RGB....oh weh oh weh....

Der chaotische Hauptfaden

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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » So 29. Okt 2017, 23:27

Gut, das das der liebe Gott noch nicht wußte, als er "...es werde Licht !" rief.

Ich denke mal, mit der hier angesprochenen Paarung von reinweißen und warmweißen LED-Ketten läßt sich zumindest ein annähernd abgebildetes Tageslicht herstellen.
Derzeit gehts mir erst mal um ordentlich Lux auf der Tischplatte.

BTW:
Vor etlichen Jahren hatte ich eine ehemalige Dienstwohnung in einem alten Bahnhof aus der Kaiserzeit.
Da waren die Decken fast drei Meter hoch.
Ich habe dort die Wände und die Decke grellweiß gestrichen und letztere mit fünf 50W Leuchtstoffröhren in Tageslichtfarbe bestückt.
Etwa fünfzig Zentimeter darunter habe ich dann eine abgehängte Stoffdecke eingezogen, die an Ösen wie ein Trambolin im Zickzack an Schraubhaken in den Wänden abgespannt war.
Der Stoff war weißer, durchscheinender Nesselstoff mit leichtem Stich Richtung Elfenbein.
DAS war ein geiles Licht!
Man konnte durch den Stoff die einzelnen Röhren nicht erkennen. Die ganze Decke hat über die Fläche gleichmäßig geleuchtet in einer sehr tagesähnlichen Farbe.
Es war im ganzen Zimmer gleichmäßig hell und....... es gab keine Schatten!
Nicht mal so richtig unter dem Tisch. Sehr angenehm beim Arbeiten.

Aber das läßt sich bei meiner gerade mal 2,20 m hohen Decke jetzt nicht mehr machen, ohne Höhlencharakter aufkommen zu lassen.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » Mo 6. Nov 2017, 19:49

So, der Chinamann war da.

In der Tat sind in der äußerst simpel aufgebauten Lampe (gekantete Blechwanne aus lackiertem Dosenblech) acht doppelreihige Strips eingeklebt, die pro Reihe einmal warmweiß und einmal kaltweiß beinhalten.
Man kann die mit der Fernbedienung einzeln ansteuern und auch mischen.

Aber kaltweiß und warmweiß zusammen auf Vollgas ergeben auch schon bei den mickrigen 44 Watt eine knallige Küchenbeleuchtung in sehr tagesähnlicher Farbe.
Ein Riesenunterschied zu der vorherigen 40 Watt Ring-Leuchtstoffröhre. Toll!

Leider haben sich die negativen Amazonbewertungen bewahrheitet......nach jedem Aus- und Wiedereinschalten über den Wandschalter strahlt das Lämpi in einer anderen Lichtfarbe oder Helligkeit.
Ich werde die Elektronik wohl ganz rauswerfen und dafür ein festes LED-Netzteil einbauen, mit dem ich beide Strips parallel betreibe.
Ich hoffe jetzt nur, das diese Strips keine Sonderkonfektion sind und mit den handelsüblichen 12V LED-Trafos befeuert werden können.
Messe ich morgen mal nach.

Jetzt bestelle ich vier von den Lampen für mein Wohnzimmer.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » Mi 8. Nov 2017, 22:01

Weiter gehts.

Ich habe herausgefunden, was es mit den ständig wechselnden Modi bei Abschaltung über die Versorgungsspannung auf sich hat.
Wenn man beide, also warmweiße und reinweiße LEDs mit der Fernbedienung auf 100% einregelt (also maximale Helligkeit), dann wird nach dem Abschalten und Wiedereinschalten beim ersten Mal nur der warmweiße Strang bestromt, beim zweiten Mal nur der Kaltweiße und beim dritten Mal wieder beide zusammen.
So kann man über den Wandschalter in gewissen Grenzen die Lampe regulieren.
Die Helligkeit der einzelnen Stränge wird davon nicht tangiert. Mein Eindruck (und auch die der Amazon-Bewerter) daß die Lampe auch mit der Helligkeit spielt, rührt wohl nur daher, daß in den ersten beiden Stufen nur je ein LED-Strang zum Einsatz kommt, was natürlich nicht nur die Lichtfarbe, sondern auch die Lichtstärke beeinflußt.

