Und schon geimpft oder was? ...

Wenn das Irrenhaus überfordert ist

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Raja_Kentut
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Raja_Kentut » So 2. Mai 2021, 21:07

Mudder, Vadder beide ü80 keine Nebenwirkungen. Zwei FFW Kollegen, umme40 einer keine NW, einer 1Tag schlapp.
Alle 4 werden keine Schisser mehr anstecken und im Fall der Fälle mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht halb/ganz verrecken.

plottermeier
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von plottermeier » So 2. Mai 2021, 21:12

Nein, bist Du nicht. Das ist einer der Gründe, warum ich unentschlossen bin und nach Erfahrungen frage. Aktuell hast Du die Wahl zwischen künstlichen Nanopartikeln mit RNA-Schnipseln und gentechnisch veränderten Viren. Beides Verfahren, die vor einem Jahr noch als experimentell zu bezeichnen waren. Bei der Impfung meiner Tochter habe aufgepasst, dass nur Impfstoffe zum Einsatz kommen, die es möglichst schon mehr als 10 Jahre gibt.

Ich kann mich aktuell nicht entscheiden, ob das gentechnische Verändern und dann milliardenfache Spritzen eines Schimpansenvirus zur Immunisierung gegen eine verheerende Zoonose eine geniale Idee oder eher der Anfang eines schlechten Drehbuches ist.

Das kann momentan vermutlich keiner sagen, deswegen macht das keinen Sinn, darüber zu diskutieren. Nach meinem jetzigen Kenntnisstand scheint es eine gute Idee zu sein, sich impfen zu lassen, aber letzte Gewissheit kann man nicht haben, deswegen denke ich, das muss jeder selber entscheiden.

Auf jeden Fall vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte!

bastl_r hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 15:23
Warum hingegen schon jetzt junge kerngesunde Kontaktpersonen von Schwangeren geimpft werden können, während die Schwangeren (Lehrerinnen) selber ungeimpft im Präsenzunterricht unterrichten, ist mir nicht ganz klar...
Da war mal was mit einem harmlosen Schlafmittel namens Contergan....

bastl_r
Ja, das war auch ehe darauf bezogen, dass die Schwangere in die Schule gescheucht wird, obwohl man anscheinend ja doch ein so besonderes Risiko für sie sieht, dass ihre Kontaktpersonen geimpft werden können. Gäbe ja auch genug Aufgaben, die von zu Hause aus erledigt werden können.
Auf jeden Fall wünsche ich Deiner Frau gute Besserung. Erzähl mal, was der DOC gesagt hat.

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Chemnitzsurfer
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 2. Mai 2021, 21:23

Weiß eigentlich jemand ob auch an einer klassischen Impfung mit abtöteten Viren wie bei der Grippeimpfung etc. (Spaltimpfstoff) für Corona gearbeitet wird?

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Raider
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Raider » So 2. Mai 2021, 21:44

Das ist auch eins der wenigen Foren wo so ein Thread nicht gleich komplett eskaliert :lol:

Ich werde mir das Zeug auch nicht drücken, was ich aber viel spannender finde, ich kann Leute die ich kenne und die Corona hatten an den Händen abzählen. Eine davon (Krankenschwester) hatte das trotz zwei Impfungen(!) und eine andere hat es jetzt bekommen und auch schon eine Impfung drin.

Kurzzeitnebenwirkungen gehen bei allen die ich kenne auch von gar nicht bis 2 Tage krank.

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Julez
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Julez » So 2. Mai 2021, 22:13

Mein Chef ist da sehr engagiert im Gesamtthema, mit Homeoffice, Raumbelegungsplänen, Luftfiltern und 3x die Woche Coronatests in der Firma. Ich hoffe dass der so weitermacht und unseren Betriebsarzt anhält den Laden durchzuimpfen sobald das irgend möglich ist. Egal welcher Impfstoff, ich würde jeden nehmen. Long Covid, da habe ich keinen Bock drauf. In sofern bin ich dankbar für jeden der sich gegen eine Impfung entscheidet, da weniger Leute in der Schlange vor mir.

