Pagerservice auf Bastlertreffen

Der chaotische Hauptfaden

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Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon ferdimh » Di 7. Okt 2014, 17:16

Oder auch: "Projekt Voodoo für Einsteiger und das Pendelaudion".
Schon vor dem "großen" Treffen 14 kam Felix (Vorhautfront) mit der Idee rüber, einen Pagerservice anzubieten. Das ist dann irgendwie eingeschlafen und kam beim FKRMN-Treffen wieder hoch. Um erneutes Einschlafen zu verhindern, werfe ich hier jetzt einfach mal diesen Thread an.
Für die jüngeren, die noch nicht wissen, was das ist: Wir reden von einem kleinen Kasten, der Lärm und eine Ansage abgibt, sobald er über eine Nummer (die in DTMF oder 5-Ton-Folgen codiert wird) angesprochen wird.
Das sollte natürlich (mal wieder) über CB erfolgen.
Da die Empfänger als solche keiner Zulassung bedürfen, wäre das sogar halbwegs im legalen Rahmen.
Die Idee ist, einen möglichst simplen Empfänger in Verbindung mit einem auswertenden µC in ein Kästchen zu bauen, das aus einer 18650-Zelle betrieben genau diese Aufgabe erfüllt.
Das Ganze soll idealerweise als Bausatz angeboten werden, so dass auch viele die Spielerei nutzen können. Dabei soll das Bauen von Spulenkunstwerken etc natürlich entfallen.
Der Empfänger wurde nun schon reichlich diskutiert, ergeben hat sich, dass wohl ein AM-Kanal mit Pendelaudion als Empfänger eine gute Idee ist. In die Richtung habe ich jetzt auch schon mal gebastelt.
Bild
Natürlich stellt einem das so schön einfach Pendelaudion erstmal ein paar Fallen.
  • Die üblichen Pendelaudionschaltungen, die ich kenne, basieren alle auf Hartley- oder Meißneroszillatoren, die Spezialspulen benötigen
  • Die Pendelfrequenz muss gründlich aus dem Audiosignal entfernt werden, damit bei späterer Digitalisierung und Verarbeitung keine Aliaseffekte auftreten.
  • Der Oszillator muss weich anschwingen, damit eine Eingangspegeländerung einen signifikanten Einfluß auf das Pendelverhalten hat. Ein Rambo-und-Abwürg-Sperrschwinger ist nicht zielführend.
  • Die Schaltung muss stabil gegenüber diversen Umgebungseinflüssen sein. Ein pendelndes Dingens ist das potentiell eher weniger, insbesondere wenn noch eine hohe Empfindlichkeit (also wenig Verstärkungsüberschuss im Oszillator) gefordert ist.
  • Die Chose ist viel zu breitbandig.
  • Die Störabstrahlung muss minimiert werden.
Durch die Berücksichtigung dieser Tatsachen ist die Chose deutlich komplexer geworden als ursprünglich erhofft, die Komplexität ist dann aber deutlich unter der eines Superhets. Insbesondere ist der Großteil der Schaltung vom Aufbau her unkritisch.
Also:
Der Colpitts-Oszillator wird über den LC-Kreis L2-C1 abgewürgt (vergleiche ALTE Schaltnetzteile mit Thyristor und Lösch-Reihenschwingkreis) und kommt dann nach erneutem Aufladen von C1 wieder in die Gänge.
Die Kippimpulse werden von Q2 verstärkt und 3 polig tiefpassgefiltert (mit Q3). Damit ist die Schaltfrequenz, nachdem sie auf 100kHz hochverlegt wurde (warum ging das Ding dann eigentlich besser? ich dachte bei hohen Pendelfrequenzen gibts Probleme?), definitiv entsorgt.

Das Problem der Instabilität wurde durch den Regelkreis um Q4 gelöst. So verhält sich die Chose von 2,5V bis 7,0V ziemlich genau gleich (der Rauschpegel ändert sich zwar, der Nutzsignalpegel bleibt aber ziemlich genau konstant).
Hat da jemand ne bessere Idee?

Es bleibt Trennschärfe und Störabstrahlung. Erstere kann durch "scheiß drauf" gelöst werden (alle anderen Aussendungen aufm Treffen werden ziemlich sicher FM sein, die stopfen dann zwar zu, ergeben aber kein nennenswertes Audiosignal), zweitere durch eine (noch zu entwickelnde) HF-Vorstufe, am besten nebst (scharfer) abgestimmter Antenne (Spule ums Gehäuse).
Eventuell könnte man da auch noch irgendwo ein Quarzfilter verhäkeln, 27MHz-Quarze (geht das für Kanal 4?) sollten zu beschaffen sein.

