3D Drucker

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Webseiten zum 3D Druck


Druckbett

PLA

  • Bier auf Glas ist eine große Sauerei und hält nicht gut (schlechter als Haarspray) (getestet von Raider, schwarzes PLA von RepRap Germany)
  • Uhu stic auf Glas gibt gute Haftung, aber keine gute Oberfläche (Anregung: Uhu dick trocknen lassen und dann mit Spiritus glattziehen)
  • PLA haftet gut auf FR4 Platten (ebay für unter 10€), alternativ geht auch die Rückseite von Epoxydplatinen (getestet von Raider)
  • FR4 Platten mit Sandpapier anrauen und dann reinigen entfetten. Körnung muss selbst getestet werden. Ich hatte gute Ergebnisse mit 180 und 400
  • PLA hält sehr gut auf dem billigen Kreppband Marke "Nopi" aus dem Markt der Biberratte
  • 10mm Brim schaden nie!


ABS


ABS haftet auf Kreppband bedingt (der Abstand Düse - Druckbett muss genau eingestellt sein, zusätzlich darf das Teil nicht zu groß sein (warping-Gefahr)) Vor allem größere Teile lösen sich sehr gerne und schnell nach einigen Layern. Eine Verbesserung lässt sich erzielen, indem man das Krepp mit einer Mischung aus Acetone und gelösten ABS Teilen (siehe "ABS-Slurry") bestreicht... man kann auch das Aceton auf das Krepp streichen und mit einem ABS Teil darüber streichen, allerdings steigt dadurch der Aceton verbrauch da ein großer Teil verdunstet ist (vor allem bei Warmen Hotbed) bevor man alle Bereiche ausreichend mit dem Teil "bewischen" konnte.

Hotend

Eine kurze Hotend-Kunde:

Um diese 3 Teile geht es: [1] Links jeweils die bessere, rechts die etwas schlechtere Variante

beginnen wir mit der Nozzle (Düse) Der Messingrohling war bei beiden Düsen gleich lange. Die eine hat eine relativ lange Spitze und nur ein kurzes Gewinde. Besser wäre eine kürzere Spitze und ein längeres Gewinde. Dann schmilzt das Filament hauptsächlich in der Düse, und nicht zum teil bereits in der Heatbreak (siehe unten). Auch ist weniger geschmolzenes Filament in der Nozzle, wodurch beim Drucken weniger Fäden gezogen werden (stringing)


Kommen wir zum Heatblock: [2] Rechts der zugegebenermaßen nicht so schlechte. Der linke hat 2 Vorteile:

1.) Die Heizpatrone wird nicht nur von einer Minischraube an einer Seite an die Wand des Lochs gedrückt, sondern der Heatblock wird gequetscht und damit umschließt er die Patrone von zumindest 2 Seiten

2.) Der Temperatursensor wird an seinen Anschlußdrähten !vorsichtig! eingezwickt, und kann daher nicht aus dem Loch rutschen --> eventuelle Brandgefahr wegen Fehlmessung! --> Hier gibt es kontroversielle Diskussionen, ob das Einzwicken wirklich so klug ist!!


Kommen wir als 3. zur Heatbreak An diese gibt es leider eine Menge Anforderungen, die gar nicht so leicht unter einen Hut zu bringen sind. Als erstes mal die Fotos von gut (links) und weniger guten (rechts) von beiden Seiten: [3] [4]

Die Heatbreak soll als erstes verhindern, dass die Hitze vom Hotend (dort wo die Düse sitzt) zum Coldend (dort wo der Lüfter drauf sitzt) hinüber kriecht. Dazu ist eine gute Heatbreak verjüngt. --> Weniger Querschnitt = weniger Wärmeleitung Eine gute Heatbreak ist an Ihrem Ende Plan geschliffen, damit sie mit der Düse sauber abschließt - siehe linke im 1. Bild. Die rechte hat dort - warum erschließt sich mir nicht ganz - einen Konus - eventuell wollte sie der Chinese aber auch anders rum verbauen. Siehe 2. Bild: Eine gute Heatbreak hat am Eingang einen leichten Trichter, damit das Filament sauber hinein rutschen kann. Die rechte hat dort einen Teflon-Einsatz. Über dessen Nutzen lässt sich streiten - Er soll das Filament leichter rutschen lassen als auf blankem Stahl. Dafür passiert es gerne mal, dass er mit der Zeit erweicht, und sich verengt. Dann wundert man sich warum nichts mehr durch geht. (passiert meist mitten im Ausdruck) Nach dem Abkühlen geht's dann wieder.


