HÄ?? UKW Verbot???

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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon m3rt0n » So 11. Jun 2017, 13:01

uxlaxel hat geschrieben:jens, ich könnte dir von der nächsten funk-messe mal eine ganz kleine 2m-magnetfußantenne mitbringen. experimentell würde ich dir auch die antenne geben, die ich jetzt ein jahr auf dem auto hatte. da kannst du dann das mühltal auch ohne aussetzer passieren. willst du das mal versuchen? übergabe in jena ;)


wenn die nen mini smp stecker hat ja :D
empfänger ist ein auna dabstate oder so.
außerdem hab ich den jenaer job aufgegeben, mal sehen wie der empfang auf der A71,A38 und A7 ist ;)
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon uxlaxel » So 11. Jun 2017, 13:05

smp ließe sich sicher adaptieren, aber wenn du derzeit einen dipol nutzt, kannst du die 2 drähte doch einfach abmachen und eine bnc-buchse montieren.
wo verschlägt es dich denn hin? pendeln oder umzug?
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Robby_DG0ROB » So 11. Jun 2017, 13:08

uxlaxel hat geschrieben:…gegenüber UKW wird eindeutig auch mehr bandbreite übertragen, sprich der tiefbass und die höhen höhen, die man sonst nur von der CD bzw. vom USB-stick bekommt, kommen auf einmal auch im radio.


Der Übertragungskanal des klassischen UKW-Hörfunks reicht bis 15 kHz, bei einer CD etwa 22,05 kHz. Wenn das Programm im Hörfunk aber durch die Zuführung (Außenübertragung über Stream oder ISDN-Musictaxi usw.) bereits eine erhebliche Bandbegrenzung erfahren hat, hilft auch ein hinreichend breitbandiger Übertragungskanal nichts mehr. "Höhen und Bässe" zu beschreiben bringt nichts, wenn das Audiosignal völlig kaputt komprimiert beim Hörer ankommt. Damit meine ich keine Datenkomprimierung, sondern die Reduzierung des Dynamikumfanges um es dann einfach nur insgesamt "laut" zu haben, immer knapp am zulässsigen Spitzenhub des Sender entlang. Die Dynamikkompression findet man auch bei schlecht gemasterten CDs und Schallplatten, wo die Vorteile des Mediums völlig verloren gegangen sind. Das ist also kein Phänomen, was man nur bei UKW hat.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon m3rt0n » So 11. Jun 2017, 13:21

ja, aber das ist dann nicht reversibel. evtl hol ich mir n pigtail zum adaptern,
sollte ja gehen

uxlaxel hat geschrieben:wo verschlägt es dich denn hin? pendeln oder umzug?

hildesheim, vorerst wochenendpendeln, wie das in nem jahr aussieht weiß ich noch nicht. als servicetechniker ist nach der einarbeitung der wohnsitz egal ;)
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon uxlaxel » So 11. Jun 2017, 13:22

dieses phänomen, dass da mit unterschiedlichster kompression, dynakiumfang und was weiß ich noch auf verschiedenen sendern des gleichen programmes gesendet wird, nervt aber gewaltig. ich schätze mal, dass bei UKW auf meiner fahrt zur arbeit bis zu 10 mal (!) zwischen verschiedenen sendern umgeschaltet wird. du kannst dir vorstellen, dass das einfach nur ewig nervig ist. dabei ist es auch nebensächlich, ob tatsächlich "CD-qualität" oder wer weiß was erreicht wird, es soll nur halbwegs gleich klingen. ständig die lautstärke ändern zu müssen, um etwas hören zu können bzw. nicht im dröhnen zu sitzen, ist nicht sinn der sache. genau dieses phänomen tritt bei digitalem rundfunk eben nicht auf. dort wird offensichtlich 1:1 der selbe datenstrom vom sender ins land gerotzt. darin besteht für mich der größte vorteil und dann eben die bessere netzabdeckung im gegensatz zum band 2. mit behelfsantennen (draht hinterm fenster, dann vielleicht noch horizontal statt vertikal) wird man beim band 3 ebenso schlechte karten haben....
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon uxlaxel » So 11. Jun 2017, 13:22

m3rt0n hat geschrieben:ja, aber das ist dann nicht reversibel. evtl hol ich mir n pigtail zum adaptern,
sollte ja gehen

uxlaxel hat geschrieben:wo verschlägt es dich denn hin? pendeln oder umzug?

