Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Der chaotische Hauptfaden

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Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 8. Okt 2017, 09:00

Hallo,

ich bekomme ja in Absehbarerzeit ein anderes Auto. an ein paar Stellen fängt der halt schon an zu rosten und da wollt ich wa sgegen machen, ich weis ja noch nicht wie lange ich den fahren muss. Wie sind eure Erfahrungen mit den diversen Farben und Lacken? Besonders würden mich da Erfahrungen mit Owantrol, Brathokurux 3 in 1 und Nitrofest interessieren.
Bitte nur eigene Erfahrungen.
Zuletzt geändert von Toddybaer am So 8. Okt 2017, 09:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Landjunge » So 8. Okt 2017, 09:15

Moin moin,

hatte mir damals für meinen Golf 3 nen Kanister ACF-50 besorgt um einfach die weitere Korrosion zu stoppen. Der 4 Liter Trümmer kostete damals noch 160€, ist mittlerweile bei 130€.
Was aber noch sehr gut geht um bestehenden Rost zu penetrieren ist Rizinusöl. Das Zeug haftet wie die Pest und ist sogar biologisch abbaubar. Gibts in jeder Apotheke oder auch bei eKauf.
Im Moment fahre ich einen Golf 4 in anthrazit metallic. Da rostet die Heckklappe etwas. Rizinus + Graphitpulver gemischt ergibt da genau den richtigen Farbton :D

PS: leider beides nicht überstreichbar :|
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 8. Okt 2017, 09:18

Hier meine Erfahrungen bissher

Rostegal, rot: hällt nicht vernünftig auf blanken Blech, Auf Rost sehr gut. Läuft wie nix gutes. relativ lange um auszuhärten. Beschissen bis garnicht überlackierbar. Mechanisch nicht besonders belastbar.
Habe damit einen Miststreuer gestrichen, anschließend mit BOB Landmaschienenrot, der hat erstaunlich lange nicht mehr gerostet, trotz regelmäßigem Einsatz. Einen Kipper und einen normalen Anhönger damit gestrichen, kein weiteren Lack, Haltbarkeit nicht so gut, besser weiteren Decklack. Diverse Stellen am Auto, Rost gut aufgehalten, aber halt nicht vernünftog überstreichbar. nicht mechanisch belastbar
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 8. Okt 2017, 09:20

Nachbau Hammarit vom Aldi oder war´s Lidl?

Kann mann vergessen. Hällt beschissen auf anderen Lacken und auf blankem Blech. Hat am Bus an der Schwelle keine 1,5 Jahre gehalten

Das Original mag ja besser sein.....
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 8. Okt 2017, 09:28

Meinem Vater sind mal 2 Eimer Rostschutz zugelaufen, womit die Strommasten gestichen werden. So ein grau grünes Zeug, Konsistens ähnlich Unterbodenschutz.
Ich meine es hieß Eisenglitter??

Haftung sehr gut, Mechanisch sehr belastbar. Recht hart. Auftrag sehr dick. Gut Überlackierbar. Oberfläche uneben. Schlecht schleifbar. Wenn das 1-2 Jahre alt ist mag das anders sein. hällt auch auf blankem Blech, ansonsten einfach Rost abklopfen und dann drüber. Erfolg ist abhängig vom Restrost und Schichtdicke und Konsistens der Farbe

Hab ein Mopedschutzblech damit gesrichen = Da hat nix mehr gerostet
Haben einen kleinen Anhänger damit gestrichen, nach 10 oder 15? Jahren Bewitterung kam wieder Rost durch
Glecher Anhänger muss um 2000 rum gewesen sein, noch kein Rost wieder da
Schiebeschild für Trecker gestrichen, Rost nur Abgeklopft, An den dünneren Schichten kommts langsam wieder durch. Liegt aber auch draussen
Golf 1 Türkannten. Nur loser Rost entfernt, bis zur Verschrottung kein Rost
Audi 80, Front und Heckblech, gleiche wie beim Golf

hmm... wo bekommt man sowas her?
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 8. Okt 2017, 09:31