Wie ein paar Zeilen weiter oben schon erwähnt, ist es wichtig, dass die Düse mit der Heatbreak sauber zusammen stößt, damit dort kein Filament raus kommt - sonst sifft es außen an dem Düsengewinde raus. Dazu ist es wichtig, dass die Düse zwar fast ganz im Heatblock drinnen ist (damit sie möglichst viel Hitze bekommt, und nicht die Heatbreak!) Aber eben nur fast! Der Sechskant der Düse darf nicht ganz am Heatblock anstehen, aber sollte auch nicht mehr als ein paar Zehntel davon entfernt sein.

Die fotografierte Düse ist irgendeine No-Name Den besseren Heatblock findet man unter "E3D V6" Die Heatbreak findet man unter "E3D V5" ACHTUNG! die V6 passt nicht immer, da sie am oberen Ende ein größeres Gewinde hat!


Zum Schluss das wichtigste: Der Kühler für das Coldend: Gekühlt werden muss ab der Heatbreak aufärts, damit das Filament nicht erweicht, und dadurch - besonders gerne nach einem Retract - stecken bleibt. Dies äußert sich dadurch, dass mitten im Druck nichts mehr aus der Düse kommt. Filament entfernen, dickes Ende abzwicken und es funktioniert wieder. Wichtig dabei ist zu beachten, dass der Lüfter nicht gegen eine geschlossene Fläche bläst (besonders gerne gesehener Fehler bei einigen Montageplatten für Prusa-Drucker). Da staut sich nur die Hitze, und kühlt nicht mehr ausreichend. Zu beachten ist aber auch, dass der Heatblock NICHT mitgekühlt wird - sonst erreicht er die Temperatur nie...

Anmerkung Sir_Death: Von den Hotends mit ewig langem Bowdenschlauch halte ich absolut nichts mehr, seitdem ich meinen Delta auf flying Extruder umgebaut habe. Qualitätssteigerung war eine Wucht. Die Spinnfäden (stringing) durch auslaufende Düse beim leeren verfahren kenne ich am Delta nicht mehr. Auch mein Prusa wurde wieder auf Direktantrieb rückgerüstet.


sonstige Tipps / Troubleshooting

  • Gcode zur Kontrolle visualisieren kann man unter http://gcode.ws
  • ultraleiser Schrittmotortreiber(getestet von Zabex und für gut befunden)
  • Objektkühler für PLA begünstigen Warping (aufstellen der Ecken) sehr. Bei einem Objekt mit irgendetwas Spitz zulaufendem als oberste Spitze (Faustregel oberster Layer weniger als ca. 1cm² einfach ein Türmchen mit 0,25cm² (5x5mm) daneben stellen, damit beide Objekte Zeit haben zu kühlen - Kühlzeit reicht aus, und Warping ist de facto kein Problem mehr.
  • Wenn ihr ein ED3Vx Hotend mit Teflon Innen habt und euer Drucker nicht mehr ausspuckt kann es Helfen den Schlauch im Inneren zu entgraten bzw. zu ersetzen (Getestet mit Prusa I3 Clone und ABS von Prima Filament
  • Solltet ihr ein Anderes Hotend (Druckkopf) einbauen, kann es nötig sein, die Position der Düse in der Firmware zu ändern. Das geht im Programm Repetier Host mit Alt+E relativ problemlos bei vielen Druckern.

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  • Sintron Kossel Delta Drucker
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