Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Der chaotische Hauptfaden

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Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Di 19. Dez 2017, 21:40

Hallo Leute,
diese Seite war ein Hort der Lacher für mich, als ich noch die Berufsschulbank gedrückt hab, und nun hab ich mich hier im Forum angemeldet, weil ich ein bisschen Hilfe benötige (vielleicht sehe ich auch den Wald vor lauter Bäumen nicht).

Zu meiner Person...
Ich bin der Alex, 31, wohne im Westerwald und bin Techniker im Signaldienst bei dem Laden, der seine Fahrzeuge auf Schienen fahren lässt :lol:
Die Technik, mit der ich tagtäglich zu tun habe, ist meist von ca. 1920 (Mechanik) bis 1980 (Relaistechnik) - aber öfters auch mal neuer (ESTW). Zu meinen Hobby's gehört u.A. das schrauben an Auto's - wenn die nicht neuer sind wie 20 Jahre... :D

Nun zu meinem Problem:
Ich hab einen schönen alten Mercedes-Saugdiesel, der mit ner halben Million grad eingefahren ist. Der hat nen serienmäßigen Kraftstoffvorheizer in Form eines kleinen Wärmetauschers, der so lange heizt bis der Kraftstoff eine gewisse Temperatur hat. Und bei den aktuellen Außentemperaturen ist der Kübel noch langsamer, als sonst... Also dachte ich mir, packste noch nen E-Heizer, der solange mitheizt, bis der Wasserwärmetauscher auf Temperatur ist, damit die Kiste schneller auf Betriebstemperatur kommt.

Gesagt, getan. Fast. Denn es gibt eigentlich keine 12V Zuheizer mit ABE mehr - zumindest habe ich keine gefunden. Allerdings habe ich einen 24V-Zuheizer (Purflux) mit 260W gefunden, der eine ABE hat. Also hab ich mir gedacht "halbe Spannung, viertel Leistung. Das reicht für meine Zwecke". Will den Diesel ja nicht kochen, sondern den Kübel nur ein bisschen unterstützen beim warmwerden.

Also gestern das Teil verbaut und verschlaucht, und Pause gemacht um einkaufen zu fahren (damit wär das Teil dann auch direkt entlüftet). Heute dann eben die Strippen gezogen, und beim Probelauf dumm geguckt. :shock: Sicherung sofort geflogen.

Kurz zur Verdrahtung:
Steuerstromkreis: Klemme 61/D+ von der LiMa (spuckt 12V sobald der Motor läuft) -> Relais -> Temperaturschalter im Zuheizer -> Masse. (Relais zieht an, wenn Motor läuft und Kraftstofftemp. unter +6°C beträgt)
Arbeitsstromkreis: Batterie+ -> Sicherung (15A) -> Zuheizer -> Masse.

Der Relaisanzug funktioniert vorbildlich. Motor startet, nach ner Gedenksekunde (Vorglühen + Starten + Nachglühen fordern ihren Tribut bei den Temperaturen) ist die Spannung voll da, Relais zieht an.
Und dann fliegt die Sicherung.

Ich vermute das das Ding ein PTC-Heizelement hat, ist allerdings nirgendwo erwähnt.
Messe ich den Widerstand der Heizwendel mit meinem Fluke komme ich auf 0,5 Ohm, vertausche ich die Messpitzen komme ich auf ca. 1 Ohm (was dann theoretisch von der Stromstärke der Sicherung passen würde... 14V / 1 Ohm = 14A). Irgendwas haut da aber Leistungstechnisch dann nicht hin... 14 A bei 14 V wären dann ja 196W?!

Nun meine Frage an Euch...
Was hab ich übersehen/nicht bedacht? :?:

Danke schonmal und eine frohe Adventszeit an Euch!

Viele Grüße,
Alex
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon Joschie » Di 19. Dez 2017, 22:49

Hallo Alex,

hast du mal einen Link zu dem Teil?

Wenn ich das richtig verstanden habe willst du den Wasserkreis aufheizen?
Da wäre ich zu Defa Heizstab gegriffen.

Grüße
Josef
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Di 19. Dez 2017, 23:03

Hallo Josef,
leider nein. Das Teil is aus den 80er/90ern. "Purflux VP260/24" und dann gab's auch einen "VP150/12" für 12V, an den ich aber nicht mehr rangekommen bin. Das Teil war "new old stock" - also alt, aber unbenutzt.