Sprühdosen diverses

Diverse Rostschutzfarben, Zinkspray

Alles für die Tonne. Schichtdicken wohl auch oft zu dünn.
Teilweise auch nicht so gut überlackierbar

Zinkspray auf gerosteten Handlauf, nur grob entrostet, hat kein Jahr gedauert, dann wurd das wieder braun
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Matt » So 8. Okt 2017, 09:31

Bleimennige?
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Propeller » So 8. Okt 2017, 10:28

1x Brantho Korrux 3in1 plus 1x Brantho Korrux nitrofest auf grob entfernten und mit Owatrol vorbehandeltem Rost sieht nach 3 Jahren noch wie neu aus.
Bezugsquelle z.B. http://www.korrosionsschutz-depot.de

PS: Demnächst kommt ein recht verrosteter Bus (Robur B21) :) auf den Hof, wo ich wieder so vorgehen werde. Vielleicht wird vorher noch mit Phosphorsäure experimentiert.

beste Grüße
Peter
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Julez » So 8. Okt 2017, 16:52

Lies mal hier, dann bisste klüger:
http://www.wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/Rostschutz

Kommt immer drauf an, wo der Rost sitzt. Im sichtbaren Bereich, also Macken am Aussenblech, musste Neuaufbau der Lackierung machen. Also gut runterschleifen alles, dann Spachtel, schleifen, Lack, schleifen, Klarlack, schleifen, polieren.

Im Unterbodenbereich kannste alle Lacke direkt vergessen. Du bekommst den Rost niemals so gut weg, dass das eine dauerhafte Lösung ist. Und schon gar nicht irgend so eine Bitumenmompe drunterpampen, das ist das schlechteste. Owatrol ist Leinölfirniss mit Waschbenzin, in teuer. Steh ich nicht so drauf, weil es irgendwann aushärtet. Der ganze Trick an der Sache, der heilige Gral und das oftmals wenig verstandene, aber einzig hilfreiche Konzept gegen Rost sind nunmal weiche, dauerkriechfähige Mittel.

Hier muss man mit viel Sachverstand, gutem Werkzeug, passender Chemie und Zeit zu Werke gehen. Das Auto gut saubermachen, vor allem den Unterboden und die Radläufe. Dazu hier die Radlaufauskleidung aus Kunststoff, sofern vorhanden, entfernen, denn dahinter sammelt sich immer nasser, salziger Dreck. Mit etwas Pech sieht es so aus:
http://mb124.de/gallery/d/125181-2/Rost ... re+025.jpg
http://blog.buschecker.de/wp-content/up ... n-Rost.jpg
http://www.ba4-fansite.bplaced.net/pics ... rost16.jpg
http://www.classic-car.tv/wp-content/up ... eren-1.jpg
http://farm5.static.flickr.com/4072/469 ... 2d11e6.jpg
http://www.nissanboard.de/index.php?att ... -rost-jpg/
Ist ein Konstruktionsmangel fast aller Autos; hier also massiv nachprüfen.

Das Auto nach der gründlichen Unterboden- und Radlaufreinigung einige Tage bei sehr warmem Sommerwetter durchtrocken lassen.
Zuerst geht es an die Hohlräume. Moderne Autos rosten von innen nach außen. Wo du außen keinen Rost siehst, ist innen trotzdem Rost, und wenn du den Rost von außen siehst, ist innen ganz viel Rost und es ist fast schon zu spät. Hohlraumversiegelung macht man mit dauerkriechfähigen, schmierig-ekligen Mitteln. Ich nehme hier das legendäre Mönnich-Fett, kann man ganz in der Nähe vom Fingertreffen kaufen. Erinnert an grünen Schleim aus Monsterfilmen. Das mit ein wenig Petroleum oder Waschbenzin verdünnen, ein Schnapsglas Waffenöl auf den Liter dazumischen, und ab in die Vaupel 3000 DVR Druckbecherpistole. Diese hat den Vorteil, dass 1l Normkartuschen reinpassen, und man so zwischen verschiedenen Sprühmitteln durch Kartuschenwechsel wechseln kann, ohne den Druckbecher selbst zu versiffen. Dann geduldig alles abbauen an Plastikverkleidungen was da ist, sowohl innen als auch außen, z.B. an Schwellern, in den Türen und der Heckklappe. Ebenfalls Rücklichter, Nummernschildhalter und sonstiges Plastik am Fahrzeugheck abbauen. Dann ordentlich reinsprühen, vor allem in die Schweller. Da kommt man entweder über einen Stopfen im hinteren Radlauf oder über Stopfen an der Unterseite ran. Im Kofferraum die Auskleidung rausnehmen, so dass man die hinteren Radläufe "von innen" sieht. Auch hier reichlich verwenden, ebenfalls Reserveradmulde nicht vergessen. Bei der Heckklappe, falls ein Fenster drin ist, irgendwo den Eingang zum Rahmen suchen, z.B. wo die Kabel durch ne Gummitülle reingehen. Dort dann die Hohlraumsonde reinschieben und 360° um das ganze Fenster drumrum den Hohlraum innen versiegeln.

