ESD's Zweitaktmoppelfaden

Der chaotische Hauptfaden

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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Osttiroler » Sa 28. Okt 2017, 20:13

Dann fehlt dem Hahn wohl sein Küken.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon ESDKittel » Mo 6. Nov 2017, 19:05

Statt dem Entlüfter hab ich jetzt einfach eine gekürzte M8-Schraube mit einer Pappdichtung reingedreht.
Der Auspuff ist verdosenzinkt und wieder angebaut.
Hat trotz einer Woche Trockenzeit beim Einbrennen ordentlich gequalmt und gestunken...
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Nach einer Dose Bremsenreiniger, glänzt es schon ganz ordentlich :D

Heute mal bei Kaiserwetter rasengemäht; elektrisch, aber mit Soundenhancer! :twisted:
Vorsichtshalber vorher mal den DC-Widerstand gemessen, damit es den auf der Heimfahrt von letzten Stammtisch wundergeheilten Generatorschutz nicht wieder schmeißt: Sabo + Kabeltrommel + Verlängerungschnur = 6,8Ohm, damit sollte der Einschaltstrom in Rahmen bleiben.

500W Leuchtobst als Grundlast:
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Beim Rasenmähen:
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Der mechanische Feinregler trifft die 50Hz ziemlich gut, allerdings ist es reine Glückssache ein Photo mit Zungenausschlag zu machen.
Der Moppel läuft gut, den Einschaltstrom vom Sabo quittiert er mit einem satten BRRRÖÖÖHHHMmmmmm.

Der Motorlauf ist allerdings etwas unruhig.
Der Vergaser scheint etwas viel Sprit zu bekommen: Wenn ich den Benzinhahn schließe, wird der Motorlauf nach ca. 10s absolut gleichmäßig.
Öffne ich ihn wieder, fängt er nach ~3-4s an wieder etwas unruhig zu laufen.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon MichelH » Mo 6. Nov 2017, 19:16

ESDKittel hat geschrieben:Heute mal bei Kaiserwetter rasengemäht; elektrisch, aber mit Soundenhancer! :twisted:


Gute Idee! Blöderweise hab ich einen Akkurasenmäher :cry: aber den Akku kann ich ja mit Diesel laden :mrgreen: Oder mal meine Benzinfichtenmopped einlagern und die Elektrische Kettensäge mit Diesel antreiben :mrgreen:
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon ESDKittel » Mo 6. Nov 2017, 19:20

Das Blechpacket von Generator ist schon ganzschön angerostet.
Hab das mal grob mit der Drahtbürste abgerieben.
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Im Betrieb bei Teillast (Rasenmähen heute) wird das schon gut warm, daß man es nurnoch kurz anfassen kann.
Lüftung läuft, die Atemwege sind frei.
Jedwede Farbe dürfte da wegen der Rostreste und der Wärme wohl eher schlecht haften.
Entrosten per Zitronensäure wollte ich da jetzt nicht, damit die sich nicht in das Blechpacket saugt.

Was kann ich da sinnvollerweise als Rostschutz anwenden?

[Mal nebenbei: Keine Gute Idee ist es den Moppel vor der offenen Schuppebtür laufen zu lassen -auch mit Auspuff weg von Schuppen-.
Die Abluft der Generatorkühlung saugt das 2T-Abgas Venturipumpenmäßig unter dem Generator durch und bläst es in den Schuppen :?
]
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon IPv6 » Mo 6. Nov 2017, 20:02

Der Motorlauf ist allerdings etwas unruhig.
Der Vergaser scheint etwas viel Sprit zu bekommen: Wenn ich den Benzinhahn schließe, wird der Motorlauf nach ca. 10s absolut gleichmäßig.
Öffne ich ihn wieder, fängt er nach ~3-4s an wieder etwas unruhig zu laufen.


Hattest du den Vergaser schon auseinander und den Schwimmer eingestellt? Wenn der Motor bei absinkendem Benzinpegel in der Schwimmerkammer besser läuft ist der Pegel vielleicht zu hoch eingestellt. Wenn es dazu keine Einstellwerte gibt lässt sich das wohl auch grob experimentell ermitteln. Was ise es denn für ein Vergaser?
Ist der Benzinpegel tatsächlich zu hoch läuft der Motor auch zu fett, die Zündkerze müsste (zu) dunkel sein und der Verbrauch sowie Abgasqualm und Gestank auch höher als nötig.
Oder er läuft aus einem anderen Grund zu fett und der absinkende Benzinpegel kompensiert das nur. Hauptdüse ist die richtige drin?

