Triac - Defekt?

Der chaotische Hauptfaden

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Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Di 9. Okt 2018, 15:35

Hallo miteinander!

Nun habe ich mein Thyristor-Modul zusammengefrikelt.
Leider scheint da was defekt...irgendwie ist bei mir der Wurm drin.

Ich hatte noch ein RobotDyn Thyristor AC-Schalter Relaismodul (https://robotdyn.com/thyristor-ac-switch-3-3v-5v-logic-ac-dc-ac-220v110v-5a.html) rumliegen.
Ich habe den verbauten BTA16 (Triac?) durch einen Thyristor 40TPS12A ersetzt.
Sollte funktionieren.

Mit 5V schaltet der Thyristor, ohne Last, auch durch - also "kein" Strom über Anode/Cathode.
Eingangsspannung sind dabei 300VDC. Die kann ich, nach Zünden über den 5V Eingang, auch am Ausgang messen solange 5V anliegen.

Hänge ich nun aber meine Last dran...also an den Ausgang...passiert nix mehr wenn ich 5V anlege...
Was könnt das sein?
Wollt da eigentlich 5V Impulse nutzen um den Thyristor durchzuschalten...

??? zu wenig Strom am Gate?

Danke für eure Tipps.
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Finger » Di 9. Okt 2018, 15:38

Laut Datenblatt will der 150mA Gatestrom sehen. Ist das richtig?

https://www.vishay.com/docs/94388/vs-40tpsseries.pdf
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Harry02 » Di 9. Okt 2018, 15:49

Und der alte Diac wohl ca 1/3 weniger: https://www.st.com/resource/en/datasheet/t1610.pdf
Der neue ist ein Thyristor, kann also nur in eine Richtung schalten. Ich würde mal eine Test-Last nehmen (Glühbirne bzw zwei in Reihe, damit sie nicht so schnell stirbt an 300V).
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Di 9. Okt 2018, 15:57

Ou jo...dass is wohl richtig.
Testlast hängt dran.

Hm...dann tausch ich Mal den R auf dem Modul...sollt ja gehen...damit das IGT einzustellen. Der Optokoppler sollte es ja verkraften.
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Di 9. Okt 2018, 16:47

Irgendwo hab ich nen fetten Denkfehler.

Wenn ich die Schaltung am Eingang mit U=5V betreib...schaltet der Optokoppler sauber durch.
Aber...durchs Gate fließen bei ner Spannung, bei unveränderter Schaltung mit R=22Ohm, am Thyristor (300VDC) nur 150uA...
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Di 9. Okt 2018, 17:37

Fehler erkannt:

Der Optokoppler MOC3042 hat nen Triac am Ausgang.
Mist.
Der Schaltet bei Gleichspannung natürlich dann durch...aber sperrt nicht mehr.
Mist.
Kacke.
Denkfehler.
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Di 9. Okt 2018, 18:02

Oh mann...
Jemand zufällig nen Solid State Relais rumliegen...für DC Lasten im Bereich des 40TPS12A :D...?

Oder ne einfache Möglichkeit den über nen 5V Steuersignal zu zünden um die 300VDC Last zu schalten?

LG
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon reutron » Di 9. Okt 2018, 18:50

SSR für DC mit mehr als 220V habe ich noch nicht gesehen. :(
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon sysconsol » Di 9. Okt 2018, 19:33

@Reutron: Wenn ich mich richtig erinnere: AQAD171 (600 VDC, 10A, Steuerspannung die "üblichen" 4...32V)

Nur schafft das eben den Strom vom 40TPS12A nicht ansatzweise ;)


Es sollte auch IGBT-Module geben. Die sehen auch so wie die SSR aus.
Hat wohl mal ein Kollege verbaut (auch nachdem er merkte, dass so ein SSR bei DC an bleibt... ).
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon reutron » Di 9. Okt 2018, 20:21

nach SSR für so kleine Ströme hab ich noch nie geschaut :oops: da tuht es ja ein normales Relais ;)
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Harry02 » Di 9. Okt 2018, 20:48

Soweit ich weiß, geht ein Relais nicht, da ein Elko periodisch auf eine Spule "geknallt" werden soll.
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Mi 10. Okt 2018, 16:02

... so ungefähr.

Aber mich interessiert jetzt Mal grundsätzlich wie man das lösen könnte. Thyristor über 5V Signal ansteuern...
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Luftwatz » Mi 10. Okt 2018, 16:35

Hallo __Klemens__,

die Triacs meiner Lichtorgel steuere ich so an:
Plan.jpg
Die Triacansteuerung
. Das geht auch mit einem Thyristor. Das mal so als Idee, wenn Du den MOC eh schon hast.

