Kaufempfehlung Drehbank

Der chaotische Hauptfaden

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Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon itchy » Mi 3. Jan 2018, 12:06

Hallo alle,

was nutzt Ihr denn im Hobbybereich für eine Drehbank?

Ich hatte eine zeitlang Zugriff auf eine kleine Drehmaschine (tragbar) - nett aber oft zu gering.

so ca. 20cm Spitzenhöhe hätte ich gerne - wenn möglich durch herausnehmbares Bett auch etwas mehr.

Ich liebäugle mit einer Interkrenn TY1340GHC - allerdings scheinen sich die Preise dafür in letzter Zeit verdoppelt zu haben...
Hat jemand einen guten Tipp?

Viele Grüße,
Holger
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Till » Mi 3. Jan 2018, 12:19

Bei solchen Geschichten macht es sich am Preis mächtig bemerkbar wenn die die Leute Zeit haben,
soll heißen das über die Feiertage sehr viele nach so etwas stöbern und dementsprechend groß die Nachfrage ist.

Genau so wie wenn man Maschinen verkauft die für Gewerbe betreibende interessant sind, Spätherbst und Winter wird vielen bewusst
wie viele Steuern sie für das Jahr noch abdrücken müssen, dann wird schnell noch mal eine Maschine gekauft.

Bei so etwas lohnt es sich auf jeden Fall nicht zu vorschnell zu reagieren, wenn man genug Zeit mitbringt und regelmäßig über Monate
die Kleinanzeigen abgrast kann man so manches Schnäppchen machen.
Auch wenn es teilweise echt schwer fällt.. grade wenn man sich so etwas in den Kopf gesetzt hat.
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon topmech » Mi 3. Jan 2018, 12:47

Da ich das Thema vor 4-5 Jahren durch hatte:
Wie schaut das mit deiner Infrastruktur aus?
- Drehstrom vorhanden?
- Möglichkeit eine alte, ca. 2-4t schwere, 3-4m lange Industriemaschine hinzustellen?

Daneben wären Lagerzustand (meine hat Gleitlager) und Verschleiß/Spiel an den Führungen interessant. Kaputte Lager sind teuer/meist sind die Maschinen dann ein wirtschaftlicher Totalschaden! Im Zweifel gilt: lieber die Finger weglassen.
Wichtig ist auch das Zubehör, sprich Reitstock, Schneideisen, Halterungen, Teilgeräte und Vorrichtungen aller Art.
Bei Meiner lass ich mir erst mal ne Aufnahme für MK2 drehen für den Reitstock, das ist noch irgendeine Vor(-Vor?)kriegsnorm.
Erst dann kommen Eigenschaften wie Höhe des Kreuztischs zur Drehachse des Futters, hier empfiehlt sich größer 16mm. Meine hat ca. 13 mm und es ist noch machbar dafür Drehstähle zu bekommen.
Ganz geschickt ist ein Schnellwechselhalter mit Höhenverstellung, ebenso ein Frequenzumrichter.

Was möchtest du damit eigentlich bearbeiten? Welche Werkstoffe und Größen kommen für dich in Frage?
Für uns Frickler kommt eigentlich eine Maschine mit Spitzendurchmesser 350 mm und Spitzenweite 1000mm in Frage, da kann man wirklich (fast) alles drauf machen. Von Bremsscheiben abdrehen über Nuten in lange Antriebswellen stoßen, usw.

Gruß
Nico
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon itchy » Mi 3. Jan 2018, 16:06

Hallo,

danke fuer die schnelle Rueckmeldung!

@Till: eilig ist es mit dem Kauf nicht - die Preise sind auch leider nicht zum Jahreswechsel hoch sondern insgesamt. Ich klappere immer wieder die Anzeigen ab, deshalb ja auch die Frage wer mit welchem Geraet gute Erfahrungen gesammelt hat damit ich etwas mehr Auswahl habe :)

@Nico: es soll schon etwas Handliches sein. Die allermeisten Teile die ich gerne einspannen wuerde sind mit Spitzenhoehe 20cm (ein bisschen mehr waere toll) und Spitzenweite 30cm machbar.