Gernstel
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Gernstel » So 2. Mai 2021, 22:30

Hier gibt es eine Übersicht über die Impfstoffe und deren Zulassungsstatus:

https://www.gelbe-liste.de/nachrichten/ ... ffe-corona

Einen klassischen Impfstoff aus abgeschwächten Viren gibts z.B. ausgerechnet aus Wuhan von Sinovac.

In Deutschland hat der Winfried Stöcker was gebraut, aber ob das je zugelassen wird:
https://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_St%C3%B6cker
https://www.winfried-stoecker.de/blog/l ... menfassung

Ich interessiere mich gerade für den da: https://de.wikipedia.org/wiki/NVX-CoV2373
Den würde ich noch akzeptieren, und der befindet sich immerhin schon in Zulassung.

mRNA- und Vektorviren-basierte Stoffe wurden bis vor kurzer Zeit noch als "Gentherapien" verkauft und sind mir viel zu neu ohne ausreichend Langzeiterfahrung. Würde ich nehmen, wenn ich eh schon krank wäre (Krebs).
Ich finde die Technologie hochinteressant. Die hat enormes Potential. Nur diesen aktuellen Massentest, den finde ich zu früh und überstürzt.

Zur ursprünglichen Fragestellung: Die acht Geimpften in meiner Umgebung hatten durch ihre erste Impfung eher leichte Beschwerden (Rötung und Wärmegefühl an der Einstichstelle, ein paar Tage Grippesymptome) oder gar keine Symptome.

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zauberkopf
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von zauberkopf » So 2. Mai 2021, 22:45

Was allgemein Medizin angeht, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht :
Erst mal die schlechte : 100% Sicherheit gibt es nicht. Und oft wissen die im Gegensatz zu anderen Fachgebieten nicht wirklich was sie tun.
Also ein LT-Spice für Menschen gibt es einfach noch nicht. Erschwerend kommt noch hinzu, das jeder Mensch ein wenig anders ist...
Kurz gesagt, wer 100% Sicherheit haben will, sollte selbst bei Krebs nicht einen Arzt konsultieren, er könnte ja aus versehen überleben.

Jetzt die gute :
Alles wird besser.
Die Normen und Anforderungen steigen stetig, und sind das Ergebnis eines kontinuierlichen Lernprozesses.
Ein Lernprozess, der oft genug dadurch ausgelöst wurde, das Menschen trotz aller Sorgfalt zu schaden kamen.
Selbst das Try and Error, das in der Forschung und Entwicklung stattfindet unterliegt Normen.
Von der Herstellung ganz zu schweigen.
Es gibt dort schon so etwas wie eine "Fehlerkultur". Also ruhig zugeben, und daraus lernen.
z.B. Datenbanken, wo Vorfälle zentral erfasst und gesammelt werden.
Deswegen dauert es auch so relativ lange und kostet Unsummen, bis etwas aus dem Labor auf dem Markt kommt.
Was dann irgendwann hoffentlich durch etwas verdrängt wird, was besser wirkt.
Besser, ist meistens auch immer im Endeffekt günstiger. Jedenfalls für den Kostenträger ( Krankenkasse ).
Weshalb diese in der Regel kein Problem damit haben, mehr auszugeben, um etwas schneller abzuheilen.
Wenn man das Belegen kann, rennen die einem die Bude ein ( schon selbst erlebt ) und man muss kann sich irgendwelche durchgeknallten Marketingfuzzis sparen.
Wenn der Nutzen nicht da ist, oder das Risiko zu hoch.. sagen die schon alleine Kostengründen : Nö.
Eigentlich ein schönes Geschäft.

Man darf halt nur keinen Perfektionismus erwarten. Und es gibt noch viel zu verbessern !
Dennoch.. werden wir alle statistisch gesehen immer älter..

