Euer Studienstart

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plottermeierrrr

22.10.12 21:08

D2O:
... aber die Autoren bemühen sich die Mathematik verständlich zu machen und kommen nicht mit Satz -> Beweis, Satz -> Beweis. ...


Was natürlich zum Problem wird, wenn man dann freudestrahlend zur Prüfung erscheint, alle Aufgaben rechnen könnte und alle Formeln gelernt hat, aber der Prof Beweise vorgerechnet haben will...

Die Leseprobe aber ganz vielversprechend aus.

ozonisator

22.10.12 21:17

Eine kleine Anekdote von meinem Chef (hat Nachrichtentechnik studiert): "du studierst nicht um was zu lernen, sondern nur wegen dem schriftlichen Beweiß, dass du eine Sache 6 Semester lang durchgezogen hast ohne zu schmeißen"

(der zweite Satz war dann ungefähr so: "richtig lernen tut man nur im Beruf, die Basics sollte man aber schon drauf haben")

D2O

22.10.12 21:19

plottermeierrrr:
D2O:
... aber die Autoren bemühen sich die Mathematik verständlich zu machen und kommen nicht mit Satz -> Beweis, Satz -> Beweis. ...


Was natürlich zum Problem wird, wenn man dann freudestrahlend zur Prüfung erscheint, alle Aufgaben rechnen könnte und alle Formeln gelernt hat, aber der Prof Beweise vorgerechnet haben will...

Die Leseprobe aber ganz vielversprechend aus.


Na dann beweist man das halt schnell

Im Ernst, ob sowas drankommen kann muss man vorher über alte Klausuren prüfen.

Generell ist es aber evtl. auch für Get oder andere Fächer in denen mathematische Werkzeuge (Integration etc.) benutzt werden ohne selbige einzuführen ganz interessant zu wissen was man warum tut.
Meist hat man die Grundlagen für die Werkzeuge die man am Anfange des Studiums braucht ja doch erst in höheren Semestern in Mathe.

Das in "der Mathematik" der Beweis von entscheidender Bedeutung ist hilft mir als E-Technik Student aber wenig beim Verständniss weiter. Leider kommt (für mich) das Erklärende in den meisten Matheskripten und -büchern etwas kurz.

Aber im Prinzip ist das ja schon nicht mehr 100% das Thema


Zuletzt bearbeitet: 22.10.12 21:21 von D2O

Ludwig_T

22.10.12 21:39

Tjoa im Endeffekt laber ich auch dasselbe wie meine Vorredner, aber ich möchte hier auch mal meine Leidensgeschichte anbringen:

Vor einem Jahr hab ich an der TU in Dresden auch ein ET Studium angefangen. Ums vorweg zu nehmen: ich war in Mathe nie wirklich gut. Mathematik und Programmieren sind meine riesengroßen Schwächen. Wir hatten im ersten Semester auch einen Prof. der wie ein D-Zug durch die Themen gerast ist. Hab gar nix in Mathe gerafft. Ersten Versuch vergeigt. Hab dann Nachhilfe genommen. Das war mein Glück, denn im Endeffekt ließen sich die Themen, die in der Klausur dran kamen in 11 Doppelstunden mehr als genug erklären.
Mathe 1 hab ich dann beim zweiten Versuch mit 3,7 gepackt. Bei Mathe 2 haben wir dann leider einen anderen Prof bekommen. Seine Tafelbilder: unleserlich. Verstehen kann man ihn auch trotz Mikrofon nicht und man muss ihm jedes Wort aus der Nase ziehen. Demzufolge hab ich auch Mathe 2 verkackt...
Vor allem in Mathe ist es überlebenswichtig, klausurelevantes von sonstigem Bullshit zu trennen. Arbeite im Grundstudium nicht darauf hin, alles, was der Prof dir eintrichtern will auch zu verstehen, sondern konzentriere dich auf die Themen, die in den Klausuren dran kommen. Unterhalte dich daher mit Studenten höherer Semester und Nachhilfetutoren darüber. Uni-Mitarbeiter werden dir eh immer nur erzählen, dass alles, was der Prof sagt, wichtig und klausurrelevant ist.

In Mathe 1 kommt meistens dran:
Komplexe Zahlen, Lineare Gleichungssysteme, Matritzen, Vektorrechnung, elementare Funktionen, Differential- und Integralrechnung von Fkt. einer Veränderlichen.