Nachdem das geschafft ist, kommen die Radläufe innen dran. Hierfür ist das Mönnich-Fett zu weich. Das Mittel der Wahl ist Drahtseilfett. Dieses ist aber wiederum ein wenig zu hart. Also mischt man 1 Liter Vaseline (billig) oder 1l Mönnichfett (teuer) auf 4l Drahtseilfett, noch etwas Waffenöl drauf. Geht am besten wenn man es warm macht. Der 5l Metallkanister passt in einen Backofen, 60°C reichen. Gut schütteln. Das Zeug dann reichlich in die Radläufe sprühen, danach die Plastikabdeckungen wieder reinmachen. Fahrwerk nicht vergessen, aber drauf achten, dass nix an die Bremsen kommt. Auspuff ist unkritisch, raucht nur kurz nach dem Anlassen. Dann den kompletten Unterboden, Tank, Tankfüllleitung, und vor allem Bremsleitungen zujauchen. Auch den Außenbereich der Heckklappe, wo Rücklichter, Nummernschildhalter etc waren, großflächig besprühen. Ist ne beschissene Arbeit, aber wenn sie geschafft ist, muss man sich um Rost nicht mehr so wirklich viel Gedanken machen. Und ist besser als nachher am Schweller rumschweißen oder gar neue Bremsleitungen reinziehen zu müssen.
So eine Fahrzeugversiegelung kostet beim Profi 800-1200 Taler, man selber braucht ca 200 für Werkzeug und 100 für Material.
Hab ich alles genau so an meinem Toyota Carina gemacht Sommer 2016, und bislang ist noch nichts runtergewaschen.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon BUBI-BELLA » So 8. Okt 2017, 19:49

hab mal in Holland im Cuik rommel/Flohmarkt (ist leider abgebrannt und nicht wieder eröffnet worden) 1L Waffenöl gekauft und damit meinen Bus von unten an kritischen Stellen den Rost eingepinselt. Hält bisher sehr gut und rostet nicht weiter. Werde das jetzt jedes Jahr einmal machen. Schaun' mer mal.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 8. Okt 2017, 20:23

Also was ich so im Netzt bisher gefunden hab, danach sieht mein Plan so aus:

Reinigen und demontieren
Rost soweit möglich mechanisch entfernen
Wo Rost unzugänglich in Falzen Owantrol, oder selbstgemischtes Leinölfirnis
Dann mit Bratho Korrux 3in1 drüber, vielleicht Rot oder blau oder so
Dann nochmal in weis Ral 9010 weil es zum Rest passt
Hohlräume mit Hohlraumwachs fluten, da hab ich noch Zeuch, das muss ja auch mal verarbeitet werden, sonst würd ich zu vermutlich zu Fluid Film oder verdunntest Fett greifen
Schweller und Radhäuser nach 3in1 mit Unterbodenschutz beschichten, kein Bitumen, sonder Kautschuk überlackierbar, da sollt ich auch noch was haben
an den 2 Stellen wo man es sehen kann entweder 3in1 oder Bratho Robustlack oder Klarlack drüber. Da bin ich mir noch unsicher. Mal schauen wie glatt 3in1 wird und wie glänzend. ev glattschleifen oder nass nachglätten

Mal sehen wie haltbar das ganze dann ist. Auto ist ja erst Bj. 2010, so Junges Blech hatte ich noch nie
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon scotty-utb » Mo 9. Okt 2017, 11:09

Meinen Renault 5 hatte ich seinerzeit mit dem damaligen (1999) Hammerit behandelt, nie wieder was durchgekommen.
(also die 6 Jahre die ich den gefahren bin)
leider hatten die wohl irgentwann die Rezeptur verändert...
Das weisse Zeug ausem Baumarkt "direkt auf Rost" das ich im Bus verpinselt hatte ist der letzte scheiß.

