Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Der chaotische Hauptfaden

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Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Trax » So 24. Dez 2017, 15:19

IMG_0048.JPG


Das weise da was über die Holtz platte drüber schaut sind vermute ich alte Asbest platten, sie liegen da unter den Leuchtstoffröhren auf dem Holtz teilen einfach drauf, nicht angeschraubte oder festgenagelt einfach hingelegt und fertig, ist so +35 Jahre alt das ganze, stammt vom Vorbesitzer die Installation.

Nun stellt sich mir die frage wie gefährlich das eigentlich ist?

So lange man es in ruhe lässt sollte es ja harmlos sein oder?

Aber kann man das staubsaugen, da liegen oben so pi mal Daumen 5mm Staub drauf inzwischen? Also die platten sollten ja keine Fasern aussondern oder solange man nicht dran kratzt oder so?

Und falls ich das alles auswerfen möchte wie aufwändig muss das werden?
Eigentlich muss man die platten nur per Hand aufheben und in ein Sack rein, kein schneiden bohren sägen, die liegen da einfach hingelegt herum.
Also ordentliche Vollgesichts-Atemschutzmaske, Handschuhe und wohl so ein "Bunny Suits" wäre sinnvoll.
Aber muss man das zimmer ausräumen oder reicht es die Möbel abzudecken und danach Staub zu saugen.
Bleibt das zeig im normalem Staubsaugerfilter hängen?

LG
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Roehricht » So 24. Dez 2017, 15:26

Hallo,

"Bunny Suits"
...Ganzkörper Kondom!! :mrgreen:

73
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Virtex7 » So 24. Dez 2017, 15:37

zuerst so viel: Achtung, persönliche Ansichten und Meinung, nicht nach BGV oder Arbeitsschutzrichtlinien

Staubsauger: du brauchst auf jeden Fall einen Sauger für Feinstaub, Klasse H wäre Asbestzulassung. Die Firmen die in der Uni Asbestsanierung gemacht haben, haben alle explizite Gerätschaften für Arbeit mit Asbest und verwenden sie auch NUR dafür. Nach dem Einsatz kommen die Sauger (Nilfisk und Starmix waren das) in Kisten und werden luftdicht verschlossen.
Die Gebäude wurden auf Unterdruck gesetzt und an die Lüfter kamen Filter. An die Türen Schläusen und massive Schilder.

Prinzipiell gilt jedes Werkzeug nach dem Einsatz erst mal als "kontaminiert" und muss gereinigt werden.
ja. auch die Staubsaugerschläuche und die Luftwege im Sauger vor dem Feinfilter. Gehäuse außen. Und so weiter.


So. Ich denke dass du das nicht so weit treiben musst.
Beim Sauger würde ich allerdings maximal auf Klasse "M" heruntergehen, also ein Gerät, das immernoch Zulassung für "gesundheitsgefährdende Stäube" , z.B. Carbonstaub, hat.
und ja. diese Geräte sind teuer. einen halben k€ kannst du als unteres Limit ansetzen.

Wenn du nicht von einer Staubemiision ausgehst, sehe ich den Sinn von Vollmaske und alles Abdecken nicht. Entweder es entsteht Staub oder nicht.
Wenn ja: Vollprogramm. Wenn nein: nix. ein "Ein bisschen" gibt es da an sich nicht.

Was ich mir noch vorstellen könnte, wäre die Platten mit PU-Lack zu beschichten, damit die Faseroberfläche versiegelt ist. Wie gut das geht, weiß ich nicht.
Ich persönlich würde das Zeug da so lassen, so lang es nicht bröselt oder bewegt wird.

Eine Alternative wäre Wasser, also das Binden des Staubes oder der Fasern an Wassernebel.
Auch da weiß ich nicht, wie sinnvoll das ist.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Bastelbruder » So 24. Dez 2017, 15:49

Vielleicht sind das auch bloß Gipsplatten. Etwas genauer (mit der Lupe) ansehen macht schon Sinn.
Virtex7 hat geschrieben:Eine Alternative wäre Wasser, also das Binden des Staubes oder der Fasern an Wassernebel.
Auch da weiß ich nicht, wie sinnvoll das ist.

