Euer Studienstart

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radixdelta

25.10.12 11:18

Ich schreibe seit dem ersten Tag nur mit Druckbleistift. Dazu ein sehr gutes Radiergummi. Das habe ich schon in der Schule begonnen. Das halte ich auch in Prüfungen und Klausuren so. Es gibt nix schlimmeres wie durchstreichen und rumkritzeln.

Zeichnungen werden mit so einem mittleren Stabilo-Set sehr übersichtlich. Genutzt habe ich trotzdem nur Bleistift, man muß ja doch immer mal wieder Korrigieren.

Wenn man dann noch mindestens einen Marker dabei hat ist man schon recht gut ausgestattet was das mobilbüro angeht.

Noch ein Tip, den ich selbst nicht so konsequent verfolge: Einen kleinen Notizblock oder so einen kleinen abgelaufenen Taschenkalender auf dem Tisch liegen haben. Manche Profs erzählen ab und an mal aus dem Nähkästchen. Und wenn die Raketen für die DASA gebaut haben oder ähnlich interessantes dann muß man sich das Wissen konservieren. Das findet man aber in der Mitschrift schwer wieder. Dasselbe gilt für plötzliche Gedankenblitze, Ideen, URLs, Suchbegriffe etc.

Für die Ordnung unterwegs habe ich mich jetzt für diese entschieden. Und ich habe endlich kapiert das Spiralblock blöd ist weil die Spirale das harte Leben in der Laptoptasche nicht so toll findet und vor allem alles drumrum die Spirale blöd findet. Ob ich jetzt Ordner für die Ordnung zuhause verwenden möchte ist noch unklar, wahrscheinlich aber schon allein deshalb weil ich zig übrig habe nachdem das Firmenarchiv aufgelöst wurde.

Felix

25.10.12 12:45

Ich schreibe auch generell mit Druckbleistift. In Klausuren wäre ich allerdings vorsichtig, zumindest an meiner Uni müssen Klausuren mit einem dokumentenechten Stift geschrieben werden (logisch). Auch Schaltpläne. Nur bei Konstruktionszeichnungen dürfen wir noch einen Bleistift verwenden. Also immer mal vorher erkundigen, nicht dass einem mal jemand ans Bein pinkeln will..

Nicki

25.10.12 13:19

Ich schreibe mit nem normalen Bleistift, da geht die Mine nicht dauernd kaputt.
Habe ich in der Schule schon gemacht, wenn ich mir sicher war, dass Korrekturen zu erwarten sein würden (Physikprotokoll)

Queck

25.10.12 16:59

Ich habe das Gefühl ich muss auch etwas hierzu beitragen.
Erstmal Zustimmung zu dem was Toni sagte. Bei mir war es andersherum, habe nach einem Semester FH (Chemie) an Uni (Chemie) gewechselt. Kein Vergleich!
Zum zweiten will ich dem Beitrag von ferdimh auf der ersten Seite voll zustimmen.
Vor allem muss man eine gewisse Toleranz entwickeln, bei uns haben 80 Leute angefangen. Den Bachelor werden jetzt innerhalb der 6 Semester weniger als 10 schaffen (inklusive mir :p). Von so etwas darf man sich nicht entmutigen lassen!
Ich muss aber auch sagen, dass ich inzwischen viel mehr Party mach als noch zum Beginn des Studiums --> Aller Anfang ist schwer

Weisskeinen

25.10.12 18:15

Nicki:
Ich schreibe mit nem normalen Bleistift, da geht die Mine nicht dauernd kaputt.

Das ist sicherlich Geschmackssache, aber ein Druckbleistift bleibt immer spitz. Abbrechen tun die bei mir recht selten...


Nicki

11.03.13 05:21

So, nun dürfte bei den meisten das Semester zu Ende sein.

Wie sieht euer Fazit aus?

Ich habe nicht bereut zur FH gegangen zu sein.
Mir wurde von einem ehemaligen Lehrer prophezeit dass ich da keine bastelnden Kollegen finden würde (=kein geistiger Austausch).
Das ist nicht durchweg so, andererseits kam ich unterm Semester eh kaum zum Basteln, hatte aber auch kein besonderes Verlangen danach; notwendige Basteleien habe ich gut in Feiertage gepackt bekommen.
Ich kenne mehr korrekte Leute als vorher und allein darüber bin ich schon froh.