Mein Lackierer hat echte Bleimennige zuhause... gibt die aber nicht ab.

Mein Mittel der Wahl ist Rostegal, sowohl am Bus als ach am Golf3 und jetzt am Golf4
braucht ewig zum trocknen, ist aber schön überzulackieren
Im Fall der Koflügel kam/kommt noch Unterbodenschutz drauf und dann erst weiß.

Ok, die typischen G4-Variant Heckklappenecken kamen jetzt nach 2 Jahren wieder durch

warum das so weit raufgeht? das war der Reifenplatzer des Fedima F/OR / F/Guide. Hat einiges vom vorherigen (2 Jahre unauffällig) Aufbau abgeschrubbt.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » Mo 9. Okt 2017, 11:26

Sonst hab ich auch Rostegal verwendet.

wenn mann Rostegal so lässt, dann kommt irgendwann der Rost wieder (so 2-4 Jahre)
Wenn man das überlackiert dauert´s länger.
Allerdings hab ich mit Überlackieren schlechte Erfahrungen gemacht, gibt schnell mal Bläterteig. Bei Landmaschienen nicht so schlimm.

Oder man lässt das 1-2 Jahre trocknen, dann geht´s besser mit dem überlakieren.

Ich will aber nicht 2 Jahre mit Rostegalbraunen Radlauf durch die Gegend fahren

Achja und Rostegal hat auch die Rezeptuer verändert
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » Mo 9. Okt 2017, 11:28

bei dir rostet sogar die Kuststoffstoßstange?
Oder warum hast die mit angepinselt? :lol:
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon scotty-utb » Mo 9. Okt 2017, 11:45

Toddybaer hat geschrieben:Achja und Rostegal hat auch die Rezeptuer verändert

oha... meine Dose müsste von... 2007-2009 rum sein...

Toddybaer hat geschrieben:bei dir rostet sogar die Kuststoffstoßstange?
Oder warum hast die mit angepinselt? :lol:

gekleckert und verstrichen, hatte halt nicht abgeklebt
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Phyro » Mo 9. Okt 2017, 13:21

Leinöl-Firnis
Voll-Bio und ich steh auf den Geruch.
Kein Hardcore-Rostschutz für Baustahl-Konstruktionen im Salznebel-Dauertest, aber für z.B. Schweißkonstruktionen die in der Garage stehen absolut i.O.
Zieht auch sehr gut in bestehenden Rost ein. Habe meine Möbel, welche teilweise Baustahl-Chassis haben (Tischrahmen, Untergestell Couchtisch) damit behandelt (nach Entfernen der Prozess-Fette und -Öle). Hält tip-top und gibt eine schöne dunkel-anthrazit-farbene Patina auf der Oberfläche.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » Mo 9. Okt 2017, 13:25

Also seit 2012 ist das so gut funktionierende Bleioxid rot in D verboten.
irgendwann davor hat Rostegal die Rezeptur verändert.

Einfach gesagt, das war früher nur Bleioxid, Leinölfirnis (kann man sogar richen) und Lösemittel

Mache Oltimerrestauratoren haben sich das wohl auch selber zusammen gerührt und verwendet
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon scotty-utb » Mo 9. Okt 2017, 13:51

ich habe eine Dose Leinölfirniss daheim, sorry da rieche ich nichts, kann ich also nicht mit dem für mich geruchlosen Rostegal gegenchecken :roll:
ich frag mal meine Holde...
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » Mo 9. Okt 2017, 13:58

Hast du eine verstopfte Nase?