VG,
Holger
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon topmech » Mi 3. Jan 2018, 16:13

Glaube das entspricht grob den Abmessungen eines Bremstrommelabdrehgeräts oder wie die Dinger auch immer heißen.
Wäre auch an eine 3t Industriedrehbank rangekommen, aber was bringt das, wenn man den Platz und die Transportmöglichkeiten (dazu zählt auch der Zugang zum Bastelkeller :P) nicht hat?
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Blechei » Mi 3. Jan 2018, 16:17

Schau doch mal bei Knut-Neutec wegen was neuem vorbei. Sicher sind alte Profimaschinen
meistens gut, aber eben nicht immer. Abgenutzte Prismen nachschaben ist nicht so einfach.
Und sooo teuer sind die neuen Dinger auch nicht.
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Joschie » Mi 3. Jan 2018, 18:08

Hallo Holger,

die Interkrenn kenn ich, die hat ein Spezl von mir.
Die Maschine ist an sich solide gebaut, jedoch wäre sie mir etwas zu klein.
Er hat die Maschine damals neu gekauft (war mitte der 80er) und ist bisher sehr zufrieden.
Einzig, das vordere Stück im Bett das man ausbauen kann für größere Durchmesser hat er gleich nach erhalt der Drehbank eingeklebt.

Beim Drehdruchmesser musst du aufpassen, Durchmesser über Bett oder Drehdurchmesser über Bettschlitten, das ist ein gewaltiger Unterschied.

Meine Vorstellung an eine Drehbank sind 350mm Umlaufdruchmesser über'm Bettschlitten und 1,5-2m Drehlänge sowie metrische und zöllische Leit-und Zugspindel.
Bisher hab ich so für das bisschen was ich brauche eine alte Magdeburg D30.

Noch'n Tipp, wenn so eine Maschine (egal ob neu oder gebraucht) anschaust, nimm einen Rundling mit und überdreh den auf 30-40cm.
Wenn du den dannach vermisst lässt sich feststellen ob das Bett auf die Spindel passen justiert sind. Ich hab mir schon zwei neue angeschaut die beide konisch drehten.

Grüße
Josef

p.s. bei neugeräten schau mal da:
- http://www.ar-tec.de/
- https://www.paulimot.de/
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Roehricht » Mi 3. Jan 2018, 18:12

Hallo,
kuck mal bei "Zollauktion.de" da gibts gelegentlich auch ordentliches an Gerät. Zur zeit sind dort 2 Drehbänke in der Auktion.

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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon itchy » Do 4. Jan 2018, 03:18

Hallo alle,

danke für die vielen Tipps.

@Josef: kannst Du bitte die Justage von Spindel und Bett erläutern?
Ich kann mir gerade nicht erklären wie eine Drehbank konisch drehen kannt - vorausgesetzt das Bett erlaubt keine Bewegung der Schneide und die Spindelwelle läuft gerade "gerade".
Aber wenn die Welle "eiert" ist mit Justage nicht mehr viel zu retten, oder?

Viele Grüße,
Holger
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Hightech » Do 4. Jan 2018, 08:09

Wenn die Spindel nicht gerade auf dem Bett steht, gibt es konische Bauteile.
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon audax » Do 4. Jan 2018, 08:15

Wenn Spindelachse und Bett nicht parallel zueinander verlaufen, dreht die Maschine konisch.

Edit: Hightec war schneller, guten Morgen!
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon itchy » Do 4. Jan 2018, 10:27

danke, leuchtet ein - aber: müsste dann nicht auch das Werkstück auf der Lynette "eiern"?
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Propeller » Do 4. Jan 2018, 11:59

Nein, es läuft ja "rund". Es wird in der Lünette nur nach einer Seite gedrückt.

Bei gebrauchten Drehbänken ist übrigens die Größe umgekehrt proportional zum Preis. Alles was von der Größe her für die typische Hobbywerkstatt geeignet ist, ist am teuersten.

beste Grüße
Peter
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Anse » Do 4. Jan 2018, 12:52

Wenn man schon vor Ort eine Drehversuch macht dann bitte richtig. Ein 300-400mm langes Stück Rundmaterial zu über drehen geht ohne Zentrierspitze nicht wirklich. Da kann die Maschine noch so gut sein. Wenn man es mit Zentrierspitze versucht kann das auch zu falschen Ergebnis führen wenn der Reitstock schlecht ausgerichtet ist. Wenn möglich sollte man schon ein Probe Stück drehen aber dann max 3*D lang. Und natürlich den Bettschlitten verwenden.
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon jodurino » Do 4. Jan 2018, 14:14

Hallo
bei RC MAschines aus Luxenburg gibt es auch gebrauchte Maschinen
https://www.rc-machines.com/de/gebrauchtmarkt/maschinen/drehen

Da ist mein Wissenstand zwar schon älter, aber die hatten seinerzeit einen guten Ruf.