Die Klausuren waren doch nicht so schwer wie befürchtet, insbesondere für Lineare Algebra habe ich am Tag vor der Klausur bis um 3 Uhr morgens geübt, um 5 Stunden zu schlafen, dann weiterzumachen und um 12 Uhr kurz vor der Prüfung so verzweifelt angesichts der noch nicht erledigten Themen zu sein dass ich nen Fenstersprung erwogen habe
War dann aber doch nicht so schlimm, wenn auch reichlich knapp (3,7)
Die drei anderen Klausuren waren auch machbar, nur Analysis habe ich abgesagt, die ist Mitte April fällig, da werde ich in nächster Zeit wohl noch was tun müssen...

Insgesamt: Anstrengend, aber letzendlich das gute Gefühl, nicht irgendeine brotlose Kunst zu lernen

Die Abbrecherquote mag erschrecken, aber nur bis man sieht, wer so alles mit dem Studium aufhört


Zuletzt bearbeitet: 11.03.13 05:23 von Nicki

shaun

11.03.13 08:43

> Auch Schaltpläne.

Dann studier ET in Harburg, da wirste mit so kleingeistigem Zeug nicht belästigt. Da besteht der Schaltplan aus einer Black Box mit 4 Klemmen die nur mathematische Eigenschaften hat

Wenn ich vor dem Studium nicht schon gewusst hätte, wozu ich das ganze Zeug in der Praxis brauchen kann, wäre ich noch im Grundstudium geflüchtet.

Weisskeinen

11.03.13 15:27

Nicki:
Ich kenne mehr korrekte Leute als vorher und allein darüber bin ich schon froh.


Das ging mir an der Uni auch so.

Nicki:
Die Klausuren waren doch nicht so schwer wie befürchtet, insbesondere für Lineare Algebra habe ich am Tag vor der Klausur bis um 3 Uhr morgens geübt, um 5 Stunden zu schlafen, dann weiterzumachen und um 12 Uhr kurz vor der Prüfung so verzweifelt angesichts der noch nicht erledigten Themen zu sein dass ich nen Fenstersprung erwogen habe


Das solltest du noch verbessern und vor allem entzerren: früher anfangen, Tagesplan machen (einen realistischen!, auch wenn er dürftig aussieht), den einhalten, sich beim lernen nicht ablenken lassen, Lerngruppen bilden und vor allem auch planen, wann aufgehört wird. Dann auch noch für Ausgleich sorgen, sonst sitzt man nur vor den Büchern und der Kram geht zu einem Auge rein und fällt aus dem anderen wieder raus.
Meine Erfahrung ist, dass solche Hauruck-Aktionen nichts bringen und eher kontraproduktiv sind. Die Disziplin, rechtzeitig anzufangen bzw. während der Vorlesungen direkt am Ball zu bleiben, muss man aufbringen, auch wenn's (sehr) schwer fällt (auch diese Erfahrung muss man wohl erst selbst machen *flöt*).




Zuletzt bearbeitet: 11.03.13 17:34 von Weisskeinen

Philipp

11.03.13 17:24

Also meine Meinung:

Macht Spass und ist sehr anstregend. Ich hab die letzten Wochen von 10 bis 10 und länger gelernt im Team. Für Mathe hatte ich viel alleine gemacht, das war mein Fehler - da darf ich nochmal antreten. Die Aufgaben sind aber eigentlich machbar gewesen... Ich muss dieses Semester Mathe fokusieren. In Imp./Funk. Programmierung bin ich mir nicht sicher, ich glaub da flieg ich auch durch. E-Technik heute...ach keine Ahnung, kein Gefühl wie's war. Es war, und hoffentlich gut genug um durch zu kommen.

Ich lerne aber gerade wie man am besten lernt und es wird meines Gefühls nach besser... Ich muss wirklkich IM Semester mehr am Ball bleiben...

Mir ist noch aufgefallen, ich fahr mich gerne fest. Die einfachsten Aufgaben bringen mich manchmal zur Verzweiflung, während die schwierigen mir oftmals weniger Kopfzerbrechen bereiten... das bin aber einfach ich.

