Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Der chaotische Hauptfaden

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Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon haupes » Mi 12. Apr 2017, 23:02

In unregelmäßigen Abständen erreichen mich PN mit Detailfragen und Erfahrungswerten mit dem WEB Mini Karbonator, die teilweise in den Untiefen meines Postfachs verschwinden und die Absender ewig auf Antwort warten. Ich probiere mich nun mal an einer Art Erfahrungsbericht.

Motivation zur Anschaffung eines Sprudelapparats war die Unlust, Sprudelkisten zu schleppen. Ein Standardsprudler a la Wassermoritzz oder Sadostream kam für mich aufgrund proprietärer Faschensysteme nicht in Frage. Das blue-System eines deutschen Badarmaturenherstellers war mir zu teuer.

Bei meinen Recherchen bin ich über einen Wassersprudler für normale Wasserflaschen gestolpert, der scheinbar mal von Westfalia Technica vertrieben wurde der "Laser 2000" (Bild z.B. http://www.wassersprudler-test.info/wassersprudler-modelle/laser-2000). Das System ist recht einfach: Es wird eine Mehrweg-PET-Flasche mit Wasser gefüllt, ein spezieller Flaschendeckel mit integriertem Ventil aufgeschraubt und dann mit dem Deckel auf das Ventil im Sprudler gedrückt. Durch schütteln der Flasche wird das CO2 gut gelöst und der Verbrauch ist wohl geringer als bei den proprietären Systemen (ich habe aus 390g Zylindern ca. 70l gesprudelt). Ich konnte so ein Teil günstig in der Bucht schießen und habe eine ganze Weile meinen Sprudelbedarf damit gedeckt. Ein Autor einer PN schrieb, seiner Frau wäre der CO2-Gehalt der proprietären Sprudler zu gering. Mit dem Laser 2000 konnte man einfach kräftig schütteln, nochmal sprudeln und so fort bis die gewünschte Sättigung erreicht war. Der Preis für eine neue Flasche beträgt quasi nur das Flaschenpfand. Bei Bedenken gegen Plastikflaschen kann man ja in eine Glaskaraffe umfüllen. Glasflaschen sollen wegen Berstgefahr wohl nicht verwendet werden.
Wem der Aufwand/die Kosten für einen kontinuierliches Karboniersystem zu hoch sind, dem kann ich so ein Teil empfehlen. Warum sich dieses System nicht durchgesetzt hat, bleibt mir ein Rätsel.

Aber die Sprudelei mit Flasche per Trichter auffüllen und sprudeln/schütteln hat irgendwann doch genervt. Und da in einem anderen Thread (http://www.fingers-welt.de/phpBB/viewtopic.php?f=14&t=2585) gerade Karbonatoren zum Thema wurden, habe ich das Thema noch mal aufgegriffen.
Beim Vergleich der damals angebotenen Karbonatoren (einzeln wie komplett, neu und gebraucht) schien mir der im Thread verlinkte WEB Mini Karbonator die günstigste Lösung. https://www.schankanlagenhandel.eu/de/kuehler-karbonatoren/karboniersysteme/web-mini-warmkarbonator
(Ich habe damals den Kaltkarbonator gekauft, der noch eine zusätzliche Kühlschlange hat. Kostete das gleiche, bringt mir aber unter der Spüle nix)

Dieser besteht im Wesentlichen aus einem 0,6l Tank und einer Getränkepumpe (Flojet G56). Die Pumpe ist druckbetrieben, hier CO2. Der CO2-Druck liegt gleichzeitig am Tank und am "Antrieb" der Pumpe. Ich vermute, dass sich dadurch ein Druckgleichgewicht einstellt, das weitere Druckschalter usw. überflüssig macht. Der CO2-Verbrauch ist dadurch natürlich vergleichsweise enorm, da es auch als "Treibgas" verwendet wird. Vorteil: Es sprudelt auch bei Stromausfall :D. Ich hatte schon darüber nachgedacht, die Pumpe mit Druckluft zu betreiben, fürchte aber den WAF eines Kompressors unter der Spüle und dass das in eine endlose Frickelei mit Differenzdruckschaltern usw. ausartet. Eine elektrische Pumpe würde auch einen größeren Aufwand bedeuten.
Der CO2-Verbrauch liegt ungefähr bei unglaublichen 2kg für 90l Sprudel. Die Zapfgeschwindigkeit von ca. 1l/min ist für mich ok. Man kann auch schneller zapfen (Einstellung Kompensatorhahn), aber dann kann es passieren, dass die 0,6l schneller leer sind als nachgepumpt wird. Und dann kommt nur noch CO2 aus dem Hahn, bis der Tank wieder nachgefüllt ist. Wenn man nur glasweise zapft und zwischendurch Pausen macht, dürfte das auch schneller gehen.
Zu den Fragen zum CO2-Gehalt kann ich sagen, der ist richtig kräftig (Wasser gesättigt). Wenn es medium sein soll, muss man eher noch mit Wasser strecken.