So weit, so gut.

Jetzt stellt sich die Frage, wie ich diesen Mechanismus aushebeln kann.
Ich will ja vier dieser Lampen gleichzeitig im selben Zimmer mit demselben Schalter betreiben.
Da wird irgendwann die Synchronität verlorengehen.
Außerdem möchte ich nicht jedesmal dreimal schalten müssen, um in den einzigen Modus zu kommen, den ich nutzen möchte.
Ich brauche, streng genommen, auch die Fernbedienung nicht.

Läßt sich das eingebaute Netzteil mit dessen integrierter Fernbedienung so manipulieren, daß nur noch die volle Spannung durchgeschaltet und nix mehr geregelt wird?
Hat so was schon mal jemand versucht?

Vier externe Netzteile kosten nicht nur wieder einen Haufen Geld, sondern sind im jeweiligen Lampengehäuse zwischen den Strips auch nicht mehr problemlos so unterzubringen, daß die Lichtemmission der LEDs nicht behindert wird.
Die verbauten Originalteile sind schon winzig gegenüber den gesondert erhältlichen Netzteilen mit den erforderlichen >72W
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Julez » Do 9. Nov 2017, 11:03

Funktioniert die im 2. Beitrag genannte Lösung nicht?
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » Sa 11. Nov 2017, 21:14

Trau ich mich nicht auszuführen.

Ich hab mal die Abdeckung vom Netzteil entfernt und da sind meiner Meinung nach zwei getrennte Schaltnetzteile auf einer Platine vereint.

Netzteil.JPG


Ich fürchte, daß es da bei unterschiedlichen Potentialen zu Ausgleichsströmen kommen kann, wenn man die beiden Ausgänge einfach so brückt.
Und wenn kaputt....dann kaputt.

Vorsichtshalber habe ich jetzt mal die Spannung an den Strips gemessen, falls man da was anderes als Energielieferant installieren möchte.
Die beiden äußeren Leiterbahnen führen je zu einer der LED-Reihen, die mittlere ist die Masse, an die das andere Ende jeder LED gelötet ist.
In maximal runtergeregelter Lichtstärke (bei voller Ausregelung kann man da nicht mehr reingucken) habe ich aber schon über 100Volt am Voltmeter. :roll:
Kann es sein, daß mein Multimeter im Gleichspannungsbereich bei einer PWM-modulierten Spannung Mist mißt?
Ich bin da nicht ganz sattelfest, wie ich da vorgehen soll.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon berlinerbaer » Sa 11. Nov 2017, 21:31

Wenn Du den Original-Treiber so lassen willst, bau Dir mit einem kleinen Arduino und einem Relais/SSR eine Einschaltautomatik.

Messen, welches rail Strom hat und so oft aus- und wiedereinschalten, bis beide Stränge Strom haben.

Ist wahrscheinlich einfacher, als rauszufinden, wie Du diese interne Umschaltlogik machen lässt, was Du willst.

Wenn Du Dir das aus China bestellst, landest Du so bei drei bis vier Euro pro Lampe.

Ich sehe allerdings auch keinen Grund, weshalb die vier Lampen aus dem Takt kommen sollten, von daher sollte eigenlich eine solche Vorrichtung reichen.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon xanakind » Sa 11. Nov 2017, 21:46

Der IR-Empfänger wird doch sicherlich in einem kleinen Controller enden.
Und der Controller wird dann die beiden Netzteile steuern.

