China Laser 40W

Der chaotische Hauptfaden

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topmech
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China Laser 40W

Beitrag von topmech » Mi 20. Dez 2017, 19:11

Hallo zusammen,

existieren in unserer trauten Runde schon Erfahrungen mit den China-Lasermaschinen mit 40 W CO2-Laser?
Will mir so einen Kübel zulegen, aber bin mir nicht sicher, ob das auch wirklich was ist.
Die Gefahren die mit einem Laser einhergehen sind mir bekannt, habe beruflich auch schon an und mit 8 kW-Lasermaschinen hantiert.
Also, wer weiß was?

Gruß
Nico

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MichelH
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Re: China Laser 40W

Beitrag von MichelH » Mi 20. Dez 2017, 19:40

Ich hab einen. Allerding in 30W (soweit ich weiß machen die chinesen da aber keinen unterschied und beide haben die gleiche röhre).

Meiner lief keine Sekunde auf der originalen Steuerung. Ich habe direkt eine selbstgemachte platine mit arduino (nur der nackte chip), treibern und einigen extras reingeworfen. Meiner läuft jetzt mit Estlcam.
Die Dinger sind out-of-the-Box nur schwer benutzbar. Soll aber funktionieren :mrgreen:

Was mir an der Kiste am meisten auf den Sack geht, ist die Wasserkühlung vom Laser. Auf dauer will ich da ein Closed-loop mit kühler fest einbauen. Bin noch nicht dazu gekommen :D
Und die Absaugung ist zwingend nötig (und die mitgelieferte ist wieder einmal ziemlicher müll). Sollte sich der Arbeitsbereich zu sehr mit Rauch einnebeln, kann es sein das der Rauch sich auf den Spiegeln für den Lasern einbrennt.

Was auf jedenfall dazugebastelt werden sollte:
-Laserdüse durch die Druckluft in den schnittspalt geblasen wird
-Höheneinstellbarer Tisch um den Fokus zu treffen

Soweit ich weiß hat Zabex auch so eine Kiste

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MadEngineer
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Re: China Laser 40W

Beitrag von MadEngineer » Mi 20. Dez 2017, 20:04

Hallo,
wir haben seit fast 2 Jahren so eine Chinakiste und die ist sogar relativ brauchbar gewesen aber man musste halt schon noch etwas basteln.
Ein paar Infos gibt es auf unserer Dokuseite von dem Projekt:
https://wiki.das-labor.org/w/Lasercutter

Die Steuerung von SHENZHEN RUIDA TECHNOLOGY und die Software RD-Works funktioniert sehr gut. Einzige Probleme sind, dass die keine SVG direkt liest und die Optimierung liefert manchmal etwas seltsame Reihenfolgen, aber sonst läuft Software und Steuerung super.
Die Kiste selber ist aus ziemlichen Kuchenblech und ist nicht überall entgratet. Die Spiegelhalter sind auch kacke und lassen sich schlecht einstellen.
Die Sicherheit ist auch stark Verbesserungswürdig..
Es gab ab Werk einen Interlock-Override Schalter vorne am Bedienpult und nur die Hauptklappe vorne hatte einen Mikroschalter als Interlock. Die Druckluftversorgung wurde auch nicht überwacht. Erfreulicherweise wurde der Wasserstrom aber überwacht.
Die Wichtigsten Umbauten waren:
-Ordentliche Türschalter
-Andere Spiegelhalter von Ebay
-China Temperaturregler für den Lüfter des Kühlregisters
-Lüfternachlauf für die Absaugung
-Überwachung der Pressluft
-Austausch der Schrittmotorkarten (Die alten sind aber eigentlich auch in Ordnung)

Hier findet man auch viele Videos zu RdWorks und den Chinakisten:
https://www.youtube.com/user/SarbarMultimedia

Till
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Re: China Laser 40W

Beitrag von Till » Mi 20. Dez 2017, 20:29

Ich habe auch so einen Trümmer... Was soll ich sagen, er hat ganz gut funktioniert, bis dann irgendwann die originale Steuerung den Geist aufgegeben hat.
Zwischendurch war mal ein Grbl controller drin, den habe ich dann irgendwann für etwas anderes gebraucht.