hildesheim, vorerst wochenendpendeln, wie das in nem jahr aussieht weiß ich noch nicht. als servicetechniker ist nach der einarbeitung der wohnsitz egal ;)


m3rt0n hat geschrieben:ja, aber das ist dann nicht reversibel. evtl hol ich mir n pigtail zum adaptern,
sollte ja gehen

uxlaxel hat geschrieben:wo verschlägt es dich denn hin? pendeln oder umzug?

hildesheim, vorerst wochenendpendeln, wie das in nem jahr aussieht weiß ich noch nicht. als servicetechniker ist nach der einarbeitung der wohnsitz egal ;)


na dann gutes gelingen! welche branche?
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon m3rt0n » So 11. Jun 2017, 13:41

maschinenbau weiterhin, förderanlagen im speziellen, flughäfen, parcelservice, intralogistik...
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Robby_DG0ROB » So 11. Jun 2017, 15:22

uxlaxel hat geschrieben:…dort wird offensichtlich 1:1 der selbe datenstrom vom sender ins land gerotzt.


Den Effekt, den du beschreibst, sind eher die UKW-Funzeln, die mit wenigen -zig Watt "Funklöcher" schließen. Die haben je nach Standort unterschiedlichste Zuführungen und damit "Klangqualität".
Auch das ist keine Domäne des Digitalfunks. Auf MW hat es Gleichwellenbetrieb gegeben (Frequenz und Phasenlage durch DFC77 sychronisiert), z.B. in Bayern mit Ismaning und Dillberg bzw. Hof und Würzburg. DAB hat ebenfalls wiederGleichwellenbetrieb. Das Signal hat gewissermaßen "Vorlauf" und durch Zeitstempel im Datenstrom wird erreicht, dass der Hauptsender am Richtfunknetz das DAB-Signal zeitgleich und absolut sychron mit der Funzel in Kleinkleckerdorf auf der Kirchturmspitze aussendet. Das ist bei Gleichwellennetzen ja auch unabdingbar.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Harry02 » Do 15. Jun 2017, 18:43

Hier als Nachtrag noch ein kurzer Artikel dazu: http://www.funkmagazin.de/050617a.htm

Immerhin sind Gebrauchtgeräte und Bausätze ausgenommen... Trotzdem Frechheit, dem Kunden so diesen Digitalradioschrott aufzuzwängen. Und zwar doppelt. Erst gibt es keine Geräte mehr für Analog, dann kommt irgendwann die Abschaltung. Wer bis dahin noch kein neues hat, darf dann eins kaufen, wenn er auch Programm für sein GEZ-Geld haben will.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Robby_DG0ROB » Do 15. Jun 2017, 19:34

Wenn man liest: "…die mit einer Schnittstelle ausgestattet sind, die es "dem Nutzer ermöglicht, digital codierte Inhalte zu empfangen und wiederzugeben." - kann man meinen, dass eine 3.5 mm- Klinkenbuchse für Line-In oder BT diesem Umstand genügen würden, so dass man dann wieder auf zusätzliche Beikästen angewiesen ist. Von direkten Empfangsmöglichkeiten ist nichts erwähnt. Denn dann müsste man ja auch für einige Zeit die Nutzbarkeit der Dekodierung sicherstellen. Vorbei die Zeit, wo Hörfunk mit einer handvoll Bauteilen hörbar wurde. Heute ist es eine Frage von sich ständig ändernder Hard- und Software und den nötigen Lizenzen dafür.