Noch ein Gedankengang :
Auch was die Wirkung angeht, haben Menschen in der Entwicklung gelitten und gestorben. z.B. wurden die meisten Impfstoffe in Brasilien "getestet", bzw Studien durchgeführt, weil die Situation dort für die Studien "Ideal" war.
Schade eigentlich das ich nicht die Möglichkeit hatte, da mit zu machen.

Wer ein bisschen mal eine Ahnung davon bekommen möchte, wie das alles entstanden ist, und welche Fortschritte es in der Zeit gegeben hat :
https://www.arte.tv/de/videos/074556-00 ... d-pasteur/

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Hightech
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Hightech » So 2. Mai 2021, 22:52

Für geimpfte entfallen dann bald die Einschränkungen.
Wer sich nicht impfen lässt, muss sich im Klaren darüber sein, das es viele Nachteile gibt wie:
Schwerer Krankheitsverlauf bei einer Infektion, 1% Mortalität!
Gravierende Spätfolgen auch nach überstandener Infektion.
Nach ca. 6 Monaten ist man wieder ansteckbar.
Ungeimpfte beschleunigen die Mutationen des Virus.
Ungeimpfte verhindern die Herdenimmunität

Die Vorzüge einer Impfung:
Sehr geringe Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
Äußerst geringe Wahrscheinlichkeit eines Krankenhaus Aufenthalts
Durch Herdenimmunität kann der Virus ausgerottet werden.
Auch wenn man sich infiziert ist der Verlauf äußerst milde.

Nachteile der Impung:
Selten Grippesymtome
Selten Schmerzen.

Wenn man sich mal klar macht, wie gering eine Gefahr ist die von der Impfung ausgeht:
Mehrere Zig-Millionen Menschen sing mittlerweile geimpft und man hört nur von Einzelfällen.

Nur mal so:
100000 Tote durch Rauchen
30000 Tote durch Alkohol
20000 Tote durch Behandlungsfehler

Ein Risiko gibt es, aber das ist so gering, da geht man 100x eher drauf, weil man mit dem Auto fährt.

Ab 50 hat man eh ein erhöhtes Sterberisiko, einfach so.
Da muss man doch nicht riskieren an so nem bekloppten Virus draufgehen.

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Julez
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Julez » So 2. Mai 2021, 23:13

Endlich mal jemand der die Risiken in ein vernünftiges Verhältnis setzt. Rauchen killt seit hunderten Jahren die Menschen, aber ich habe noch nichts von einem Verkaufsverbot für Tabakprodukte gehört. Aber kaum gibt es bei einer Handvoll Impflinge Komplikationen, werden die Pferde scheu gemacht.
Es gibt tausende Verkehrstote im Jahr, keinen stört das, jeder macht mit. Das bekannt hohe Risiko wird ignoriert, beim unbekannten geringen Risiko laufen die Leute schreiend im Kreis und setzen sich lieber der Gefahr einer schweren Erkrankung mit schweren Folgeschäden aus. Clown world...
Zuletzt geändert von Julez am So 2. Mai 2021, 23:15, insgesamt 1-mal geändert.

Virtex7
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Virtex7 » So 2. Mai 2021, 23:14

der Unterschied ist, dass mir keiner vorschreibt zu rauchen oder zu saufen...

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Julez
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Julez » So 2. Mai 2021, 23:17

Der Unterschied wozu?

plottermeier
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von plottermeier » So 2. Mai 2021, 23:22