In GET kommen im ersten Semester eigentlich nur Ohmsches Gesetz, Kirchhoffsches Gesetz (Spannungsteiler, Stromteiler), Knotenspannungsanalyse, Maschenstromanalyse.

Wie meine Vorredner schon gesagt ham, lernt man in den Vorlesungen relativ wenig, da leiert der Prof meist fein sein auswendig gelerntes Sprüchlein runter usw. Wichtig isses, die Übungen und Tutorien zu besuchen. Und ruhig die Tutoren oder Mitstudenten nerven.
Zur Mathematik kann ich dir folgenden YT-Kanal empfehlen: http://www.youtube.com/user/JoernLoviscach
Der gute Mann ist Prof in Bielefeld und stellt seine Vorlesungen online. Und er erklärt gut und nicht zu schnell.

Die ersten Wochen sind eh immer erstmal ein riesen Holzhammer, der einem übern Nischel gebraten wird. Das pendelt sich dann mit der Zeit so ein. Nach 1-2 Wochen sollte man dann mal den roten Faden gefunden ham (oder man ist blind).

Wie schon gesagt, nicht verrückt machen lassen, ruhe bewahren und wichtiges von unwichtigem trennen, dann wird das schon super werden!

In dem Sinne: Viel Erfolg

Viele Grüße,
Ludwig

Übrigens ein Zitat von unserem Systemtheorie Prof: "Wir setzen hier im Grundstudium erstmal den großen Trichter an und füllen dann ein, bis Sie mit den Augen kullern. Und dann gucken wir, wie viel hängen geblieben ist"

Nicki

22.10.12 22:12

Ich leake mal ne GET-G-Uraltklausur:
http://www.fingers-welt.de/phpBB/backup/filesbrauchmernet/a/4383af6c68a57618e551f911c35e420.pdf

Bei uns sind in beiden Mathekursen keine Taschenrechner o.ä. zugelassen.
Wenn man dann noch bedenkt, dass ich einer der wenigen mit "richtigem" Abitur bin... ja, erscheint doch bewältigbar.
Mal gucken, ob ich alte Matheklausuren auftreiben kann.


Zuletzt bearbeitet: 22.10.12 22:22 von Nicki

Fritzler

22.10.12 22:26

Is ja nett zusammengewürfelt die Klausur und das Mathe.
Anner TU Berlin ist das alles stark getrennt.

Grundlagen der Etechnik waren wirklich nur Grundlagen, also ziehe 3 Integrale um ein Staubkorn um die Kapazität gegen Erde auszurechnen...
In der Klausur ist noch ne Menge elektrische Netzwerke drinne.
(Maschenstrom und Knotenpotentialverfahren), is hier nen Extrakurs.
Dafür fehlt da der Ausgleichsvorgang (böse diffgleichungen aufstellen und lösen...) unde Bodediagramme.

Mathe ist Lineare Algebra (der ganze Vektoren und Matritzenkram),
sowie Analysis 1 (also komplette Auswertungen von Grapgen).
AnaII ist dann AnaI nur mehrdimensional *örghs*

Weiter gehts dann mit Schaltungstechnik.
War total dämlich, ging fast nur ums Transistorweiten berechnen.
Als ob ich so schnell eigene ICs baue...
Anstatt da mal Gegenkopplung und Verstärkerklassen durchzukauen.
Zeitverschwendungskurs³
Nur am Ende die Opampgrundlagen waren interesseant, aber das kommt in nem anderen Kurs nochmal intensiver.
Da war Halbleiter besser, obwohl da nur mitm Bändermodell und Fermineveaus gefummelt wurde...

Die Infokurse sind meist recht einfach wen man schon Programmiererfahrung hat.

Am liebsten warn mir die "Grundlagen der technischen Informatik" Bitschubsen auf Fußpilzebene, mach ich total gerne (ohne Ironie!).

shaun

22.10.12 22:40

> Integrieren und differenzieren musste aber im Schlaf können

Das hätte mir in den meisten Mathekursen nicht viel genützt, da dort mehr die durch Beriechen einer Gleichung zu gewinnende Erkenntnis verlangt wurde, dieses oder jenes Integral ist analytisch nicht berechenbar, zerfällt aber mit hinreichender Genauigkeit in eine einfache Gleichung n-ter Ordnung
Ich hatte an der TU insgesamt 9 Mathekurse, einige waren nachvollziehbar, einige nerdig und einige einfach nur daneben, davon habe ich nichts behalten und vermisse es auch nicht. Aber immerhin alle spätestens im 2. Anlauf bestanden.