Phil

11.03.13 17:26

So, dann melde ich mich auch mal zu Wort - bei mir geht es nächste Woche los. Auch an einer FH; der Studiengang befähigt mich dann hoffentlich irgendwann mal zum Beruf des Technischen Redakteurs. Das ist im Prinzip ein kastriertes Mechatronikstudium mit Fokus auf technischem Schreiben. Mit Physik und Mathe bin ich im und ums Abi zwar einigermaßen zurechtgekommen, aber E-Technik oder gar Maschinenbau wollte ich mir mit 8 Punkten nun doch nicht antun.

Grundlagenmäßig habe ich ein Semester Physik und Mathematik, dann kommt noch ein bisschen Konstruktionslehre und der Rest ist dann "Technische Dokumentation Grundlagen und Vertiefung", Strukturieren mit XML, Recht und Normen und so Zeugs.
Mal sehen wie es so wird

Maschine

11.03.13 17:56

Phil:
Mit Physik und Mathe bin ich im und ums Abi zwar einigermaßen zurechtgekommen, aber E-Technik oder gar Maschinenbau wollte ich mir mit 8 Punkten nun doch nicht antun.


Ich weiß zwar nicht was 8 Punkte von was sind, aber ich bin auch mit nem 3,4er Schnitt an die FH und hab Maschinenbau mit 2,3 abgeschlossen. Die Dipl.-Arbeit sogar mit 1,3.

Gnarf, lasst Euch von den schlechten Noten in der Penne nicht immer so abschrecken. Wenn man es wirklich will schafft man das! Ich habe beim Studium erst gemerkt für was man lernt, und ab da fiel es mir leichter.

M.

rastagandalf

11.03.13 18:03

Ich studiere Mechatronik dual und muss sagen dass mir die Elektronik/Informatik dabei am besten gefällt, aber wenn man sich mal ransetzt (rechtzeitig!) dann entknotet sich auch das - teils wirre - Gefasel der meist etwas angestaubten Dozenten.

Praktisch ist auch wenn man jemanden, hat der schon weiter im Studiengang ist und einem den ein oder anderen Buchtipp geben kann.
So bin ich z.B. auf Roloff/Matek gestoßen, der durchaus gute Erklärungen bietet, die man so teilweise nirgends im Netz oder Skript findet.

Sowas empfiehlt der Dozent meist nicht, aber wenn man mal die Quellen im Skript durchforstet findet man es dann genau da wieder, wobei Roloff/Matek wohl DAS Standardwerk für Konstruktion/Festikgkeitslehre/Technische Mechanik/Technisches Zeichnen zu sein scheint - immerhin 1Mio. mal verkauft und inzwischen irgendwo um die 20 in der Auflage.

Auf die ersten Klausuren bin ich jetzt aber wirklich gespannt - Etechnik hatte ich in der Probeklausur schonmal fast volle Punktzahl, bei Technischer Mechanik bin ich am zweifeln ob ich nicht ohnehin 0 Punkte kriege weil dafür schon ein falscher Pfeil beim Freimachen reicht bei unserem Dozenten....und es gibt wohl nur 2 Aufgaben - da hat man schnell mal zwei Pfeile mit Kraft-Kreuzen verwechselt....

