StepUp Wandler Fragen

Der chaotische Hauptfaden

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StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Towarisch » Mi 11. Okt 2017, 02:12

nAbend,
zur Inbetriebnahme eines BastelTischAkkuSaugers fehlt mir ein Volt.
Bei 5 - 6 davon saugt der Sauger so richtig. Hab ein paar alte Lipos, die hier einträchtig parallelgeschalten ihr Lipoleben beenden dürfen - die liefern leider nur derer 4. Damit bekommt das Ding zwar einige Flocken vom Tisch, aber das isses nicht. Bei 7-8V zerlegt sich das gute Stück leider...

Nun gibts schöne billigst Wandler überall, aber der olle Mabuchi RS540 aus alten Modellbautagen will knapp 4A bei 5V. Die Lipos liefern 1C, 5 Stück 1,9er hab ich dafür geplant. Also ist eingangsseitig genug Strom da.
Aber das werden diese Dinger nicht schaffen, oder? Kühlluft ist ja eigentlich lang da - und mehr als 30 s am Stück wird auch nicht gesaugt...
Kann das so ein Wandler auf XL6009 Basis schaffen? Ich las was von 4A bei guter Kühlung, aber das stand so nur bei einem der vielen Anbieter. Lohnt ein Versuch?

Wenn nicht (was ich vermute) - ich als Nicht-Elektroniker habe bisher ein Haufen Bausätze zusammengelötet - aber selber entwerfen is leider nicht. Allerdings wäre das vllt ein einfacher Einstieg - wo fang ich da an? Dann gleich mit Unterspannungsschutz...

Grüße
Thomas
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Farbe » Mi 11. Okt 2017, 03:44

Huhu,

vielleicht mal das Datenblatt vom TPS54531 anschauen, das ist aktuell mein Lieblings stepdown.
Kann dauerhaft 5A, und hat unterspannungsabschaltung.
Das wäre eventuell eine Lösung für 2 Zellen in Serie.
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Tobi » Mi 11. Okt 2017, 05:58

Diode(n) oder Widerstand in Reihe wäre zu einfach?
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Bastelbruder » Mi 11. Okt 2017, 07:36

Parallelschaltung der wahrscheinlich halblebigen Zellen ist erstmal eine gute Idee. Aber die Aufgabe ist sportlich.

An einer Schottkydiode fallen geschätzt 0,6 V ab, das gibt bei 5 V Ausgangsspannung schon allein 12% Wärme. Also kommen nur Wandler mit aktiver Gleichrichtung in Frage, und ein Stepdown braucht bloß die halbe Anzahl Schaltelemente.

Die aktuellsten Wandler kommen heute auf etwa 90% Wirkungsgrad. Also reichen auch da 5 Zellen vielleicht nicht, besser sind 6 Zellen als 2s3p. Und dann ist die Frage
Tobi hat geschrieben:Diode(n) oder Widerstand in Reihe wäre zu einfach?
durchaus berechtigt. Ein linearer Bratregler läßt sich zusammenbasteln, für den Schaltregler braucht man spezielle Chips, spezielle Low-ESR-Kondensatoren, ein durchdachtes Platinenlayout mit kürzesten Anschlußddrähten...

Ich würde den Bratregler bauen.
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon TDI » Mi 11. Okt 2017, 10:28

Bei dem Bratregler frage ich mich, ob man da überhaupt irgendwas regeln muss oder ob nicht einfach ein Vorwiderstand sinnvoller ist?
Und wieso sollte sich der Motor bei 2-3V mehr zerlegen?
Vielleicht wäre eine 12V 50W Halogenlampe mit ihrem niedrigen Kaltwiderstand und positivem Temperaturkoeffizient sogar eine sinnvolle Strombegrenzung?
Wenns etwas mehr Elektronik sein soll, würde ich auf eine PWM setzen. Die bekommt man auch mit Hobbymitteln leicht zusammengefrickelt.
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon RMK » Mi 11. Okt 2017, 11:37

...oder alte NiCds vom Wertstoffhof (Schrauberakkus..) verwursten, da kann man dann die gewünschte Spannung schön einstellen, 1,2-2,4-3,6-4,8-6V :-)

naja, ich würde vermutlich auch zur PWM greifen, die gibts auch sehr günstig bei den üblichen Versendern.
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Towarisch » Mi 11. Okt 2017, 12:23

Ok, danke erstmal, das wird wohl so wie ich mir das dachte nicht gehen.
Zum Motor - der zerlegt sich natürlich nicht bei 8V, aber das Gebläse ausm 3D Drucker.
Weiterhin sind die Lipos echt nicht mal annähernd in einem Zustand in dem man an einen seriellen Betrieb denken kann.
Ich suche dann mal lieber nach einem Motor, der bei 4V besser passt.

Grüße
Thomas
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Bastelbruder » Mi 11. Okt 2017, 13:20

Es könnte durchaus sein, daß der Motor 20% langsamer dreht wenn man ihm eine Bauchbinde aus magnetisch gut leitendem Büchsenblech verpaßt. Das im Normalfall durch Sättigung des Eisengehäuses begrenzte Permanentmagnetfeld wird dadurch stärker, damit steigt die Gegen-EMK und die Drehzahl sinkt. Gleichzeitig steigt das Drehmoment, die Drehzahl wird "steifer" an die Betriebsspannung angebunden. Die Drehzahl steigt auch nicht mehr so stark an wenn man den Schnorchel zuhält...

Probier's mal aus!
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Towarisch » Mi 11. Okt 2017, 16:42

Danke danke, Problem gelöst - ich hab noch nen heißen 17-Turn Motor von früher gefunden. Der war natürlich zu heiß - ich hab ihm aber den Anker vom Mabuchi verpasst. Der Motor hat ein verdrehbares Lagerschild - Timing eingestellt - nun rennt er bei 4 V wie der andere bei 6.
Und das Unikum saugt jetzt wie ein Ameisenbär :)

Grüße
Thomas
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Finger » Mi 11. Okt 2017, 21:16

Also manchmal staune ich einfach nur. Das mit der Bauchbinde muss ich mal testen....
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Luftwatz » Mi 11. Okt 2017, 23:27

Das mit der "Bauchbinde" ist ein alter Hut ;) . Das gab es schon im vergangenen Jahrtausend bei den Modellbauern. Ich erinnere an den EF76 II von robbe. Und von Graupner gab es dasselbe "in grün" um den Motörchen Lust auf die eine oder andere zusätzliche NiCd Zelle zu machen :mrgreen: . Es geht eben nix über "mehrrr Strom" !
Gruß Luftwatz
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon Weisskeinen » Do 12. Okt 2017, 14:17

Luftwatz hat geschrieben:Ich erinnere an den EF76 II von robbe.

Ich auch, das war der erste Motor in meinem Rennboot.
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Re: StepUp Wandler Fragen

Beitragvon sysconsol » Do 12. Okt 2017, 15:38

Die Motoren in Akkuschraubern haben in aller Regel so eine Bauchbinde.
Die kann man auch abnehmen - wenn man will.
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