Und nein, ich möchte den Kraftstoff aufwärmen. Deswegen war mir da ne ABE wichtig, wo ein Heizelement und Kraftstoff direkten Kontakt haben.

Es gibt auch Filterheizer, die zwischen Aufnahme und Dieselfilter geschraubt werden, aber von Bosch nicht mehr lieferbar, und Zubehör wieder abnahmepflichtig beim TÜV.

Viele Grüße,
Alex

PS:
Für die Kühlwasservorwärmung hab ich nen "Hot-Frog" (auch OWL-Heizer) der ne eigene kleine Umwälzpumpe hat und das Kühlwasser durch den Motor pumpt. Funktioniert erstaunlich gut, aber habe halt nicht überall 230V parat. Also zusätzlich noch die andere Lösung, die mit Bordeigenen Mitteln laufen soll.
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon unlock » Mi 20. Dez 2017, 00:07

Hallo,
ich würde mal die tatsächliche Leistungsaufname messen.
Hängt vielleicht noch ein anderer Verbraucher auf der Sicherung?
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon Luftwatz » Mi 20. Dez 2017, 00:15

Hallo Sturmtiger,

also der Purflux Dieselheizer von meinem einer Golf hat ein PTC Heizelement. Und Deiner bestimmt auch. Die knapp 200 Watt Heizleistung passen schon, immerhin fließt da mehr Diesel durch ( die überschüssige Kraftstoffmenge fließt wieder in den Tank zurück )als der Motor verbrennt. Es braucht schon etwas Heizleistung, um den im Winter vielleicht -20°C kalten Kraftstoff auf leichte Plusgrade zu bringen.
Sollte Dein Heizer wirklich kaputt sein, dann sag Bescheid, dann suche ich meinen im Fundus.

Da fällt mir noch etwas ein: hast Du die Möglichkeit an eines dieser kleinen Lämpchen zu kommen, die bis in die 1970er Jahre in den Eisenbahnwagen über jeder Abteiltür zur Gangbeleuchtung montiert waren? So eine Leuchte (wenns geht komplett mit Glühlampe) fehlt mir noch in meiner Sammlung.

Viele Grüße
Luftwatz
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon ferdimh » Mi 20. Dez 2017, 00:58

Ein PTC-Gebilde mit 15A absichern ist noch sportlich, ich würde erwarten, dass da 30A eher angemessen sind, weil der kalte PTC sicher sehr niederohmig ist.
Ich würde die Sicherung mal entfernen und durch 3-4 parallele H4-Birnen mit durchgebranntem Abblendlicht (oder 50W-Halogen oder whatever) ersetzen.
Das wird im Fehlerfall hell und brennt nicht sofort durch.
Jetzt kann man gucken, ob das Ding bei Besaftung (Relais brücken) langsam warm wird (und die Lampen dunkler werden).
Hast du das Ding eventuell verpolt? Möglicherweise hat ein Pol Verbindung zum Gehäuse und baut so einen Kurzen.
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon Joschie » Mi 20. Dez 2017, 09:13

sturmtiger hat geschrieben:Es gibt auch Filterheizer, die zwischen Aufnahme und Dieselfilter geschraubt werden, aber von Bosch nicht mehr lieferbar, und Zubehör wieder abnahmepflichtig beim TÜV.


Wer sagt das?
Dies Teil ist nach wie vor als Ersatzteil lieferbar.
Schau zur Not mal im Monark Lieferprogramm nach, da hab ich den im letzten Katalog von 2015 noch gesehen.
Ach ja: http://www.allpart24.de/index.php?main_ ... cts_id=185
Oder: http://www.granit-parts.com/product/Mot ... g/37400011

Wenn noch einen brauchst, meld dich ich hab da noch einen neuen zum untern Filterschrauben rumliegen (müsste nur graben gehen).

Nebenbei bemerkt, ich hab die DieselTherm damals am Schlepper montiert da klein und problemlos einzubauen.
Ums dir ehrlich zu sagen, wenn du nen ordentlichen Diesel fährst (in meinem Fall fahre ich am Schlepper Ultimat bzw. einen Arctic Diesel ohne Biodreck) hast du an sich keine Probleme und ich bin auch schon mit meinem Schlotter bei 18°C unter Null ohne Vorheizung o.ä. unterwegs gewesen. Lustigerweise ist der sogar mit dem eiskalten Diesel auf die zweite Verdichtung angesprungen hätt ich nicht gedacht bei dem Schwenkkammermotor.