Du musst nur herausfinden, wie der Controller die Netzteile steuert und diese dann entsprechend brücken.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » Sa 11. Nov 2017, 22:17

So weit die Theorie;
leider lassen meine beschränken Elektronikkentnisse keine Einschätzung der Schaltung zu.

Irgendwie nervt es mich auch, daß man mittlerweile immer häufiger Geld in die Hand nehmen muß, um die featuritisverseuchten Produkte alltagstauglich zu machen.
Früher konnte man sich durch einen Aufpreis das ein- oder andere Funktionsgoodie gönnen, heute muß man arbeiten, damit die mitgelieferten und überwiegend unnützen Sonderfunktionen den Workflow nicht behindern.
Beim Navi meines neuen Volvo ist das auch so. Damit komm ich "mal eben" nirgendwo hin.
Oder bei unserer voll programmierbaren Mikrowelle, die uns als Hochzeitsgeschenk erreichte und die ich jetzt gegen ein Oldtimergerät mit zwei Knöpfen (Zeituhr und Intensität) getauscht habe.

Mir fehlt zunehmend die Lust, meine Zeit mit dem Erlernen von neuen BDAs, die bei der nächsten Gerätegeneration eh obsolet sind, zu vertrödeln.
Leider hilft es nicht, sich seine LED-Lampen im Inland zu besorgen. Die sind auch bei OBI & Co. heute allesamt made in RPC.

Leider habe ich zu meinen Lampen auch im Web keinen Schaltplann ergoogeln können.
Manchmal hat man da ja Glück.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon berlinerbaer » Sa 11. Nov 2017, 23:20

Deinen Frust über feature-creep kann ich schon verstehen.

Vielleicht stellst Du mal hochauflösende Fotos von Vorder- und Rückseite des Netzteils ein, auf dem auch der Aufdruck auf chips und Platine lesbar ist.

Dann kann Dir jemand vielleicht per Ferndiagnose sagen, welcher pin abgeknipst wird oder wo eine Drahtbrüche fehlt, damit das Ding nach Deinen Vorstellungen läuft.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Bastelbruder » So 12. Nov 2017, 00:21

Frickelfreddy hat geschrieben:In maximal runtergeregelter Lichtstärke (bei voller Ausregelung kann man da nicht mehr reingucken) habe ich aber schon über 100Volt am Voltmeter. :roll:
Kann es sein, daß mein Multimeter im Gleichspannungsbereich bei einer PWM-modulierten Spannung Mist mißt?
Ich bin da nicht ganz sattelfest, wie ich da vorgehen soll.

Das Meter wird schon einigermaßen die Durchschnittspannung messen. Bei der Versorgungsspannung von LEDs ist das aber so daß (Schätzwerte) bei 90 Volt noch alles aus ist und bei 150 Volt der maximale Strom fließt. Dann ist die PWM-Spannung nicht null und 150, sondern eben 90 und 150 Volt, bei 50 % 120 Volt. Da ist sicher irgendwo ein kleiner Kondensator, der in den kurzen Pausen verhindert daß die Spannung total zusammenbricht- für's Schätzometer reicht die Ladung noch aber Licht wird tatsächlich nicht mehr produziert.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » So 12. Nov 2017, 10:45

Da mir im Moment die Zeit für weitergehende Ursachenforschung fehlt und noch heute die Winterreifen drauf müssen, werde ich jetzt provisorisch in drei von den vier Lampen seitlich im Blechgehäuse einen von außen ertastbaren Microtaster (Öffner) reinfrickeln, über den ich die Netzspannung schleife.
Hier sind die Decken so niedrig, daß ich zum Bedienen keine Leiter brauche.

Damit kann ich dann eine, aus dem Takt geratene Lampe von Hand wieder synchronisieren.
Aber vielleicht klappt die Sache mit den vier Lampen im gleichen Rythmus ja auch so.