Zu entwickeln bleibt:
  • HF-Vorstufe
  • Auswerte-µC
  • Audio(Brücken?)Endverstärker, der aus einer Lithiumzelle an nem Lautsprecher genug Lärm macht.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon rastagandalf » Di 7. Okt 2014, 17:48

Die Idee finde ich schonmal cool.
Wollen wir das vielleicht wirklich als Kit zum Unkostenpreis anbieten?
SMD und dann bei dirtypcbs fertigen lassen, da kommt man preislich schon ganz fair hin.
Sollte unter 2 € pro Stück bleiben bei einer Platine, die in eine Altoids-Dose passt. Das hätte dann schon Pager-Format :mrgreen:

EDIT: 30 Platinen mit Express-Lieferung wären bei 2,10€ inkl. Versand und Zoll aus China.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon ozonisator » Di 7. Okt 2014, 18:40

https://www.youtube.com/watch?v=DG_lh_x92e0
schau mal hier zwecks Störabstrahlungsminimierung.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon uxlaxel » Di 7. Okt 2014, 19:57

mal ne dumme frage, die pager liefen doch bei 4xx MHz.
ein sender (betrieben durch einen funkamateur, es rennen mindestens 10 zum treffen rum) sollte kein problem darstellen. (handfunke bei 430...440MHz) und andere quarze in die pager. im amateurfunk laufen ja etliche solche netze.
die empfänger für amateurfunk bedürfen ebenfalls keiner zulassung (= experimentalfunk).

eine 70cm-hafu (welche taub ist, aber nicht stumm) könnte ich gerne stiften. falls ein tnc benötigt wird, sowas habe ich auch da.

was den umbau angeht, dürfte es etliche anleitungen im netz geben. meines wissens nutzt man dort den "scall" von der telekom / DBP.

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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Bastelbruder » Di 7. Okt 2014, 22:14

Der Pendler mit Amplitudenregelung ist eine klasse Idee!
Die Vorstufe dazu könnte ein Kreis per Basisschaltung durchaus bewerkstelligen, aber die Schirmung zwischen Antenne und Audionspule sehe ich als Problemstelle. Vielleicht läßt sich die Pendelamplitude noch minimieren? Das reduziert auch durch die Pendelfrequenz verursachte Nebenempfangsstellen.

ferdimh hat geschrieben:...ist die Chose deutlich komplexer geworden als ursprünglich erhofft, die Komplexität ist dann aber deutlich unter der eines Superhets.

Naja, ein echter Superhet läßt sich mit einer (quarzgesteuerten) selbstschwingenden Mischstufe und einem ZN414-Clone auch bauen. Die ZF-Selektion wird mit einem einzigen Kreis bewerkstelligt und dürfte auf unter 50kHz Bandbreite kommen.
Das ist ein bewährter 135MHz-Peilempfänger:
Bild
Ich denke daß ein 11m-Empfänger mit 11m-Quarz etwas einfacher werden könnte
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Joschie » Di 7. Okt 2014, 22:23

Dummer Gedanke:

Könnte man nicht einen auf'm 4 Meter Band laufenden FME so umquarzen das er auf einem freien Band läuft?
Die Kisten hätten eine Dreiton bzw. Fünftonauswertung intus.

Ich denke da gerade an die alten PageBoy2 die man inzwischen für'n Appel und a Ei im Netz bekommt.

Grüße
Josef
(der vom Wuuuduuuh id allzuviel Ahnung haut)
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon ferdimh » Di 7. Okt 2014, 23:27

Also, ich sehe halt ein Kostenproblem, wenn man Spezialquarze braucht.Deswegen kämen als Super nur so Dinger wie 28,636 und krumme ZF oder 16MHz+11,055MHz in Frage.
Einen PageBoy auf CB umtüddeln sollte gehen, das wird aber mit dem Betrieb in AM kollidieren.

Die kommerziellen Pager laufen teilweise auf 70cm. Aber wir haben keine. Und ich finde die Idee von Bausätzen eigentlich ziemlich gut. Mein Ziel ist, das ganze Dingen unter 10€ zu bekommen.
Und da reichen auch schon die Spezialquarze, um drüber zu kommen.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon uxlaxel » Di 7. Okt 2014, 23:40

was ist denn bzw. auf welchen frequenzen kommt man raus, wenn man 0815-quarze nimmt? ich meine, so rein theoretisch, wäre ein senden außerhalb des afubandes im prinzip nur eine OWi. quasi wie falsch parken oder etwas zu schnell fahren...
bzw. was läuft auf den orginal-frequenzen derzeit für ein funkdienst / -anwendung?

