Grauguss galvanisch vernickeln

Der chaotische Hauptfaden

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Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon tschäikäi » Do 14. Sep 2017, 23:47

Moin,
ich bin grade dran, an meinem 1.9TDI die Kopfdichtung zu tauschen.
Blöderweise stellte sich nach Abheben des Kopfes heraus, dass nicht nur am Kopf,
sondern auch am Block selbst Material fehlt.
Von einer Laufbuchse bis zu zwei Wasserkanälen hat sich Abgas durch gefressen und jetzt fehlen da auf ca nem cm²
ein paar µm und an zwei schmalen Stellen ca 60µm.
Vieles wurde diskutiert, von verzinnen über Motor komplett zerlegen und planen bis zu neuer Karre.
Ich denke, das sicherste (so es denn überhaupt funktioniert) und billigste ist, da was aufzugalvanisieren.
Kupfer fällt wohl aufgrund seiner Stellung in der Spannungsreihe raus (Lokalelementbildung möglich),
ich liebäugele mit Nickel.
Eisen soll wohl grundsätzlich auch möglich sein, allerdings ungebräuchlich.
Nun folgende Frage: Kriege ich die gewünschte Schichtdicke (60µm) damit hin?
Ist der im Grauguss reichlich vorhandene Kohlenstoff hinderlich?

Die mechanischen Eigenschaften sind eher zweitrangig, aber nicht ganz zu vernachlässigen.

Erfahrungen anyone?

Ein Kollege, der dabei war hat Bilder gemacht, wenn ich die hab, werden se hier auftauchen.

Gruß Julian
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon ange12lo » Fr 15. Sep 2017, 06:40

Warum nicht eine Schweissraupe drüber?
Es gibt rein Nickelelektroden für E-Schweissen oder auch Nickel legierungen für Wig. Die Raupe kann man dann planfräsen.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Maxi P. » Fr 15. Sep 2017, 06:55

Guss lässt sich doch leider ganz bescheiden schweißen, auch wenn es an der Stelle nichts halten muss..

Gibt es nicht eventuell ein aushärtendes, Hochtemperaturfestes Dichtmittel? Hylomar geht glaube ich nur bis 250°C
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon lüsterklemme2000 » Fr 15. Sep 2017, 07:16

Guten Morgen,

das gleiche Problem hatten wir hier mal an einem Trecker. Da hat es dann die Abgase ins Kühlwasser gedrückt. In der Werktstadt hat man das fehlende Material mit einer Art Metallkleber ersetzt, ich weiß aber nicht wie das Zeug heißt. Das hat erstaunlich gut gehalten. Geht auf jeden Fall einfacher als es zu schweißen, oder galvanisch irgendwie aufzutragen.

MfG. Lüsterklemme
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Bastelbruder » Fr 15. Sep 2017, 07:22

Vielleicht läßt sich am Metallkragen der Kopfdichtung die passende Stelle etwas unterlegen?
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Desinfector » Fr 15. Sep 2017, 09:53

Kupfer:
Es haben sich schon genügend Leute aus Kupferblech komplette Dichtungen geschnitten.
das muss ja dann auch alles gammeln...
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Rial » Fr 15. Sep 2017, 10:41

Such mal nach Metallspachtelmasse.
Hat bei einem Ventildeckel auch gehalten.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Bastelbruder » Fr 15. Sep 2017, 12:31

Ventildeckel und Brennraum sind schon zwei geringfügig unterschiedliche Dinge...
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Simon » Fr 15. Sep 2017, 12:44

Ansonsten gibt es die Zylinderkopfdichtungen auch in verschiedenen Dicken, für geplante Zylinderköpfe. Einfach die nächst dickere nehmen und beten.