Solange DAB-Geräte noch immer als aufpreispflichtige Sonderausstattung in den PKWs gelten bzw. noch nicht einmal für jedes Modell erhältlich sind, kann es doch noch gar nicht so schlimm sein. Jeder weiß, dass man seit einigen Jahren nicht mal eben schnell das Radio gegen ein anders tauschen oder "upgraden" kann.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Heaterman » Fr 16. Jun 2017, 16:29

licht_tim hat geschrieben:Dann melde ich mich mal aus dem Norden, genauer meiner Heimatstadt Oldenburg. Wenn ich einen DAB Sender an habe bleibt das Radio im Auto fast in der ganzen Stadt stumm. Auf den Stadtautobahnen gehts oft, die sind aber im Stadtgebiet auch hochgelegt. UKW geht überall problemlos.
Wenn es deutlich mehr abwechslungsreiche Sender gäbe die nur über DAB empfangbar wären, wärs es interssanter. Dann würden sicher auch mehr Leute bereit sein bewusst einen Empfänger zu kaufen. Da das ja bisher nicht der Fall ist, daher sollen die Empfänger halt per Gesetz unters Volk gebracht werden.



Kann ich voll und ganz bestätigen. Ich hab diese Woche versucht, mir das Ding hier:

http://www.dension.com/automotive/products/dab-radio-solutions/dabu-through-usb

inklusive Aktivantenne ins Auto zu schmieden. Das Gerät an sich funktioniert super, die passende BMW.Config auf das Käschtle laden und schon passt das nahtlos an das Werksradio. Man kriegt auch die (kurze) Bouquet-Liste geladen, das wars dann auch schon hier, ich bin die Woche den gesamten Raum von Oldenburg über WHV bis Emden abgefahren. Nur im No-Licence-Ländle nebenan sind ein paar Sender rund um Groningen und Leuwarden zu kriegen. Der NDR scheint das Thema vollständig zu boykottieren, weiterer Netzausbau bei uns überhaupt nicht geplant. Wenn das Autoradio mal eine Fetzen aus dem Buffer gefischt kriegt, brichts nach zwei Sekunden ab und die freundliche Stimme aus dem schwarzen Kasten meldet: „No Signal”. Für mich wäre weniger das Radioprogramm an DAB+ interessant, sondern die erweiterten Verkehrsmeldungen, sonst werkelt hier sowieso bloß der iPod. Bleibt dann wohl doch nur die Real-Traffic-App aus dem Connected Drive-Laden... TMC ist ja auch stark am Nachlassen...

Nun geht das schwarze Kästchen zurück zum Händler.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon tryps » Fr 16. Jun 2017, 17:20

Naja das Problem hier ist halt, dass Steinkimmen nur das NDR Programm per DAB+ sendet und das auch nur mit 1KW. Den Deutschlandblock gibts aus Bremen mit 10KW und aus Aurich mit 4KW. Aus Bremen kommt sonst nur der RadioBremen Block mit 1KW. Würden die in Steinkimmen aufdrehen oder mehr aufschalten sollte das mit Empfang auch nicht das Problem sein. 91,1 kann man ja auch gefühlt bis NRW hören. :D Mal gucken ob sich da mit dem neuem Turm was ändert, zu wünschen wäre es.
Als Küchenradio haben wir so ein Teil aber die Bremer Programme hat der zu Anfang auch nicht von allein gefunden.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Heaterman » Fr 16. Jun 2017, 17:52

Von 4 KW aus Aurich merkt man aber quasi nichts, gerade mal in AUR und kurz umzu wird mal etwas fetzenweise gebuffert.

Aporopos, der Klang ist auch nicht so toll, wie erwartet. Da klingt schrammlige CD oder das MP3-Zerhackte besser.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Bastelbruder » Fr 16. Jun 2017, 19:22

Heaterman hat geschrieben:Von 4 KW aus Aurich merkt man aber quasi nichts, gerade mal in AUR und kurz umzu wird mal etwas fetzenweise gebuffert.

Aporopos, der Klang ist auch nicht so toll, wie erwartet. Da klingt schrammlige CD oder das MP3-Zerhackte besser.

So ist das, wenn man den Zwang der 1965er DIN45500 noch erleben durfte.
Wikipedia hat geschrieben:Diese DIN-Norm wurde 1996 durch die EN 61305 ersetzt, die nur noch Verfahren zur Messung und Angabe der Leistungskennwerte, aber keine Mindestanforderungen mehr enthält, da die einst genormten Anforderungen inzwischen nicht mehr als technische Herausforderung gesehen werden.

