Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

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Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Gobi » Do 26. Okt 2017, 23:07

Hat jemand was feil? Aber keine Telefondinger, sollte schon einigermaßen klingen
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Roehricht » Sa 28. Okt 2017, 22:33

hallo,

Hat jemand was feil? Aber keine Telefondinger, sollte schon einigermaßen klingen


Was sol denn da anders sein, n Elektret Micro ist ein Elektret Micro, egal ob am Telefon oder am Mischpult. Die Telefon Qualität kommt von der bandbreitenbegrenzender Technik der Übertragungswege. Je schmaler desto mehr Teilnehmer können gleichzeitig über die Leitung.
das komplieziertese daran ist das Mikro ans Pult bekommen. Ein oder 2 Widerstände und ein Kondensator müssen da noch mit in Stecker rein. Aber in einem XLR ist ja massig Platz... :mrgreen:

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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Gobi » Sa 28. Okt 2017, 22:45

Das habe ich mich in der Tat auch schon gefragt....
Da ich eigentlich für den jetztigen Einsatz gar keine Speisespannung habe, war ich spitz auf was dynamisches und habe jetzt doch etwas Geld in die Hand genommen.
Dein Vorschlag wäre aber durchaus mal einen Test wert! Die "musikalischen" sind aber Kondensator Mikrophone, das ist doch was anderes oder??
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 29. Okt 2017, 07:19

Sry, Doppelpost
Zuletzt geändert von Chemnitzsurfer am So 29. Okt 2017, 07:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Chemnitzsurfer » So 29. Okt 2017, 07:20

Oder du schaust mal bei thomann.de vorbei.
Die haben ganz gute Preise und waren am Telefon bisher immer sehr hilfsbereit, wenn man Fragen hat.
Aktuell haben die ein Kopfbügelmikro mit Funksystem für 59€ im Angebot.
Evtl. Ist ja das was für deinen Einsatzzweck
https://thomann.de/de/the_tbone_tws_one ... 1509254009
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Gobi » So 29. Okt 2017, 12:30

Ich hab mir gestern ein dynamisches Shure geholt, hat 125 gekostet, "etwas mehr" als ich eigentlich ausgeben wollte - ich muss aber sagen, es klingt wirklich gut.
Trotzdem wäre es ja mal interessant, was man aus den billigeren Telefondingern "rausholen" kann. Wobei das halt auch immer sehr subjektiv ist.
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon ferdimh » So 29. Okt 2017, 12:56

Die billigen Elektrets sind klanglich über jeden Zweifel erhaben. Ein Kondensatormikrofon mit kleiner Membran kann man eigentlich nicht vergeigen. Das Problem sind so Baustellen wie "Tragekomfort" oder "Rückkopplungsempfindlichkeit". Hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen und so Dinge wie Gehäuse müssen auf einmal sehr sorgfältig konstruiert werden, damit die Richtcharakteristik nicht bei einer Frequenz doch zu ner Kugel wird.
Die GANZ billigen Dinger haben Kugelcharakteristik, das ist dann rückkopplungstechnisch die wirkliche Hölle.
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Gobi » So 29. Okt 2017, 14:52

ferdimh hat geschrieben:Die billigen Elektrets sind klanglich über jeden Zweifel erhaben.

Wie meinst Du das? Ironisch oder nicht?
Ansosnten, mechnische Qualität war für mich auch entscheidend - die scheint mir sehr gut. Und ein Teil, das keine Speisespannung braucht, ist für meine Zwecke einfach besser.
Was ich nicht wusste, ist das die Charakteristik durch Bauliche Maßnahmen erziehlt wird.
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Bastelbruder » So 29. Okt 2017, 17:22

Schlechte Mikrofonkapseln gibt es heute nur noch als Sonderanfertigung oder als NOS magnetische- und Kristallmikrofonkapseln.
Die eklatanten Unterschiede bestehen tatsächlich in der Gehäusekonstruktion.

Bei Kondensatorkapseln gibt es zwei Typen, ohne (Kugelcharakteristik) und mit hinterer Öffnung (gern "Geräuschkompensiert"), geeignet für Niere, so die Kapsel korrekt verbaut wird. Kopfhörer mit Mikrofonbügel haben allesamt Kugelcharakteristik außer besonders gekennzeichnete, schwere und teure Modelle.
Beliebte Resonanzstellen "Gießkanne" sind Hohlräume um die Kapsel, fehlender Verschluß des Trägerrohrs...

Kondensatorkapseln wurden schon vor 30 Jahren mit einer Knopfzelle, einem Widerstand und einem versteckten Kondensator verkauft.
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Gobi » So 29. Okt 2017, 18:37

interessant! ich hatte vor ein paar Jahren mal ein Headset selbst gebaut, mit einem Elektert, das wurde aber nicht so berauschend. Wäre ja vielleicht noch mal einen Versuch wert.....
Wie müsste denn das Gehäuse sein, um eine Niere zu bekommen? Kann man das so einfach sagen?
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Re: Kopfbügelmikro gesucht (Gesang)

Beitragvon Bastelbruder » So 29. Okt 2017, 19:24

Wenn das Mikro klein genug gegen die Wellenlänge ist, dann hat es erstmal eine ziemlich ideale Kugelcharakteristik.
Die Kapseln mit rückwärtiger Öffnung (180° Phasenverschiebung) haben nach Addition der beiden "Empfangssignale" demzufolge eine umlaufende Nullstelle, die aber nur bei den meist recht großen, von der Seite zu besprechenden Kapseln symmetrisch ist und eine Acht darstellt.
Meist ist die hintere Öffnung deutlich kleiner, eventuell mit Filz gedämpft und so wandert die Nullstelle nach hinten in Richtung des stabförmigen Gehäuses und das hintere Maximum wird kleiner als die breite Keule nach vorn. Alles Weitere ist Voodoo wie bei der Hochfrequenz.

Außer mit solchen Spezialkapseln lassen sich akustische Richtmikrofone auch durch Kombination mehrerer Schallaufnehmer mit anschließender Addition und Phasenverschiebung erzeugen, das gibts beim Radar schon lange und ist durch digitale Signalverarbeitung auch hier in greifbare Nähe gerückt. Dazu passend sind mikromechanische Silizium-Schallaufnehmer die inzwischen auch in allen Händies verbaut werden recht preiswert geworden, bei Angelikas ist ein solches Teil hinter dem völlig unmöglichen Begriff "Silikonmikrofon" verborgen, davon lassen sich zwei noch besser in einem Streichholzkopf verstecken... Diese Wanzenohren kann man genau wie Kondensatorkapseln betreiben, mit dem feinen Unterschied daß sie sich ziemlich unsichtbar beispielsweise an einem Brillengestell befestigen lassen.

Zum Thema Phasenverschiebung noch ein Tip: Je linearer der Frequenzgang der Kette Mikrofon-Verstärker-Lautsprecher ist, desto weniger Frequenzen erfüllen die zur Schwingungserregung (Akustische Rückkopplung) exakt zu treffende Phasenbeziehung.
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