Bauelemente

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Bauelemente

Kennzeichnungen interpretieren

  • Widerstände älterer Art haben mitunter eine abweichende Toleranzangabe mit Buchstaben. Dabei gilt: M/ohne=20%, K=10%, J=5%, G=2%, F=1%, D=0,5%, C=0,25%, B=0,1%, A=0,05%.
  • Kondensatoren, besonders ältere Elkos, besitzen manchmal mehrere Spannungsangaben in der Form "25/30=" o.Ä.. Dabei ist die erste (kleinere) Zahl die Arbeitsspannung (Working Voltage) des Kondensator, bei der er dauerhaft betrieben werden kann. Die zweite (höhere) Zahl ist die zulässige Spitzenspannung (Surge Voltage). Diese darf nur gelegentlich und dann auch nur für kurze Zeit anliegen, auf keinen Fall dauerhaft. Bei neueren Kondensatoren fehlt diese Angabe auf dem Bauteil, ist aber meist im Datenblatt zu finden.
  • Davon unabhängig ist die ggfs. zusätzlich vorhandene Kennzeichnung einer Wechselspannungsfestigkeit. Diese ist allerdings eindeutig als solche gekennzeichnet (meist mit Tilde "~" oder direkt mit "AC") und bezieht sich auf Betrieb an 50Hz bzw. 60Hz Netzspannung. Diese ist allerdings ausschließlich eine technische Angabe; Sicherheit und Zulässigkeit beim Betrieb an Netzspannung müssen gesondert auf dem Kondensator vermerkt sein (z.B. in der Form "X2" oder "Y1"), zusammen mit passenden Zertifizierungskennzeichen wie VDE, UL usw..

Elko-Polarität ermitteln

  • Wenn die Polaritätsangabe auf einem Elko nicht mehr zu erkennen ist, hilft die Leckstrom-Messung. Dazu legt man im einfachsten Fall über einen sehr großen Widerstand (5MΩ) an den Elko eine Spannung, z.B. 9V aus einer Blockbatterie. Parallel zum Elko mißt man mit einem Multimeter die langsam steigende Spannung. Je nach Kapazität dauert es eine ganze Weile (15 Minuten oder mehr), aber irgendwann steigt die Spannung nicht mehr weiter. Diesen Wert notiert man, polt die Batterie um, entlädt den Elko, und wiederholt die Messung. Die Polung, in der die höhere Spannung erreicht wird, ist korrekt. Je nach Elko kann der Unterschied einige hundert Millivolt oder mehrere Volt betragen.
  • Auf ähnliche Art lässt sich auch die Maximalspannung des Elkos ermitteln, allerdings nicht mit letzter Sicherheit, und es wird natürlich eine entsprechend große Spannung benötigt: bei Überschreiten der Maximalspannung steigt der Leckstrom an, allerdings ist diese Spannung sehr wahrscheinlich nicht die zulässige Dauerspannung. Daher sollte die ermittelte Spannung mindestens auf den nächstniedrigeren "Normwert" (6,3V, 16V...) abgerundet werden, ggfs. auch noch einen tiefer, wenn der ermittelte Wert nur knapp oberhalb liegt.

Elko-Typ ermitteln

Tantal-Elkos lassen sich von normalen Elkos unterscheiden, indem man den Leckstrom bzw. dessen Anstieg mit der angelegten Spannung mißt. Der Leckstrom von Tantalelkos ist erheblich kleiner, ebenso liegt der Leckstrom bei Falschpolung sehr viel näher an dem Wert bei korrekter Polung. Äußerlich lassen sich Tantal-Elkos allerdings ohnehin gut von normalen Elkos unterscheiden, wenn man sich der Unterschiede bewußt ist:

  • der Pluspol ist gekennzeichnet, nicht der Minuspol
  • es ist keine umlaufende Gehäusedelle vorhanden
  • die Versiegelung besteht nicht aus Gummi, sondern aus etwas Glasartigem
  • hinter der Versiegelung ist ein Knubbel im Kontaktdraht
  • die Toleranz liegt bei +/- 10% und nicht bei +10% / -50%

Tipps für die Datenblattsuche

  • Bei Transistoren, die mit '2SC' (NPN) oder '2SA' (PNP) anfangen, ist der Aufdruck um das '2S' gekürzt. Beim Suchen also immer mit dazu schreiben, das beschleunigt das Finden von Datenblättern enorm. Beispiel: Aufdruck C1815; Typ 2SC1815. Gleiches gilt für Typen, die mit '2SK' anfangen, auch dort fehlt das '2S' davor. Meist sind das FETs.
  • Dieselbe Verkürzung findet allerdings auch bei Transistoren wie "BC547" statt (dort steht dann nur "C547"). Daher muss man ggfs. mit beiden Varianten suchen. Bei den ggfs. auftretenden Überschneidungen hilft der Vergleich von Bauform und daraus wahrscheinlich resultierenden Leistungsdaten mit dem vorliegenden Exemplar.
  • Bei Transistoren mit Buchstaben am Ende (z.B. BC548A) ist dieser meist eine Angabe für den Verstärkungsbereich. Fehlt diese Angabe dann ist er nicht selektiert. Beim Suchen am besten weglassen.
  • Bei der Typbezeichnung von ICs ist der letzte Buchstabe (wenn vorhanden, können auch zwei Buchstaben sein) meist die Bezeichnung der Bauform. Beim Suchen weglassen.
  • Japanische Operationsverstärker mit dem Aufdruck JRC**** findet man besser unter NJM****. Beispiel: Aufdruck JRC4580; Typ NJM4580
  • SMD-Transistoren, Dioden und Ähnliches lassen sich anhand der aufgedruckten SMD-Codes identifizieren. Siehe unten.

Weblinks

Halbleiter Allgemein

  • Alldatasheet.com Hier wird man meistens fündig.
  • Datasheetarchive.com Weniger flexible Suchfunktion als Alldatasheet, aber sehr umfassend und mit eigener Datenbank, die auch sehr alte Teile umfasst.
  • Datasheetcatalog.com Sehr flexible Suchfunktion, eigene Datenbank, ggfs. weniger umfangreich.
  • Kazus.ru Stellvertretend für eine ganze Reihe von Klonen mit derselben Datenbank, Seitenstruktur und -Funktion. Enthält kaum etwas, das die anderen nicht auch enthalten, aber man weiß ja nie.

SMD Halbleiter Identifikation

Röhren

Transistoren

LED

  • LED Alles Wissenswerte über LEDs und deren Bestromung