Also verkopf dich nicht, lass den Daimler laufen wie er läuft und gut ist.

Grüße
Josef
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon Julez » Mi 20. Dez 2017, 11:38

Die knapp 200 Watt Heizleistung passen schon, immerhin fließt da mehr Diesel durch ( die überschüssige Kraftstoffmenge fließt wieder in den Tank zurück )als der Motor verbrennt. Es braucht schon etwas Heizleistung, um den im Winter vielleicht -20°C kalten Kraftstoff auf leichte Plusgrade zu bringen.

Und hier sehe ich das Problem. Da kann man lange heizen, wenn der warme Kraftstoff direkt in den Tank zurück fließt. Mein Bruder, der seinen Bulli ne Zeit lang mit Pöl gefahren hat und daher auch den Kraftstoff heizen musste, hat das so gelöst: Den Rücklauf zum Tank mit dem Vorlauf verbunden, und in diesen Kreis seinen Vorheizer (Wärmetauscher mit Kühlwasser) reingebaut. Von dem Kreis dann einen T-Abzweigung zum Tank.
So wurde nur die Menge Kraftstoff aus dem Tank gesaugt, die wirklich verbrannt wurde, und es musste auch nicht der ganze Tank vorgeheizt werden. Der Motor lief etwas komisch bis alles entlüftet war, danach aber normal.
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon basti1 » Mi 20. Dez 2017, 13:58

Mein Diesel hat ne filtervorwärmung direkt über den filter. Da sitzt nen tempregler drauf unter 6grad macht der den Rücklauf dicht und lässt nur im kleinen Kreis den Diesel fließen.

Was bringt mir diese vorheizung?? Wenn der Diesel in der Einspritzpumpe oder im filter bereits geflockt hat, bringt mir die vorheizung nichts. Läuft mein Diesel hat er seine Leistung. Und über die originale filtervorwärmung wird das flocken auch verhindert.

Bist du sicher das der Leistungsverlust von dem kalten diesel kommt?? Oder vom viel zu drappigen Motoröl???


MFG Sebastian
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Mi 20. Dez 2017, 18:13

Wow! So viele Antworten! :shock:

Dann hier mal zum abarbeiten:

@unlock:
Nein, separat abgesichert, Kabelverlauf siehe mein Eingangspost (alles neu gelegt).

@Luftwatz:
Die Heizleistung hat der ja bei 24V (wofür der ja eigentlich gedacht ist). Bei mir hängt der ja an 12V - also bin ich naiverweise von nem Viertel an Leistung ausgegangen.
Zum Rest kriegste ne PN.

@ferdimh:
Bei 24V / 260W (ich geh mal von max. 260W aus) sollte das Teil um die 10A ziehen. Im Lieferumfang war eben ne 15A-Sicherung.
Hab das Teil gestern schonmal geöffnet: Deckel oben - Heizelement - Deckel unten, Gehäuse ist aus Kunststoff und das Heizelement ist so "verpackt" das man eben so gut wie nix erkennen kann. Daher Gehäuseschluss ist ausgeschlossen - höchstens durch den Diesel, welcher aber nicht sonderlich gut leiten wird. Allerdings sind - wie eingangs erwähnt - wie Widerstandswerte anders, wenn ich "verpolt" messe. Testweise hab ich das Ding natürlich auch mal anders angeschlossen (Laut den Schaltplan der Franzosen ist nämlich der unisolierte Stecker für Batterieplus - und ich hatte in meinem naiven Sicherheitsdenken gedacht, dass ich lieber mal den isolierten dafür nehme). Kein Unterschied. Konnte aber noch nicht zeitgleich gucken und starten, ob die Sicherung sofort flammt oder langsam wegschmort.
Ein PTC macht ja am Beginn nen leichen "knick" nach Unten bevor der Widerstand hoch geht, wenn ich das richtig interpretiere.