... Dann kam die Brikettpresse, dann die Kantenanleimmaschine... dann die große CNC... jetzt wieder eine Brikettpresse...

irgendwie ist der Laser auf der Strecke geblieben, mal sehen ob es sich bald noch mal ändert.
Der Plan war eigentlich die ganze Kiste auszuweiden und ein neues, größeres Gehäuse zu bauen.
Aber wie das immer so ist...

Grundsätzlich sollte man keine Wunder erwarten von so einer Kiste, es ist wirklich eher etwas zum gravieren, schneiden geht zwar auch, ist aber
immer irgendwie gebastel.
Habe zwischendurch mal mit einem Epilog Laser gearbeitet, der hatte zwar auch nur 60 Watt, aber er ging DEUTLICH besser.

Ach so, das Ausrichten der Optik ist eine reine Katastrophe...

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sparky
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Re: China Laser 40W

Beitrag von sparky » Mi 20. Dez 2017, 20:52

Gafu hat doch so ein Ding und ist seit einiger Zeit am basteln und optimieren. Vielleicht kann er ja hier noch was dazu erzählen?! Ansonsten bloggt er recht regelmässig darüber auf seinem Blog.

jodurino
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Re: China Laser 40W

Beitrag von jodurino » Mi 20. Dez 2017, 23:37

Hallo
also der Erfurter Makerspace bekommt so einen:
https://makerspace-erfurt.de/2017/11/la ... ommt-bald/

hier der direkte link:
http://www.fabcreator.com/index.html#fabkit

Ich selbst habe nur Anwendererfahrungen mit dem Epilog Zing 24 mir gefällt am Lasercutter die schnelle Einarbeitungszeit, da hatte meine CNC-Fräse mehr Frustpotenzial.

cu
jodurino

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topmech
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Re: China Laser 40W

Beitrag von topmech » Do 21. Dez 2017, 13:56

Preisfrage: hast du die Optik selber ausgerichtet?
Um das geht's mir nämlich. :)

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johannes
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Re: China Laser 40W

Beitrag von johannes » Do 21. Dez 2017, 21:13

hm wir haben im Fablab auch so ein Ding mit RD-Works etc. läuft schon lange ohne irgendwelche Probleme mit viel Benutzung (so schätzungsweise 2-5h pro Woche im Schnitt)

Der wurde natürlich Umgebaut auf Sicherheit (Schlüsselschalter, Türschalter, alle Schlitze zugemacht, Lüftung verbessert…) weil das ja in einem mehr oder weniger öffentlich erreichbarem Raum steht. Sonst lief der ohne Probleme.

Spiegel einstellen und so war ich nicht dabei da kann ich nichts sagen aber lief auch ohne zufriedenstellend.

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Re: China Laser 40W

Beitrag von Gaston » Di 26. Dez 2017, 02:51

Bei uns im FabLab läuft so was auf Lasersaur
https://wiki.dingfabrik.de/index.php/La ... sercutter)

Läuft einwandfrei etwa 3 Stunden am Tag! Absaugung ist Wichtig und wenn euch etwas an den Nachbarn liegt auch eine Abgasbehandlung. Abgesehen davon gibt es bei uns seit einem "Vorfall" das Verbot Ziegenhaar zu lasern. :mrgreen:

PS: Wir sind immer noch bei Röhre 1.

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gafu
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Re: China Laser 40W

Beitrag von gafu » Di 26. Dez 2017, 13:38

Also es wurde ja schon gesagt,
Ich habe meine Erfahrungen mit der inbetriebsetzung von dem Ding hier dokumentiert:
http://blog.gafu.de/?cat=655

Weils hier irgendwo stand mit "alle Löcher zu machen". Denkt daran, das wenn man den schmock aus dem Gehäuse saugen will, auch irgendwoher neue frische saubere Luft nachströmen muss. Machste alle Löcher zu, dann wird die Absaugung plötzlich unglaublich ineffektiv :)

Also nicht verschließen, sondern mit einem daumen abstand ein blech davor setzen, so dass die luft noch herumfließen kann.

Achso ja, es gibt zwei oder drei verschiedene controllerhardware die da drinn sein können, und nebenbei auch an bestimmte software verdongelt sind. RDworks ist nur eine variante, ich hab was anderes drinn.