Tips sind alerdings weiterhin willkommen.....für die Tage zwischen den Jahren.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon sysconsol » So 12. Nov 2017, 15:13

Rausfinden, wie der Mikrokontroller die Stromquelle ansteuert.
Eine Lampe als Master definieren, in den anderen den Kontroller abklemmen.
Die Steuersignale vom Master auf die Stromquellen der Slaves bringen.

Achtung - keine Netztrennung.
Wenns rummst, dann richtig.

Und den Schutzleiter ordentlich anschließen.
Wenn ich das Netzteil sehe, ist mir nicht ganz wohl :?

Wenn du die Fernbedienung nicht brauchst, kannst du den Kontroller auch ganz rauswerfen
und durch eine von der vorhandenen Schaltung abhängige Mimik ersetzen.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » So 12. Nov 2017, 17:24

sysconsol hat geschrieben:Wenn du die Fernbedienung nicht brauchst, kannst du den Kontroller auch ganz rauswerfen
und durch eine von der vorhandenen Schaltung abhängige Mimik ersetzen.


War ja auch meine Idee, aber bei gemessenen 100Volt scheiden die üblichen LED-Treiber wohl aus.
Vermutlich sind die Strips intern doch anders geschaltet.

Einen Versuch mache ich noch.
Ich werde die Stripes mit einem Labornetzgerät bestromen.
Wenn die bei 12V Gleichstrom doch volle Helligkeit bringen, hab ich vorher halt Mist gemessen und dann kommen da die handelsüblichen Teile rein und fertig.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Frickelfreddy » So 12. Nov 2017, 18:21

Also mit den handelsüblichen 12Volt komme ich da nicht weiter.
Damit leuchtet da nix.

Ich hab nochmal das eingebaute LED-Netzteil untersucht und dann stand da, nur haarfein und fast unlesbar eingelasert "Output 60-120W 260mA+/10%"
Dann kann das mit den über hundert Volt schon hinkommen und die LED-SMDs sind doch irgendwie in Reihe geschaltet.

Das aber nun nutzt mir überhaupt nichts, weil ich da nur mit einer Bastellösung weiterkomme.
Aus dem Regal passt da nichts.
Warum müssen sich einfachste Aufgabenstellungen immer zu einem Problem auswachsen?

Ich häng die Dinger jetzt auf und feddich.
:?
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon sysconsol » So 12. Nov 2017, 18:33

Ich meinte ja auch nicht, dass du die gesamte Platine rausreißen sollst ;)

Auf der Platine vermute ich einen Kontoller und zwei Stromquellen.
Die DIL-8-Beiner sind vermutlich die Stromquellen.
Der Kontroller gibt wahrscheinlich jeder eine PWM vor.
Damit stellst du die Helligkeit ein.

Die PWM kann man auch fest erzeugen - wenn nötig.
Da helfen aber nur IC-Bezeichnungen und Datenblätter.

Wenn man keine Bastellösung will, muss man einmal richtig Geld ausgeben.
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Re: RGB....oh weh oh weh....

Beitragvon Julez » So 12. Nov 2017, 19:19

Frickelfreddy hat geschrieben:Trau ich mich nicht auszuführen.

Ich hab mal die Abdeckung vom Netzteil entfernt und da sind meiner Meinung nach zwei getrennte Schaltnetzteile auf einer Platine vereint.

Ich fürchte, daß es da bei unterschiedlichen Potentialen zu Ausgleichsströmen kommen kann, wenn man die beiden Ausgänge einfach so brückt.
Und wenn kaputt....dann kaputt.[]


Darauf würde ich es ganz ehrlich ankommen lassen, bevor ich mich schwarzärgere und unglaublich komplexe Zusatzsysteme zur Steuerung erfinde.

Zur Not eine Diode vor jeden einzelnen der 2 Positiv- Ausgänge des Netzteils machen, so dass sie keine Spannung "sehen", die vom jeweils anderen Ausgang kommen. Masse ist ja eh ein Kabel, oder?
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