Wasser "bindet" nur so lange es naß ist. Und es benetzt diverse Stoffe nicht wirklich. Ich würde ganz dünnen Tapetenkleister anrühren und zum Schluß einen Spritzer Spüli dazu. Den Schleim mit der Sprühflasche verteilen.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Lukas_P » Mo 25. Dez 2017, 11:44

Solanze du das Zeug in Ruhe lässt und es sonst nicht Mechanisch beansprucht wird, sollte es nicht so schlimm sein. Das problem ist nur, das wenn du das Zeug beseitigst Staub entsteht (und zwar sehr viel mehr als man vll denkt) ( ich hab mal alte Scherungsautomaten um ihren Brandschutz beraubt).. Der setzt sich dann überall ab.. Was für eine Location iet das ? Was sind das für Lampen? ev isses einfacher die Staubschicht die sich da eh schon drauf gebildet hat mit Tapetenkleister (oder Leimwasser?) Zu verfestigen?
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Mista X » Mo 25. Dez 2017, 13:11

Du kannst davon ausgehen, dass in der Staubschicht Asbestfasern sind die sich durch die Thermik an den Lampen überall hin verteilen. Spätestens wenn du eine Röhre oder ganze Lampe tauschen willst wirbelst du reichlich Dreck auf.

Also für dich konkret heisst das:
Ganzkörperkondom an, Gasmaske mit geeignetem Staubfilter an und natürlich Handschuhe tragen.
Beim rausreißen selbst mit Wassernebel arbeiten und nicht verseuchte Räume versiegeln.
Die Platten in die gut bewährten dicken Müllsäcke packen. Dabei keine Löcher rein reissen!
Den Staub aufsaugen und den Beutel ebenfalls entsorgen.
Ist der betroffene Bereich sauber die Nachbarräume feucht wischen und sämtlichen Staub entfernen.
Die Säcke als Bauschutt zum Entsorger fahren und bloss kein Wort über das böse A verlieren... sonst wird's teuer.
Falls blöde Fragen kommen was das ist: GK Decke raus gerissen...
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon plottermeier » Mo 25. Dez 2017, 13:28

Hi,

Asbest ist bei unserem Wertstoffhof günstiger in der Entsorgung als Gipskarton. Richtige Kennzeichnung hat dann auch den Vorteil, dass es in den Säcken bleiben darf. Anderer Bauschutt muss hier ausgeschüttet werden.

Jens
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Daniel » Mo 25. Dez 2017, 13:49

Hallo,

eminent wichtig erscheint mir mit viel Umsicht und Respekt an Arbeiten mit Asbest herangehen.

Ich habe in LE die Asbestplattenreste unter Vollschutz zerkleinert und dann im Restmüll entsorgt, immer Step by Step.

Die Garage habe ich mit Wellasbest eindeckt und musste immer eine durch teilen.
Auch unter Vollschutz, nur beim Lochen ohne Schutz!!!

Jetzt kommt es dick, in den Neunzigern hat eine Ärztin nach dem Lungeröngten Asbesteinschluss entdeckt!!! Mir ging die Muffe, ein anschließendes CT brachte Entwarnung.
Mich hätte auch sehr gewundert, dass beim analogen Röntgenbild bei dem diffusen s/w Bild so etwas erkennbar ist.


Was ein Poltikum war, der Abriss des Palastes der Republik.
An diesen verschäumten Asbest in den verschlossenen Trägern hätte in hundert Jahren keinem geschadet, aber es war Grund zum Abriss eines Stück der DDR.
Schöne Weihnachten
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon winnman » Mo 25. Dez 2017, 14:35

Wenn die Platten einfach so daliegen würde ich folgendes machen:

Irgend eine "dicke" Farbe mit dem Pinsel auftragen (versiegelt die Oberfläche)

Dann die Platten möglichst direkt ohne sie zu brechen in Plastikfolie, Müllsack oder ähnliches umlagern.