Insgesamt hat mich alles (ohne Fehlschläge z.B. durch lausigen Schweißdruckminderer) mit allen Verschlauchungen, Druckminderer Wasser+CO2, Zapfhahn, Wasserfilter, Panzerschlauch + Kugelhahn am Wasseranschluss und ohne Gasflasche ca. 450€ gekostet.

Hätte ich das alles damals schon vorausgesehen, hätte ich evtl. auch eher zum fertigen Gastrosprudler gegriffen. Wasser rein, Strom rein, fertig. Trotzdem bin ich nach 2,5 Jahren im Einsatz immer noch sehr zufrieden mit der Anlage. Zumal bei den elektrischen oft eine große Kiste da steht und ein Taster gedrückt werden muss, wo ich einen Zapfhahn hinter der Spüle habe.

Bild

In diesem Sinne fröhliches Basteln und Sprudeln!

Edith meint, ich solle zur weiteren Lektüre noch hierher verweisen (wer es noch nicht kennt): http://www.fingers-welt.de/phpBB/viewtopic.php?f=14&t=7375
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon ffabian » Sa 15. Apr 2017, 01:03

Super, vielen Dank für den ausführlichen Text! Besonders die Info zu dem deutlich erhöhten CO2-Bedarf ist sehr hilfreich. Damit liegst du ja bei etwa 22g/liter. Zwar verbrauche ich mit meinem Sodamaxx momentan auch schon deutlich mehr als dein Laser 2000 und komme auf etwa 10g/liter, aber das ist ja immer noch mehr als das Doppelte davon. Hast du deinen Karbonator eigentlich mal mit Kühlung getestet? Ich überlege ohnehin, das Teil in meinen Kühlschrank einzubauen und unter Kühlung löst sich ja das CO2 besser, sodass der Verbrauch geringer sein könnte.
Weißt du, welche Abmessungen dein Karbonator hat? Auf der Shop-Seite steht 30*12*20, wo hingegen im PDF dazu von 25*15*24 die Rede ist.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon ffabian » Mi 19. Apr 2017, 17:07

Inzwischen habe ich vom Hersteller die Infos bekommen, dass der Karbonator 24*11*24 cm groß ist, ohne Gehäuse ausgeliefert wird und der Verbrauch der Pumpe bei ca. 6g CO2 pro Liter liegt.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon haupes » Mi 19. Apr 2017, 20:11

Ich habe bei mir gerade mal nachgemessen und komme auf 24*11*22, wobei das schon stramm gemessen ist. Die Höhenangabe ist in dieser Form sowieso nicht brauchbar, da bis Kante der Steckverbinder gemessen ist. Dann müssen ja noch die Schläuche dran oder zumindest ein Winkelstück.

Bezgl. CO2-Verbrauch muss ich noch mal messen, hatte die ersten paar 2kg-Flaschenfüllungen mit dem Axe-Klicker verfolgt, ein Klick pro halbem Liter. Mittlerweile nutze ich eine 6kg Flasche, die 3 Monate hält. Und die Abweichung beim Zapfen in die 1l-Karaffe spielt auch noch rein. Ich glaube ich male mir da direkt mal einen Eichstrich drauf :-)

Versuche, einen Durchflussmesser dran zu tüddeln habe ich wieder aufgegeben, habe das Chinading an den Anschlüssen nicht richtig dicht bekommen, zumal ich einen recht festen Schlauch verwendet habe (Lupulus), der mit Schlauchschellen nicht recht zu befestigen ist. Dafür sitzt er in den Steckverbindern bombig. Und mit Wasseruhr/Zähler war mir dann doch zu aufwendig.

