Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Anse » Di 7. Nov 2017, 17:50

Wurstblinker hat geschrieben:Du meldest dich bei Tesla wirfst denen noch ein paar 1000€ in den Rachen und
die schalten dann in deinem Teuer bezahlten Akku noch ein Paar kWh mehr frei.
Das soll jetzt keine politische Diskussion werden aber das liegt an der Eigenschaft von Li-Ionen Akkus das sie länger halten wenn sie nicht Vollständig geladen werden. Wer mehr haben will muss halt mehr bezahlen da der Akku einen höheren Verschleiß hat und die Kalkulation dann nicht mehr stimmt.
Was sollte sonst die Motivation sein?

Gegen ein solidarisches System für Ladesäulen hätte ich nichts einzuwenden. Ich kann aber jetzt schon hören wie ein paar Leute meckern werden.

Wichtiger wäre dort Ladestellen auf zu stellen wo die Fahrzeuge eh für 8+ Stunden stehen, am Arbeitsplatz. So könnte man auch Solarstrom nutzen.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon gonium » Di 7. Nov 2017, 17:52

Automator hat geschrieben:Zur Karte in der Firma sagt das Handy, es sei eine Desfire Karte. Das ist doch etwas sicherer als die Classic? Die Karte kommt wohl vom Renaulthändler. Sie öffnet mindestens die Ladesäule der EVL in Limburg. Ob sie für andere Ladesäulen taugt ist mir unbekannt.


Generell ist eine DESFire schon eine anständige Karte -- da sind mir auch bislang keine funktionierenden Exploits bekannt. Allerdings nutzen die Ladekarten ja keinerlei Crypto, sondern nur die Kartennummer. Es bringt Dir also leider nix, eine gescheite Ladekarte zu haben -- die Dinger werden schlichtweg falsch genutzt.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon gonium » Mo 20. Nov 2017, 12:45

Fritzler hat geschrieben:
gonium hat geschrieben:Es gibt noch weitere Fuckups, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen. Die werde ich mal separat aufschreiben. Ihr dürft schon einen Popcornvorrat anlegen ;-)

Also Congress Talk incoming?

Vorrat wird angelegt!


Congress Talk happens. Mit vielen lustigen Details -- von Waffel auf Rootshell in zwei Monaten:

Bild

Gruß,
-Mathias
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Desinfector » Di 21. Nov 2017, 13:10

xanakind hat geschrieben:Ich find das super!
Und wenn sich die Hersteller / Betreiber nicht darum kümmern (wollen).....
Dann lohnt es sich ja fast ein Elektroauto anzuschaffen!


tcha...
wenn das alle oder ziemlich viele machen, wird irgendwann auch DEIN Konto belastet.
so gleicht sich das irgendwann wieder aus - was?

:)
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon gonium » Mo 27. Nov 2017, 16:37

FYI: Das Programm nimmt langsam Gestalt an, mein Talk wird wie folgt angekündigt:

Ladeinfrastruktur für Elektroautos: Ausbau statt Sicherheit

Wir retten das Klima mit Elektroautos — und bauen die Ladeinfrastruktur massiv aus. Leider werden dabei auch Schwachstellen auf allen Ebenen sichtbar: Von fehlender Manipulationssicherheit der Ladesäulen bis hin zu inhärent unsicheren Zahlungsprotokollen und kopierbaren Zahlkarten. Ladesäulenhersteller und Ladenetzbetreiber lassen ihre Kunden im Regen stehen — geht das schnelle Wachstum des Marktanteils zu Lasten der Kundensicherheit?
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon gonium » Do 14. Dez 2017, 12:19

Und der Fahrplan ist raus: https://events.ccc.de/congress/2017/Fah ... /9092.html

Tag 1, Saal 1, direkt nach Charles Stross. The heat is on...
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Fritzler » Do 14. Dez 2017, 12:41

Is notiert, aber bin mal gespannt wie man das Thema so dehnt, dasses in einen 1h Vortrag ausfüllend passt.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon ferdimh » Do 14. Dez 2017, 13:53