Ich finde gerade älteres Rostegal hat was vom ranzigen Öl
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon scotty-utb » Mo 9. Okt 2017, 14:11

bin geruchstechnisch etwas eingeschränkt. Schwefelverbindungen beispielsweise sind weg, faule Eier z.B.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon radixdelta » Mo 9. Okt 2017, 15:20

Bleimennige ist so lange ok bis man es schleift. Eisenglimmer und Graphitpulver sollen aber auch gut sein, ich habe allerdings das Gefühl das die hauptsächlich das Leinöl füllen sollen damit eine gewisse Schichtdicke erreicht wird!? Bin mir da nicht so sicher ob und was da sonst laufen soll.
Ich streiche gern alles mit Leinölfirniß, das kriecht ganz gut und ist Überlackierbar, hält am besten direkt auf Rost.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » Mo 9. Okt 2017, 15:47

Weis eine rwie das zeug heisst , mit dem die Gittermasten für Überlandleitungen eingepinselt werden?

Die sind beim Streichen doch auch nicht rostfrei.

Sowas hatte ich mal, weis aber nicht mehr wie das heisst.

Den letzten Rest hab ich verarbeitet, das muss 2000 oder noch länge rher gewesen sein. Das schiebeschild fängt langsam wieder an zu rosten....
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Frickelfreddy » Mo 9. Okt 2017, 17:34

Das nennt sich "Eisenglimmerfarbe" oder aber auch "Schuppenpanzerlack"

Da werden auch Brücken mit gepinselt.
Und die Chassis von alten Lokomotiven.
Gibts in verschiedenen Farben ua. von Büchner, wo sich das Zeug "Rampolux" nennt.

Ich halte "Rostegal" aber auch für das Mittel der Wahl.
Da das Zeug durch Oxidation aushärtet und nicht "trocknet" brauchts halt was länger.
Man muß auch darauf achten, daß sich keine Nester beim Pinseln in den Ecken und Falzen bilden.
Die brauchen dann wirklich Monate zum Aushärten.
Ein normaler Anstrich auf der Fläche ist spätestens nach einer Woche aber fest. Jedenfalls im Sommer.

Naturgemäß hält auf dieser Oberfläche der Decklack nicht besonders gut.
Also entweder zweimal damit pinseln, damit man die Schichtdicke bekommt (Rostegal gibts in rotbraun und in Dunkelgrau; fürs Auto), oder aber anschleifen und dann das Übliche: Grundierung und Decklack.
In der Art dient das Rostegal nur als Roststopper durch seine Penetrationswirkung.

Ich benutze das Rostegal für meine alten Traktorenanhänger direkt auf dem leicht angeschliffenen rostigen Stahlchassis.
Darüber dann der Schuppenpanzerlack in anthrazit.
Der verdeckt dann auch eventuelle Rostnarben.

Der Schuppenpanzerlack ist auch ziemlich schlagfest und ersetzt damit auch in Grenzen den Steinschlagschutz.



Nachtrag:
Hier das scheint günstig, wenn Dir der Farbton passt:
***Link entfernt, weil nicht mehr gültig***
Zuletzt geändert von Frickelfreddy am Mo 9. Okt 2017, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » Mo 9. Okt 2017, 17:55

Das Eisenglimmer Kram hatte jedenfalls eine Konsistens wie Unterbodenschutz, vielleicht etwas dünflüssiger. Und wir haben da nur den Rost abgeklopft und dann drüber.
also ähnliche Untergrund Vorbehandlung wie bei Rostegal.

Allerdigs hällt Rostegal halt nicht gut auf blank
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Re: Rost- und Korrosionsschutz an Metallteilen, Erfahrungen

Beitragvon Frickelfreddy » Mo 9. Okt 2017, 20:17

Ja, das sagte mir der Chef des Ladens auch.
Der beste Rostschutz ergäbe sich nur dann, wenn das Werkstück tatsächlich schon überall angerostet und damit rauh ist.
Sonst schält sich die Farbe vom glatten Metall.
Hört sich komisch an, ist aber so.

Den Link mit den Dosen auf ebay-Kleinanzeigen kann man aber vergessen.
Ich hab die Dosen gerade selbst gekauft.... :shock:
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