Sobald die Buddel das nächste mal gefüllt ist, lege ich mir den Axe-Klicker bereit...
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon m3rt0n » Mi 19. Apr 2017, 20:42

äh was bitte ist ein axe-klicker?
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon Chemnitzsurfer » Mi 19. Apr 2017, 20:59

Bild

gab es wohl mal zu einer Werbeaktion
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon ffabian » Sa 22. Apr 2017, 01:09

Okay, danke für die Infos. Gibt's bezüglich der CO2-Quellen eigentlich auch irgendwelche Empfehlungen? Ich glaube für mich wären 6kg am sinnvollsten. Mein lokaler Händler verlangt inkl. Lieferung ca 30€ + Pfand + Miete wenn man über 180 Tage braucht. Online hatte ich irgendwo mal was für 35€ inklusive Lieferung, wobei aber kein Pfand oder Miete zu zahlen sind, entdeckt.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon licht_tim » Sa 22. Apr 2017, 08:38

Mir wurde hier wärmstens die 10kg Pulle von Hornbach empfohlen. Da kostet die Füllung 20€.
Man braucht allerdings eine Tauschflasche. Wenn man keine hat muss man eine kaufen. Beim Hornbach für 130€ oder man fischt sich für deutlich weniger eine aus den Kleinanzeigen.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon haupes » Sa 22. Apr 2017, 23:23

Ich habe eine kurze 6kg Eigentumsflasche incl. Füllung versandkostenfrei für 120,90 in der Bucht erstanden. Die sind seltener und daher wohl teurer als die langen. Für diese hätte ich allerdings den Boden unter der Spüle aussägen müssen. Füllen lasse ich beim örtlichen Zoohändler für 29,99.
Das Hornbach Angebot hört sich echt gut an. Weiß jemand wie hoch die Flaschen sind? Vielleicht säge ich doch :D
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon licht_tim » So 23. Apr 2017, 09:19

Hier erstmal das Hornbach Angebot:
https://www.hornbach.de/shop/Kohlendioxid-10-kg-Fuellung/3629274/artikel.html
In der Beschreibung steht 655mm Höhe der Flasche, meine hat gemessen allerdings 680mm. Da steht auch, wie dich sich das mit den Tauschflaschen vorstellen.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon thinkpad » So 23. Apr 2017, 10:20

Nur so am Rande:

gestern in einer Vereinsrestaurant gewesen. Dort stand neber dem Tresen eine CO2 Flasche rum.
Den Pächter gefragt was so eine kostet.
Er sagte wenn du eine brauchst kost das 30 EUR.
Ich: kost das Pfand?
Nö, aber ich will die Flasche dann wieder zurück.
Pfand wäre so 70 - 90 EUR üblich sagt er.
Ich wie lange kann ich die haben, er: ajo bis sie leer ist oder du sie nimmer brauchst.
Er bekommt die von seinem Getränkelieferant.

Andere Situation:
Größeren Getränkehändler gefragt nach Fassbier.
Kein Problem, frage nach CO2, jo kriegen sie von mir kostenlos, wenn sie nen Fass kaufen. :D


Also bestätigt mich mal wieder: ihr bekommt das zeug quasi for free - sprecht mit den Leuten!
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon ffabian » Fr 28. Apr 2017, 17:14

Spricht eigentlich etwas dagegen, die Schläuche zwischen Drucktank und Pumpe zu verlängern und platzsparender nur den Tank in einen Kühlschrank einzubauen?
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon Osttiroler » Fr 28. Apr 2017, 18:43

Den Druckschlauch nach der Pumpe kannst du ohne weiteres verlängern.
Er sollte halt den Druck aushalten. Vorsichtshalber auf 12 bar auslegen.
Das Rückschlagventil sollte am Behälter sitzen, weil du sonst bei Schlauchplatzer nicht nur Überschwemmung hast, sondern auch noch die CO2 Flasche schnell leer sein wird. Und eine volle 10 kg Flasche in eine Wohnung bzw einen Raum zu ballern könnte ungut werden.
Bitte nicht als Bedenkenträgerei verstehen. Ich habe gewisse Dinge erlebt als Schanktechniker und frage mich nach wie vor, warum da nicht viel mehr passiert.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon haupes » Sa 29. Apr 2017, 00:50

Mit der Lecksicherheit ist das ja sowieso so eine Sache. In der Anleitung des WEB Mini Karbonators wird empfohlen, Wasser und CO2 "außerhalb der Betriebszeiten" abzudrehen. Das (abends zu, morgens auf) macht man aber doch nur am Anfang, wenn die Anlage neu aufgebaut ist und noch nicht das nötige Vertrauen hat...