Sollten die Teile zu groß sein, dann mit Messer an geeigneter Stelle trennen.

Mundschutz schadet nicht, aber es wird bei vorsichtiger Arbeit kein Staub aufgewirbelt und damit auch keine Gefährdung entstehen.

Die andere Frage ist natürlich: Ist das wirklich Asbest?
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Trax » Di 26. Dez 2017, 00:58

Du kannst davon ausgehen, dass in der Staubschicht Asbestfasern sind die sich durch die Thermik an den Lampen überall hin verteilen. Spätestens wenn du eine Röhre oder ganze Lampe tauschen willst wirbelst du reichlich Dreck auf.


vs

Mundschutz schadet nicht, aber es wird bei vorsichtiger Arbeit kein Staub aufgewirbelt und damit auch keine Gefährdung entstehen.


die Expertenmeinungen liegen hier gerade ziemlich weit auseinander ;)

Ich weiß nicht mit Sicherheit ob das Asbest ist, aber ich halte es für wahrscheinlich. Die Rören liegen da direkt drauf ohne Fassung (2 Lüsterklemmen an beiden enden) und das liegt auf so ner Spanplatte in der der Vorhang fährt. Was wen nicht Asbest würde es den sonst sein, wurde vor ca. 35-40 Jahren verbaut.

Diese "tolle" Installation habe ich im Wohnzimmer. Mein Dad hat mal als es mich noch nicht gab angeblich eine von den platten beäugt die war steif und lose drin, also wird wohl kein reines Asbest sein sondern irgendwas in Gips oder beton gepresstes, wobei so optisch sieht es nicht nach beton aus.

Die Lampen die da liegen sind ole T12 Röhren die nicht mehr so ganz helle sind, also wäre es schon cool die gegen LED's auszutauschen.

LG
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon urmel » Di 26. Dez 2017, 02:02

Es wäre wohl sinnvoll, das beproben zu lassen. Da müsstest du dich mal umsehen, ob es ein Labor in der Gegend gibt, sonst kann man die Pröbchen auch einschicken.
Das Problem ist eher, dass man bei der Probenentnahme viel falsch machen kann und, wenn man Pech hat, eine Menge Fasern freisetzen kann, was man ja unbedingt vermeiden sollte.
Als Probe reicht schon ein sehr kleines Stückchen.
Wenn du dir nicht sicher bist, wie du das da rausbekommen sollst, lieber selber erstmal die Finger weg lassen. Wenn es Asbest ist, dann ist es sobald es mal in der Lunge ist, da drin. Dann hat man einen Lottoschein erworben, dessen Ziehung in 10-30 Jahren erfolgt.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Simon » Di 26. Dez 2017, 02:17

Es gibt so einige Threadersteller hier, bei denen ich mir eigentlich nicht mehr die Mühe mache die Ansammlung von Worten in eine sinnige Reihenhenfolge zu stellen damit ich sie verstehe.
Asbest ist aber ein Tabu Thema bei mir, mein Opa hat an Asbesthose gelitten, und ist daran mehr oder minder verstorben.
Eine Faser in der Lunge reicht, und man kann daran versterben. Klar kann man mit der nötigen Ausstattung selber daran gehen, dazu braucht man auch keine Gasmaske etc. Aber sorry, wenn man sich noch nicht einmal die Mühe macht den Beitrag hier vernünftig zu verfassen, dann sollte man sich einfach einen Profi holen, der sich das anguckt, und den entsprechenden Plan entwirft.
Gruß
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Bastelbruder » Di 26. Dez 2017, 02:23

Entweder ist es Asbest, dann bist Du jedesmal an Lungenkrebs gestorben wenn der Vorhang bewegt wurde und das Licht eingeschaltet war. Oder es ist kein Asbest und der Krebs ist jämmerlich verendet. Marmor- und (Ri)Gipsplatten sind als temperaturfestes Isolationsmaterial seit Jahrzehnten in Gebrauch.