Gruß

Simon
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon duese » Fr 15. Sep 2017, 13:16

Blöde Frage von jemand, der noch nie einen Kopf abgenommen hat:
Wenn man da Material aufträgt, sei es jetzt galvanisieren, schweißen, kleben oder wie auch immer, das kriegt man doch nie so genau hin, dass man genau das fehlende ersetzt. Sprich man muss die Stelle dann auf jeden Fall wieder plan kriegen (schleifen, whatever). Wenn da jetzt 60 µm fehlen reden wir ja davon, dass das sehr plan sein muss. Kriegt man das überhaupt so einfach hin? Oder ist dann zum komplett glätten (planen? ist das Fräsen oder schleifen oder wie geht denn das?) überhaupt noch viel Unterschied?
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon tschäikäi » Fr 15. Sep 2017, 15:28

Servus,

ange12lo hat geschrieben:Warum nicht eine Schweissraupe drüber?

die ganzen Vorschläge wie verzinnen, Epoxy, JB Weld, Metallspachtel oder wie mans nennt hab ich so weit durch.
Deshalb steht das auch schon im Eingangspost.
Schweißen kann man komplett haken, erstens weil man dann den ganzen Motorblock (es geht hier um den Zylinder, nicht den Zylinderkopf!)
auf irgendwas um die 400-600°C vorwärmen müsste, was so lustige Sachen wie Kurbelwelle ausbauen usw. notwendig machen würde.
Abgesehen davon is mein Backofen zu klein.
Guss kann man nicht einfach so schweißen wie Stahl, Alu, Kupfer.. das Zeug reißt wenns nicht langsam erwärmt und abgekühlt wird.
Hab ich schon gemacht (Bohrmaschinenständer).

ange12lo"Es gibt rein Nickelelektroden für E-Schweissen oder auch Nickel legierungen für Wig. Die Raupe kann man dann planfräsen.[/quote]
Wenn dann würd ich Elektroden für Grauguss nehmen, weil der Zylinderblock daraus besteht.
Nickel is nur die Idee meinerseits fürs galvanische Beschichten.

[quote="Maxi P. hat geschrieben:
Gibt es nicht eventuell ein aushärtendes, Hochtemperaturfestes Dichtmittel? Hylomar geht glaube ich nur bis 250°C


Dann könnte man auch verzinnen, das geht auch bis 200°C. Da die Stelle aber direkt am Brennraum liegt, ist mir das zu heikel.
Oder Silikon bis 300°C. Nein, viel zu hohe Wahrscheinlichkeit, dass das wieder undicht wird.

lüsterklemme2000 hat geschrieben:Guten Morgen,

das gleiche Problem hatten wir hier mal an einem Trecker. Da hat es dann die Abgase ins Kühlwasser gedrückt. In der Werktstadt hat man das fehlende Material mit einer Art Metallkleber ersetzt, ich weiß aber nicht wie das Zeug heißt. Das hat erstaunlich gut gehalten. Geht auf jeden Fall einfacher als es zu schweißen, oder galvanisch irgendwie aufzutragen.

MfG. Lüsterklemme


Könntest du da mal nachfragen? Wie viele Betriebsstunden hat der Trecker denn bisher?
Obwohl... vermutlich Saugdiesel. Da sind die -vor allem thermischen- Anforderungen etwas geringer als bei meinem mit bis 1,5bar Ladedruck.

Bastelbruder hat geschrieben:Vielleicht läßt sich am Metallkragen der Kopfdichtung die passende Stelle etwas unterlegen?

Ich weiß jetzt nicht ganz genau, was du mit Metallkragen meinst. Wie ich oben schon geschrieben hab, variiert die Stärke der aufzutragenden Materialschicht
von 0 bis ca. 6/100mm. Was unterlegen (dünnes Blech?) wird schwierig.

Desinfector hat geschrieben:Kupfer:
Es haben sich schon genügend Leute aus Kupferblech komplette Dichtungen geschnitten.
das muss ja dann auch alles gammeln...


Stimmt, aber kamen diese Dichtungen auch mit Abgasen in Kontakt? Es gibt auch von meiner Warte aus keine großen Vorteile von Kupfer gegenüber Nickel.
Macht die gleiche Arbeit, außer dass Kupfer sich vermutlich besser verschleifen lässt.

Simon hat geschrieben:Ansonsten gibt es die Zylinderkopfdichtungen auch in verschiedenen Dicken, für geplante Zylinderköpfe. Einfach die nächst dickere nehmen und beten.
Gruß
Simon


Äh...nein. Ich will da, wenn ich genug Arbeitszeit und Geld reinversenkt habe, nicht nächstes Jahr nochmal ran.

duese hat geschrieben:Blöde Frage von jemand, der noch nie einen Kopf abgenommen hat:
Wenn man da Material aufträgt, sei es jetzt galvanisieren, schweißen, kleben oder wie auch immer, das kriegt man doch nie so genau hin, dass man genau das fehlende ersetzt. Sprich man muss die Stelle dann auf jeden Fall wieder plan kriegen (schleifen, whatever).