Um zumindest ein Wasserleck zu erkennen, habe ich unter der Spüle einen modifizierten Rauchwarnmelder liegen. Hier ist am normalerweise ungenutzten I/O-Pin 7 des verbauten IC (CS2105) eine "Spezialelektrode" angeschlossen:

Bild

Bild

An der schwarzen Ader liegt Plus, an der roten minus der Batterie. Der Eingang schaltet gegen plus, der schwarze ist eigentlich unnötig.
Das Ding ist sehr empfindlich auf Feuchtigkeit, löst schon mit der Zunge aus. Die grundsätzliche Funktionalität des Melders ist nach wie vor gegeben, würde also auch Rauch unter der Spüle melden. Vor allem aber eine leere Batterie entgeht mir nicht.
Die schönste Lösung wäre jetzt natürlich, meinen Kugelhahn mit einem Motorantrieb auszustatten oder so einen Waschmaschinen-Aqua-Stop zu verbauen, der im Fall der Fälle die Wasserversorgung kappt. Über diese Möglichkeit wurde glaube ich schon einmal in einem anderen Sprudler-Thread diskutiert.

Um ein CO2-Leck zu erkennen, habe ich noch keine bezahlbare Lösung gefunden. Alle Suchen nach "CO2-Melder" führen entweder zu teuren Sensoren/Warnern oder zu Kohlenmonoxid-Meldern. Falls jemand von euch hier sachdienliche Hinweise hat --> nur her damit.

@Osttiroler: Wie wird das denn in der professionellen Schanktechnik gemacht? Drehen die bei Abwesenheit die Versorgungen ab?

Edith hat gerade noch angemerkt, dass das Rauchmelder-IC CA2105 baugleich oder zumindest pinkompatibel zu MC145010 / MC145012 ist.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon ffabian » Sa 29. Apr 2017, 03:36

Super, vielen Dank. Wegen der CO2-Sicherheit habe ich auch schon hin und her überlegt, da gibt es ja sogar auch gesetzliche Vorschriften bzgl. der Raumgröße etc. und das Problem der nicht auffindbaren CO2-Melder hat mich ebenfalls schon in ziemlich langwierige Googelei gestürzt. Ist es evtl. möglich, dass andere (vielleicht ja insbesondere billige) Gaswarner (undokumentiert) mit anschlagen und man das mal testen könnte? Ansonsten habe ich auch nur unbezahlbare CO2-Warner gefunden. Ein vernünftiges Messgerät scheint das hier zu sein: https://www.amazon.de/dp/B00TH3OW4Q/ Kostet aber auch 70€ und besitzt zwar farbige LEDs mit definierbarer Warnschwelle, aber macht sich nicht akustisch bemerkbar, sodass man da auch noch ein bisschen basteln müsste.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon ferdimh » Sa 29. Apr 2017, 10:40

Übliche Gaswarner arbeiten mit katalytischer Oxidation. Die können prinzipbedingt nur oxidierbaren Kram erkennen...
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon Hightech » Sa 29. Apr 2017, 10:53

Bei Co2 in der Küche würde ich mir keine großen Gedanken machen,
so lange die Wohnung überirdisch liegt und die Pulle nicht zu groß ist.
Ein kleines Leck ist dann auch kein Problem.
Es ist Co2 und nicht CO.
Für Haustiere und Krabbelkinder ist es evtl nicht so toll. Bei einer alten Bude wo genug Ritzen sind ist es eh kein Problem.
Bei einem Niedrigenergiehaus mit Lüftung auch nicht.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon xoexlepox » Sa 29. Apr 2017, 10:55

Ansonsten habe ich auch nur unbezahlbare CO2-Warner gefunden.

Ich habe leider keine Ahnung, wo deine preisliche Schmerzgrenze liegt, aber vielleicht wäre das hier etwas? Den eigentlichen Sensor (CDM7160) gibt es angeblich auch einzeln, und die Beschreibung ist in der Zeitschrift "Funkamateur" (Ausgabe 10/2016) zu finden.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon Fritzler » Sa 29. Apr 2017, 10:59

TGS4160/61 gibts beim Chinesen:
https://www.aliexpress.com/w/wholesale-tgs4160.html
kostet aber selbst dort 60€+

edit, hier der 61er mit nem brauchbaren Preis:
https://www.soselectronic.com/products/ ... 4161-53103

Ich hab da nen Account falls wer ne Sammelbestellung brauch.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon Osttiroler » Sa 29. Apr 2017, 11:08

Eben dreht niemand das Gas ab.
Einmal war ich bei einem Kunden liefern. Mir fiel gleich nach betreten des Lagers ein seltsames Gefühl in der Nase auf.
Türen auf Fenster auf. Gasanschluss an einem der Bierfässer locker. Dass es dort leise gezischt hat und dass sie plötzlich statt einer CO2 Flasche im Monat zweieinhalb brauchten, fiel niemandem auf.