Bei den Nachteilen hast Du noch vergessen, dass man ungeimpft vermutlich bald alle drei Meter einen Coronatest für alles brauchen wird...
Ja, es spielt sicher die subjektive Risikowahrnehmung mit rein. Das Risiko wird eher als akzeptabel empfunden, wenn man direkt erfährt, ob es gut gegangen ist oder nicht.
Beispielsweise macht sich kaum einer Gedanken, ob die Fahrt zum Impfzentrum gefährlich ist (Weil man ja sofort weiß, ob es gut gegangen ist.)
Vor (Spät)- Folgen der Impfung fürchtet man sich viel mehr, da man sich länger fürchten kann (Auch wenn sie möglicherweise unwahrscheinlicher sind)
Den Stöcker-Impfstoff finde ich auch interessant. Müsste halt ne Studie zu her und entsprechende zertifizierte Herstellungsprozesse. Warum die Regierung das nicht im letzten April in die Wege geleitet hat, ist mir ein Rätsel. Der dem ähnliche Novavax-Impfstoff wäre mein Favorit, allerdings hat der wieder einen neuen Wirkverstärker drin und wenn er vielleicht in ein paar Tagen seine Zulassung bekommt, gibt es wieder erstmal kaum Erfahrungswerte, während die anderen Impfstoffe dann schon seit nem halben Jahr im Einsatz sind...
Schwierig, Eure Erfahrungsberichte und Anregungen helfen mir aber schon bei der Entscheidung.

Tut gut, sich mal über das Thema auszutauschen, ohne dass es eskaliert.

Danke Jens

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Cubicany
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Cubicany » So 2. Mai 2021, 23:34

Wenn die Leute sich nur durch "Sonderregeln" zum Impfen bewegen lassen, bitte schön.

Einige kann man nur durch Anreize locken und der Rest?
Selber Schuld.

Ich bin übrigens der festen Meinung, wir sollten unsere einst so gute Stellung Als "Apotheke der Welt"
wieder aufbauen, denn wenn Autos und Maschinenbau nicht mehr gut gehen, wird es trotzdem immer
Krankheiten geben.

Und eine neue Pandemie ließe sich mit 100% eigenem Stoff behandeln.

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Günne
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Günne » Mo 3. Mai 2021, 00:43

Noch ein Erfahrungsbericht: männl., 53 Lenze jung, Raucher, ohne Corona-bezogene Vorerkrankungen, Mitarbeiter in einem Altenpflegeheim, deshalb erste Impfung mit Biontech Mitte Januar, die zweite (auch Biontech) Anfang Februar.
Beide relativ gut vertragen, minimale Schmerzen an der Einstichstelle (wie so ein Pieks halt schmerzt..) und beide Male am Tag danach ziemlich "abgeschlagen", nicht wirklich krank, aber matschig und lustlos. Also nicht wirklich ernstzunehmend. Die für mich wichtigere Nebenwirkung: es macht was im Kopf, es befreit etwas, nimmt etwas Druck aus dem allgemeinen Gedankengrundrauschen.
Zum Für und Wider Impfung und Nebenwirkungen (auch Spätfolgen) bemühe ich gerne für mich Statistiken und komme bei allen Betrachtungsweisen für mich zu dem Schluß, dass die Impfung notwendig, für die Gesellschaft förderlich und für mich total ungefährlich ist.

Gary
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Gary » Mo 3. Mai 2021, 01:50

Mein Kollege war mit Astra zwei Tage Zuhause, Symptome wie Grippe, zweiter Termin steht noch aus.
Eine Bekannte mit Biontech war nach der zweiten Impfung ein Tag im Bett, meinte ohne Hilfe wäre sie nicht die Treppe hoch gekommen.
Ein Freund Mitte 40 war nach der zweiten Biontech Impfung auch zwei Tage im Bett.
Alle wieder fit.

Meine 82 jährige Mutter hatte diese Woche ihre erste Impfung, ich habe noch nicht direkt mit ihr geredet, aber im Garten gesehen.

Von Impfzwang zu reden finde ich eine Wortwahl die voll daneben ist. Wir sind zur Zeit nicht in der Lage die Impfwilligen in kurzer Zeit zu impfen, da reden manche schon von Zwang ? Ich gehe davon aus das die "kritische Masse" ohne Probleme erreicht wird, dann bleiben halt ein paar umgeimpft. Wer jetzt von Zwang redet will Stimmung machen oder ist Opfer vom Stimmung machen geworden.

