T3-Getriebe: Das Tragbildmysterium

Der chaotische Hauptfaden

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T3-Getriebe: Das Tragbildmysterium

Beitragvon Nicki » Sa 21. Okt 2017, 23:37

Mahlzeit,
da am Wohnbomber das Getriebe verreckt und eh nur 4 Gänge hat, soll es durch eins mit deren 5 ersetzt werden.
In den Kleinanzeigen fand sich eine entsprechende Kiste, wegen Verkauf als defekt war sie extrem günstig.
Der 5. Gang mache Geräusche - nach dem Öffnen sah ich, dass die Gangräder noch gut waren, dafür der Triebling total zerballert (böse Ausbrüche, interessanterweise fast immer in der Zahnmitte). Das Doppelkegelrollenlager (leider noch aus Käferzeiten) war auch hinüber (das hatte den Triebling wohl getötet), also habe ich die beiden Kandidaten (bzw. den Triebsatz), die Lager des Differenzials und noch ein paar andere Lager mit fragwürdigem Zustand ersetzt, die Synchronringe waren noch gut.
VW schreibt vor, den Abstand zwischen Trieblingsende und Differentialdrehachse zu messen.
Geht einfach, benötigt aber extrem teures bis gar nicht mehr beschaffbares Werkzeug.
Das Differential wird dann über Zahnflankenspiel und Vorspannung eingestellt.
Bild->zoom
Ich habe den Triebling bzw. das Hauptlager eingesetzt, die Spannmutter festgeschraubt und die Tiefe von der Gehäuseoberkante aus gemessen.
Dann habe ich den Abstand von der Gehäuseoberkante zum Spannring des Differentiallagers sowie dessen Durchmesser ermittelt und mir damit den Trieblingsabstand 62,81mm ausklamüsert - das ist plausibel.
Den Abstand muss ich verstellen, bis er bei 63mm+die zweistellige Zahl auf dem Tellerrad in 1/100 mm ist.
Das habe ich dann mit den schon bestellten Einstellscheiben getan, nach sanftem Festschrauben war ich gut 5/100 übers Ziel hinaus, was sich aber gab, als ich die Mutter richtig angeknallt hatte.
Jetzt ist der Abstand 0,05mm zu wenig, aber damit noch so halb in der Toleranz.

Das Tragbild macht mir allerdings Sorgen.
Anfangs sah es ganz gut aus:
20171021200916.jpg


Das Zahnflankenspiel hatte ich da auf 0,15mm eingestellt.
Ok, dachte ich, da musst du den Ring noch (Soll ist 0,15...0,25mm) etwas weiter wegdrehen.
Etwas später, mit total übetriebenen 0,6mm sah es dann so aus:
20171021225121.jpg


Mich erschreckt, dass nur der Kreuzversatz wirklich größer geworden ist (der Triebling also verschoben werden muss). Ist das normal, dass der plötzlich so viel größer wird?
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Re: T3-Getriebe: Das Tragbildmysterium

Beitragvon Joschie » So 22. Okt 2017, 00:24

Hallo Nicki,

verzeihe bitte, ich verstehe dein Problem nicht ganz.
Das erste Tragbild sieht für meinen Geschmack gut aus und ich würde dies so anstreben bzw. verwenden.

Das zweite Tragbild würde mir im vergleich zum ersten nicht gerade gut gefallen.

Ach noch was, ist das was du da verwendest Kupferpaste? Normalerweise nimmt man dafür Tuschierpaste.

Grüße
Josef
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Re: T3-Getriebe: Das Tragbildmysterium

Beitragvon Nicki » So 22. Okt 2017, 09:06

Ich meine, ich hätte zwischen erstem und zweitem Tragbild die Spannmutter noch einmal festgezogen.
Das erste gefiel mir nicht so, das hier ließ mich denken, dass die Lage der Abdrücke viel kritischer sei.

Kupferpaste habe ich zum Totschmeißen, Tuschierpaste war mir mit dem Gegenwert zweier Kisten Ötti zu teuer.

Ich mache so ein Geschiss darum, weil da jetzt Ersatzteile für gut 800 Steine reingewandert sind, die lange halten sollen ;)
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Re: T3-Getriebe: Das Tragbildmysterium

Beitragvon Nicki » So 29. Okt 2017, 10:14

Nach erneutem Zusammenbau hatte ich den Toleranzbereich des Trieblingabstands zu gut 190% ausgenutzt, das Tragbild sah aber insbesondere auf dem Triebling gut aus, da habe ich es dann komplett zusammengebaut.
Bei echten 130km/h war vom Getriebe nichts zu hören, bis jetzt hält es.
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