Natürlich. Abziehstein, und drüber schleifen.

Wenn da jetzt 60 µm fehlen reden wir ja davon, dass das sehr plan sein muss. Kriegt man das überhaupt so einfach hin? Oder ist dann zum komplett glätten (planen? ist das Fräsen oder schleifen oder wie geht denn das?) überhaupt noch viel Unterschied?

Kann man fräsen oder schleifen. Das Problem ist nur, dass es hier um einen Motorblock geht und nicht um den Zylinderkopf.
Wenn ich den auf ne Fräse oder Schleifmaschine spannen will, muss ich den Motor ausbauen, Kurbelwelle raus und dann jemanden finden,
der ne präzise Fräse in der Größenordnung hat. Schleifmaschine in der Größe hab ich noch nirgends gesehen.


Ich bestell jetzt das Nickelelektrolyt. Hoffen wir einfach mal dass das gut klappt.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Gary » Fr 15. Sep 2017, 17:30

Ein Bekannter hat sich eine Siebdruckplatte geschnappt, Griffe dran und Schleifpapier aufgeklebt.
Nach ein/zwei Stunden schleifen war er fertig mit plan schleifen.
Er hat sich dazu noch ein langes Lineal geleistet um das kontrollieren zu können. War auch ein 1Z.

Da muss nix drauf, da muss was weg.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Gobi » Fr 15. Sep 2017, 18:52

Ich hab da mal bei meinem Zylinderkopf gemacht, das war schon eine verdammte Plackerei! Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, im eingebauten Zustand, wo man schlecht ran kommt und dann rieselt noch der ganze Dreck in den Motor.... ich weiß nicht.
Es gibt relativ hitzebeständiges Epoxid, damit wäre es zumindest einfach: auftragen, wie oben beschrieben glattschleifen... Ich würde das glaube ich erst mal versuchen.
Schweißen (hartlöten) und glavanisieren macht Dir doch auch keiner ohne ausbauen!
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Bastelbruder » Fr 15. Sep 2017, 19:13

Mit Metallkragen unterlegen meinte ich den Ring aus dünnem VA- oder Nickel-(?)Blech, der üblicherweise in der Dichtung um das Zylinderloch gebördelt ist. Kann aber sein daß es sowas bloß bei ernsthaften Motoren gibt.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon andreas6 » Fr 15. Sep 2017, 19:41

Motorenbastelei ist hier schon über 20 Jahre her, aber allein mit einer neuen Kopfdichtung war das immer gegessen. Ich habe sie gern zweiseitig mit Graphitpaste versehen, das erleichterte auch eine spätere Demontage. Dicht war es immer, auch bei schon angefressenen Dichtflächen. Alle paar Tage nach der Neumontage nachziehen, denn die neue Dichtung setzt sich anfangs etwas und füllt auch solche Unebenheiten aus. Bei µm an Differenzen würde ich mir keine Gedanken machen. Die üblichen Dichtungen sind dick genug, um praktisch auftretende Oberflächengüten abzufangen. Sonst bräuchte man auch keine Dichtung...

MfG. Andreas
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Tobi » Sa 16. Sep 2017, 04:48

Meine Winterschlurre mit 1L Saugbenziner hatte am Kopf auch an jedem Zylinder solche Auswaschungen an den Dichtflächen der Laufbüchsen. Fürs gute Gefühl hab ich die ganz dünn mit Dirko HT aufgefüllt. Hält bisher alles dicht, hätte aber wahrscheinlich auch ohne Dirko gehalten.

andreas6 hat geschrieben: Bei µm an Differenzen würde ich mir keine Gedanken machen. Die üblichen Dichtungen sind dick genug, um praktisch auftretende Oberflächengüten abzufangen. Sonst bräuchte man auch keine Dichtung...

