Schalldämmung Kellerwerkstatt

Der chaotische Hauptfaden

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Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon SchuesselTech » So 22. Okt 2017, 21:42

In meiner neuen Wohnung habe ich in unserem doch relativ großen(ca 20-30m²?) Kellerraum eingie m² für meine Wekstatt ecke reservieren können (den rest füllt echt einiges an Geraffel aus ehemals 2 Haushalten... oh man, Tupper hab ich echt in Familien-Mengen...)

nun möchte ich da gerne möglichst viel Schallabsorption erreichen(gibt schließlich noch 3 andere Partein im Haus und ich möchte auch abends ab 20 Uhr mal guten gewissens in die Werkstatt)... bei möglichst geringem monetaren Aufwand versteht sich...

Was ist da am zweckmäßigsten?
Sauerkrautplatten(Heraklith...)? Wo liegt da der quadratmeter ca, wo bekommt man das? Bei z.B. Hornbach und Obi finde ichs online nicht...

Akustik-Schaumstoff(Noppen, Pyramiden, was auch immer) müsste gefühlt zu teuer sein, habe mich da preislich aber noch nicht informiert...

natürlich sollte das ganze baurechtlich unbedenklich und einigermaßen aufwandsarm rückbaubar sein... auch da schneidet der Schaumstoff vom Bauchgefühl her schlecht ab...?

Da hat hier doch sicher wer Erfahrungen zu...
Zuletzt geändert von SchuesselTech am Mo 23. Okt 2017, 21:21, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: schalldämmung kellerwerkstat

Beitragvon Marsupilami72 » So 22. Okt 2017, 21:49

Was genau möchtest Du denn in der Werkstatt veranstalten?

Wie ist die Bauweise des Kellers und der Kellerdecke?
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Re: schalldämmung kellerwerkstat

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 22. Okt 2017, 22:04

Wie wären solche Trennwandplatten?
https://www.hornbach.de/shop/Trennwandp ... ml?hb_ak=1
die schaffen je nach Dicke bis zu 54 dB einlagig verlegt.
müsstet halt schauen, wie du die befestigt bekommst ( OSB Platten? => hätte den Vorteil das man schnell mal was aufhängen kann , Spax rein fertig 8-) )
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon Simon » So 22. Okt 2017, 23:13

Noppenschaumstoff konnte ich immer gut von der Arbeit besorgen. Irgendwelche Teile die wir geliefert beommen, sind mit solchen Platten verpackt. Die Teile werden ausgepackt, und die Platten entsorgt. Hatte mir da schon einiges besorgt, Platten ca. 40x40 cm. Wenn daran Bedarf besteht, kann ich nochmal nachfragen ob wir die noch als Verpackungsabfall bekommen.

Gruß

Simon
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon SchuesselTech » So 22. Okt 2017, 23:15

Ich möchte eine möglichst gute Schallschluckung erreichen.
Lärmdurchgang nach oben vernachlässige ich aktuell, da mein Vermieter die Wohnung noch lange nicht wieder vermietet hat(das letzte Hemd hat keine Taschen...) und wenn dann zieht da vermutlich wer mit Kindern ein (wer mietet sonst ne 5 Zimmer-Wohnung in relativ ruhiger aber doch akzeptabel angebundener Lage?!) Meine Werkbank werde ich noch mit Gummi zwischen Werkbank und Wand/Boden entkoppeln.

Der Keller ist nur gute 1,95m oder so hoch... mehr als 5 cm wollte ich daher nicht unter die Decke klatschen. Sonst wirds mit dem Kopf schnell eng...
Daher und des Aufwands wegen suche ich auch eigentlich was, was ich direkt ohne viel Konstruktion drumrum an die Wand/Decke bekomme, das aber viel Schall schluckt. Daher die idee mit den ja relativ offenen Sauerkrautplatten, die lt. Internet wohl ganz gute Schallschlucker sein sollen...

wahrscheinlich sollte ich auch den Fußboden mit irgendwas schallschluckendem auslegen, das ist auch ein Betonboden...
--> Was ist schallschluckend und leicht abzufegen?

Die einfache Brettertür werde ich wohl noch aufdoppeln da kann also ruhig etwas Material drin verschwinden, damit der Schall im Kellerraum bleibt, ein vernünftiger Türrahmen fehlt jedoch, ist halt nen Kellerraum...