Alle Audiotechnischen Errungenschaften im Rundfunk hätten seither besser sein können, und sie wurden von blöh(!)den, Geldgierigen Managern soweit verschlimmbessert daß sie schlechter sind als die alte Norm. Vor 1996 gabs auch schon Klangverunstaltungsgeräte, ich denke hier an Optimod und so. Aber heute ist das so schlimm, daß man die gewollten Geräusche aus dem Radio leise garnicht mehr anhören kann.

Ich wünsche mir die DIN45500 zurück!
[OT]Und das Wurstbrot![/OT]
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Sterne » Sa 17. Jun 2017, 15:42

Heaterman hat geschrieben:... Der NDR scheint das Thema vollständig zu boykottieren, weiterer Netzausbau bei uns überhaupt nicht geplant. Wenn das Autoradio mal eine Fetzen aus dem Buffer gefischt kriegt, brichts nach zwei Sekunden ab und die freundliche Stimme aus dem schwarzen Kasten meldet: „No Signal”. Für mich wäre weniger das Radioprogramm an DAB+ interessant, sondern die erweiterten Verkehrsmeldungen, sonst werkelt hier sowieso bloß der iPod. Bleibt dann wohl doch nur die Real-Traffic-App aus dem Connected Drive-Laden... TMC ist ja auch stark am Nachlassen...

Nun geht das schwarze Kästchen zurück zum Händler.
Also der NDR ist wirklich deutschlandweit das letzte beim Thema DAB und Kästchen zurückschicken ist auch richtig. :lol:
Allerdings kann ich mit meinem Autoradio hier in CLP - ca. 40 km entfernt - DAB vermutlich aus Steinkimmen aussetzerfrei empfangen. Erst in der Tiefgarage geht das aus.
Des weiteren höre ich das WDR Päckchen vermutlich aus Bielstein - ca. 180 km entfernt - fast aussetzerfrei.
Ich meine bei den UKW-DXern wurde mal im mySnip-Forum diskutiert welche Module empfangsstark sind. Da gibt es ja durchaus Menschen mit mehreren Radios. Tenor war da gibt es himmelweite Unterschiede.

Gruß
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon zauberkopf » Sa 17. Jun 2017, 15:53

Ich meine bei den UKW-DXern wurde mal im mySnip-Forum diskutiert welche Module empfangsstark sind.

Vorallem : Wie willste das objektiv testen ?
Die einzige idee die ich dazu hätte wäre :
Men nehme ein USRP (SDR), zeichne das original Signal auf, mach es digital schön (oder man nimmt es halt fast direkt am Sender auf), und jage es dann über einen einstellbaren abschwächer wieder ins Radio..
Es sei denn, jemand kam schon auf den Trichter einen DAB+ Sender zu ... schreiben.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Hightech » Sa 17. Jun 2017, 20:51

Falls es noch nicht erwähnt wurde: Für Analog-Radio gibt es noch keinen Abschalttermin.
http://www.tagesspiegel.de/medien/umstellung-auf-digitalradio-das-abschaltdatum-wird-kommen/19439680.html
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon uxlaxel » So 18. Jun 2017, 00:16

Erfreunis der Woche: in allen Tunneln im Thür. Wald (Autobahn 71) wird mittlerweile DAB+ eingespeist. Ich hatte befürchtet, wieder 8km ohne Empfang der Lieblingsmugge (Samstags vormittags kommen sie "Classics") es durchstehen zu müssen. Bei 80km/h zieht sich das schon ne Ecke. (ja rein rechnerisch sind das nur 6 Minuten auf den Rennsteigtunnel...)
LG Axel
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon xanakind » So 18. Jun 2017, 22:22

Harry02 hat geschrieben:dem Kunden so diesen Digitalradioschrott aufzuzwängen.

