche da sind) sind NUR für Vakuum gedacht, die bleiben einfach stehen wenn man damit drückt.
Die die Gary meint, sind für Überdruck gedacht, liefern aber kein gescheites Vakuum.

Ventile sind immer da... müsste 12V DC sein, Freilaufdiode ist vom Kunden nachzurüsten :D

EDIT: Überholt.. geputzt sind sie, mit defekten verkaufen ich nicht, die werden für Ersatzteile aufgehoben oder verworfen.
Ich messe immer den Enddruck vom Vakuum, wenn der nicht unter 100mbar abs. ist, wird das Teil nicht verkauft.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » So 24. Sep 2017, 13:48

Ich hatte mir speziell die 2660 angeschaut, weil die am weitesten verbreitet zu sein scheinen (Preis gut und Nachbeschaffung möglich). Die sind eigentlich alle für beides angegeben, Vakuum bis knapp unter 100mbar und Druck bis 3bar.

Welche Ventile hast Du anzubieten? 12V klingt nach Auto. Halten die das Vakuum? Habe bei eBay schon mal geschaut, Industriekram von Festo kostet ja schnell 10-15 mal so viel wie ein Auto-Ventil.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Virtex7 » So 24. Sep 2017, 13:50

nix Auto, schon normale Magnetventile. Die Spulen kann man meist abnehmen und tauschen.
ja den Festo/SMC/sonstwas Kram. Schrottpreis ist nicht so hoch, wie neukaufen :P

Ich würde das natürlich auf Vakuumfestigkeit testen.

Meine Pumpen können da sie aus Dampfsteris stammen keinen Überdruck, wenn du sowas willst, ist das was ich dir bieten kann, nicht geeignet.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » So 24. Sep 2017, 13:59

Nein ich brauche nur Vakuum. Will ja keinen Univeral-Kompressor bauen, fürs Auspusten extrem verseuchter Geräte nehme ich schon noch den Baumarktkrawallisten.

Also: Pumpe nur Vakuum, aber mir wäre wichtig, dass es ein nachbeschaffbares Modell und kein absoluter Exot ist. Ventil gerne.
Magst mal schauen was Du hast und mir einen Preis PN'en?
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon ferdimh » So 24. Sep 2017, 14:09

Die Magnetventile im Auto sind meistens für die Regenerierung des Aktivkohlefilters in der Tankentlüftung da. Dort herrscht Saugrohrdruck also 100 - 1000mbar absolut. Ich würde daher behaupten, dass das geht.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Virtex7 » So 24. Sep 2017, 14:14

ja mache ich.

pumpe enddruck.jpg
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » So 24. Sep 2017, 19:13

Haben :)
Also die Pumpe und ein Magnetventil. Spannung ist mir egal, das baue ich mir schon zurecht.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » So 24. Sep 2017, 19:14

Die 8011 kann ja nun deutlich mehr als ich brauche. Da wäre natürlich der Preis noch ein Kriterium.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon video6 » So 24. Sep 2017, 19:51

Wo ich Thomas sehe kann ich ja mal nen Kumpel fragen ob er noch welche hat.
Er baut öfters Medizinkram auseinander.
Hab schon eine von ihm die ist super liegt aber bei mir schon länger brach.(manche Sachen brauchen halt länger ;) )
Ist mit 220V
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon sysconsol » Di 26. Sep 2017, 08:59

Membranpumpen für Vakuum werden in chemischen Laboren genutzt.
Auch Drehschieberpumpen.
Letztere müssen immer mit Öl laufen und sind wartungsaufwändig - im Vergleich zu Membranpumpen.
Membranpumpen sind am wenigsten wartungsaufwändig.
Wenn Weller meint, die Graphitkonstruktion müsse nicht geschmiert werden...
(Doch. Immer. Und gekühlt, wenn die lange laufen. Und gewartet. Sonst verkürzt das die Lebensdauer.)

Zum Thema Filter:

Die groben Teile (Lötzinn) direkt am Lötkolben wegfangen.
Die Dämpfe kondensieren teilweise im Schlauch.