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Hansele
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Re: China Laser 40W

Beitrag von Hansele » Mi 14. Nov 2018, 18:39

Hallo zusammen,

seit mich ein kleines Päckchen erreicht hat, bin ich am lesen und googlen
und fresse so ziemlich alles was mit den 40 Watt Geräten zu tun hat.

Und es werden mehr und mehr Anwenungsfälle die diese Investition rechtfertigen würden,
sogar der WAF wird grün mit dem ganzen Sperrholzgedöns was da möglich ist.

Nun habe ich mich bei Ebay umgesehen und außer der unterschiedlichen Farbe,
gibt es wohl eine die "alte" und die "neue" Version:

Alte Version:

https://www.ebay.de/itm/Lasergraviermas ... SwMuZbvE9p

Neue Version:

https://www.ebay.de/itm/40W-CO2-Laser-C ... SwxzdaC~QI


Bevor ich mir hier eine neue Dauerbaustelle hinstelle, ist das Teil früher oder später soweit beherrschbar,
damit man "prozesssicher" auf die schnelle mal etwas lasern bzw. gravieren kann?

Mich würde eure aktuellen und in der Zeit gemachten Erfahrungen sehr interessieren.

Grüßle Pascal

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RMK
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Re: China Laser 40W

Beitrag von RMK » Mi 14. Nov 2018, 20:11

ich habe mir vor einiger Zeit so ein Teil zugelegt (und sorry für das Päckchen, wenn ich gewusst
hätte was das auslöst..... ! :-) )

ich habe die Kiste aber recht massiv umgebaut. Da ich gerade für Heaterman einen
Bericht schreibe sei mir verziehen wenn ich nicht alles vorab verrate.... (komm per PN
rüber oder lass uns mal telefonieren)

nur dazu: ich finde das "alte" Gerät mit dem Drehpoti zur Intensitätseinstellung
praktischer als das "neue" bei dem das übers Menü geht. Ist aber Ansichtssache.
Und ja, nach ein wenig Einarbeiten kann man tatsächlich relativ flott "mal eben" was
lasern. es sind auch nur X-und Y-Achse zu beachten, nicht wie beim 3D-Druck auch
noch Z......

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Harley
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Re: China Laser 40W

Beitrag von Harley » Mi 14. Nov 2018, 20:55

Ich hab auch so ein Teil.
Kauf war völlig problemlos, Amazon, 2 Tage Lieferzeit.
Es ist schon erstaunlich, was man für 360.-€ bekommt.
Das Spiegel justieren ist eigentlich problemlos.
Gibts auf Youtube einen Haufen Videos.
Ich bin aber noch am Pimpen, Sicherheit geht gegen Null.
Ohne Schutzbrille geht am offenen Gerät gar nix!! (40.-€)
Es gibt auch eine extra Software nur für den K40.
Alles in Make3 und Make4 2018 nachzulesen.

Erfahrungen: noch keine, ich arbeite daran...
Gruß, Harley

Edit: ich hab die alte Version mit dem Poti, soll besser sein, man kann die Strahlleistung bei einem Probeschnitt viel schneller anpassen und testen.

sirell
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Re: China Laser 40W

Beitrag von sirell » Sa 17. Nov 2018, 08:24

Wenn eine Leistungsanzeige als Drehspulinstrument eingebaut ist würde ich die rausrupfen.
Ich hatte vor 6 Jahren den Chinaböller einer kreativen bekannten halbwegs angelehnt an BGV B2 und OStrV umgebaut.
Das Messgerät war direkt zwischen Laser-Kathode und Netzteil.
Wenn sich das Kabel löst hast du unter Umständen die 30kV Zündspannung am Messgerät -> Autsch.

Keine Ahnung ob das nur bei dem Modell so war, ich hab es aber auch schon öfters auf Fotos gesehen.

Den Rest hier kann ich nur unterschreiben.
Luftdüse,Entlüftung, Kühlung, Interlocks und diverse Löcher zumachen bzw. mit Abstand überdecken.

Grüße
Michael

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Re: China Laser 40W

Beitrag von Hansele » Do 22. Nov 2018, 16:17

Hallo zusammen,

mein Chinalaser ist nach etwas DHL rumgeirre nun hier angekommen.

Erstmal springt einem der große Karton ins Gesicht, klar waren die Maße bekannt,
aber dennoch ist der erste Eindruck "groß".