Decke ist schweine harter Beton...
Mit meiner Spielzeug-Bohrmaschine ist da fast kein Drchkommen, die Wand lässt sich relativ gut auch ohne Schlag bohren.

ich möchte hauptsächlich arbeiten ohne elektrische Geräte verrichten, aber mal nen paar Minuten Stichsäge oder Oberfräse kann auch gut vorkommen...
Löcher bohre ich mit dem Akkuschrauber oder der Bohrmaschine, vielleicht hole ich mir da aber auch noch ne Handbohrmaschine ^^

Mir geht es beim Heimwerken aber hauptsächlich um etwas körperliche Abwechslung zum Bürojob...
Da ist es ganz schön dann und wann was mit den Hände zu schaffen und die geringe Produktivität im Vergleich zur Verwendung von Elektrogeräten ist hierbei zu vernachlässigen.

@simon wo wäre dazu den der Standort / wie versandfreudig wärst du dabei? Wobei ich bei Noppenschaumstoff bedenken bzgl. des Brandschutzes habe (ok... wenn n Keller voll mit Kartons und Regalen aus Holz erstmal brennt ist der Schaumstoff an der Wand wohl auch egal...)
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon Simon » So 22. Okt 2017, 23:23

Wäre in Bremen, versenden geht bestimmt auch...
Ich frage morgen mal, ob es die Quelle noch gibt. Weiß ja nicht ob sich an den Verpackungen zwischenzeitlich was geändert hat, als ich genug hatte, hatte ich das nicht mehr weiter verfolgt.

Gruß

Simon
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon SchuesselTech » So 22. Okt 2017, 23:29

uiui, bremen würde sogar ganz ok passen, bin ggf allerheiligen in der Nähe, falls sich da so spontan eine "größere Menge" sagen wir mal mehr als 1-2m² "anfinden" sollte, wäre das nen Abstecher wert.
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon Marsupilami72 » So 22. Okt 2017, 23:32

Stichsäge und Oberfräse? Das ist doch harmlos...

Da brauchst Du m.E. überhaupt keine Schalldämmung, außer bei der Tür vielleicht.

P.S.: Noppenschaumstoff würde ich dafür nicht nehmen, da sammelt sich die Feuchtigkeit und es gammelt.

P.P.S.: ich hätte aber trotzdem Interesse an dem Noppenzeugs...für Lautsprechergehäuse ist der nämlich prima ;)
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon SchuesselTech » So 22. Okt 2017, 23:38

Ich möchte aber gerne Schalldämmung bzw Absorption ^^
Bin selbst auch sehr lärmempfindlich... Und tue keinem etwas, was du nicht willst das man dir tut ist bei mir fest drin
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon Später Gast » So 22. Okt 2017, 23:44

Im Keller Ist schonmal super, weil schwere Maschinen keinen oder kaum Körperschall auf Decken und Wände abgeben und nur nach oben Leute sind, die sich gestört fühlen können.
Wenn ich meine Tischbohrmaschine anwerfe kann ich die Schwingungen im Boden gut spüren. Nach 10 m̶a̶c̶h̶ ̶i̶c̶h̶ ̶d̶a̶ ̶n̶i̶x̶ ̶m̶e̶h̶r̶ ̶m̶i̶t̶ versuche ich es bleiben zu lassen :? . (zweites Obergeschoss, Altbau) Sonst bin ich allerdings ziemlich schmerzlos, Wenn sich Jemand gestört fühlt, kann er jederzeit klingeln, dann hör ich sofort auf. Ist aber noch nie vorgekommen. Im Gegenzug bin ich bisher genau 1 Mal auf Anweisung meiner Freundin Sonntagnachts um 1 nach oben gestiefelt, um dem Nachbar Zimmerlautstärke nahezulegen. :roll:

Hier in der Innenstadt braucht man aber eh n dickes Fell, Was da alles in der Nacht an grölenden Besuffskis kotzend und pissend durch die Gegend torkelt, da ist das bisschen Lärm, das der Nachbar gelegentlich macht meistens gut auszuhalten.

Ich würd eher auf Kommunikation setzen. Man sieht die Leute ja eh ab und zu im Treppenhaus, bei der Gelegenheit kann man ohne groß Bohei zu machen nebenbei darauf hinweisen, dass man gelegentlich da unten werkelt, und, falls es mal stören sollte, es reichen würde kurz Bescheid zu sagen.

