Noch ein Photovoltaik-Thema

Der chaotische Hauptfaden

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Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon IPv6 » Do 21. Dez 2017, 00:59

Guten Abend!

Inspiriert durch den "Solarstom billig, geht das ?"-Thread hatte ich heute Abend ein Gespräch mit meinem Vater.

Vorgeschichte:
Meine Eltern haben daheim auf dem Dach eine Solaranlage, bzw. sogar mehrere.
Die erste läuft dort seit August 1998 und hatte mal irgendwas um 4 kw wenn ich mich recht erinnere. Das sind monokristaline Module von Siemens, gute 100 W pro Modul bei 35 V Nennspannung.

Die zweite Anlage kam vor ein paar Jahren, dürfte jetzt auch wieder 5 Jahre her sein, eher mehr. Die kam aufs Dach, weil ein Teil der alten Warmwasserkollektoren runter kam und somit Platz frei wurde.
Für die neue Photovoltaik mussten auch drei der alten Siemens-Module weichen, diese stehen seit dem einfach nur rum, funktionieren aber noch grundsätzlich.

Unser Grundstück ist ziemlich groß und quasi ein großer Südhang, darauf steht auch ein Carport.
Die Idee war nun, die übrigen Module beim Carport unterzubringen und sie noch ein bisschen zu melken. Zunächst die übrigen 3 Module, auf längere Sicht dann eventuell mehr, denn 2018 läuft die Förderung für die alte Anlage aus und da kommen die Module dann vermutlich auch vom Dach runter.

Allerdings soll das Ganze natürlich möglichst ohne Aufwand sein, es geht ja auch bloß um zunächst 200 Watt.
Für kleine Anlagen gibt es ja die Möglichkeit in einer gesetzlichen Grauzone direkt Strom in die Steckdose zu pumpen. Bei einer Solaranlage von 200 W bzw. später auch von 600 W dürfte es kaum dazu kommen, dass der Zähler rückwärts läuft, dafür gibt es im Haus zu viele Verbraucher. Es würde einfach ein wenig kostenlosen Strom bereitstellen. Eine Stromleitung liegt sogar am Carport, von daher bräuchte es eigentlich nur einen Wechselrichter, sogar das ganze Befestigungsmaterial ist noch vorhanden.

Im Solarstrom aber billig Thread kam folgender Link zum Thema günstiger Wechselrichter für die Steckdose auf:
https://www.aliexpress.com/item/600W-So ... 91083.html

Mein Vater hat mir vorhin noch mit dem Hinweise "Bestellen, oder?" folgendes Ebayangebot geschickt:
https://www.ebay.de/itm/1000-Watt-Solar ... SwP~tW4lna

Ich wollte da aber ersteinmal ein paar grundsätzliche Fragen klären:
Bis zu welcher Leistung sind solche Geschichten eigentlich rechtlich noch zu vertreten? Es ist furchtbar schwierig, da klare Aussagen zu finden, desshalb frage ich ja euch :D
Immhin gibt es Firmen, die solche Produkte mit 250 W vertreiben, das müsste also immerhin problemlos möglich sein.

Ist solchen Angeboten zu trauen? Eigentlich ist es völlig egal wieviel Platz der Wechselrichter wegnimmt, wie alt er ist oder sonstwas, es ist genug Platz zum Anbringen vorhanden. Daher ging meine Überlegung auch zuerst in Richtung eines gebrauchten, alten Wechselrichter von irgendwo her. Da hätte ich schonmal ein besseres Gefühl als bei dem Ebay-Ding, wobei ich eben nicht weiß, ob meine Bedenken da begründet sind.

