Maximale Leitungslänge

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Maximale Leitungslänge

Beitragvon Turbine » Di 24. Okt 2017, 21:39

Hallo,
bin mir in dem Punkt nicht ganz sicher, drum mal die Frage.

Die maximale Leitungslänge wird ja einerseits durch die
Netzimpedanz bestimmt.
Das bedeutet das der Kurzschlussstrom hoch genug sein muss,
damit die Bedingungen für automatische Abschaltung
im Fehlerfall gegeben sind. Bei einem B16 LS Schalter also 5 x 16A = 80A
Also in diesem Fall 2,875 Ohm.

Was ich mich gerade frage: Der Spannungsabfall darf darf ja maximal
3% betragen. Woher kommt dieser Wert? Durch die max Verlustleitung ?
Das muss dann praktisch noch zusätzlich zu den Bedingungen der
automatischen Abschaltung erfüllt sein?
Sprich wenn meine Netzimpedanz im grünen Bereich liegt,
muss ich noch zusätzlich die Leitungslänge beachten.
Und dann halt noch so Sachen wie Verlegeart, max. Temperaturen usw.
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Re: Maximale Leitungslänge

Beitragvon Hightech » Di 24. Okt 2017, 23:57

Die 3% sind aus den TAB der Netzbetreibers.
Es soll sichergestellt sein, das am Ende der Leitung noch 230V +/-3% ankommen, damit alle Gerät sicher funktionieren.

Also der Spannungsabfall soll bei voller Leistung nicht um mehr als 3% absinken.
Wenn du damit klar kommst, das am Ende bei 16A Last nur noch 200V da sind, ist das dein Problem.

Bei der Berechnung der Leitungslänge die Rückleitung nicht vergessen !

Aber ich denke, wenn die Abschaltbedingung für den LS eingehalten werden, passt das auch mit den 3%.
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Re: Maximale Leitungslänge

Beitragvon uxlaxel » Mi 25. Okt 2017, 00:03

nicht ganz richtig, auf der leitung von unterverteilung zur letzten steckdose dürfen 3% spannungsfall sein. vom hausanschluß zum zähler glaube ich 0,5% und vom zähler bis zur unterverteilung noch mal 1%, macht zusammen 4,5% im schlimmsten falle!

die toleranz der netzspannung am hausanschluß ist auch 10%, sprich alles von 207 bis 253V sind erlaubt. von diesen extremen werten braucht man aber nicht ausgehen, es wird immer mit 230/400V gerechnet.

die TAB schreiben das zwar vor, aber der netzbetreiber kontrolliert das nicht im bestand.

die abschaltbedingungen und damit die schleifenimpedanz muß man trotzdem messen und nachrechnen.

grüße
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Re: Maximale Leitungslänge

Beitragvon Roehricht » Mi 25. Okt 2017, 00:26

hallo,
vom Zähler bis zur Steckdose 4% , für Beleuchtungskreise ist 10% zugelassen Motoren ab 4kW 6% (TAB SH HH). Ob das noch aktuell ist weiss ich nicht.

Wenn die Leitungslängen für die Spannungsfälle danach ausgelegt werden passen die für den minimalen Kurzschlussstrom allemal. bei 120m 3x1,5mm² kommt man gerade auf den minimal Kurzsschlusstrom für ein 16A B Automat. Da hätte man bei 16A schon ca 45V Spannungsabfall an der Leitung.

Egal , nicht zu sparsam mit den Querschnitten. Das kostet nur einmal etwas mehr Geld. Die ewigen Verluste sind auf die Dauer teurer.

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Wolfgang
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