Ansonsten würd ich anmerken wollen, dass es ja garnicht unbedingt darum geht, dass der Schall geschluckt wird, sondern dass er nicht entweicht. Rockwool schluckt gut Schall, aber da braucht man kubikmeterweise Material, die Kubikmeter sollen doch im Teilelager Verwendung finden! :lol: Wenn eine Türe möglichst schwer ist, gerät sie auch nicht so leicht in Schwingungen. -> Stählerne Heizungsraumtüren sind gut :)
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon Später Gast » So 22. Okt 2017, 23:51

SchuesselTech hat geschrieben:Ich möchte aber gerne Schalldämmung bzw Absorption ^^
Bin selbst auch sehr lärmempfindlich... Und tue keinem etwas, was du nicht willst das man dir tut ist bei mir fest drin
Hab auch empfindliche Ohren. Wofür gibts Mickymäuse? :mrgreen:

Und wegen Immanuel Kant kannste ja mal nen Scout die realen Lärmemissionen prüfen lassen, während du im Kabuff mit der Gerät ordentlich rumbrüllst. Sonst machste dir nachher weißgottwas für Arbeit für n Problem, was garnicht wirklich existiert.
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon Marsupilami72 » So 22. Okt 2017, 23:52

Unser Keller ist gemauert mit Betondecke - wenn mein Vater da die Kreissäge anschmeißt, hört man das im Flur gerade mal durch die Kellertür (stinknormale Innenraumtür). Eine Tür weiter hört man praktisch nix mehr.

Und was Dich angeht: deine Ohren sind viel näher an der Schallquelle, als die Wand! Bevor Du den ganzen Raum mit irgendwas verkleidest, hol Dir vernünftigen Gehörschutz.
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Re: schalldämmung kellerwerkstat

Beitragvon bulle » Mo 23. Okt 2017, 15:01

Chemnitzsurfer hat geschrieben:Wie wären solche Trennwandplatten?
https://www.hornbach.de/shop/Trennwandp ... ml?hb_ak=1
die schaffen je nach Dicke bis zu 54 dB einlagig verlegt.
müsstet halt schauen, wie du die befestigt bekommst ( OSB Platten? => hätte den Vorteil das man schnell mal was aufhängen kann , Spax rein fertig 8-) )

@ Chemnitzsurfer. Diese Trennwandmatten schaffen in einer leichten "Trennwand" mit je Seite 2 Lagen Gipskartonplatten bei absolut korrekter Verarbeitung und Laborbedingungen gerade mal 54 dB. Eine Trennwandmatte alleine vieleicht 9dB.

Hier wird von Schalldämpfung und Schalldämmung gesprochen, das sind aber 2 paar Schuhe. Schalldämmung bedeutet das der Schall nicht rausgelassen wird, aus dem Ort (Dämmung >> Damm >> bleibt drin) Dämpfung bedeutet, der Schall bzw. bestimmte Frequenzen des Schalls werden geschluckt >> bedämpft. Das ist in z.B. Schulen oder so, wichtig um Nachhallzeiten zu vermindern und dadurch Sprachverständlichkeit zu verbessern. Das kann aber auch benutzt werden um den Schallanteil in dem Raum zu senken. Arbeitsschutz, Wohlfühlen bei der Arbeit sind da die Schlagwörter.
In deinem Fall würde ich die Tür dichtschliessend ausführen, das bringt schon mal sehr viel (Dämmung) Die harte Betondecke wird auch ordentlich Dämmung bringen. Ich würde auch den Test mit den Nachbarn machen, also das Thema kommunizieren. Wahrscheinlich ist alles gar nicht so schlimm. Das bringt für dich auch schon eine gewisse Wohlfühlkomponente mit sich. (keine bösen Nachbarn im Nacken)

Du kannst im Raum natürlich auch Materialien an Decke und Wand kleben, die dämpfen. z.B. Rockwool RAF-SE. Der kann mit Fliesenkleber an die Decke/ Wand geklebt werden https://www.rockwool.de/produkte/raf-se/und sieht auch gut aus.
Kannste dir schöne Muster kleben z.B. Fugen zwischen den Platten lassen, die du gelb ausmalst. :D

MfG
Klaus
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon ^^artin » Mo 23. Okt 2017, 18:26

Wie sind die Kellerwände denn bislang aufgebaut ?
Du sagtest kannst ohne Schlag reinbohren - also ist's warscheinlich Mauerwerk.
Und ob man bei Mauerwerk mit irgendwelchen Dämmplatten noch was an der Schallundurchlässigkeit verbessern kann, wage ich zu bezweifeln.
Die Schalldurchlässigkeit könnte man bei einer gemauerten Wand am ehesten dadurch noch verbessern indem man eine zweite Schale, mit etwas Luftraum dazwischen, davor mauert.
Hier sind Materialien hoher Dicht gefragt.
Dick Gipskarton auf eine Lattung an der Wand, könnte auch noch ein Bisschen helfen.