Die Module haben ja eine Ausgangsspannung von rund 35 V. An den Ebay-Wechselrichter würde man die ganzen Module parallel anschließen.
Irgendwelche alten Wechselrichter haben meistens deutlich höhere Eingangsspannungen, auch der Wechselrichter unterm Dach, an dem die alte PV hängt, läuft mit irgendwas um 100 V, da sind dann immer drei Module in Reihe geschaltet und die Dreierpakete alle parallel. Nichts mit mehreren Strings mit einzelnen MPP-Trackern, das war damals wohl noch nicht üblich oder bezahlbar.
Hat es irgendwelche Vor- oder Nachteile die eher für einen WR sprechen, der 35 V frisst damit man alles parallel anschließen kann oder eben für einen, der 100 V braucht die man über Reihenschaltung erreicht? Der Vorteil bei alles parallel wäre erstmal, dass man simpel erweitern kann durch einfaches dazuklemmen und nicht immer Dreierpäckchen braucht.

Wie sieht es da mit Oberwellen aus? Bei dem China-Angebot steht "THD < 5 %", ist das gut oder schlecht (falls die Angabe überhaupt stimmt)? Ist das zulässig oder steht da drei Tage später ein Messwagen vor der Tür weil irgendwelchen Elektroautoladestationen der Strom nicht mehr schmeckt?

Grundsätzlich fande ich die Idee sehr verlockend die übrigen Module einfach am Carport anzubringen und noch ein wenig Strom aus der Sonne zu machen.
Einen alten Stromzähler dran damit man sieht ob das Ding wirklich auch nennenswert was bringt, dann wüsste man sogar genau ab wann sich die Investition für den WR gelohnt hat. Vermutlich nicht so schnell aber es geht bei sowas ja auch eindeutig um das Frickeln an sich und um den Modulen wieder eine Aufgabe zu geben.

Bin mal gespannt was da die Experten dazu sagen!
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon radixdelta » Do 21. Dez 2017, 11:14

Ich würde dann aber eher was gebrauchtes nehmen, sowas z.B.: https://www.ebay.de/itm/Enecsys-SMI-Wechselrichter-mit-ca-200Watt-fur-ein-Solarmodul/302562997744?hash=item467228f5f0:g:Lg4AAOSwbYZXV5xm

Selten findet man sowas mal, ich hätte es dir vor der Nase weggeschnappt wenn es zu meinem 24V-Modul gepasst hätte ;)

Edit: Neu geht auch, z.B.: https://www.ebay.de/itm/Modul-Wechselrichter-300Watt-EVT248-Envertech/332487674966?hash=item4d69cf4c56:g:hKIAAOSwEEBaMuZi
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Desinfector » Do 21. Dez 2017, 12:27

Die erste läuft dort seit August 1998 und hatte mal irgendwas um 4 kw wenn ich mich recht erinnere. Das sind monokristaline Module von Siemens, gute 100 W pro Modul bei 35 V Nennspannung.

Die zweite Anlage kam vor ein paar Jahren, dürfte jetzt auch wieder 5 Jahre her sein, eher mehr. Die kam aufs Dach, weil ein Teil der alten Warmwasserkollektoren runter kam und somit Platz frei wurde.
Für die neue Photovoltaik mussten auch drei der alten Siemens-Module weichen, diese stehen seit dem einfach nur rum, funktionieren aber noch grundsätzlich.



was mich bei knapp 20 Jahren Laufzeit interessiert:

was gabs an Reparaturen, was hat alles insgesamt gekostet
-Also Anschaffung UND Reparaturen und wie sieht nun unterm Strich die Ersparnis aus?
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon avion23 » Do 21. Dez 2017, 12:27

IPv6 hat geschrieben:Ist solchen Angeboten zu trauen? Eigentlich ist es völlig egal wieviel Platz der Wechselrichter wegnimmt, wie alt er ist oder sonstwas, es ist genug Platz zum Anbringen vorhanden. Daher ging meine Überlegung auch zuerst in Richtung eines gebrauchten, alten Wechselrichter von irgendwo her. Da hätte ich schonmal ein besseres Gefühl als bei dem Ebay-Ding, wobei ich eben nicht weiß, ob meine Bedenken da begründet sind.