Pinocchio

22.10.12 22:45

Jungs....
hört auf mit den Schauergeschichten, ich seh ich schon das Handtuch werfen, bevor ich angefangen habe.

Lasst mir doch bitte noch für n Jahr die Illusion

Nicki

22.10.12 22:47

Geh einfach zu ner FH, wenn du nicht mit deinem späteren Gehalt pokern willst

Fritzler

22.10.12 22:54

> Integrieren und differenzieren musste aber im Schlaf können


Das hätte mir in den meisten Mathekursen nicht viel genützt


Is ja nich für Mathekurse sondern dann zum Anwenden in den Etchnik Kursen

Maschine

22.10.12 23:00

Hi Philipp,

lass Dich nicht fertig machen! Manche Profs drehen in den ersten paar Wochen richtig auf um Eindruck zu schinden. Ja, manche auch in den ersten Semestern...

Kann Dich trösten, ich hatte glaub bis zum 5. Semester keine Ahnung von Mathe! Selbst auf der Realschule hatte ich nur vieren. Naja, dann hab ichs auf einmal kappiert, kostete mich allerdings ein Semester nur um auf Mathe und Regelungstechnik zu lernen. Hab dann mit 2,3 in Mathe, 2,0 in Regelungstechnik und 1,3 in der Diplomarbeit abgeschlossen, bätsch!

M.



Nicki

22.10.12 23:00

Was zumindest für mich immer ne gute Motivation war:
Irgendeinen mit dem angepeilten Abschluss oder sogar nem besseren ausgucken, der trotzdem inkompetenter als man selbst ist.
In meinem Fall war/ist das ein Dipl.-Ing außerhalb dieses Forums, der so wie ich es mitbekommen habe doch ein ziemlicher Dünnbrettbohrer ist^^

sebr

22.10.12 23:36

Viele Dinge wurden ja bereits schon gesagt, aber auch hier noch mal meine persönliche Erfahrungen:
Grundstudium dient wirklich nur zum "aussortieren". Dort gelten schon erhöhte Anforderungen, daher ist es keine Schande auch nur 3er und 4er im Vordiplom zu haben (was später sowieso niemand interessiert).
Ganz wichtig: Kontakte knüpfen - Einzelkämpfer haben wirklich schon so gut wie verloren. Irgendwie kennt irgendjemand doch noch wen aus höheren Semestern usw. der dann Infos oder alte Klausuren beisteuern kann.
Es gehört ein großes Maß an Selbstdisziplin und Ehrgeiz zum Studium. Also Stoff durcharbeiten, sowohl allein zu Hause als auch in kleinen Lerngruppen, Ergebnisse vergleichen und vortragen etc. (Möchte mal wissen wer das mit dem "Studentenleben" und nur Partys usw. in die Welt gesetzt hat?! Vielleicht bei BWL )
Klausursammlung aufsuchen.
Bibliothek + Onlineleihe nutzen.
Die Sprechstunden der Profs nutzen, das war an unserer relativ "kleinen" FH immer möglich und brachte viel - allerdings nicht dort unvorbereritet aufkreuzen sondern konkrete Fragen parat haben.
Regelmäßiges Besuchen der Vorlesungen sollte Pflicht sein.
Ordnung halten: Wichtige Infos und Formeln kennzeichnen, Ordner gut strukturieren, Zeichnungen farbig und sauber anfertigen, keine losen Zettelsammlungen.
Bei den Klausuren: Mut zur Lücke, also erstmal weitermachen mit Aufgaben(teilen) die man beherrscht.
Grafikrechner kann helfen (zur Kontrolle) aber man muss auf älle Fälle die Methode dahinter kennen.
Im Hauptsudium solltest du natürlich deutlich mehr Wert auf gute Noten legen und wie dir ja sicher bekannt ist, kann man einmal bestandene Klausuren nicht wiederholen um sich zu verbessern. Wir in unserer Lerngruppe hatten das dann bei den Klausuren (im Hauptstudium) so gehandhabt: wenn absehbar war, dass nur eine 4 dabei rauskommt lieber den Lösungsbogen nicht abgegeben haben und 5 kassieren. Dann kann man nächstes Semester nochmal versuchen. Selbst wenn man Semester dranhängen muss: die Noten sollten es einem Wert sein.
Das beherzigen der o.g. Tips hat mir eine Diplom-Gesamtnote von 2.0 eingebracht mit der ich zufrieden bin