Das Risiko beim Autofahren und Fliegen - die Statistik brauche ich gar nicht erklären. Beim Autofahren habe ich aber selbst das Lenkrad in der Hand und fühle mich sicher.
So hat auch jeder bei Covid einen starken Einfluss. Wer sich mit Kontakten zurück halten kann, geringes Risiko hat, der kann noch länger beobachten ob und wenn ja, welchen Impfstoff er will. Ich selbst bin froh in der Lage zu sein, ein sehr geringes Risiko einer Ansteckung zu haben. Habe mich aber schon angemeldet, Gruppe 3.

Ich habe im engeren Kreis keinen der an Covid erkrankt war, immer nur über Ecken. Die geimpfte Bekannte hat ihren Schwager, Onkel und eine Freundin verloren. Covid hält sich an keine Regeln.

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PowerAM
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Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von PowerAM » Mo 3. Mai 2021, 06:47

Ich kenne keinen, der sich nachweislich angesteckt hat oder gar daran eingegangen ist. Allerdings vermute ich, dass viele von uns im Jahr 2020 schon mal damit konfrontiert wurden, es selbst aber nicht darauf geschoben haben. Im letzten Jahr wurde ja auch nur bei mehr als eindeutigen Symptomen getestet. Mich hatte es im Januar 2020 für etwa eine Woche aus den Latschen gehoben. Fieber, Symptome eines amtlichen grippalen Infekts, Husten und Schnupfen mit Rudi-Nase, allgemeine Abgeschlagenheit und allergische Reaktion des Verdauungstrakts auf Milchprodukte. Die wurden umgehend wieder entsorgt. Fatal: Damals gab es weder Maskenpflicht noch die Möglichkeit einer Krankschreibung am Telefon. Allerdings ist mein Medizinmann ein harter Hund, der sein Wartezimmer bereits vor Jahren abgeschafft hat und als Unterstand einen unbeheizten sowie bestens durchlüfteten Wintergarten als Ersatz eingerichtet hat. Im vergangenen Winter hatte er auch den gesperrt, die Sprechstundenhilfe holt weiterhin jeden einzeln rein. Der Rest steht brav in einer Schlange über den Hof.

Meine Eltern (ü70) hatten ihre Erstimpfung mit Biontech in der Woche vor Ostern bekommen und ohne irgendwelche Nebenwirkungen vertragen. Die Zweitimpfung (dann wohl mit AstraZeneca) steht noch aus, soll aber bei den meisten doch irgendwelche Reaktionen bringen. Für sie konnte ich überraschend kurzfristig Termine in Kyritz in der Prignitz bekommen, was einen Tagesausflug vom Berliner Stadtrand dorthin erforderte. Die nahen Impfzentren waren damals bereits ausgelastet oder geschlossen und gaben keine Termine her.

Mein Bruder (40, Polizei) hatte seine Impfung mit AstraZeneca im März erhalten und war danach drei Tage dienstunfähig mit Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und starker Müdigkeit. Für die ausstehende Zweitimpfung soll nach derzeitiger Ansicht nun ein anderer Impfstoff verwendet werden.

Eine Nachbarin, in einer großen Reha-Klinik angestellt, bekam ihre (verpflichtende!) Impfung noch mit AstraZeneca - kurz darauf war der Stoff für sie nicht mehr freigegeben. Einen Tag später war sie arbeitsunfähig mit Schüttelfrost und Fieber, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Telefonisch hatte sie unser Allgemeinmediziner für eine Woche arbeitsunfähig geschrieben, das reichte auch. Ihr blasses Gesicht hatte ich am Fenster gesehen, als wir ein paar Worte wechselten. Selbstverständlich mit sicherem Abstand. Geruch und Geschmack waren bei ihr weiterhin vorhanden. Die Appetitlosigkeit resultierte aus Übelkeit mit mehrmaligem Erbrechen zwei Tage später. Aus irgendwelchen Gründen riet der Allgemeinmediziner, einige Tage auf Milchprodukte zu verzichten. Obst, besonders säurearmes, wurde dagegen problemlos vertragen und blieb daraufhin drinnen. Tee und schwarzer Kaffee gingen auch. Die Zweitimpfung bekam sie von Biontech - ohne fühlbare Nebenwirkungen. Der Allgemeinmediziner vermutete, dass sie den Schuss der Erstimpfung bekam, als das Immunsystem gerade mit etwas anderem erheblich beschäftigt war.