@Josef:
Danke für die Links! Ich hab mich totgesucht, und so'n Stanadyne war mir einfach zu teuer (der Purflux hat nen Zwanni gekostet).
Und jau, eigentlich sind's Perlen für die Säue. Aber bei uns isses ziemlich hügelig, und je eher der Kübel warm ist, desto eher komm ich mit dem Bock den Berg hoch. Meiner is'n Vorkammer-Saugdiesel... OM603 Reihensechser mit 3 Litern Hubraum und waghalsigen 113 PS. Drehmomentmaximum liegen da erst bei ca. 3000 Touren an, und so hoch drehe ich einen kalten Motor nur äußerst ungern.
(Nebenbei zur Haltbarkeit von den alten OM60x-Motoren: Aktuelle Längung der Steuerkette ca. 1° nach 495.000 km. Steuerkette ist lt. Mercedes auszutauschen bei einer Längung >4°)
Und wg. Diesel: Hab die Druckventilhalter, sämtliche Schläuche, Leckölleitungen, etc. beim Überholen auf Viton-Material umgebaut. 100% Biodiesel/RME-fest. Kann also alles fahren. Im gleichen Zug noch die Einspritzdüsen überholt und auf oberste Toleranz des Öffnungsdrucks eingestellt, sowie Förderbeginn auf "früh". Mit der Einstellung springt der auf'n Schlag an, und verträgt Diesel, Biodiesel/RME, etc. pp.
Biodiesel ist übrigens ein schöner Einspritzsystemreiniger, das Zeug kratzt 20 Jahre alte Ablagerungen ab. Die ersten paar km also lieber ne Handvoll Ersatzfilter spazierenfahren :)

@Julez:
Der kriegt ja auch mit dem serienmäßigen Wärmetauscher (Kühlwasser) den Diesel warm nach einer gewissen Fahrstrecke. Der Elektrische Helfer soll den nur ein wenig dabei unterstützen. Frischpöl ist bei dem Motor ohne jeglichen Umbau fast bis zu Minusgraden möglich. Die Reiheneinspritzpumpe pumpt auch Stauffer-Fett, wenn's sein muss. Der Motor is im groben ähnlich den Vielstoffmotoren von Deutz (Jupiter, Uranus, etc.). Das quittiert der nur mit einer lauten Verbrennung und keinerlei Durchzug. Je schneller der Kübel warm wird, desto schneller läuft der auch vernünftig. Wenn ich Altpöl/-fett fahren wollen würde, dann würde ich auch nen größeren Wärmetauscher einbauen. Da sich das aber aufgrund der Steueränderung nicht mehr lohnt - obwohl der Schadstoffausstoß wie auch bei RME abnehmen würde - lasse ich das (nochmal danke an Gevatter Staat).

@basti1:
Es geht ja nicht um's flocken - das juckt weder meine Einspritzpumpe noch meine Düsen - anderes Prinzip als die "neuen" Auto's. Kann auch 20% Benzin zumischen. Es geht mir um die schneller Aufwärmung der Pumpe/Motor.
Und ja, kommt - kalten - Kraftstoff/Motor. Motoröl ist noch keine Tankfüllung drin - kaufe i.d.R. nur von MB freigegebene Öle (kosten eh nur ein paar Cent mehr).

@all:
Für heute hab ich keinen Bock mehr irgendeinen Finger krumm zu machen. Hatte heut mittag eine mehrstündige Verwendungsprüfung und war grad noch Weihnachtsgeschenke einkaufen. Ich trink mir gleich ein Schnäppsken, und dann is Schicht im Schacht! 8-)

Viele Grüße,
Alex
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon ferdimh » Mi 20. Dez 2017, 18:25

Bei 24V / 260W (ich geh mal von max. 260W aus) sollte das Teil um die 10A ziehen. Im Lieferumfang war eben ne 15A-Sicherung.

Wenn das Ding PTCt, sehe ich halt so um die 15A im 12V-Betrieb fließen... möglicherweise reicht das dann aus...
Oder es ist (bzw jetzt war) doch Elektronik drin, die jetzt abgebrannt ist. Wie schon gesagt, Unter kontrollierten Bedingungen schonend ansaften.
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Mi 20. Dez 2017, 18:33

ferdimh hat geschrieben:
Bei 24V / 260W (ich geh mal von max. 260W aus) sollte das Teil um die 10A ziehen. Im Lieferumfang war eben ne 15A-Sicherung.

Wenn das Ding PTCt, sehe ich halt so um die 15A im 12V-Betrieb fließen... möglicherweise reicht das dann aus...
Oder es ist (bzw jetzt war) doch Elektronik drin, die jetzt abgebrannt ist. Wie schon gesagt, Unter kontrollierten Bedingungen schonend ansaften.