Deine Bedenken und Sorgen kann ich gut nachvollziehen, denn im ersten Semester ging es mir ähnlich: man tut nur etwas nach bestimmtem Schema aber kapiert nicht richtig warum. Dazu noch neues soziales Umfeld. Das gibt sich aber. Rückblickend würde ich das so beschreiben: im Grundstudium kriegst du Werkzeuge an die Hand gegeben mit denen du dann im Hauptstudium arbeitest. Und besonders Mathematik ist da nicht unwichtig. Hier empfehle ich dir die Bücher von Lothar Papula. Habe mir damals die gesamte Buchreihe (Mathematik f. Ingenieure 1-3 + Formelsammlung + Aufgabensammlung) gekauft und es nicht bereut. Bronstein = Briefbeschwerer (meine Meinung).


Zuletzt bearbeitet: 23.10.12 00:06 von sebr

Daniel

22.10.12 23:50

Hallo und alle Daumen drücke ich, dass du unbedingt durchhältst.
Egal was kommt.
Du hast bisher schon viele herrliche Tipps bekommen.

Ich habe mit einer großen Portion Selbstüberschätzung mein Ingenieurstudium für Nachrichtentechnik gestartet.

Gegen Ende des I. Semester wäre ich fast gegangen worden.
Mit z. B. Ø 4 in Mathematik und Physik ging gar nicht.
Vorher > 2, nach dem ich meinen Weg fand bin ich auch mit Freude durchgegangen.

Selbst Fächer Exotenfächer wie ML,technische Mechanik und Kybernetik hatten bald ihren festen Platz.

Gruß vom alten Daniel




heaterman

23.10.12 03:46

Als Erstes: Zähne zusammen und durch!

Die Lehrprinzipien scheinen sich seit den Zeiten, als unsereins (Ende der 70er) sein Studium durch hatte, grundsätzlich nicht geändert zu haben.
Zuerst wird gnadenlos gesiebt, da heißt es Kopf einziehen, schnell eine kleine Community finden (wir drei treffen uns heute noch. 35 Jahre after Diplom, jedes Jahr einmal)und in der lernend und auch feiernd durchschlagen. Ich empfand damals, als so gar nicht Mathe- aber Physik-Fan, den Sprung an der Hochschule mit Mathe auch extrem krass, aber bei den Prüfungen (die Tipps, sich mit älteren Semestern in Verbindung zu setzen, galten damals wie heute) hat sich herausgestellt, dass der Schwerpunkt auf Anwenden statt Theoretisieren lag, das war meine Rettung als Mathe-Muffel.
Später war unser Studium (Nachrichtentechnik) stark praxisorientiert, das war dann für mich eher ein Spaziergang. Da merkt man dann schnell, was von den Grundlagen tatsächlich täglich gebraucht wird. Schon von Kind an gelernte Fähigkeiten zum Thema Löten, Schaltungen umsetzen (wir haben während der Abiturzeit Anfang der 70er mit TTL-Technik eine reale Steuerung für einen Zementrohrofen in einem Zementwerk konzipieren und bauen dürfen) und Geräte reparieren brachten einen dabei an den Theoretikern ohne praktische Kenntnisse schnell vorbei. Und wenn man dann am Schluss auch noch Glück hat, die richtige Diplomarbeit abzufassen (das wurde damals noch zugeteilt); HATTE MAN ES HINTER SICH.
Aber nach den ersten paar Wochen war mir auch nach Abhauen - so viel geballte Theorie nach dem damals noch eher gemütlichen Abitur, da ist viel Show dabei und der Zug zur Selektion - Durchhalten, später im Beruf stehst Du fast täglich vor der hohen, schwarzen Wand ohne Griffe und Seil und musst drüber, genau das lernt man da am Anfang!

Übler Kalauer am Rande: Unterschied zwischen BWLer und Ing.: Der BWLer sieht eine Frau im See versinken, springt rein und holt sie ans Ufer. Dann macht er die übliche Rettungsübung und versucht, das Wasser rauszupumpen. Kommt ein Ing. vorbei und sieht sich das an. Der BWLer: "Was guckst Du so dämlich?" Der Ing: "Wenn Du die Frau weiter mit dem Hintern im Wasser liegen lässt, pumpst Du heute den See leer..."


Zuletzt bearbeitet: 23.10.12 03:57 von heaterman
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