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Es kommt der Tag, da will der Kreis sägen. Das hier
ist eine sehr alte Handkreissäge. Die bekommt ein neues,
hochwertiges Blatt
und die CNC-Kreische stellt mir aus POM ein
gleichlanges Gleitstück her:
auf ein Stück Multiplexplatte in extra dünn wird
dann eine Holzleiste geklebt, die genau durch das Gleitstück geht
Eine Aluschiene sorgt für die notwendige Stabilität und untergeklebte Gummibänder sorgen dafür, das die Schiene nicht mehr verrutschen kann. Fertig ist die Sägeschiene:
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Da steht sie, meine neue Bosch GTS 10 XC. Natürlich
nackt, und das kann so nicht bleiben.
Als erstes ein Schiebetisch, um auch keine Sachen
rechtwinklig sägen zu können. Bauanleitungen gibt es genug im
Netz, deshalb hier nur ein paar Details. Die Absaugung oben ist
offensichtlich, das Plexiglas dient zum Schutz meiner Griffel.
Zusätzlich sind rundherum Griffmulden, damit man das schwere Ding
runterheben kann.


Die Metallschiene oben hält den verstellbaren
Anschlag

und innen ist ein Maßband eingelassen.
Meine Finger schützt der Vorbau, durch den das
Sägeblatt vorne wieder rauskommt. Das Plexiglas sorgt dafür, das
die Späne dort drin nicht hochwirbeln.

Oberhalb des Vorbaus ist der Linienlaser eingelassen. Das ist nichts anderes als das Innenleben eines Laserpointers, der durch ein Stück Glasrohr leuchtet -> Zackfeddich Linie. Zusammengehalten wird das Ding durch einen Klotz aus dem 3D-Drucker.


Das Kabel kann an zwei Stellen getrennt werden. Einmal vorne um den ganzen Plexiglasüberbau abbauen zu kommen, und einmal hinten, um den Schiebetisch von der Säge heben zu können. Dort befindet sich auch die Steckverbindung zum Saugschlauch (40er Muffe mit Schrumpfschlauch am Saugrüsselschlauch befestigt):
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Aus Gründen gibt es von Bosch dazu keine
Aubsaughauben mehr. Also muss da eine eigene dran. Entwurf 1 aus
Plaxiglas mit passendem UV-Kleber zusammengesetzt
sieht das sehr seltsam aus bei gleichzeitiger
mieser Montage und beschissener Saugleistung.
Also folgt hier Version 2. Dieses mal aus Sperrholz
gelasert
und an einem Federgelagerten Ausleger. Durch ein
verschiebbares Gewicht kann seine Höhe eingestellt werden.
Von unten füllt sich der Kasten auch massiv mit
Spänen. So gut die Säge auch ist, hier haben die Jungs von Bosch
echt Mist gebaut. Hier ist die Blattkassette geöffnet und man
sieht Teile des Schwenkmechanismus. Oben ist ein großer Spalt, so
das die Absaugung viel Nebenluft zieht.
Der Spalt wird jetzt mit einem Stück Kunstleder
verschlossen:
so das sich die Absaugung drastisch verbessert.
Leider sind dann 45°-Schnitte nicht mehr möglich, der Lederlappen
ist dann im Weg:
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Der Ing in mir sagt: Überprüfe die Wirksamkeit deiner Arbeit. Also kommt hier noch ein Feinstaubinstrument zum Einsatz:
Der Sensor aus dem Reich der Mitte hört auf den
Namen SDS011 und misst direkt Feinstaub in Partikelgröße 2.5 und
10 Mikrometer in Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Displayausschnitt
ist per Laser ins Gehäuse gebrannt, den Rest macht Heißkleber.
Die Versorgung spendet eine Powerbank und das Gehirn
ein Arduino Nano.Den Code gibt es hier.
Tatsächlich steigt der Wert für 2,5um-Partikel nach
wenigen Minuten sägen um den Faktor 10 an. Deutlicher macht sich
der Laser bemerkbar, die sonst einstelligen Werte werden plötzlich
dreistellig.
Auch im Auto auf dem Beifahrersitz steigen die
Werte an, wenn man sich in Oldenburg dem Zentrum nähert. Richtung
Stadtrand sinken sie wieder.
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Unten an der Säge nuckelt aus Primitivitätsgründen
ein Saugermotor mit Ausblasfilter. Mal sehen, wie lange der das
aushält:
Der rüsselt über den bekannten Chinazyklon direkt
unten an der Säge

und hustet den Dreck in ein Blechfass

Der Sauger soll sich einschalten, wenn die Säge losjault. Meine erste Idee mit einer Spule und einem Reedrelais
war nicht so der Knüller und total unzuverlässig. Alles Kacke.
In der letzten Version wird einfach der Spannungsabfall über zwei fetten Dioden genommen. Über den ADC vom Arduino Nano wird per SSR der Säugling eingeschaltet und kriegt ein paar Sekunden Nachlauf:
Den Quellcode gibt es hier. Ausserdem wird es Zeit, den Werkstattsauger nach 10
Jahren zu verbessern und das alles mal verrohren. Auch hier
verschwindet ein Saugermotor stumpf in einem Rohrknie
und atmet über einen Zyklonfilter in ein Blechfass
aus:
Der Staubsaugerfilter ist mit Festplattenmagneten
fest und soll den letzten Rest aus meiner Atemluft fernhalten. Im
Gegenzug zum Untertischgesäuge bekommt der einen Schaltkontakt, so
das beide an der Säge anlaufen oder das Ding alleine auf
Tastendruck am Rohr nuckelt. Jeder Rohrauslass bekommt dann einen
Schieber.
Der erste ist noch aus dem 3D-Drucker. Ging mir
aber zu langsam und so wurden die anderen ausgelasert:
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Und was machen wir mit dem Feinstaub in der Luft?
Na auch wegrüsseln. Ein Schrank spendet Bretter für ein Gehäuse.
In dessen Boden kommt ein Loch
Für ein Radialgebläse
welches oben durch einen Taschenfilter aus der
Klimatechnik einatmet
Über dieses Filter kommt noch eine etwas größere
Filtermatte, welche ich als Spende bekommen habe
und fertig ist der Feinstaubkiller. Mit der
Ausschnittgröße und gemessener Luftgeschwindigkeit zieht der
Kasten knappe 700 Kubimketer Luft die Stunde durch die Filter.
Den Erfolg bestätigt mir auch das Messgerät, super
Sache das.
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