Viele Grüße
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Mi 10. Okt 2018, 16:43

Hi! Danke für die Skizze!

Aber ich hab ne DC Last...
Da fällt der MOC wohl weg...funktioniert nicht.
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Luftwatz » Mi 10. Okt 2018, 16:53

Hallo _Klemens_,

ich dachte Du willst einen Kondensator über den Thyristor auf ein Opfer schalten. Dann löscht doch der Thyristor wieder sobald der Haltestrom unterschritten wird - der Kondensator leer ist. Das gilt auch für den Optotriac, der löscht auch wieder wenn der kleine Zündkondensator seine Ladung in das Gate des Thyristors gefeuert hat.

Viele Grüße
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon reutron » Mi 10. Okt 2018, 16:58

Warum schaltest du das nicht einfach mit einen FET z.b. IRFP460 (500V/20A) oder ähnliches wenn es schon kein Relais sein soll?
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Mi 10. Okt 2018, 18:10

...ja...hab ich schon getestet. 230VAC klappt mit dem genannten Thyristor wunderbar. Testlast lässt sich über 5V ein/aus schalten.

Häng ich 300VDC dran...nix...keine Funktion .
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Luftwatz » Mi 10. Okt 2018, 19:14

Dann zeig doch mal den konkreten Schaltplan (also den kompletten Plan mit der DC Last). Schaltest Du den Ladestrom während der Elkoentladung ab? Falls nein, dann ist vermutlich der Ladestrom größer als der Haltestrom.

Wie gesagt, wenn Du den Schaltplan rausrückst, läßt sich das Problem bestimmt ganz schnell lösen.

Gruß Luftwatz
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Fr 12. Okt 2018, 15:53

Hallo an alle!

Irgendwie steh ich auf dem Schlauch...
Dabei kanns doch nicht so schwer sein :(...

Hier mal der Plan:
Bild
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Chefbastler » Fr 12. Okt 2018, 17:04

Der MOC3042 ist ein "Zero Crossing" Optokoppler und wird an geglätteter DC so nie funktionieren da er auf den Netz Nullduchgang wartet und kurz danch einschaltet.

Das weiteres Problem ist dass Triacs und Tyristorn bei DC nicht mehr abschalten bis der Haltestrom unterschritten wird.

Auch hab ich noch nicht verstanden was du damit genau schalten willst, nen Elektromagnet?
Wobei 7Ohm an 300V DC ergibt 43A.

Bei Induktiver Last oder auch gennerell bei Netzspannung ist eine Snubberbeschaltung direkt am Halbleiter unabdinglich sonnst lebt das meist nur sehr kurz.
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Fr 12. Okt 2018, 17:09

...welche Möglichkeiten hab ich dann den Thyristor über meine 5V Signalquelle zu zünden?
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Chefbastler » Fr 12. Okt 2018, 17:21

Z.B.: MOC3021 der wäre ist ohne "Zero Crossing"

Aber ist der Halteeffekt in deiner Schaltung wirklich gewünscht und was willst du damit eigenlich genau schalten?
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Chefbastler » Fr 12. Okt 2018, 17:32

__Klemens__ hat geschrieben:Ou jo...dass is wohl richtig.
Testlast hängt dran.

Hm...dann tausch ich Mal den R auf dem Modul...sollt ja gehen...damit das IGT einzustellen. Der Optokoppler sollte es ja verkraften.


Wobei das mit den MOC3021 / MOC3042 auch nicht(lange) geht da die für max. 60mA ausgelegt sind. Und auch der Triac sollte zum vollständigen(komlette Tyristor Chipfläche und nicht nur partiziel) durchschalten genügend Strom bekommen, damit er den Strom aus seiner Spec auch auch aushält.
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon __Klemens__ » Fr 12. Okt 2018, 17:36

So vielleicht?

Bild

Eingang/Signal ist eine Schaltung mit nem Ne555.
Der Kondensator soll zyklisch über die Spule entladen werden (max. 20Hz).
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Re: Triac - Defekt?

Beitragvon Chefbastler » Fr 12. Okt 2018, 18:23

Mit dem Optokoppler klappt das auch nicht da er die Spannung nicht aushält und den Strom nicht aushält. https://www.vishay.com/docs/83725/4n25.pdf

Die Snubber Beschaltung muss an den Halbleiter um ihn vor überspannungs Spikes zu schützen, also parallel an A und K.

Um den Tyristor wieder abschalten zu können muss noch eine Stromsenke irgendwo rein die kleiner ist als der Haltestrom oder zu nem MOSFET/IGTB greifen, dafür gäbe es auch photovoltaic Optokoppler zum Treiben mit integrierter Gate Schnellentladeschaltung wobei auch hier irgendwo ne Strombegrenzung rein sollte.
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