Den Aliexpress Wechselrichter hatte ich vor geschlagen und gekauft. Shoop.de gibt noch einmal 6% und durch Aliexpress ist das abgesichert. Ich sehe das aber eher als Teilespender. Meine bisherigen China-Inverter sind innen... verbesserungsfähig. Betreiben will ich ihn in einer Schüssel mit Sand. Und ich gehe davon aus, dass das Stromnetz niederohmig genug ist um den Inverter im Fehlerfall ab zu werfen.

Ich empfehle jedem die Lektüre dieses Artikels: https://ludens.cl/Electron/chinverter/chinverter.html

Der Typ hat echt Ahnung und man lernt allein schon durch das mit lesen viel.

Also; es kann gut gehen. Ist aber nicht sehr wahrscheinlich.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon BUBI-BELLA » Do 21. Dez 2017, 12:38

ist Enecsys nicht eine Englische Firma und auch pleite ? evtl. Reparatur ist dann schwierig und bis auf Tee kaufe ich nichts Englisches wegen mangelnder Qualität.
Habe diese hier selber verbaut und die laufen problemlos, sind allerdings auch selbst gebruacht was teurer, manchmal kann man in der Bucht aber auch einen Fang machen
http://www.ebay.de/itm/AEConversion-INV ... xyBvZTWP3w

Immer auf die Sicherheitseinrichtung achten (Stichwort ENS).

Grüsse
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon IPv6 » Do 21. Dez 2017, 13:03

Das Problem an den vorgeschlagenen Modulen wäre, dass noch weitere Wechselrichter gekauft werden müssten wenn neue Module dazukommen. Daher würde ich den Wechselrichter lieber gleich auf rund 600 Watt dimensionieren, das dürfte günstiger sein als nochmal zwei Stück nachzukaufen.

Gebraucht und von einer Firma die es nicht mehr gibt scheidet quasi aus, da kauf man dann wohl wirklich die Katze im Sack.

Ich empfehle jedem die Lektüre dieses Artikels: https://ludens.cl/Electron/chinverter/chinverter.html


Au jeh, damit dürfte der China-Inverter vom Tisch sein. Ich habe den Artikel ab der Hälfte nur noch überflogen aber wenn die anderen Inverter alle auch so aufgebaut sind ist das nichts für uns.
Vielleicht kannst du kurz Bescheid geben wenn du das Ding hast? Vielleicht hat sich in der Zwischenzeit bei solchen Invertern was geändert?


was mich bei knapp 20 Jahren Laufzeit interessiert:

was gabs an Reparaturen, was hat alles insgesamt gekostet
-Also Anschaffung UND Reparaturen und wie sieht nun unterm Strich die Ersparnis aus?


Da müsste ich erst nachfragen. Das einzige technische Problem war mal ein Defekt vom Wechselrichter, die Reparatur hat um die 800 € verschlungen. Ich habe keine Ahnung was die Anlage insgesamt gekostet und eingebracht hat aber ich meine, es hat sich am Ende schon gelohnt.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Desinfector » Do 21. Dez 2017, 14:20

die Reparatur hat um die 800 € verschlungen.
Lass mich raten, das war ausserhalb der Garantiezeit?

Jeder Haushalt hat natürlich einen anderen Verbrauch und es gibt auch viele Tarife
aber bei solchen Werten wie "mal eben" für 800 EUR was reparieren zu müssen,
denke ich schon mal dass das evtl genau die Einsparung war, die Dir die gesamte
Anlage gebracht hat. Zumindest hats die Ersparnisse doch ziemlich geschmälert.

-Ob sich der ganze Aufwand dann überhaupt noch lohnt?

Hinzu kommt der Eingriff ins Dach, Sturmfestigkeit etcpp...
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon IPv6 » Do 21. Dez 2017, 14:46

Also grundsätzlich, das ist nicht meine Anlage. Als die aufs Dach kam war ich knapp 3 Jahre alt, da hatte ich noch wenig Interesse an solchen Themen.
Die Reparatur war sicherlich außerhalb der Garantiezeit. Die Reparatur war anscheinend recht teuer weil der WR irgendwas seltenes aus der Schweiz ist (wieso auch immer) wesshalb es schwierig war jemand zu finden, der das Ding repariert.