Ich habe seit Mitte April eine unterschriebene Erklärung, mit der ich "enge Kontaktperson einer Schwangeren" bin. Die Frau meiner langjährigen allerbesten Freunde hat mich als einen von zwei möglichen Kontaktpersonen benannt. Ich habe ebenfalls seit Mitte April versucht, eine Terminreservierung online zu machen und war erfolglos - es gibt keine Termine. Beim Medizinmann stehe ich damit zwar auf der Warteliste, habe nach dessen Aussage aber "einen Platz ganz weit hinten". Erstmal sind andere dran und er bekommt weniger als die Hälfte von dem, was er bestellt. Vermutlich ist die Erklärung (drei Monate gültig) vorher abgelaufen. Ich soll weiterhin auch versuchen, einen Termin in einem der Impfzentren zu bekommen.

Über die Betriebsärzte soll hier baw. nichts laufen. Im letzten Herbst haben die nicht einmal den Impfstoff für die Grippeschutzimpfung bekommen.

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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Hightech » Mo 3. Mai 2021, 07:11

Ich warte auch auf meinen Termin, mir ist auch vollkommen egal was ich bekomme, solange es kein Corona ist.

Zum Thema: ein Impfstoff greift in den Körper ein und verändert was im Körper und richtet unter Vielleicht unabsehbare Schäden an:
Ein Coronavirus richtet ganz sicher schwere Schäden im Körper an, viele Menschen sind 6 Monate mit Long-Covid stark eingeschränkt.
Ein Virus baut sich teilweise ins Erbgut ein.
Der Virus verändert Erbgut von Körperzellen!

Es müssen die Leute wirklich mal kompetent aufgeklärt werden, wie das so ist mit den Viren und Wirkstoffen, da hat die Regierung vollkommmen versagt.
Statt sich nur über Inzidenzzahlen zu streiten, könnten die große Aufklärungskampangnen fahren, wie in den 80ern gegen Kinderlähmung.
In jeder Verdammten Werbepause bei RTL, auf jeder 2. Seite der Blödzeitung erwarte ich in einer Pandemie Informationen und Aufklärung!
Es muss Gesellschaftlicher Konsens werden, das geimpft sein ein Zustand ist, der gewünscht ist.

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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Fritzler » Mo 3. Mai 2021, 07:44

Julez hat geschrieben:
So 2. Mai 2021, 22:13
Mein Chef ist da sehr engagiert im Gesamtthema, mit Homeoffice, Raumbelegungsplänen, Luftfiltern und 3x die Woche Coronatests in der Firma. Ich hoffe dass der so weitermacht und unseren Betriebsarzt anhält den Laden durchzuimpfen sobald das irgend möglich ist.
Danke für die Erinenrung, hier geht schon ne Liste rum wer sich vom Betriebsarzt pieksen lassen will.
Sonst vergess ich noch mich da einzutragen.

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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Thorhall » Mo 3. Mai 2021, 08:14

Seit Samstag bin ich auch geimpft (1. Impfung).
BionTech, keine Nebenwirkungen, ausser 2 Tage tat der Arm weh. Aber nicht schlimm.

Meine Lebengefährtin hat Moderna bekomme und etwa einen Tag danach sehr schlapp gewesen. Danach auch alles gut.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich nicht impfen zu lassen, der kann sich diesen Gedanken nur leisten, weil andere sich impfen lassen.

Micha

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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von Hightech » Mo 3. Mai 2021, 09:31

80% geimpfte brauchen wir.
Wer sich nicht impfen lassen will, ohne medizinische Kontraindikation, soll bitte immer mit Maske rumlaufen um nicht andere anzustecken, die wirklich nicht geimpft werden können.
Und eine Krankenkostenübernahme im Fall einer Intensivbehandlung unterschreiben.
Eine Intensiv Behandlung Corona kostet im Schnitt 30000Euro.
Da ist doch wohl so ein Piks dagegen zumutbar.