Dämmplatten beeinflussen, wie schon gesagt wurde, im wesentlich die Schall-Reflektion und Akustik im Raum selbst.

Bei der Tür könnte es helfen eine Doppeltür zu bauen.
Dazu würde es sich auch lohnen eine vernünftige Zarge einzubauen damit beide Türen möglichst dicht schliessen.
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon SchuesselTech » Mo 23. Okt 2017, 21:26

ich war nochmal so frei den ersten Beitrag in diesem Thread etwas anzupassen...

man beachte, dass ich nur die größe und farbe geändert und das ganze fett gemacht habe, das wort stand da von anfang an ;)

wie man schall drin hält ist mir klar, ich will ihn aber ja dämpfen nicht abschirmen :mrgreen:

aber ich sehe schon, bevor ich an der "Tür"(bretter mit oben 20cm luftspalt ;)) nichts gemacht habe macht der rest wohl wenig sinn :)

Denke aber das Thema mit der Tür muss ich mit dem Vermieter abstimmen...
Ist ja doch eine etwas größere aktion...
Ne Zarge in das Loch in der Wand zimmern und dann ne vernünftige Tür dafür bauen...

Reicht es für die Zarge aus Dachlatten einen Rahmen einzusetzen?
Dazu passend würde ich dann die aktuelle "tür" durch eine tatsächlich schließende Tür ersetzen...
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon berlinerbaer » Mo 23. Okt 2017, 23:27

SchuesselTech hat geschrieben:Denke aber das Thema mit der Tür muss ich mit dem Vermieter abstimmen...

Außerdem solltest Du im Hinterkopf behalten, daß diese Kellerabteile nicht nur aus Sparsamkeit und weil es schön häßlich ist, so luftig ausgelegt sind.

Vielfach ist das auch eine Maßnahme gegen stauende Nässe, das würde ich klären und eventuell eine Mikrocontrollergesteuerte Belüftung ins Kellerfenster bauen. Je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur innen und außen, Luft rein, Luft raus oder Klappe zu.
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon jodurino » Di 24. Okt 2017, 03:34

Hallo
hast Du Platz genug eine Holz Nebeneingangstür Kellerseitig einzubauen?

Gibt es Neu schon für um die 90,-€ und von Aussen sieht man kaum Veränderungen.
Brauchst auch nicht in den Kellerboden einzufräsen die Zarge wenn Du eine Türschwelle akzeptierst.
Wenn Du das Ganze in ein entkoppeltes Ständerwerk einsetzt und die Zwischenräume mit Mineralwolle füllst ist im Kellergang Ruhe.
Fensterseitig das Gleiche, was nützt es wenn Du alles im Innenraum Dämpfst und der Schall zum Fenster raus hörbar wird.

Lüftung und Klima,Raumfeuchte usw. muss auch beachtet werden. Kellertür und Fenster müssen leicht zugänglich sein Du wirst sicher auch Arbeiten machen die etwas mehr Luft brauchen.
Oberflächen ölen zB.
Die Lappen trocknest Du dann draussen auf der möglichst seperaten Wäscheleine.

Wenn Du vor hast überwiegend Holzarbeiten mit Handwerkszeug zu machen wird zB Schlitze Stemmen mit Stechbeitel und Hammer eines der lautesten Tätigkeiten sein.
Wenn Deine Werkbank richtig schwer und Massiv gebaut ist, da meine ich so mindestens 10cm Plattenstärke und auf Absorptionsfüßen steht wird der Schlag mit dem Holzhammer nur "Dumpf" klingen.
Sofern die Werkbank bis auf das Werkstück leer ist und keine Schraubendosen als Percussionuntermalung mitwirken.

Bis ins letzte Detail kann man es sowieso nicht Vorraus planen, schlimmstenfalls zieht in die Erdgeschoßwohnung ein ruhiges Mittelalterliches Ehepaar mit 3 Zwergspitzen ein, die dann jedes mal Terror machen sobald Du im Keller auch nur einen Dremel einschaltest.

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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon berlinerbaer » Di 24. Okt 2017, 04:01

Vor allem würde ich mal, wie bereits mehrfach vorgeschlagen und von Dir bisher konsequent ignoriert, ausprobieren, wie laut maximaler Rabbatz unterschieldicher Natur (hämmern, bohren, schleifen, was Du so typischerweise machst) in der Werkstatt unmittelbar vor der Kellertür und in den verschiedenen Etagen überhaupt wahrnehmbar ist.