Vorträge werden IMMER länger als man denkt... Mein letzter Vortrag dieser Art war auf 45 Minuten geplant und nach 3 Stunden zuende...
Von daher erscheint es mir schon angemessen, ne Stunde zu planen und im besten Fall noch 15 Minuten Fragen zu beantworten.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Anse » Do 14. Dez 2017, 20:11

ferdimh hat geschrieben:Vorträge werden IMMER länger als man denkt... Mein letzter Vortrag dieser Art war auf 45 Minuten geplant und nach 3 Stunden zuende...
Von daher erscheint es mir schon angemessen, ne Stunde zu planen und im besten Fall noch 15 Minuten Fragen zu beantworten.
Wie geht das?
Schüler können das Gegenteil bestätigen.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon ferdimh » Do 14. Dez 2017, 20:26

Ok, korrigiere:
Wenn man sich für das Thema interessiert, [bisheriger Satz].
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon duese » Fr 15. Dez 2017, 09:26

Bzw. wenn man sich schon länger mit einem Thema beschäftigt. Wenn ich mich recht erinnere, waren die meisten Referatsthemen in der Schule Sachen, mit denen man sich im Rahmen des Referats das erste Mal intensiver beschäftigt. Wenn man sich für das Thema interessiert und dadurch länger und intensiver drin rumstochert kommt schon genug zusammen.
Wenn man sich mit nem Thema mal ein Jahr oder so intensiv auseinandergesetzt hat, hat man i. d. R. so viel Wissen angehäuft, dass es immer schwieriger wird kurze Vorträge zu halten.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Später Gast » Sa 16. Dez 2017, 02:51

Anse hat geschrieben:
ferdimh hat geschrieben:Vorträge werden IMMER länger als man denkt... Mein letzter Vortrag dieser Art war auf 45 Minuten geplant und nach 3 Stunden zuende...
Von daher erscheint es mir schon angemessen, ne Stunde zu planen und im besten Fall noch 15 Minuten Fragen zu beantworten.
Wie geht das?
Schüler können das Gegenteil bestätigen.

Lehrer können das Gegenteil vom Gegenteil bestätigen. Vorträge gehen länger als geplant. Bei unerwartet kurzen Beiträgen wurde die Länge nicht geplant. Sind demnach auch nicht kürzer als geplant. ;) :roll:

Es gibt Einzelfälle, die plötzlich 3x so schnell sprechen, weil Aufgeregt. die müssen dann gebremst werden, sonst versteht ja keiner was. Die GFSen, die ich bisher so abgenommen hab (gibts ne Note, es geht also um was und man kann sich das Fach aussuchen) waren alle länger als die vorgesehenen 15Minuten.
Grad hab ich an ner Realschule mündliche Eurokom Prüfungen in Französisch abgenommen, da war einer der Vorträge tatsächlich unerwartet kurz. Da muss man aber auch die Umstände sehen. Wenn da einer die Sprache nicht richtig kann, und auch sonst kein helles Licht ist, dann kommt der ohne Händchenhalten nicht an den Punkt, dass er tatsächlich produktiv am Vortrag arbeitet. Der sumpft dann in einer Recherchewüste rum und krebst zwischen halbübersetzten Textfragmenten und irgendwelchen Inhaltspunkten rum und kommt nicht voran. Hat aber objektiv viel Zeit damit verbracht. :|
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Lukas94 » Sa 16. Dez 2017, 14:59

duese hat geschrieben:Bzw. wenn man sich schon länger mit einem Thema beschäftigt. Wenn ich mich recht erinnere, waren die meisten Referatsthemen in der Schule Sachen, mit denen man sich im Rahmen des Referats das erste Mal intensiver beschäftigt. Wenn man sich für das Thema interessiert und dadurch länger und intensiver drin rumstochert kommt schon genug zusammen.
Wenn man sich mit nem Thema mal ein Jahr oder so intensiv auseinandergesetzt hat, hat man i. d. R. so viel Wissen angehäuft, dass es immer schwieriger wird kurze Vorträge zu halten.