MfG. Andreas


Sehe ich auch so.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Toddybaer » Sa 16. Sep 2017, 08:18

Wir reden hier von weniger als 0,5 mm

Die neue Kopfdichtung ist ?? 2mm dick? und wird mit wie viel Druck drauf gepresst? selbst die Ringe um die Zylinder werden sich da rein drücken.

Alles draufgeklebe und gepatze wird doch Pfusch. Entweder so lassen und Dichtung zwischen.
Bei auswaschungen über 1mm würde ich über zubatzen oder Abschleifen nachdenken. Je nach Restwert
UNd mann bekommt das auch geschliffen ohne das da was in den Motor fällt

MFG Thorsten
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Gobi » Sa 16. Sep 2017, 10:43

stimmt, ihr habt recht.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon tschäikäi » Sa 16. Sep 2017, 12:36

BildBild

Mitm Edding angemalt und nen großen planen Schleifstein drüber gezogen.

Argumente gegen "mach einfach ne neue Dichtung drauf":
- An dieser Stelle war die Geschichte undicht, wenn ich da einfach so ne neue Kopfdichtung drauflege, wird die mit 100%iger Sicherheit genau da wieder undicht.
--> das lag nicht an der Dichtung, sondern an dieser "Unebenheit", dass ich den Motor überhaupt aufmachen musste.
Und ich wär ganz froh, wenn ich den net in ein paar Monaten wieder zerlegen muss.

Bitte orientiert euch mal ein bisschen mehr an der Frage, die sich aufs Vernickeln von Grauguss bezieht.
Ich habe bisher noch nirgends, weder hier noch sonst wo im Netz was gefunden, was dazu eine Aussage trifft.
Bestellt hab ich chemisch Nickel, werd dann wohl mehrere Schichten mit Zwischenschleifen machen um am Ende eine plane Oberfläche zu erhalten.

Wenn man eh schon dabei ist... den Kopf wollte ich eigentlich schleifen (lassen), nur böte es sich an, den dann auch mit Nickel zu überziehen.
Dann brauch ich mir auch keine Gedanken über eine dickere Dichtung zu machen.

Gruß Julian
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Gary » Sa 16. Sep 2017, 13:01

tschäikäi hat geschrieben:Bitte orientiert euch mal ein bisschen mehr an der Frage, die sich aufs Vernickeln von Grauguss bezieht.
Ich habe bisher noch nirgends, weder hier noch sonst wo im Netz was gefunden, was dazu eine Aussage trifft.
Gruß Julian


Habe letztens eine Postkarte gesehen, da stand :

Klar kannste das so machen, wird dann halt Kacke

Warum findest du nichts dazu im Netz ? verwundert dich das nicht ? Scheint keine Standard Lösung zu sein, aber die suchst du ja auf keinen Fall ? Nein, keine Standard Lösung, ich bin jung, intelligent und erfolglos.

Hast du schon geschaut ob der Block eine Banane ist ? War bei meinem Freund der Fall.

In jedes Loch ein öligen/fetten Lappen rein an den sich der Schleifstaub hängt, danach mit Pinzette raus ziehen. Schleifen ist leider anstrengender als googeln, führt aber eher zum Erfolg.

So, jetzt dürfte klar sein was ich von "aufnickeln" halte.

Zum Kopfdichtung nach ziehen - Die Schrauben sind Dehnschrauben die in den plastischen Bereich angezogen werden. Da braucht man nicht nachziehen. Vielleicht bei anderen Motoren..
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon tschäikäi » Sa 16. Sep 2017, 13:37

Aha, und vom von Hand drauf rum schleifen wird das dann plan?
Mit ner Siebdruckplatte. Is klar.

ich bin jung, intelligent und erfolglos.

Aha, du scheinst mich gut zu kennen, ist mir bisher entgangen.

Hast du schon geschaut ob der Block eine Banane ist ?

Was meinst du mit Banane?

Also bevor das hier ausartet: Ich hab ne Frage formuliert die ich gerne beantwortet hätte.

Und: Wenn 95% der Oberfläche plan sind, muss ich 95% wegschleifen um den ganzen Block plan zu bekommen.
Ansonsten nickele ich auf 5% der Oberfläche auf und schleife diese 5% nachher wieder minimal ab.
Das ist nicht nur einfacher, man käme ansonsten auch sehr nahe an den Rand der möglichen Dichtungsdicken.