Erst dann weißt du, ob wirklich verschärfte Maßnahmen wie in einem U-Boot auf Feindfahrt nötig sind, simplere Vorkehrungen es auch tun oder aber ohnehin kein Handlungsbedarf besteht.

Deine offen freundschaftliche Attitüde gegenüber den Nachbarn hilft sicher auch, pass nur auf, daß sowas nicht in "Meine Glotze ist kaputt, mach mal bevor das Länderspiel anfängt" ausartet.
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon johannes » Di 24. Okt 2017, 19:21

Wir haben auch so eine Kellerwerkstatt und so ein Keller schluckt von sich aus schon viel Schall (die Kreischsäge kann man gerade so erahnen wenn man vor der Kellertreppe steht..)

Was wir aber abgedichtet haben waren die Fenster da haben wir einfach so Schalldämmungsglaswolle (sowas in der Art https://www.hornbach.de/shop/Trennwandp ... tikel.html ) in Säcke gestopft und damit die Fenster zugemacht (wir sind da eh meist Abends und viel Licht kam durch die Schächte eh nicht rein). Das Zumachen der Fenster hat interessanterweise nicht nur zur Strasse raus gedämmt sondern auch den Innenraum seitdem hört man da wirklich sogut wie nichts mehr.
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon setiherz » Di 24. Okt 2017, 19:47

Hallo zusammen ,
ich habe beruflich viel von dieser Firma verbaut. Nicht günstig aber sehr wirksam !

www.aixfoam.de

Grüße Steffen
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon SchuesselTech » Do 2. Nov 2017, 19:12

Habe aus Spanplatte (19mm, Raumseite) latten(24mm) und Spanplatte(12mm Flurseite) eine Tür sowie aus dachlatten einen Rahmen zusammengeschustert. aktuell hängt die tür ohne die flurseitige Platte im Rahmen und man merkt, wenn man sich von drinnen nach draussen unterhält definitv schon einen unterschied (na klar, die alte tür hatte 20cm luftspalt oben ^^), die Tage kommt noch n schloss rein und der Rahmen wird gegen die Wand abgedichtet, sowie die tür gegen den Rahmen(mit diesen klebedichtungen)

Den zwischenraum, den die Latten erzeugen lasse ich erstmal leer...

als Scharniere habe ich 3 Kulissenbänder genommen, die sind um welten einfacher aufzuhängen als Türbänder, die man über einen Bolzen stülpen muss... zumal ich keinen spielraum nach oben habe, da der Türausschnitt raumhoch ist und die Tür die Rahmenstärke überdeckt
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon jodurino » Do 2. Nov 2017, 19:40

Klingt spannend
berichte mal weiter, ich denke auf Dauer wird die Platte sich verziehen.
Aber vielleicht ist das auch nur meiner Antipathie dem Material Spanplatte gegen über entsprungen.

Es gibt noch 2 Gedanken die mir dazu kommen
entweder 1. Kellerseitig große Ausschnitte in die Platte (Lochkreise) , die Zwischenräume dann mit etwas "fluffigen" füllen und dann Kellerseitig mit Stoff bespannen.
Muss ja nicht gleich in Chesterfield Optik wie bei alten Anwaltskanzleien sein.

oder 2. Platte Werkstattseitig zu lassen und die Zwischenräume der Lattenkonstruktion mit Quarzsand füllen, ist eine blöde Arbeit und die Türaufhängung muss alles halten können
dafür aber schön Massiv mit der Bunkerhaptik beim Öffnen

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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon SchuesselTech » Do 2. Nov 2017, 22:25

Die Tür hat jetzt schon gute 40kilo. (Sind immerhin gute 3cm spanplatte und n paar Meter latten)...
Denke die Abdichtung ist jetzt erstmal die effektivste nächste Maßnahme. Dann im Raum die SchalAbsorption optimieren
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon berlinerbaer » Fr 3. Nov 2017, 01:46

Wenn Du so weitermachst, kannst Du Deinen Keller zur Refinanzierung der Schalldämmung auch problemfrei lokalen heavy-metal-bands als Probenraum vermieten ;) .
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Re: Schalldämmung Kellerwerkstatt

Beitragvon Gary » Fr 3. Nov 2017, 02:24

bekommst du am Schluss noch genügend Sauerstoff ?
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