Erinnert mich an das Referat zum Thema Stahlerzeugung, das ich in der ich glaube siebten Klasse halten durfte. 20 Minuten waren angesetzt, ich hab die Doppelstunde komplett ausgefüllt. Inklusive jeder Menge technischer Details vom Rennofen bis hin zum Elektrostahlverfahren.
Dem Kollegen, der in der Doppelstunde darauf über Stahlsorten referieren durfte ging es genauso :D
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon TDI » Sa 16. Dez 2017, 15:30

Mit dem eigentlichen Thema hat das jetzt nur noch gemein, dass man die Ladezeit damit füllen könnte, oder? ;)
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Anse » Sa 16. Dez 2017, 15:54

Wird es von dem Talk auch einen Mitschnitt auf YT oä. geben?
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon gonium » Sa 16. Dez 2017, 15:56

Anse hat geschrieben:Wird es von dem Talk auch einen Mitschnitt auf YT oä. geben?


Definitiv - einen Link werde ich hier posten.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Spike » Mo 18. Dez 2017, 14:55

Aha - also auch der Spiegel berichtet nun darüber. Ob das "Tu Watt" nun hilft?
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon video6 » Mo 18. Dez 2017, 15:03

Der Standard.at aus Österreich berichtet auch davon
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon gonium » Mo 18. Dez 2017, 15:05

Ja, das war ein DPA-Interview, das heute anscheinend über die Ticker gegangen ist. Dürfte in einigen Medien erscheinen. Ganz interessant, dieser Pressemaschinerie beim Arbeiten zuzuschauen...
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon TDI » Di 19. Dez 2017, 16:22

Das Thema ist auf Spiegel->Online angekommen: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/elek ... 83864.html
Man darf gespannt sein, was draus wird...
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon ando » Di 19. Dez 2017, 18:09

Moin,

in dem Lokalen Käseblatt wurde heute auch davon berichtet:

http://www.allgemeine-zeitung.de/ratgeber/auto-und-motorrad/kfz/hacker-deckt-problem-bei-ladekarten-fuer-stromtankstellen-auf_18398032.htm

Is aber Deckungsgleich mit der DPA Meldung. Naja, die Überschrift is natürlich der Zeitung angepasst, jaja, die Hacker!

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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon RMK » Do 21. Dez 2017, 21:09

wir haben auch mal eine DPA-Meldung rausgehauen (Bekannter ist Zeitungsredakteur), als wir ein usenet-Fototreffen
gemacht haben. Erstaunlich wie weit das Ding Kreise gezogen hat, aber war auch zugegebenermaßen saure-Gurken-Zeit,
und die schauen sich halt den DPA-Ticker an und veröffentlichen dann bei passendem Thema (oder zuviel weißen Seiten ;-) )
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon jodurino » Mi 27. Dez 2017, 11:17

Hallo
kleine Randnotiz

das Thema hat es jetzt in die Radionachrichten von MDR-Kultur (vormals Figaro) geschafft.
Mit einem Hinweis auf den Chaos-Computer-Club
z.B. https://www.all-about-security.de/security-artikel/single/chaos-computer-club-hackt-ladesaeulen/


cu
jodurino

P.S. Mathias Dalheimer wurde namentlich erwähnt
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Lukas » Mi 27. Dez 2017, 14:32

War ein echt guter Vortrag! Danke
Zum Glück brauch ich für meinen Stromer keine Ladekarte. Lade nur zuhause.

Edit: Interessante Leute im Publikum
Zuletzt geändert von Lukas am Mi 27. Dez 2017, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroauto-Ladekarten: Wie man auf fremde Rechnung lädt

Beitragvon Fritzler » Mi 27. Dez 2017, 14:38

Der Talk ist ja nun vorbei:

Eieiei, da brennt ja die gesamte Hütte und nicht nur die Karte :shock:
Das mit der unverschlüsselten Verbindung und dem Update/Configs/Logs ist dann nochmal das Sahnehäubchen.
Da hat echt niemand drauf geachtet, dass das wenigstens halbwegs sicher ist, geht ja nur ums Geld der Kunden.
Schön ist auch das Schreddern vom OCPP :lol:

Interessant ist auch zu sehen wie der Weg ist von dieser Entdeckung bis zu einem langen Talk.

Meine Frage an dich:
Haste denn schon son China Aluhut um deine Ladekarte gestülpt?
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