Die Einspeisevergütung ist aber nicht mehr mit den Tarifen zu vergleichen, die man heute bekommt, das gab noch richtig Geld pro kWh.

Ob sich das mit allen Risiken wirtschaftlich lohnt steht auf einem anderen Blatt.
Es soll ja auch Leute geben, die neue Technologien unterstützen wollen, auch wenn kein riesen Gewinn dabei herausspringt. Ohne die Leute, die damals Solaranlagen installiert haben wäre die Technik vor 20 Jahren stehen geblieben.

Aber das ist hier eigentlich ziemlich weit weg vom Thema.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon avion23 » Do 21. Dez 2017, 15:44

IPv6 hat geschrieben:Vielleicht kannst du kurz Bescheid geben wenn du das Ding hast?


Das habe ich vor.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Hightech » Do 21. Dez 2017, 17:13

Desinfector hat geschrieben:die Reparatur hat um die 800 € verschlungen.
Lass mich raten, das war ausserhalb der Garantiezeit?

Jeder Haushalt hat natürlich einen anderen Verbrauch und es gibt auch viele Tarife
aber bei solchen Werten wie "mal eben" für 800 EUR was reparieren zu müssen,
denke ich schon mal dass das evtl genau die Einsparung war, die Dir die gesamte
Anlage gebracht hat. Zumindest hats die Ersparnisse doch ziemlich geschmälert.

-Ob sich der ganze Aufwand dann überhaupt noch lohnt?

Hinzu kommt der Eingriff ins Dach, Sturmfestigkeit etcpp...


Du musst es ja nicht machen.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon TDI » Do 21. Dez 2017, 18:09

Zabex sagte mal, dass man nach ca 6 Jahren proaktiv die Elkos tauschen sollte. Deren Degeneration belastet zunehmend die Halbleiter was dann schließlich zu teuren Reparaturen führt...
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Roehricht » Do 21. Dez 2017, 19:07

Hallo,
ich denke auch das man wirklich nichts spart. Das ist die Sache sich damit zu befassen. Meine 3,8kW Peak Anlage besteht nur aus Gebrauchtteilen. Nur der Laderegeler ist gekauft. Gebrauchte Akkus, WRs aus der Bucht. Aber nicht sone unterdimensionierten werksmässig vermurxten Teile die aussehen wie Auto Hi-Fi Endstufen. Richtige langzeitstabile WRs enthalten hochwertige Bauteile die man inb dem Konsumerschrott nicht findet. Ein 4kVA WR ist normalerweise ein 19er Einschub mit 6HE und 400 tief und kann trotz PWM Technologie von einer Person nicht mehr getragen werden. Sowas gibts von Benning, Frako , Voigt&Haefner und Gustav Klein . Allerdings nicht billig , aber preiswert. So habe ich kürzlich einen 2,5kVA WR von Benning mit einem passenden Batterieladegerät (5kW) für 200 Ocken aus der Bucht gezogen. Beides 19er Geräte. Das einzige was bei Inselbetrieb stört das es kein Drehsaft gibt. Aber daran wird gearbeitet. Mit Chance bekomme ich einen 15kVA Drehstrom-WR 214Vdc /230/400 3~ac. Der Mitarbeiter einer Elektrofirma hat da die Hand auf die Ausbaugeräte in der KVSt.