Außen war der Laser echt sauber, im inneren dagegen alles voll mit Dreck und Staub,
richt etwas nach Trockenfutter für Katzen, war das bei euch auch so?

Bild

Bild

Werden die Diner eigentlich getestet vor dem verschicken, es war noch etwas Wasser im Schlauch?

Grüßle

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Harley
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Re: China Laser 40W

Beitrag von Harley » Do 22. Nov 2018, 18:14

Das ist normal.
Meiner hat auch so ausgesehen. :?
Die Stehbolzen, welche die Grundplatte (die eh nix taugt) am Boden halten, waren bei mir sooo schief, dass ich zuerst dachte, die hätten den runtergeschmissen.
Aber das muss so, weil die Bohrlöcher alle nicht stimmen.
Naja, was will man für den Preis auch erwarten.
Auf jeden Fall erst mal alle Spiegel (Wolfram) ausbauen und sorgfältig putzen. Keine Kratzer reinmachen!
Die waren bei mir total verdreckt, den Dreck brennt man sonst ein.
Dann Spiegel einstellen, dafür ist das Klebeband dabei, siehe YouTube.
In der Laserröhre ist Restwasser, ich vermute, die stellen die Spiegel schon so lala ein.

Viel Spass,
Harley

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Hansele
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Re: China Laser 40W

Beitrag von Hansele » Do 22. Nov 2018, 18:51

Ja gründlich putzen werde ich wohl alles bevor es losgeht.

Im Netz habe ich viel von Aceton gelesen zur Reinigung der Spiegel,
was nehmt ihr dafür her?

Grüßle

doofi
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Re: China Laser 40W

Beitrag von doofi » Do 22. Nov 2018, 20:30

Harley hat geschrieben: Auf jeden Fall erst mal alle Spiegel (Wolfram) ausbauen und sorgfältig putzen. Keine Kratzer reinmachen!
Bitte entschuldige die etwas dumme Frage, aber wie bekommt man denn in Wolfram beim Putzen Kratzer rein?

sirell
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Re: China Laser 40W

Beitrag von sirell » Fr 23. Nov 2018, 10:00

Wäre mir auch neu.
Ich kenne im co2 laser eigentlich nur Kupfer, Silizium oder Molybdän.
Linsen aus ZnSe bzw. Glasfaserlinsen aus "exotischem" Materialmix.

Zum Spiegelreinigen nur saubere Luft, destilliertes Wasser,reines Aceton und Wattestäbchen nach DAB bzw. generell aus medizinischer Baumwolle.
Es gibt Lenspaper, die sind aber teilweise zu rau.
Baumarktaceton hat zu viel Dreck mit drinnen. Einfach auf einem sauberen Glas verdunsten lassen ist ein guter Test.
Da darf nichts zurückbleiben.

Zum Reinigen:
Erst Pusten (Blasebalg aus dem Fotobereich, KEINE Pressluft) dann mit Wasser benetzen, dann wischen.
Repeat mit Aceton. Lösungsmittel gibt es halt leider nicht Universell.
Für üblere Verschmutzungen kann man noch 6%ige Essigsäure nehmen.

Wischen, nicht reiben und: bitte nicht den gelösten Dreck verteilen. Also öfters den Bausch oder das Stäbchen wechseln.
Handschuhe sind muss, selbst bei 200 mW brennt sich Handfett sofort ein.

Wenn du dir unsicher bist, teste am Spiegelrand. Generell ist es aber kein Hexenwerk, keine Angst also.
Im Showbereich ist das tägliches Brot gewesen. Seit die Projektoren aber fast alle hermetisch Dicht sind lässt es nach.

Grüße
Michael

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RMK
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Re: China Laser 40W

Beitrag von RMK » Fr 23. Nov 2018, 10:27

mit ner Wolfram-Feile. SCNR :mrgreen:

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Hansele
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Re: China Laser 40W

Beitrag von Hansele » Fr 23. Nov 2018, 14:07

Hmm, was ich davon wohl halten solte:

Drech und Späne auf dem Spiegel + mini Kratzer:
Bild

Die Schatten lassen sich nicht entfernen, zumindest nicht mit destilliertem Wasser und Aceton;
ein Fall für Essig oder gleich dem Chinesen aufs Dach steigen?