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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von bastelheini » Mo 3. Mai 2021, 10:01

Hightech hat geschrieben:
Mo 3. Mai 2021, 09:31
80% geimpfte brauchen wir.
Das finde ich das Doofe an der Sache. Wenn 70 oder 80 % erreicht sind, daher der R Wert unter 1 geht sind automatisch die ganzen Schwurbler mit geschützt die dicht gepackt ohne Abstand/Masken/Vernunft auf der Straße rummeckern. Das kommt mir ungerecht vor, vor allem weil die sich dann auf die Schulter klopfen und sagen "Seht ihr, ist doch alles garnicht so schlimm".

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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von RMK » Mo 3. Mai 2021, 10:20

mein Vater zweimal mit Biontech geimpft, beim zweiten Schuss lag er einen Tag lang flach. Mutter mit AstraZeneca Erstimpfung, hat sie gut vertragen.
Frau Erstschuss mit Moderna, hatte ein paar Tage Schmerzen im Arm, Müdigkeit, bisl Kopfweh.
Ich bin auch hoffentlich bald dran und werde dann berichten.

Ich habe im weiteren Bekanntenkreis zwei durch Covid Verstorbene und 4 mit mittleren bis schweren Verläufen, leichte Verläufe kann ich nur von zweien
berichten, die anderen sind mir halt nicht bekannt - waren halt zwei Wochen in Quarantäne, das kriegt man heutzutage ja nicht so sehr mit.
Durch meinen Job im medizinischen Bereich hab ich aber einiges mitbekommen wie es in den Intensivstationen abgeht - ja, die Gefahr schwer zu erkranken
ist nicht soooo hoch, aber *wenn* man mal beatmet wird, siehts schlecht aus. 50% der Leute kommen mit den Füssen voraus aus der Intensiv gerollt.

Eine Impfung ist erstmal hautpsächlich Eigenschutz, dann kommt direkt danach die verringerte Wahrscheinlichkeit jemanden anzustecken.
Wer sich nicht impfen lassen will, braucht sich im Auto auch nicht mehr anschnallen... ich sehe die Impfung eher als erweiterte PSA.

meine sehr persönliche Meinung dazu ist, wer sich nicht impfen lässt handelt asozial der Gesellschaft gegenüber...

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Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von PowerAM » Mo 3. Mai 2021, 10:43

Bei der Abwägung zwischen Nutz- und Nebenwirkung geht der Impuls auch bei mir klar zur Impfung. Allerdings darf man nicht unbeachtet lassen, dass alle derzeit eingesetzten Impfstoffe praktisch über eine Notfallzulassung ("Wir hatten ja nichts!") zum Einsatz kamen. Über keinen gibt es Langzeitstudien. Insbesondere bei den DNA-aktiven Impfstoffen beschleicht mich ein ungutes Gefühl.

duese
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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von duese » Mo 3. Mai 2021, 10:47

Was meinst Du mit DNA-aktiv? Die mRNA-Impfstoffen? Da ist ja nix dauerhaft aktives drin. Die mRNA veranlasst den Körper Antikörper zu erzeugen, wird aber selbst nicht repliziert, d. h. die Antikörper bleiben über, die mRNA verschwindet/wird nach einiger Zeit abgebaut.

Oder meinst Du die Impfstoffe mit "deaktivierten" Viren?

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Re: Und schon geimpft oder was? ...

Beitrag von plottermeier » Mo 3. Mai 2021, 11:05

Die Vektorimpfstoffe enthalten gentechnisch veränderte DNA-Viren. Die DNA geht durch den Zellkern und wird da in RNA umgeschrieben. Das sind einige zusätzliche Schritte, die bei den mRNA-Impfstoffen wegfallen.

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