Der schon gezeigte Benzinfilter am Schlauchende gegenüber dem Entlöterich montiert sollte reichen.
Ein Behälter mit Watte funktioniert auch.
Die Pumpen in den chemischen Laboren müssen ganz andere Dinge durchhalten...

Wer auf einen geregelten Druck Wert legt sollte bedenken, dass eine Drehschieberpumpe am besten durchläuft.
Die muss warm werden, damit das Wasser aus dem Öl verdampft.
Und die muss mit einem Gasballast warmlaufen (= Ansaugstutzen zu und warmlaufen lassen).
Den Druck regelt man mit einem Magnetventil.
Auch das ist in Chemielaboren üblich.

Drehschieberpumpen dieser Bauart sind aber eher für wenig ständiges Volumenförderung ausgelegt.
Da sind Membran- und Kolbenpumpen besser geeignet.
Scrollverdichter haben wir hier nicht, da habe ich keine Erfahrung mit.


Membranpumpen und Kolbenpumpen brauchen ein Mindestspeichervolumen, sonst hat die Regelung ein Problem.
Das liegt daran, dass man mit einem Hub ein gewisses Volumen befördert.
Wenn man mit einem Hub den Sollwert weit übersteigt, ist das Speichervolumen zu klein.
Teilhübe lassen die Antriebe uneffektiv laufen - trotz Drehzahlregelung und elektronisch kommutierten Motoren (bei modernen Pumpen).
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » Mi 27. Sep 2017, 00:47

Hi Virtex,

schon was Neues? :)
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Virtex7 » Mi 27. Sep 2017, 23:21

ah, da ist was.
ich hab nach einer PN geschaut....

aktuell nichts da, nur eine mit verbogener Welle.
Ich schaue aber die Woche mal.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon manuel » Do 28. Sep 2017, 08:04

Hat schon jemand KFZ Bremskraftverstärker Unterdruckpumpen in elektrisch erwähnt ? Das sind Drehschieberpumpen mit Graphitlamellen (sollte man niemals ölen sonst verkleben die Lamellen, das weis ich ganz genau, warum wohl). Der E-Motor daran hat ordentlich power, lassen sich mit PI Reglern auch gut regeln. Gibts für nen fuffi gebraucht bei ebay. Man kann diese pumpen auch auf Kompressor umfrickeln. Habe diese pumpen schon oft Stunden am Stück in Betrieb gehabt.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » Do 28. Sep 2017, 21:28

Erinnert mich stark an das, was mir gerade verreckt ist. Ich glaube, schon aus Gründen schnelleren Schluckens möchte ich die Variante mit Vakuumspeicher und Magnetventil versuchen. Bei einigen kritischen Platinen habe ich schon den Schlauch zugedrückt, Knopfe gedrückt und dann schnell losgelassen. Schlürft viel besser.
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon Virtex7 » Sa 30. Sep 2017, 21:32

Hier bitte...
Ventil ist eins von Bürkert. steht "Vakuum" drauf. Ist jetzt 230V geworden weil es gerade da war.

shaun.jpg
Tank und Pumpe


ich muss noch ein paar Anschlüsse zusammensuchen, dann geht der Kram auf die Reise. :lol:
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Re: Ernsthafte Vakuumpumpe für Entlötstation

Beitragvon shaun » Sa 30. Sep 2017, 23:30

Juhu, sehr cool, ich bin gespannt. 230 ist egal, entweder setze ich eine 24DC Spule drauf oder ich pack ein kleines Relais rein bzw ein SSR irgendwas wird sich finden.
Ich denke mal, ich werde die dicke VP801 dann auch stilllegen und eine kleine Weller, die für Druckluft gedacht war, spricht mit Venturidüse, umbauen. Venturi mit Nur-Druck-Ventil raus, Vakuumventil rein, glücklich sein.
Pumpe und Tank kommen unter den Tisch, dicker Schlauch nach oben als zusätzlichen Vakuumspeicher vor dem Ventil.
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