Das ist doch kein Schrott! und wenn du dir ein neues Gerät kaufst, kannst du das auchmindestens 20 Jahre lang nutzen! :lol:
Es ist Digital! und das Radio kann nun den Sendernamen und Titelinformationen anzeigen. Das kann das bisherige völlig veraltete UKW nicht!
Und die Klangqualität ist auch absolut spitze! Die Sender haben Teilweise Bitraten mit 48kbit/s! Wahnsinn! Das ist Studioqualität! was willst du da noch mehr?!


Mal im ernst:
Was ich neben einigen anderen Faktoren an DAB+ kacke finde:
Beschalle eine grössere Halle mit mehreren kleinen DAB Radios.
Jedes Radio hat ein anderes Delay--> Lustiger Hall in der Halle :lol:
Das klingt wirklich zum kotzen.
Mit dem völlig veraltetem UKW ist das kein Problem.
Gibt es dafür schon eine brauchbare Lösung?

Ich wundere mich, dass Finger dieses Thema noch nicht dichtgemacht hat :?:
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mo 19. Jun 2017, 01:27

xanakind hat geschrieben:Was ich neben einigen anderen Faktoren an DAB+ kacke finde: Beschalle eine grössere Halle mit mehreren kleinen DAB Radios. Jedes Radio hat ein anderes Delay--> Lustiger Hall in der Halle



Schalte mal einzelne Geräte aus und wieder ein. Da ergeben sich jeweils andere Delays und z.T. sogar Gleichlauf. Ich habe das schon oft zwischen Wecker und Küchenradio praktiziert, damit genau dieser Hall-Effekt nicht auftritt. Im Beispiel deiner Halle käme aber noch die Laufzeit vom Schall dazu.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Sterne » Mo 19. Jun 2017, 12:09

zauberkopf hat geschrieben:
Ich meine bei den UKW-DXern wurde mal im mySnip-Forum diskutiert welche Module empfangsstark sind.

Vorallem : Wie willste das objektiv testen ? ...
Ich glaube relativ primitiv. :)
Alle DAB-Radios nebeneinander stellen, schauen welches wieviel Sender empfängt. Aufschrauben und schauen welches Modul drinnen wohnt. ;)
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon Bastelbruder » Mo 19. Jun 2017, 22:28

Sind in der Qualitätshardware tatsächlich Schrauben drin, womöglich mit historischen Normanschlüssen und mit wiederverwendbaren Gewinden?
Oder muß man da erst den allerneuesten UniversalschlüsselkastenSicherheits-Bitsatz (123-teilig) kaufen und den Sechskant dünner schleifen damit er in die tiefen Löcher paßt?
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon ferdimh » Di 20. Jun 2017, 13:20

Also man hat die Gesetze von Shannon noch nicht außer kraft gesetzt.

Nein, aber umgangen und schöngerechnet.
Der Herr Shannon sagt nur was über Bitraten aus. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanalkapazit%C3%A4t)
Welche Bitrate hat jetzt ein Stereo-Radio-Kanal? (Ich bin ja der Meinung, dass Stereo garnicht mal so bedeutungsvoll ist, aber egal). Ich kann mich jetzt hinstellen und sagen "Bei gutem Empfang hätte ich 80dB NF-Rauschabstand bis 15kHz, macht 14 Bit, und 32kHz Samplerate, das sind 448kbit/s pro Kanal also 896 kbit/s. Wenn ich das digital (unkomprimiert!) übertragen will, brauche ich nach Shannon ne ganze Menge Bandbreite oder Rauschabstand oder beides. Von den möglichen Lösungen der Übertragung ist Breitband-FM garnicht mal so unattraktiv: Unkomprimiert müsste man die 2-3fache Bandbreite einsetzen, wenn man sich geschickt anstellt. Sonst mehr.
Gewinn gibts erst, wenn wir komprimieren. Nach der Kompression um Faktor 3 sind wir ungefähr so schlau wie vorher, alles Weitere kommt der Bandbreiten - oder Sendeleistungsersparnis zu Gute. Bei bewegten Bildern werden problemlos Kompressionsraten um 100:1 erzielt, da ist der Vorteil der digitalen Übertragung gigantisch. Bei Audio ist irgendwo bei 10:1 (um 100 kbit/s) Schluss mit lustig, danach werden Artefakte mehr oder weniger auffällig hörbar.