Gefällt mir übrigens sehr gut was du da machst!
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon andreas6 » Mo 6. Nov 2017, 20:41

Als Rostschutz geht Leinölfirnis ganz gut. Dauert nur etwas, bis es trocken ist. Dann kann man sogar Lack drauf bringen.

MfG. Andreas
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon winnman » Mo 6. Nov 2017, 23:52

Wenn es nur Aussen ist, mal zuerst mit Phosphorsäure einschmieren.
Dann abwaschen (reichlich) und danach entweder mit Seilfett (oder ähnlichem) einölen oder grundieren und lackieren.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon ferdimh » Di 7. Nov 2017, 00:15

Im THW liefen diese Moppel (wir hatten >30kVA in den den Dingern, deswegen gabs kein Ersatz für das "große" Aggregat, als es wegen "Aluverkabelung" (Ja, die Wicklung vom Generator war Alu) aus dem Verkehr gezogen wurde) alle so: Leichtes Geeiere bei Leerlauf und Teillast,"Ruhe" (also gleichmäßiger Lärm) bei Vollast. Die Kerzen waren nach Vollastläufen lehrbuchmäßig rehbraun, im Teillastbereich aber eher schwarz.
Beim Leerlaufenlassen des Vergasers zwecks Einlagerung stabilisierte sich das Laufverhalten bei JEDEM dieser Bing-Sachs-Kombis unabhängig von der Leistung und dem Baujahr, bevor heftiges Gesäge losging und das Ding schließlich verreckt ist.
Versuche mit bewusstem Abmagern im Teillastbereich habe ich bei Sachsmotoren nicht durchgeführt, aber bei B&S und Tecumseh-Viertaktern. Das Resultat ist in erster Linie schlechtes Regelverhalten bei Lastwechseln (Stottern bei plötzlicher Last durch kurzfristiges Abmagern - son Winzvergaser hat halt keine Beschleunigerpumpe). Ich gehe daher davon aus, dass der überfette Betrieb im Teillastbetrieb zusammen mit etwas Reglergewackel (bei Teillast ist die Regelsteilheit höher, der gleiche Drosselklappenwinkel änder mehr am Strömungswiderstand) der Preis für stabilen Betrieb bei Volllast ist.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Uli » Di 7. Nov 2017, 11:31

winnman hat geschrieben:Wenn es nur Aussen ist, mal zuerst mit Phosphorsäure einschmieren.

Genau das würde ich bei "Trafoblechen" nicht machen. Die Säure zieht sich 100% in kleine Ritzen, aus denen man sie nie wieder heraus bekommt.
Dort vollbringt sie dann über die Jahre und Jahrzehnte ihr zerstörerisches Werk. Wenn man so einen alten Moppel erhalten will, ist das irgendwie kontraproduktiv.
Zuletzt geändert von Uli am Di 7. Nov 2017, 13:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Julez » Di 7. Nov 2017, 13:20

Statt Leinöl kann man auch Sonnenblumenöl nehmen, braucht nur etwas länger zum trocknen. Hab ich bei meinen Stahlfelgen für die Winterreifen so gemacht. Im Frühling Sonnenblumenöl drüber gekippt, jetzt ist da ein zäher Gubbel drauf der nicht wirklich wasserlöslich ist.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Nicki » Di 7. Nov 2017, 14:05

Nimm Owatrol, das verharzt relativ flott.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon ESDKittel » Mi 8. Nov 2017, 14:26

Uli hat geschrieben:
winnman hat geschrieben:Wenn es nur Aussen ist, mal zuerst mit Phosphorsäure einschmieren.

Genau das würde ich bei "Trafoblechen" nicht machen. Die Säure zieht sich 100% in kleine Ritzen, aus denen man sie nie wieder heraus bekommt.

Genau deshalb schließe ich alle wasserhaltigen und oder säurehaltigen Entrostungsmethoden am Blechpacket des Generators aus.
Das saugt sich unkontrolliert zwischen die Bleche.