Mach Nahaufnahmen mit einer guten (Händi)Kamera und Spotbeleuchtung aus unterschiedlichen Winkeln.
Nimm Proben mit Gafferband, Heißkleber oder was Ähnlichem und kontrollier' die unter dem Mikroskop auf passende Fasern.
Konsumier' nicht so viele Horrorstories.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Sir_Death » Di 26. Dez 2017, 11:36

Bastelbruder hat geschrieben:Entweder ist es Asbest, dann bist Du jedesmal an Lungenkrebs gestorben wenn der Vorhang bewegt wurde und das Licht eingeschaltet war. Oder es ist kein Asbest und der Krebs ist jämmerlich verendet. Marmor- und (Ri)Gipsplatten sind als temperaturfestes Isolationsmaterial seit Jahrzehnten in Gebrauch.

.....


Danke.

Ja, Asbest ist gefährlich. Aber wie schon gesagt - wenn es welcher ist, dann bist du möglicherweise eh schon totgeweiht, wenn nicht, dann nicht.
Wenn du das Zeug weg bekommen willst, möglichst wenig zerteilen - wenn die eh lose sind, nehmen wie sie sind.

Ich würde mir als allererstes eher sorgen machen um die Drähte und Kabel die direkt an der hießen Röhre vorbeiführen und eventuell anliegen... bzzzzz....
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Trax » Di 26. Dez 2017, 12:24

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Hier mal die Bilder.

Die Vorschlagsliste ist so 7m lang...
Mit was für kosten kann man da den rechnen wen man das professionell entfernen lässt?

Trax
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Mr_P » Di 26. Dez 2017, 12:46

Hallo,

ich möchte jetzt nicht wirklich Entwarnung geben, aber auf den Bildern, auf denen man Kanten erkennen kann, sehe ich eigentlich nur weiß gestrichene Spanplatte. Der Rest ist eigentlich nur richtig fett Staub. :|

Wenn du eine Firma holst, dann würde ich mal mit einem gute vierstelligen Betrag rechnen. Der Aufwand der Eigensicherung ist da der Hauptposten. Je nach Gegebenheiten evtl. mit Luftschleuse etc. Ein Kumpel hat mal sich ein Bad mit Asbestfliesenkleber angefragt, das lag bei 12k € netto.

Gruß
Andreas
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon ^^artin » Di 26. Dez 2017, 12:49

Ich frage mich gerade, ob es derartige Plattenwerkstoffe aus/mit Asbest überhaupt gab ?
Gipskarton-Platten gab's zu der Zeit jedenfalls schon.

Die Blenden zum Raum hin sind aus Spanplatte ?
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Trax » Di 26. Dez 2017, 12:55

ich möchte jetzt nicht wirklich Entwarnung geben, aber auf den Bildern, auf denen man Kanten erkennen kann, sehe ich eigentlich nur weiß gestrichene Spanplatte. Der Rest ist eigentlich nur richtig fett Staub. :|


Also auf den Spanplatten liegen so andere platten hier im Bild samt kante zu sehen:
IMG_0061_.jpg


Die Blenden zum Raum hin sind aus Spanplatte ?

Genau.

Also die Gardinenleiste ist aus Spanplatte darauf liegen irgendwelche Mysteryplatten (einfach hingelegt) und die Blenden zum Raum hin sind auch aus Spanplatte.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Mr_P » Di 26. Dez 2017, 13:03

Hallo,

oh sorry, ich hatte gedacht, da steht einfach etwas Farbe über. Kannst du das nass machen und (mit Atemschutz) ein Stück abbrechen? Für meinen Kumpel haben wir Proben hier eingeschickt: https://asbest-test.com/

Kostet 65€ pro Probe und die Ergebnisse waren inhalb von 5 Tagen nach absenden per Mail angekommen.