Ich hab als IT'ler sowas nie wirklich gelernt, daher bin ich halt vom üblichen "halbe Spannung, viertel Leistung" ausgegangen... Ist das bei nem PTC anders? (Sorry wenn die Frage blöd ist :oops: )
Elektronik ist da keine drin, soweit ich gesehen hab. Ein Bimetallschalter der im Steuerstromkreis vom Relais sitzt und den Ding je nach Temperatur ein- und ausschaltet, und im Arbeitsstromkreis sitzt nur das Heizelement.

Wenn's morgen halbwegs trocken ist, halte mich mal mein Messgerät dazwischen - bzw. das von der Arbeit, damit da notfalls die Sicherung fliegt :D

Hatte aufgrund des PTC-Diagramms, dass ich gefunden hatte, auch schon die Vermutung dass die kurze "Kuhle" wo der Widerstand fällt bevor er steigt, ausreicht um die Sicherung zum knallen zu bringen, aber wollte lieber nachfragen bevor ich mit der Zuleitung den Motorraum heize anstelle mit dem Heizer den Diesel... :D

Gruß,
Alex
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Mi 20. Dez 2017, 18:37

Hab mal die exorbitant schwierige Einbauanleitung eingescannt und in den Anhang gepackt.
Dateianhänge
Purflux20122017.pdf
(415.29 KiB) 35-mal heruntergeladen
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon Toni » Mi 20. Dez 2017, 19:07

So wie ich die Beschreibung interpretiere, ist ein sehr niederohmiger PTC drin der sich dann thermisch einpendelt.
Bringt an 12V somit auch 260W = 22A, und in der Aufwärmphase evtl. noch deutlich mehr.

<1 Ohm zu messen ist manchmal schwierig, da rotzen Übergangswiderstände richtig ins Ergebnis => evtl. Messfehler, und R ist tatsächlich 0,5 Ohm, oder noch kleiner?
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon ferdimh » Mi 20. Dez 2017, 19:13

Ist das bei nem PTC anders? (Sorry wenn die Frage blöd ist :oops: )

Jo, ist es, die Frage ist nur, wie viel. Das Ohmsche Gesetz gilt nur, wenn sich der Widerstand nicht ändert, auch nicht durch Erwärmung.
Das Extrembeispiel sind Heißklebepistolen von Steinel (glaube ich): Steht drauf "100-240V/20W" und braucht ewig zum Anheizen. Der PTC erhöht bei Erwärmung seinen Widerstand so stark, dass er fast immer die gleiche Temperatur hat. Dadurch nimmt die Heißklebepistole spannungsunabhängig die gleiche Leistung auf, bis etwa 400V rauf, wo plötzlich ein Lichtbogen einsetzt und alles brennt.
Im Allgemeinen zieht der PTC mindestens bei geringerer Spannung nicht so viel weniger Strom, wie man erwartet, möglicherweise zieht er sogar bei geringerer Spannung mehr Strom als bei höherer. Aber auch an 24V finde ich die 15A-Sicherung für einen PTC-Heizer sehr sportlich.
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Mi 20. Dez 2017, 19:19

@Toni:
Hab noch 6qmm Fahrzeugleitung hier liegen. Bei 22A ist die werksseitige 2,5qmm doch vielleicht etwas zu dünn. Werde ich auf jeden Fall mal nachmessen.
Widerstand der Messleitungen ansich (Fluke Standardmultimeter) zeigt 0,1 Ohm (kleiner kann das Ding nicht zeigen, ist auch noch recht neu).

@ferdimh:
Oho, wieder was gelernt! Danke für's erklären! :)
Dann kann's natürlich sein, dass der so niederohmig ist, dass die Sicherung die Biege macht.

Viele Grüße,
Alex
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon Joschie » Do 21. Dez 2017, 11:58

@Alex,
sturmtiger hat geschrieben:und verträgt Diesel, Biodiesel/RME, etc. pp.
Biodiesel ist übrigens ein schöner Einspritzsystemreiniger, das Zeug kratzt 20 Jahre alte Ablagerungen ab. Die ersten paar km also lieber ne Handvoll Ersatzfilter spazierenfahren


Wäre ich vorsichtig ob die Schmierung für die Plunger und die Nockenwelle ausreicht.
Habe da schon genügend schönes gesehen.

Wegen der Steuerkette, m.M.n. ist es wichtiger als die Längung der Kette vor allem den Kettenspannmechanismus (müsste glaub ne Schleiferschiene sein beim OM603) im Auge zu behalten. Wenn der druch ist dann gehts recht schnell.