Selbstverfestigende Leinölbehandlung oder das Owatrol Öl klingen gut.
Das könnte dann optisch fast auch so bleiben.

Seltsam nur, daß man auf der Owatrol Internetseite die Sicherheitsdatenblätter nur gegen (Firmen-)Adressdaten bekommt...
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon ESDKittel » Mi 8. Nov 2017, 14:52

Der Vergaser ist ein Bing-Drosselklappen-Vergaser:
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(Bild geliegen bei: sachs-stationaermotoren.de)
Auf der Seite ist auch schonmal beschieben an welcher Schraube man drehen muß.

Nach Ferdimh's Beschreibung scheint das beobachtete Betriebsverhalten normal zu sein.
Werde mal ein paar Strom->Wärme(&Licht) Wandler sammeln und mal verschiedene Lastfälle beobachten.
Auf dem Stammtisch bei Heaterman (ist der Stammtischblog dazu schon online?) lief der nach meiner Erinnerung bei 4kW ohmscher Last (33% Überlast!) komplett gleichmäßig. War aber auch nur ein kurzer Testlauf.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Julez » Mi 8. Nov 2017, 16:42

ESDKittel hat geschrieben:[]

Seltsam nur, daß man auf der Owatrol Internetseite die Sicherheitsdatenblätter nur gegen (Firmen-)Adressdaten bekommt...


Owatrol ist Leinölfirnis mit Waschbenzin. Wichtig ist nur, neben der offensichtlichen Gefährlichkeit von Benzin, keine Lappen und Tücher mit Leinöl getränkt rumliegen zu lassen, die können sich selbst enzünden. Daher Papiertücher nehmen und in der Toilette entsorgen.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon video6 » Mi 8. Nov 2017, 17:15

Nicht als Kneuel sondern ausgebreitet ablegen die Lappen.
Dann brennt nix an
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Matt » Mi 8. Nov 2017, 18:52

noch schlechtere Idee !

Richtig wäre, in luftdichte Behälter reinwerfen.. vonmiraus Zip-Tüte...

denn Leinöl polymersiert durch Sauerstoff und erhitzt dadurch, mit ausgebreitete Lappen ist das noch stärker.

Grüss
matt
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Uli » Mi 8. Nov 2017, 19:40

Dafür können die Lappen ausgebreitet die entstehende Wärme sehr effektiv an die Umgebung abgeben. In der Folge entsteht kein Hitzestau mehr und der Flammpunkt wird nicht (im entferntesten) erreicht.
Meines Wissens ist ausbreiten daher auch eine sichere Methode.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon andreas6 » Mi 8. Nov 2017, 20:20

Ich hänge die mit Leinölfirnis verseuchten Papier-Küchentücher auf die Wäscheleine. Wenn die knochentrocken sind, was nicht lange dauert, kommen sie in die Mülltonne. Da ist noch nie was passiert.

MfG. Andreas
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon ferdimh » Mi 8. Nov 2017, 22:11

Leute, wir sind bei Finger. Was soll das?!
Mit Benzin übergießen und anzünden! Danach sind die garantiert unschädlich.
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Hightech » Mi 8. Nov 2017, 22:45

ferdimh hat geschrieben:Leute, wir sind bei Finger. Was soll das?!
Mit Benzin übergießen und anzünden! Danach sind die garantiert unschädlich.


Gaaaanz genau so und nicht anders !
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon Fritzler » Mi 8. Nov 2017, 23:10

Wobei man das Benzin nicht mal brauch.
Feuer ranhalten *whosh* -> unschädlich!

Den Firnisverseuchten Lappen kannste eh zu nix mehr nutzen.

edit:
Der Moppel brauch unbedingt noch Modbus zum auslesen der Messdaten :mrgreen:
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Re: ESD's Zweitaktmoppelfaden

Beitragvon RMK » Mi 8. Nov 2017, 23:52

Julez hat geschrieben:Daher Papiertücher nehmen und in der Toilette entsorgen.


Einspruch, bitte nicht. Papiertücher (="Küchenkrepp") und auch Papierhandtücher löst sich nicht wie Klopapier
bei Wasserkontakt auf und kann böse und teure Verstopfungen verursachen...

also, wie schon geschrieben, Feuerchen machen. :-)
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