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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon uxlaxel » Di 7. Okt 2014, 23:49

habe gerade im weltweiten gewebe was von 466 und 448 megaschwingungen gelesen. diese frequenzen ließen sich doch relativ einfach erzeugen...
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon ferdimh » Mi 8. Okt 2014, 01:19

Achso, die Störabstrahlung des ganzen Apparillos hält sich zur Zeit noch sehr in Grenzen. Ich muss mit der Handgurke quasi auf Kontakt gehen, um S9 zu erreichen. auf 50cm schlägt das S-Meter schon nicht mehr aus. Die Schirmung der Pendelspule ist also wohl gut genug (ist ja ne Festinduktivität).
Mir fällt jetzt aber auf, dass ich ja auch auf Spiegelfrequenzunterdrückung sch*** kann.
Dann wird eine 185kHz-ZF auf einmal interessant (und man könnte den bewährten Kanal 19 auch dafür nutzen). Dann wäre das Setup Oszillator-Mischstufe-LC-TBA120-LC und man könnte FM (Kompatibilität mit dem ganzen anderen Krempel einschließlich umgebastelter 4m-FME) machen. Oszillator-Mischstufe könnte man mit NE602 machen, dann wird das ganze handlich.
Da brauchts halt ne höhere Betriebsspannung (oder nen anderes IC).
Ich glaube man muss da mal experimentieren, irgendwie habe ich gerade lust auf Pendelaudion.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Bastelbruder » Mi 8. Okt 2014, 06:00

Es gibt auch noch diese TDA7088-(CD9088) UKW-Scanradios mit fast-Null-ZF, die horchen zwar auch auf der Spiegelfrequenz, aber die liegt auf dem Nachbarkanal. Noch billiger geht FM garantiert nicht und der Umbau dieser Chinukkenschrottradios hat echtes Frickelpotenzial!
Modifikationstips für Schmalband-FM finden sich beim Urvater TDA7000 dieser Technik in den AN192 und AN193.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon ferdimh » Mi 8. Okt 2014, 16:21

Bastelbruder: Die von dir verlinkten AN sind leider tot.
Ich habe sie dennoch gefunden, und erinnere mich da auch noch dran. Diese echt-fast-null-ZF-Kisten kranken laut berichten im Netz daran, dass sie bei der Demodulation doch recht viel Müll auskotzen. Ich habs selbst nicht ausprobiert, aber noch eine Idee:
Wenn man den TDA7000 (oder 7088 oder wasauchimmer, ist hier egal) künstlerisch wertvoll beschaltet, kriegt man auch nen 50kHz-Bandpaß angefrickelt. Dem Demodulator wird man dann auch noch beikommen.
Mit 50kHz-ZF kriegt man mit einem (Standard) 27,134MHz-Quarz Kanal 19 hin. Da sollte man dann auch die ZF problemlos loswerden können. So könnte man den Standard Platzkanal auch für so Späße nutzen.
Vorteil: Spart ein Funkgerät.
Nachteil: Leute werden genervt, wenn wir 5Tonfolgen über den Kanal blasen.
Ich hab hier noch TDA7000 liegen. Leider keinen 27,134er Quarz...
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Bastelbruder » Mi 8. Okt 2014, 20:05

Irgendwie ist das komisch mit den links, ich habe die mit Google aufgemacht und dann aus der Browserhistory exportiert. Naja.

In den historischen Tunneldiodenschaltungen gabs irgendwann mal einen 11m-Sender zur Garagentoröffnung, die Schaltung sollte eigentlich auch an dem Einpol-Oszillator funktionieren, ohne extra-Transistor. Ich bin schon fast am Probieren.

Bild
Die Masseleitung kommt an Pin6/Plus, das obere Ende an den Oszillatorpin, der 750er Widerstand wird nicht gebraucht, die Tunneldiode mit ihrem negativen Widerstand wird in der Oszillatorschaltung im IC simuliert.

Die Schaltung schwingt auf der Serienresonanz des Quarzes, der schließt quasi den Schwingkreis. Die beiden Hundertöhmer sind dann in Serie zum Parallelschwingkreis und dämpfen somit (fast) nicht mehr. Und die 400µA die der Oszillator an Pin 5 reinsaugt, bewirken einen Spannungsabfall von 40mV, der sollte nicht stören, sonst muß da noch eine Drossel parallel. Alle falschen Resonanzmodi werden durch die beiden Widerstände abgewürgt.