Bild

Der andere Spiegel hat auch einen üblen Schleier:

Bild

Was meinen die Experten?

Grüßle

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MichelH
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Re: China Laser 40W

Beitrag von MichelH » Fr 23. Nov 2018, 15:43

Die Schatten auf dem ersten Bild sehen schon wie eingebrannter dreck aus. Ich würde die Fotos so an den Chinesen schicken (auch die vom dreck innen drin) und behaupten das die Linsen defekt sind und du bitte neue willst.
Ein Satz Linsen auf Ersatz ist nie verkehrt :)

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Re: China Laser 40W

Beitrag von Bastelbruder » Fr 23. Nov 2018, 21:06

Das Zeug sieht aus als wär's mitsamt der Gitterbox vom LKW gefallen.

Zum Thema Laseroptiken putzen: Egal welches Lösemittel, weder Q-tips noch Linsenreinigungspapier sind in der Lage, nennenswerte Schmutzmengen aufzusaugen. Man kann damit aber die gelösten Verunreinigungen an den Rand der Optik / Spiegel / Fenster schieben und dort einen Teil abnehmen. Der Rest des Lösemittels darf am Rand verdunsten und außerhalb der genutzten Fläche einen Rand bilden.
Einmal hab ich einen Argonlaser mit Äther/Wasser und Aceton nicht saubergekriegt, der (nur durch Verunreinigungen sichtbare) viel zu helle Spot auf dem Brewsterfenster war schlagartig weg, als ich mit Muttis Geheimrezept drübergegangen bin. Kurz mit der Zunge an den Q-tip ... Das war irgendeine organische Sauerei (Eiweiß?) die sich mit den eigentlich guten Mitteln nicht aufgelöst hat. Die Enzyme in der Spucke haben gewirkt.

Achja, Aceton und Kunststoff-Wattestäbchen sind überhaupt DIE Kombination. Und es soll optische Teile aus Kunststoff geben.

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Re: China Laser 40W

Beitrag von Hansele » Fr 23. Nov 2018, 21:10

Der Tipp mit der Spucke ist auch sonst gut anwendbar, alles was mit Spucke entfernt werden kann,
geht auch beim galvanisch waschen weg, dass ist wohl ungefähr vergleichbar.

Ich habe vorhin noch etwas Aceton in der Apotheke geholt, dass Zeug hinterlässt einen richtigen Schleier beim verdunsten,
dass Aceton von Pollin dagegen hinterlässt nur einen kleinen Rand beim verdunsten.

Zum Thema Mini-Kratzer in den Spiegeln, ab welcher größe ist der Spiegel komplett untauglich?
Ich bin gerade am überlegen, ob ich diese Spiegel für die ersten Tests nutzen kann oder nicht.

Grüßle

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Re: China Laser 40W

Beitrag von sirell » Sa 24. Nov 2018, 10:05

Kunststoffe und Aceton sollte man natürlich vermeiden, aber bei CO2 ist das eher selten das man Plastikgratings findet :)
Halter, Schrauben usw. sind da schon eher Kandidaten. Du kannst auch 2-Propanol versuchen. Das wird oft in den Laserreinigungskits ebenfalls mitverkauft.

Mit Bastelbruders Erfahrung könnte ich mir auch Kontaktlinsenreiniger vorstellen. Bei dem Spiegelzustand wäre mir das auch schon egal und ich würde
wahrscheinlich alle Lösungsmittel durchprobieren.

Die Optiken sehen wirklich übel aus. Verwenden kann man die für Tests durchaus, aber:
Hat das teil einen pilotlaser ? Wenn nicht dann bau dir einen Laserpointer(halter) für die Röhre.
Im Gegensatz zu einem sichtbaren Laser weißt du halt nicht wo überall Reflexionen mit hoher Leistung raus leuchten und ggf. weitere Schäden verursachen.
Das subtile Gefühl von "...der Raum ist viel zu hell, da ist ne Optik dreckig" fehlt komplett.

Im Normalfall bekommt man "irgendwie" einen Strahlweg hin der halbwegs passt und einen sauberen Pilotpunkt produziert.
Dann kann man mit Klebeband oder Plexiglas den CO2-Singleshot probieren während man auf die Ersatzoptiken wartet.
Wie sieht denn der Auskoppelspiegel an der Röhre aus ?

Grüße
Michael

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