Zur Empfindlichkeit der Empfänger: Bei UKW werden maßlos übertriebene Sendeleistungen verwendet, um gegen Störer auf der gleichen Frequenz anzukommen. Die Empfängerempfindlichkeit, korrekte Abstimmung der Antenne etc pp hat daher bei UKW fast keine Bedeutung, die Pegel sind meistens 2-3stellige Mikrovolt. DAB+ (und DVB-T) ist ans Limit gezüchtet, Störungen werden durch strenge Frequenzkoordination (und durch die Verfügbarkeit von viel mehr Bandbreite!) bekämpft. Der Empfänger muss also eine niedrig-einstellige Rauschzahl haben, das braucht dann aber
- eine sauber abgestimmte Antenne
- kurzes Kabel oder Vorverstärker
- einen guten Empfänger
Diese Forderungen sind garnicht mal so einfach zu erfüllen, insbesondere wenn man in UKW-Maßstäben denkt. "Wirf einen Draht in die Luft, wird schon etwa 75cm haben" tut nicht mehr.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon PowerAM » Di 20. Jun 2017, 13:38

Sterne hat geschrieben:Alle DAB-Radios nebeneinander stellen, schauen welches wieviel Sender empfängt. Aufschrauben und schauen welches Modul drinnen wohnt. ;)


Hier gibt es genug zu lesen für einen Abend. Die wirklich interessanten Beiträge sind allerdings recht gut verteilt. :lol:

Eigene Erfahrungen: Mit einem Venice7 kann man Spaß haben. Standard-Umbau ist das Nachrüsten einer Anschlussbuchse für externe Antennen und dann dort für jeden Bereich die passende Antenne verwenden. Mit einer Band III-Yagi aus der Hand kann man schon DAB-Fernempfang betreiben. Der UKW-Empfang dieses Moduls ich auch nicht schlecht, wenngleich ich hinsichtlich der Trennschärfe schon besseres in der Hand hatte. Dafür ist der RDS-Dekoder ausgesprochen flink. Einen Bogen mache ich um verschiedene Geräte mit Gyrosignal-Modul. Eins ackert zwar schon seit Jahren im Büroradio, hat aber auch seine Macken. Es neigt zum Einfrieren, dann verstummt das Audiosignal. Hinzu kommt ein Bug in der Decodierung, der zu klickernden Audio-Artefakten besonders bei Sprache führt. Beim Büroradio stört das weniger, bei meiner DAB-Erweiterung (Dual DAB 1A) am Rema Andante schon eher. Der ist nämlich meine Wohnstubenbeschallung. Und seit der überwiegend von DVB-S zugespielt bekommt, erholen sich meine Ohren bestens.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Empfängermodule. Es kommt auch sehr darauf an, wieviel Mühe sich der Hersteller des Radios mit der Umgebung des Moduls gegeben hat. Wünschenswert wäre wenigstens ein kurzes Stückchen Koaxkabel bis zur Teleskopantenne. Wenn man dafür aber Klingeldraht nimmt und diesen direkt über Prozessor/Displaysteuerung legt, dann verschenkt man Empfangspotenzial. Für alle DAB-Radios gilt zusätzlich, dass das mitgelieferte/eingebaute Netzteil oftmals verbessungswürdig ist. Manche stören den Empfang ganz erheblich.
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Re: HÄ?? UKW Verbot???

Beitragvon zauberkopf » Di 20. Jun 2017, 17:39

Zur Empfindlichkeit der Empfänger: Bei UKW werden maßlos übertriebene Sendeleistungen verwendet, um gegen Störer auf der gleichen Frequenz anzukommen.

Und bei DAB+ haben wir es mit ODFM zu tun.. und ODFM braucht zwingend Lineare Endstufen.
d.H. z.B. Bei einer Sendeleistung von 4KW gehen bestimmt noch mal 4KW an Wärme flöten..
So richtig übertreiben kann man es also mit der Sendeleistung da nicht..
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