Ich habe bis Jetzt für Solar Panels, Untergestell, Dachdecker, Baugerüst , Batterien und Laderegler sowie einen defekten 4,6kW Kaco einspeise WR 4150 Ocken ausgegeben.
Das wäre für die nächsten 7 Jahre meiner Lagerstromrechnung gewesen. Das Kleinzeuch ist da noch nicht mit reingerechnet. Also Leitungsmaterial, Schaltmittel und sonstiger Kleinkram.
Aber das Wissen das man im Sommer mit Strom "rumsauen" kann macht doch ein wenig Stolz. :mrgreen:

Wegen der Anlage mit den 3 Solarpanels. Schalte die 3 parallel. Dann ein 24V Laderegler dahinter , 2x gebraucht 100Ah Gel Akkus und bau eine Aussen und Nachtlicht Anlage davon.
Wenn du wirklich einspeisen willst besorg die einen gebrauchten WR mit 500W.Es gibt Ausführungen gebaut die mit 100V klarkommen. ZB diesen hier:

https://www.ebay.de/itm/Soladin-600-Mas ... SwKtVWyXCL

Das Design ist zwar stark gewöhnungsbedürftig. Die sind aber ordentlich verarbeitet und er darf draussen montiert werden.

Das der etwas grösser ist schadet nicht. Da kann man später evtl ein paar Panels zuspaxen.



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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Arndt » Do 21. Dez 2017, 23:02

@IPv6: will Deinen Thrad nicht kapern, aber vielleicht helfen die Informationen.
@Röhricht: Ei, das geht aber runter wie Öl :D
Ich dachte immer, ich habe mir da ein Mistteil anschnacken lassen, aber nun bin ich ob Deines Urteils erleichtert!

Habe im Sommer in den Kleinanzeigen 9 Monokristaline (bummelich 10 Jahre alt) mit je 60W und 12€ pro Stück geschossen, zzgl. Umrichter, Montage- und Kleinmaterial kam das Projekt so ungefähr auf 550€
Allo Panele sind parallel verschaltet und so ergeben sich bei volle Lotte theoretisch 480W, die habe ich aber noch nicht gesehen, da die Module auf dem Carportdach etwas zu flach liegen.
@high noon habe ich aber knapp über 400W gemessen und wenn im Haus nur die Standby Verbraucher laufen, drehte der Zähler so gerade eben rückwärts. *froi*
Das kommt also in der Realität also nicht (oder seltenst) vor und durch den Elektrokarren habe ich ohnehin dies Jahr einen Rekordverbrauch ;)

Bild->zoomBild->zoom
Die Verkabelung *hust*
Bild->zoom
ist nachträglich noch mit Kabelbindern festgetüddelt worden.

Bild->zoom
Die Bilder von dem Menü sind leider totale Grütze, aber man kann die wichtigsten Informationen erkennen.
Die Software für mein Modell ist allerdings so dermaßen unterirdisch, dass ein USB-RS232-Adapter NICHT funktioniert, es braucht eine echte, physikalische RS232-Schnittstelle, damit
der Rotz funktioniert.
Bild->zoomBild->zoomBild->zoom
Bild->zoom

Damit man mal eben im Vorbeigehen den aktuellen Output sehen kann habe ich ein billiges Energiekostenmessgerät dazwischen gesteckt, dem Teil ist es egal, wierum der Strom fließt und man kann praktisch sehen, wieviel man schon gespart hat... Theoretisch, weil der FI wegen defekter Gartenpumpe (Arndt -> Kabel -> Rasenmäher -> bzzz -> *grrrr*) ein paarmal geflogen ist... Alle Daten weg :roll:
der Traum ist daher eine Himbeere mit so einem zauberhaften geskripte und rrdtool, wie Hightech das schon vorgemacht hat, dazu muss ich aber die Schnittstelle erst noch auseinanderfriemeln...
Wie dem auch sei, seit Juni haben wir schon ein paar Euros gespart.
Amortisation liegt bei konservativer Rechnung bei ~7a, wenn alles hält.
Zum spielen und probieren allemal eine tolle Sache, und ich will mehr! :lol:
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon xoexlepox » Fr 22. Dez 2017, 00:02

...Monokristaline (bummelich 10 Jahre alt) mit je 60W ...