Das mit den großen Maschinen stimmt, ich habe so ein 1,5tonnen Ding für einen besseren Kurs bekommen als eine kleine Heimwerkermaschine von Optimum.

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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Anse » Do 4. Jan 2018, 14:18

Ebay Kleinanzeigen ist auch noch so ein Tipp. Oft wissen die Verkäufer gar nicht was sie da verkaufen. Zudem kann man da die Entfernung eingrenzen. Transport ist auch so eine Sache.
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Bastel-Onkel » Do 12. Apr 2018, 22:40

@itchy: Hast du dir inzwischen eine geholt? Wenn ja, welche? Deine Erfahrungen würden mich interessieren.

Ich bin auch am überlegen, was ich mir kaufen soll. Platz und Geld natürlich begrenzt, Ahnung eher gering da nicht vom Fach. Auf der Hauptseite zeigt der Chef ja schön, was man aus so einer Dreh-Fräs-Kombimaschine alles machen kann http://www.fingers-welt.de/gallerie/eigen/maschine/drehbank/drehbank.htm . Da allerdings die "Nummer größer" dieser Kombimaschine gar nicht viel teurer ist, hab ich die mal bevorzugt ins Auge gefasst. Deshalb wollte ich fragen, ob es hier eventuell auch Erfahrungen zur Dema HQ500 gibt?
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon jodurino » Fr 13. Apr 2018, 16:40

Hallo,
wie bei allem es kommt darauf an wie viel Zeit Du investieren willst bis Du brauchbare Ergebnisse erzielst.
Brauchbare Ergebnisse sind zum Beispiel für einen Dampfmodellbauer anders als für einen Schiffmodellbauer, oder den Gelegenheitsfrickler der mal eben was Rundes in anähernd 20mm braucht um seinen Rasentraktor fit zu machen.

Kombimaschinen egal ob Metall oder Holzbearbeitung habe ich meistens erfolgreich vermieden, sie können zwar vieles aber immer mit Kompromissen.
Wenn ich es noch mal anfangen würde mir eigene Metallermaschinen zu kaufen, dann mit einer Fräse starten.
Eine gute Kurbelfräse und als Ergänzung einen Teilapparat, beides von Wabecco ist zwar etwas teurer aber Du kannst sofort loslegen und hast gute Ergebnisse.

Bis Du die ausgereizt hast mit Rundmaterial, dann hast Du schon einige Kilo Späne gemacht.

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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon Geistesblitz » Fr 13. Apr 2018, 16:51

Kombimaschinen mag ich irgendwie auch nicht so recht, ist halt nichts halbes und nichts ganzes.
Zumal man mit einer herkömmlichen Dreh- bzw. Fräsmaschine in Grenzen Arbeiten der jeweils anderen Maschine ausführen kann. Jedenfalls hab ich schon gesehen, wie mit einer Fräsmaschine Teile gedreht und mit einer Drehmaschine Teile gefräst wurden. Muss man sich halt immer ein bisschen was einfallen lassen.

Hatte letztens auch ein Video gesehen, wo jemand den Kreuzsupport von einer billigen Drehmaschine bekommen hat, um ihn aufzuarbeiten. Beim Vermessen hat sich herausgestellt, dass die Führungen an den Enden lockerer saßen, als in der Mitte, wodurch das ganze Teil gekippelt ist. Hat dann schon noch ein bisschen Aufwand erfordert, die Führungsflächen wieder gerade und flach zu bekommen.
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Re: Kaufempfehlung Drehbank

Beitragvon itchy » Sa 14. Apr 2018, 07:02

Hallo Bastel-Onkel,

nein, ich habe noch keine Drehbank angeschafft.
Beruflich lasse ich Teile fertigen und meistens macht mir der Drehmeister für meinen privaten Bedarf einen so guten Preis dass ich den Kauf weiter verschiebe.
Ich gebe Rückmeldung wenn's soweit ist.

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