Ach ja, wegen dem warmkriegen, hast du dein Thermostatventil mal kontrolliert?
Über den Kraftstoff bekommst den nicht warm (außer du verbrennst ihn).
Diese ganzen Heizsysteme dienen wirklich nur dazu um die Ausflockung und Stockung des Diesels zu verhindern. Für was anderes taugen die nicht!

Grüße
Josef
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Do 21. Dez 2017, 14:13

Joschie hat geschrieben:Wäre ich vorsichtig ob die Schmierung für die Plunger und die Nockenwelle ausreicht.
Habe da schon genügend schönes gesehen.


Deswegen kriegt der Kübel zu jeder Tankfüllung nen guten Schluck teilsynthetisches Zweitaktöl zur Schmierung der Förderseite der Pumpe. Das Innenleben hängt ja am Motorölkreislauf.

Joschie hat geschrieben:Wegen der Steuerkette, m.M.n. ist es wichtiger als die Längung der Kette vor allem den Kettenspannmechanismus (müsste glaub ne Schleiferschiene sein beim OM603) im Auge zu behalten. Wenn der druch ist dann gehts recht schnell.


Korrekt. Gleitschiene, die von einem Spanner seitlich am Block betätigt wird. Bisher auch kein Verschleiß erkennbar. Das is noch massives Zeug an dem nicht gespart wurde, bei dem Motor. Große (!) Duplexkette und entsprechend ausgelegte Spannmechanik.

Joschie hat geschrieben:Ach ja, wegen dem warmkriegen, hast du dein Thermostatventil mal kontrolliert?
Über den Kraftstoff bekommst den nicht warm (außer du verbrennst ihn).
Diese ganzen Heizsysteme dienen wirklich nur dazu um die Ausflockung und Stockung des Diesels zu verhindern. Für was anderes taugen die nicht!

Grüße
Josef


Das Thermostat hab ich damals direkt mit überholt - viele klemmen das auch ab, weil die Dichtungen gern mal sterben. Man merkt einfach den unterschied zwischen "kaltem" und "vorgewärmten" Diesel beim Fahren, darum geht's mir. Heiz ich den Motor mit dem Hotfrog vor, hab ich den Block zwar warm, aber den Sprit noch nicht. Geht dann zwar schneller, aber trotzdem.

Beispiel:
Um zum Supermarkt zu kommen, gehts von mir daheim ca. 800m bergab (da wird eh nix warm) und anschließend sofort 2km kurvig bergauf. Im kalten Zustand fährt der Kübel im dritten Gang da 50 hoch - das wars. Es seidenn ich würde den im zweiten Gang und kalter Mechanik da hochprügeln :roll: Dann geht's auch flotter, aber es widerstrebt mir einen kalten Motor so zu behandeln. Wenn der warm is, geht's natürlich flotter.

Mir ist bewusst, dass das Ding nicht alles per Fingerschnipp erledigt, aber je schneller warm, desto verschleißärmer läuft auch die Technik. Unseren Lanz reiß ich kalt ja auch nicht direkt auf Vollgas 8-)

Viele Grüße,
Alex
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Re: Probleme mit Dieselzuheizer 12V/24V

Beitragvon sturmtiger » Do 21. Dez 2017, 17:58

Update und verm. Lösung:

In der Tat hat der PTC nur beim Einschalten einen hohen Strom gezogen, um dann mit steigendem Widerstand vom PTC sauber abzufallen. 8-)

Hab leichtsinnigerweise testweise einfach ne 20A-Sicherung reingeknallt (Kabel hatte ich ja von vornherein ausreichend dimensioniert), entweder sie wär dank Kurzschluss sofort geflogen, oder eben nicht. Und letzteres is der Fall. Erstmal nur testweise ein paar Sekunden dran, Widerstand gemessen 6, 5, 4, 3 Ohm beim abkühlen... Wieder ran, Sicherung hält, Heizer heizt. Alles guddi 8-)

Werde mir aber noch ne kleine Kontrollleuchte dahin frickeln, damit ich auch sehen kann wenn der heizt. Eben hab ich nämlich doof geguckt, weil es hier so warm ist, dass der Thermoschalter das Relais garnicht erst hat anziehen lassen :lol:

Gruß und Dankeschön an Alle für die Tipps und Vorschläge!!! :D
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