Wie? Das sind Monokristalline? Bei der Farbe und dem (im Bild erkennbaren) "Streifenmuster" (und auch dem Preis) hätte ich auf "amorph" getippt. Hast du noch eine "Nahaufname" davon?
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Hightech » Fr 22. Dez 2017, 09:50

Das sind Dünnschiss-Module, die habe ich auch, allerdings rahmenlos.
Sehen aus wie amorph.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Arndt » Fr 22. Dez 2017, 16:32

Hoppala da habt Ihr recht, das sind amorphe Zellen! :oops:
Mir fällt gerade auf, dass die Bilder der Typebschilder abhanden gekommen sind.... da muss ich nochmal suchen gehen.

Hier kann man es auch recht gut erkennen.
Bild->zoom

Die Teile haben eine Leerlaufspannung von >80V, daher konnte ich den ursprünglichen Plan 4 Strings, 2 in Reihe nicht umsetzen.
Der Soladin 500 kann zwar bis 150V am Eingang vertragen und meine Hoffnung war, dass die Module unter Last schnell auf ihre ~60V runterfallen, aber wenn dann doch mal die Sonne stramm rauskam, ging er sofort in die Überspannungsabschaltung... Nun liegen halt alle Module parallel!

Spannenderweise ist der Umrichter eigentlich auch für Windräder gedacht, basiert aber auf dem Soladin 600 und soll daher auch mit PV-Modulen funzen. Einen anständigen MPPT hat er natürlich nciht...
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon IPv6 » Sa 23. Dez 2017, 23:10

Vielen Dank für die neuen Infos!
Ich denke vom Chinawechselrichter sind wir nun nahezu entgültig weg, es scheint ja genug Alternativen zu geben, die keine Größenordnungen teuerer sind aber deutlich mehr bieten.

Es hat sich aber in der Zwischenzeit noch ein ganz anderes Problem aufgetan, welches das ganze Projekt gerade ins Wanken bringt:
Der Stromzähler.

Da ist schon ein sehr modernes Gerät verbaut, also kein Ferraris-Zähler.
Die meisten digitalen Zähler scheinen mit einer Rücklaufsperre ausgestattet zu sein, manche zählen sogar betragsmäßig, sodass man für den eingespeisten Strom auch noch zahlen müsste.
Auch mit einer Rücklaufsperre ist das irgendwie Quatsch, denn man speist ja nur einphasig ein und deckt somit allerhöchstens den Grundbedarf von einer Phase vom Haushalt. Denn wenn blöderweise beispielsweise die Kühlschränke auf Phase 1 und 2 liegen und sonst kein Strom verbraucht wird und das WR aber auf Phase 3 einspeist geht der Strom zwar ins Netz, der Zähler zählt aber wie bisher weiter. Aber auch wenn alle Phasen gleichmäßig belastet sind spart man sich im besten Fall 1/3 vom Verbrauch des Hauses, wenn mehr Strom erzeugt wird als auf der entsprechenden Phase verbraucht wird hat man nichts davon.

Wie haben das die anderen Besitzer von kleinen Solaranlagen gelöst?
Gibt es da überhaupt eine Möglichkeit?
Zähler tauschen wäre, falls überhaupt möglich, wieder mit hohen Kosten verbunden.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Hightech » Sa 23. Dez 2017, 23:25

Tja, betragsmäßig nur + zählende Zähler sind kacke.
Der mechanische Zähler ist ein Summenzähler, wenn ich auf einer Phase 1kW ziehe und auf der anderen 1kW drücke, steht der Zähler.

Dann kann man nur seine PV Anlage anmelden und einen Zweirichtungszähler beantragen.
Soweit ich informiert bin, kostet der Zählertausch bei meinem Netzbetreiber nix.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon BUBI-BELLA » Sa 23. Dez 2017, 23:49

Unterverteilung so umlegen, dass die permanentenVerbraucher wie Heizungs Pumpe oder Kühlgeräte auf der Phase liegen, wo du einspeist.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon IPv6 » Sa 23. Dez 2017, 23:52

Bei mechnischen Zählern ist das natürlich wunderbar und hätte perfekt funktioniert.