Beim Flaschenwechsel den Druckminderer aus Angst vor Gas mit dem langen 30er Schlüssel so angeknallt, dass die Dichtung kaputt war und damit drei Flaschen zu 4m³ Stickstoff CO2 Mischung in vier Tagen in den Keller abgelassen.

Laufend gabs solche Sachen. Kellnerinnen, die Angst vor der "Gasflasche" haben weil die könnte ja explodieren. Dass sie vom Gas aber heimlich gekillt werden kännen, checken die wenigsten.
Dann werden Gäste geholt, um die Verschraubung am Flaschenventil ja "richtig fest" zu ziehen. Und dadurch die Dichtung zu Brei gequetscht.
Mir ist das immer noch erschreckend, wie planlos manche Leute durchs leben rennen und dadurch sich und andere gefährden.

Ich habe den allen Kunden dann nochmal Infoblätter über Gasflaschen, Schankgase und deren Handhabung gegeben und mir das schriftlich bestätigen lassen.
Einigen wars egal, aber ich hatte wenigstens schriftlich, dass ich sie informiert hatte. andere wollten dann, dass ich dem Personal zeige, wie mans richtig macht. Natürlich gerne....
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon licht_tim » Sa 29. Apr 2017, 12:00

Wenn wir mehr als 2 Tage weg sind schalte ich die Blubberwasserkiste aus. Nur die Kühlung ausschalten würde reichen aber der Hauptschalter ist besser zu erreichen. Dann spar ich mir in der Zeit ein paar cent für den nicht laufenden Kompressor. Dabei drehe ich dann auch die Gasflasche zu. Wenn dann der Gasdruck nicht gefallen ist, ist alles immernoch dicht. So überprüfe ich die Dichtheit ein paar mal im Jahr und habe guten Gewissens eine eigentlich zu grosse Flasche ohne Gassensoren in der Küche stehen.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon ffabian » Sa 29. Apr 2017, 16:33

Gibt es vielleicht auch die Möglichkeit, günstiger einen Sensor zu verwenden, der verdächtig schnellen Druckabfall registriert?
Wie groß genau sind eigentlich die Gasflaschen? Ist etwas knapp unter der Spüle, stimmen die Werte, die ich mir recherchiert habe?
6kg => ca. 58 x 17 cm
10kg => ca. 68 x 20 cm
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon duese » So 30. Apr 2017, 18:25

Wäre statt zu viel CO2 zu erkennen hier nicht vielleicht zielführender zu wenig O2 zu erkennen?
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon Pyromane » Mo 1. Mai 2017, 01:36

Der Verlust ist wiegbar und damit deutlich schneller feststellbar als den Druck zu überwachen.
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Re: Erfahrungsbericht WEB Mini Karbonator

Beitragvon Virtex7 » Mo 1. Mai 2017, 02:20

hahahaha manchmal muss ich echt lachen und mich wundern, dass ich noch lebe, bei den inzwischen >10 Flaschen diverser Gase, die hier rumstehen..
und wie beim Lukas: Gas abgedreht wird nicht :lol:

Um was beizutragen: die 10kg Flasche die hier im Flur steht (Minipom) ist ziemlich exakt 76cm hoch, Druckminderer kann man so drehen, dass er nicht übersteht.

Wenn ich mir Sorgen mache, ob eine Bastelei aus gefühlt 100 Adaptern und Verschraubungen (scheiß >10 verschiedene Gewinde) dicht ist, sprüh ich Lecksuchspräy drauf und guck.
Wenn sich dann keine Blasen bilden, passt mir das. Egal ob das jetzt Propan, Acetylen oder halt CO2 ist. Wenn man dann noch richtig sicher gehen will, abends das Falschenventil zu und morgends gucken was die Druckanzeigen am Minderer sagen. Sollte sich nix verändert haben, so lange kein Karbonator angeschlossen und an ist.. Danach würde ich mir keine weiteren Gedanken machen.

duese: O2 Sensoren sind aufwändig und brauchen meist viel Strom. Außerdem wirkt auch 1% CO2 bei völlig korrekten 21% O2 einschläfernd. So wird das eher nicht.

EDIT: Hornbachflasche 10kg 695mm hoch. (gerade gemessen)
kleinere würde ich nur im Notfall verwenden, die Kosten...
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