Kolbenüberstand momentan 1,02mm. Schleife ich noch 0,06mm weg, bin ich bei 1,08. Dann muss nochmal ca. 1/10 am Kopf abgeschliffen werden.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Toddybaer » Sa 16. Sep 2017, 14:05

wenn ich das richtig sehen, handelt es sich bei dem Motor um einen VW, 1,9l Diesel.
Wenn ich das noch richtig weis, ist das Toleranzmaß der Dichtfläche am Block und am Kopf 1 oder sogar 2 Zentel Milimeter.
Dann wärs du mir den hundertstel ja noch im grünen bereich und ein Überarbeiten völlig unnötig.

Durch das Vernickeln hätte ich eher bedenken die Eigenschaften des Gußes an der Stelle negativ zu beeinflussen.

Ja Die Kopfschrauben sind Dehnschrauben. Ja sie werden nach Drehmonemt angezogen und dann um einen Drehwinkel weiter.
In Mehreren Schritten. Bei dem Nachziehen gibt es unterschiedliche Meinungen. Schäden durch Nachziehen oder nicht nachziehen sind mir nicht bekannt.

Soll das Auto ewig laufen, Ausbauen und planfräsen lassen. Solls nur noch 200.000 km halten nur neue Dichtung.
Mit dem Aufvernickeln ist meiner Meinung nach mehr Fusch als das so wieder zusammen zu bauen.

Ich hab bei meinem damals weder Kopf noch Rumpf geplant, Vermessen mit meinen bescheidenen Mitteln. Hällt nun auch schon wieder über 100000 km. Ist aber auch nur ein weniger versichtender Saugdiesel.

Bin mir nicht ganz sicher ob du bei deinem Diesl auch Vorkammern hast... Dann Diese unbedingt tauschen, wenn der Motor ewig halten soll. Die bekommen irgendwann Risse. Teilweise ist der Tausch der Kammern von VW sogar vorgeschrieben.
Sind von VW aber nicht mehr für alle Motoren lieferbar :)
Es soll sogar vorgekommen sein das mal eine Vorkammer in den Brennraum gefallen ist.
Die Risse im Kopf zwischen den Ventilen kommen oft vor und sind bis zu einem Ma´ß von 0,5 oder waren das sogar 0,8 OK.
Nicht am Falschen Ende sparen, Einspritzdüsen prüfen, Glühkerzen tauschen. Zahnriemen, Wasserpumpe Und Spannrolle tauschen.
Ölpumpendichtung tauschen, Ölpumpe Prüfen. also wenns ein T4 ist jedenfalls.

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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Toddybaer » Sa 16. Sep 2017, 14:09

Auch beim nachvernickeln, wirst du eine 100 plane Fläche nur mit Ausbau und abfräsen hinbekommen.
Egal wie und womit du mit der Hand schleifst, so plan wie mit der Fräse wirst das im eingebautem zusant nie hinbekommen.
Ich denke die Toleranz bei Schleifen mit der Hand wird ähnlich sein, wie das was jetzt da ist.

und pass auf das du nicht ausversehens einen Teil des Blocken beim Abstützen erwärmst, wegen Ausdehnung und so ;)
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon tschäikäi » Sa 16. Sep 2017, 14:18

Platzhalter. Löscht ja eh keiner ;)
Zuletzt geändert von tschäikäi am So 17. Sep 2017, 01:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grauguss galvanisch vernickeln

Beitragvon Gary » Sa 16. Sep 2017, 16:27

"ich bin jung, intelligent und erfolglos." - "Aha, du scheinst mich gut zu kennen, ist mir bisher entgangen."

Ich wollte dir nichts unterstellen oder dich beleidigen, nur ein lockerer Spruch. Ich wollte meine Meinung unmissverständlich äußern was ich von dieser einen Aktion halte, du musst das nicht auf dein Leben ausweiten.

Es anders zu machen wie alle anderen ist manchmal genial, meistens aber das nicht.

Du darfst mir gerne beweisen das es gute Idee ist Nickel aufzutragen. Dazu muss es aber nicht nur dicht halten, es muss auch mit vertretbaren Aufwand klappen.
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