Es sind ja sogar schon zwei PV Anlagen angemeldet, das Problem ist hier eher, dass das Carport ein gutes Stück den Hang hoch steht (ist von einer anderen Straße aus zugänglich als das Haus an sich) und eben nur ein Stromkabel dort liegt, welches die ganze Außenanlage (paar Lichter und Steckdosen zum rasenmähen) versorgt. Also müsste ein neues Kabel quer durch den Garten vom Carport zum Zähler, das ist nicht wirklich vertretbar.

Das Ganze sollte ja ein kleines Projekt ohne viel Aufwand und mit vorhandenem Material werden.

Gibts eigentlich von Devolo noch keine solchen Steckdosenadapter die einfach 230 V 16 A drahtlos übertragen?!
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon TDI » So 24. Dez 2017, 00:56

Hightech hat geschrieben:Der mechanische Zähler ist ein Summenzähler, wenn ich auf einer Phase 1kW ziehe und auf der anderen 1kW drücke, steht der Zähler.

Wie reagieren denn die elektrischen mit Rücklaufsperre?
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon IPv6 » So 24. Dez 2017, 11:42

Das ist eben die Frage, entweder ist die Rücklaufsperre auf jeder Phase einzeln, sodass Strom der auf irgendeiner Phase falschrum fließt einfach ignoriert wird oder es wird nur der Rücklauf in der Summe gesperrt, dass der Zähler nicht rückwärts laufen kann aber dennoch stehen bleibt wenn auf Phase 1 500 W abgenommen und auf Phase 2 500 W eingespeist werden.

Muss ich mal schauen ob man zu dem Zähler irgendwelche Infos bekommt.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon RickY » So 24. Dez 2017, 19:29

Zum gezeigten Ebay Wechselrichter:

Ich hab hier 4 Zellen zu je 260 Watt auf der Garage liegen und dachte auch mal dass es Toll wäre den Strom einzuspeisen, ich hab mir dann so einen WR geholt und angeschlossen...
Blöderweise gingen dann immer bei Sonnenschein die Fernbedienungen der Garagentorantriebe nicht mehr, sodass man aussteigen und von Hand öffnen musste...

Daher hab ich den WR zurückgeschickt.
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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon Roehricht » So 24. Dez 2017, 19:39

Hallo,
wenn man WR in moderner Bauart verwendet mit PWM und hoher Taktfrequenz muss man immer Feinentstören wenn man Funkanwendungen in der Nähe betreibt. Ein Gerät was nach CE Richtlinien Entstört ist reicht nicht. Da müssen HF Drosseln/Sperrkreise in die PV leitunge rein. Richtung Netz ein handelsübliches EMI Filter zwischen. hat der Möller ne Plastikkappe gehört in ein Schaltschrank eingesperrt.
ich hab hier selber massive probleme wenn ich auf Kurzwelle funke. Die Störungen sind weniger geworden seit dem ich das Untergestell mit an die PE Schien angeschlossen habe. ganz weg ist noch nicht. das Filter für die PV leitungen steht noch aus. ich habe ein Kaco Powador 6002.

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Re: Noch ein Photovoltaik-Thema

Beitragvon TDI » Mo 25. Dez 2017, 11:32

IPv6 hat geschrieben:Das ist eben die Frage, entweder ist die Rücklaufsperre auf jeder Phase einzeln, sodass Strom der auf irgendeiner Phase falschrum fließt einfach ignoriert wird oder es wird nur der Rücklauf in der Summe gesperrt, dass der Zähler nicht rückwärts laufen kann aber dennoch stehen bleibt wenn auf Phase 1 500 W abgenommen und auf Phase 2 500 W eingespeist werden.

Muss ich mal schauen ob man zu dem Zähler irgendwelche Infos bekommt.


Sollte man nicht meinen, dass das in irgendeiner Norm eindeutig geregelt ist?
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