Ich denke nur so kannst du sicher sein, was es ist und wie du weiter vorgehen musst.

Gruß
Andreas
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Mista X » Di 26. Dez 2017, 14:48

Abgesehen von der enormen Dreckschicht da drin würde es mich massiv in den Fingern jucken die bestimmt mitlerweile gut spröden und bröseligen Leitungen usw. mal auf neuesten Stand zu bringen.
Aber vom Staub her würde ich schon sagen, dass da was mit Fasern im Spiel ist.
Hast du ein Mikroskop zur Hand? Dann mal Probe der Platten drunter und mit Bildern auf Wikipedia usw. vergleichen.

Ach ja... es ist Asbest drin:

Bild->zoom
Bild->zoom
Bild->zoom
Zuletzt geändert von Mista X am Di 26. Dez 2017, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Trax » Di 26. Dez 2017, 14:57

Mista X hat geschrieben:Aber vom Staub her würde ich schon sagen, dass da was mit Fasern im Spiel ist.

Der Staub ist mmn Hausstaub, auf ne regal 2 m weit weg ist auch so ne dicke Staubschicht (ok vieleicht nciht ganz so dick weils vor 5 j oder so gesaugt wurde)

Mikroskop habe ich, aber habe bisschen angst da was abzubrechen, nicht das dabei zu viele Fasern freigesetzt werden.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Trax » Di 26. Dez 2017, 15:09

Mista X hat geschrieben:Ach ja... es ist Asbest drin:


Dann ist jetzt die frage wie ich das am besten loswerde?

Und wie gefährlich das zeug ist/war wen es da nur einfach so herumliegt und man nicht dran kratzt o.ä.?
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Mista X » Di 26. Dez 2017, 15:29

Wenn es nur liegt passiert eigentlich nicht viel...

ABER: Da sind Lampen die warm werden. Der Staub da dürfte schon genug Fasern enthalten um dich krank zu machen. Durch die Thermik verteilt sich der Staub überall hin - und spätestens wenn du was an den Röhren machen willst hast du den Salat.

Da bleibt dann wirklich nur noch der Ganzkörperanzug, Staubmaske etc. und raus damit.
Wohin los werden?
Bei weniger als 1m³ würde ich sagen Restmülltonne pö a pö verklappen. 3 - 4x was mit rein geworfen ganz nach unten und es dürfte weg sein.
Bei mehr zum Wertstoffhof damit...
Mach dich aber vorher schlau was teurer ist: GK Platte / Bauschutt oder Asbestplatten...
Zimmer nach dem entkernen gründlich sauber machen versteht sich von selbst.

Ich persönlich würde den ganzen Sch... da rausreißen und ordentlich neu machen.
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Bastelbruder » Di 26. Dez 2017, 15:40

Das sieht wirklich nach Asbest aus.
Ich wiederhole mich: Mit Tapetenkleister + Netzmittel (ein Spritzer Spüli) einsprühen und möglichst am Stück rausnehmen.

Weit weg mit dem Staubverteilungsgebläse.
Gibts eigentlich auch Ölbad-Luftfilter für Staubsauger?
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Re: Wie gefärlich ist Asbest wirklich?

Beitragvon Trax » Di 26. Dez 2017, 15:46

Ist es jetzt eigentlich sinnvoll auf die Weiternutzung der Lampen zu verzichten?
Oder ist das egal der alte Hausstaub darum herum müsste doch das schon etwas Einschließen der wird ja mit der zeit immer mehr nicht weniger. :mrgreen:

Und ich habe schon so was wie 7+13 Jahre in der Wohnung verbracht mit einer mehrjährigen Unterbrechung. Muss ich mir jetzt sorgen machen oder solange der Staub sich da oben nur gesammelt hat ist ein schaden eher unwahrscheinlich?
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