Interessante Dimensionierung: XL und XC, man glaubt es kaum, haben 100 Ohm bei 27,xx MHz.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Bastelbruder » Do 9. Okt 2014, 00:53

Ich habe zwar kein 7088-Radio gefunden - wer weiß wo das rumliegt - aber eins mit LA1800, der ist auch bloß ein Clone.
Der erste Quarz schwingt sofort, die Spule läßt sich recht weit verdrehen. aber der Oszillator zickt noch, aus meiner Sammlung verschmäht er etwa zwei Drittel aller Quarze. Heut' abend gehts weiter, ich meine in der Gitterbox (ganz unten) so ein Schrottradio gesehen zu haben.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Henning » Do 9. Okt 2014, 17:23

Hab hier etliche Personenrufempfänger auf 70cm Band liegen... Personenruf, DFSK, zusätzlich FFSK Pocsag Melder im 2m Band... Keine Ahnung ob da jemand was brauchen oder verwursten kann
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Bastelbruder » Sa 11. Okt 2014, 23:05

Er geht! Verdammte shice, er geeeht!
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Ich habe die vor 50 Jahren vorgeschlagene Dimensionierung aus dem GE-Transistormanual leicht modifiziert, nämlich den 56pF-Kondensator durch 27pF ersetzt sowie den Spulenkern weiter reingedreht auf 1,3µH und dann in meiner umfangreichen Sammlung nur noch drei CB-Quarze gefunden, die nicht freiwillig oszillieren wollten. Bei einem ist die Glasdurchführung am Fuß gebrochen und der Halter war verdreht, wenn man etwas drückt, schwingt er wieder.
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Bei einem anderen war noch nie eine zuverlässige Verbindung vorhanden, siehe auch dort.
Bild Bild
beim dritten ist das Gehäuse verschweißt, mit dem ärger' ich mich nicht rum.

Es schwingen auch alle anderen 25..29MHz-Quarze und alle Resonatoren, ohne erneut am Spulenkern zu drehen. Computerquarze und Resonatoren sind natürlich für Parallelresonanz gefertigt, deshalb liegen die Quarze etwa 4kHz unterhalb und die Keramikschwinger etwa 100kHz zu niedrig.
Ein 9,6MHz-Quarz schwingt auch auf 28,77MHz, alle 8,867er PAL-Quarze wollen nicht auf 3H, das ist auch ok.

Die Tunneldioden-Oszillatorschaltung ist also zuverlässig und sollte mit allen Scanradiochips funktionieren.
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon xoexlepox » Sa 11. Okt 2014, 23:14

Bastelbruder hat geschrieben:Die Tunneldioden-Oszillatorschaltung ist also zuverlässig und sollte mit allen Scanradiochips funktionieren.

Wo bekommt man eigentlich heutzutage noch (ggf. auch als Einzelstücke) Tunneldioden her?
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Re: Pagerservice auf Bastlertreffen

Beitragvon Bastelbruder » So 12. Okt 2014, 00:25

Zu meiner Lehrzeit waren die Bücher von Günter Wahl recht populär, in Stuttgart gabs zu der Zeit noch welche bei Schuricht. Die Preise von 56..140.-DM plus Mehrschweinchensteuer für Einzelstücke der 1N37xx-Serie haben mich davon abgehalten.
Allerdings habe ich 1978/79 aus Computerschrott ein paar auffällig anders geformte, braun-gelb beringte Dioden ausgelötet und eingelagert, damit und mit den oben erwähnten - ähem - Schaltungen hatte ich aber garkeine Erfolge zu vermelden. Erst Jahre später konnte ich braun-gelb zu 1N3714 entschlüsseln. Was mich auch abgeschreckt hat, war die dilettantische Stromversorgung per Spannungsteiler der allein mindestens 20mA verbraten hat.
Eine Wanze mit zwei Siliziumtransistoren war da schon theoretisch eine Größenordnung wirkungsvoller!

Scheinbar gibt es aber noch welche von einem seriösen Lieferanten.

In den Scanradios sind im Oszillator eigentlich bloß zwei über Kreuz gekoppelte Transistoren mit gemeinsamem Emitterwiderstand.
Mit zwei komplementären JFETs läßt sich eine Lambda-Diode zusammenschalten, die hat etwa zehnfach höhere Berg-und Talspannung, es gibt da eine Handvoll Seiten im Netz.
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