epsilon

11.03.13 18:30

Hallo,

jetzt mußte ich mich doch endlich mal anmelden...
Ich bin (genauer: war, es ist ewig her) nämlich einer von den "anderen". Soll heißen: Als Mathe-Fuzzi war ich in meiner Uni-Zeit unterrichtenderweise überwiegend (wie die meisten) im Mathe-Servicebetrieb tätig. Da gab es Mathe für Informatiker, für Physiker, Ingenieure, E-Techniker, das waren die wichtigsten. Während des eigentlichen Studiums als Tutor, habe kleinere Gruppen von Studenten betreut, die Hausaufgaben mit ihnen durchgesprochen und Beispiele gerechnet. Später dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter (WM) habe ich vorlesungsbegleitend im Hörsaal die sogenannte große Übung abhalten, in der der Stoff aus der Vorlesung vertieft, aufgearbeitet und auch mal fortgeführt wurde. Wenn der Prof völlig unverständliches Zeug abgeliefert hat (kam echt selten vor), konnte man als WM auch schon mal die mühsam vorbereitete Übung komplett über den Haufen schmeißen und statt dessen wieder etwas Licht ins Dunkel bringen. Ich weiß nicht, ob das heute noch so läuft, damals war es jedenfalls so.
Ich habe immer viel Wert darauf gelegt, Verständnis zu vermitteln und ein offenes Ohr für Fragen zu haben. Wenn jemand so völlig den Faden verliert, ist das für beide Seiten unschön, denn eine gute Klausur liest und korrigiert sich leichter als eine komplett verhauene. Insofern steckt durchaus auch Eigennutz dahinter, wenn man als Unterrichtender zum regen Gebrauch der Sprechstunde aufruft. Ich habe das auch nie so eng gesehen, wenn jemand außerhalb der Sprechstunde gekommen ist, wenn ich Zeit hatte, habe ich gerne geholfen und Probleme geklärt. Ich kenne die heutigen Gepflogenheiten zwar nicht, aber meine damaligen Kollegen haben das alle ähnlich gesehen.
Was nützt euch das jetzt? Wenn Unklarheiten oder Verständnisprobleme bei Mathe auftauchen, fragt die Leute da vorne. Im Normalfall wird gerne geholfen. Dabei sind (wie hier im Forum) konkrete Fragen wie: "Ich habe die Rechnung bis hier nachvollzogen, warum wird an dieser Stelle die Ableitung gebildet?" lieber gesehen als "Ich kapiere nix, erklär mir mal den Stoff!". Man muß selber was tun, mit reinem Auswendiglernen kommt man in Mathe nicht weit. Ich weiß, die Zeit, aber da muß jeder seinen Kompromiß finden.

Stefan.


ozonisator

11.03.13 18:41

Amen.
Ich studiere ja im 3. Semester E-Tech. Da gibts Leute, die hat man noch nie in der Vorlesung gesehen. Und dann stoßen die 2 Tage vor der Klausur in die "Lernrunde" und wollen das erklärt bekommen. Ohne natürlich in irgend einer Weise vorbereitet zu sein. Das bringts echt nicht.
Aber wenn man in der Runde sein Wissen "vorträgt" bringt das mehr als stupides Auswendig lernen. Da gibts dann immer Punkte wo man falsch liegt, dann verbessert man sich gegenseitig und lernt noch mehr dazu. Das klappt auch wunderbar, auch wenns man etwas stressig wird
Die letzten 3 Wochen dieses Semesters war ich von 08:00 bis 20:00 auf den Beinen, Montag bis Samstag. Das geht tierisch auf die Nerven. Vor allem wenn man am Tag 3h mit Zug und Bus verplempert. Aber alle Klausuren gepackt, das zählt
Und Durchhänger vor allem nach den Klausuren sind vollkommen normal. Zähne zusammenbeißen und durch.
Die ersten 2 Semester in EIT sind immer total öde, weil 0815-Grundlagenvermittlung. Danach sollte es spannender werden.

Weisskeinen

11.03.13 18:43

@epsilon: Hallo Stefan,

ging der Witz nicht "Sei epsilon kleiner Null..."?

@Ozonisator: Übrigens kleiner Tipp: bei Berechnungen auch ab und zu mal Gedanken über die Einheiten machen. In einer Übung (hab' ich nicht gehalten) zur Optoelektronik (Spezialvorlesung im Hauptstudium) wurde eigentlich immer mit Elektronenvolt (eV) gerechnet. In einer Klausuraufgabe wurde aber (von mir ) eine Konstante in SI-Einheiten, also Joule (J) angegeben. Prompt stolperten ca. 3/4 der Studenten, weil sie nicht wussten, wie man von Joule auf Elektronenvolt kommt (1eV=1,602176565(35)*10^(-19)J, also Joule mit Elementarladung multiplizieren gibt eV, sozusagen die Elementarladung aus der Einheit rausziehen und als 'e' hinschreiben).



Zuletzt bearbeitet: 11.03.13 18:53 von Weisskeinen
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