Sägekauf

Der chaotische Hauptfaden

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Sägekauf

Beitragvon shaun » Sa 13. Jan 2018, 18:55

Moin,
angetrieben von der Notwendigkeit, ein paar Aluklötzchen von 10mm Breite von einem 15x4 Flachprofil abzusägen habe ich mir neulich Sägen im Bauhaus angeguckt. Auf den ersten Blick war da nichts dabei, was dafür sinnvoll erschien. Womit sägt man solchen Kleinkram und auch mal größere Bleche, Kunststoff etc., wenn nicht mit der Bügelsäge von Hand?
Bei den Band- und Dekupiersägen mangelte es an einem Anschlag, der die Führung des Flachmaterials ermöglichen würde, und alles was kreiste hatte dermaßen grobe Blätter, dass man da erstmal gründlich nachrüsten müsste - oder?
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Re: Sägekauf

Beitragvon sysconsol » Sa 13. Jan 2018, 19:05

Bandsäge mit Schiebetisch und Anschlag auf dem Schiebetisch.

Oder eine Eisensäge mit Sägelade.
Die gibt es auch zwangsgeführt als eine Einheit mit der Lade.
Da lässt sich auch der Winkel einstellen.
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Re: Sägekauf

Beitragvon Chemnitzsurfer » Sa 13. Jan 2018, 19:09

Also halbwegs amtliche Bandsägen haben einen Anschlag
https://www.hornbach.de/shop/Bandsaege- ... tikel.html
https://www.youtube.com/watch?v=wfltFR-dg08
Ansonsten gibt es für Kleinkram noch die Möglichkeit Flex + Halterung
https://www.amazon.de/dp/B002T5C0Q6/
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Re: Sägekauf

Beitragvon Virtex7 » Sa 13. Jan 2018, 19:14

naja. für so Popelkram (keine Stähle!) bis 40x40mm eignet sich meiner Meinung nach auch eine Kappsäge, wenns edel sein soll eine Zug-Kappsäge.
Für Stahl dann nur noch eine Eisele oder Kaltenbach-Säge wenns kreiseln soll. Vorteil: sehr gerade Schnitte, Nachteil: teuer. wirklich teuer.

Flex ist eine Notlösung, es gibt immer Wärmeverzung und für Alu eignet sie sich überhaupt nicht.
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Re: Sägekauf

Beitragvon Chemnitzsurfer » Sa 13. Jan 2018, 19:18

Virtex7 hat geschrieben:
Flex ist eine Notlösung, es gibt immer Wärmeverzung und für Alu eignet sie sich überhaupt nicht.

Kommt auf die Legierung an. Habe auf Arbeit auch öfters mal Alu Bedienpulte / Schaltschränke , wo ich auch nur ne Flex + INOX Trennscheibe habe. geht auch. ( ja auch 30*10 er CU Schiene bekommt man mit ner Flex durch)
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Re: Sägekauf

Beitragvon Joschie » Sa 13. Jan 2018, 19:34

Hallo,

also für solche Schnitte in Voll und Profilmaterial würde ich bzw. greife ich zur Bandsäge:

Güde MBS 115

Alternativ zur Kappgerungssäge ähnlich dieser.

Willst du Bleche zuschneiden bleibt die Wahl entwederns beim Winkelschleifer oder aber bei'r Ulmia Metalltischkreissäge (Sowas).
Alles jedoch im oberen Preissegment angesiedelt.

Nebenbei noch erwähnt, bei den Metallkreissägen ala Eisele&Co vor dem Kauf einer gebrauchten am Sägeblatt rütteln, hat dies in und gegen Drehrichtung Luft ist meist die Übersetzung runter, bekommt man zwar noch aber kostet gut Geld.

Wenns universeller sein soll und mehr Holz als Metall verarbeitet werden soll würde ich zu einer ganz einfachen Bandsäge greifen.
Empfehlen kann ich hier die klassischen alten HBS 32 (mit und ohne Vario) von Scheppach, einmal sauber eingestellt laufen die sehr präzise und lassen sich auch für Aluminium (passendes Sägeband vorausgesetzt) verwenden.

Bei den Kappsägen meine klare Empfehlung zur Elektra Beckum KGS300 oder KGS331 da das die einzigen sind die einen Induktionsmotor auf 3.000 UpM haben, alle anderen haben so einen hochtourigen Universalmotor und solange man die Elektra Beckum nicht am Griff durch die Gegend wirft ist die Säge unverwüstlich.

Was dann noch bliebe wäre die Zwittermaschine, die Mafell Erika, aber die sind preislich dermaßen abgehoben das das uninteressant ist.

Wenn du etwas mehr Input lieferst was du alles mit so einer Maschine machen willst kann man denke ich noch geziehlter weiterhelfen.

Und nebenbei, eine Gute Bügelsäge (am besten eine mit grobem und eine mit feinem Sägeblatt) ist durch nichts zu ersetzten.

Grüße
Josef
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Re: Sägekauf

Beitragvon tryps » Sa 13. Jan 2018, 21:34

Wenn du sowas öfter vor hast könnte sich eine kleine Eisen Säge ja schon lohnen. Beispiel: Holzmann 180mm
Klar die kommt aus CN oder Taiwan aber solange die Stabil genug ist und die Führung ohne großes Spiel tut die sicher ihre Arbeit.
Die Blätter dafür sind auch noch bezahlbar im vergleich zu den größeren. Wenns mal einen 10%-15% Ebay Gutschein gibt sieht das dann schon recht preiswert aus.

Die KGS 300 habe ich hier, ist robust aber die Schnitthöhe ist mit 65mm@90° manchmal recht begrenzt.
Eine Bandsäge ist immer gut zu gebrauchen...

Gruß
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Re: Sägekauf

Beitragvon Zabex » Sa 13. Jan 2018, 21:48

Ich nehme für solchen Kleinkram eine Hegner Dekupiersäge. Das dauert zwar etwas länger, aber die Sägeblätter sind halt sagenhaft günstig. Und man kann Innenausschnitte sägen (z. B. Display-Ausschnitt)
Wenn ich nicht aufpasse wird so ein Schnitt ganz leicht ganz schön schief. Dafür besitze ich Feilen und kann damit umgehen. Also: auf Länge mit leichtem Übermaß sägen, dann plan feilen. Gibt 1a Ergebnisse.
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Re: Sägekauf

Beitragvon Gobi » So 14. Jan 2018, 17:05

Virtex7 hat geschrieben:Flex ist eine Notlösung, es gibt immer Wärmeverzung und für Alu eignet sie sich überhaupt nicht.

Kleiner Tip: bestreicht mal die Flexscheiben mit Kerzenwachs, ihr werdet Euch wundern, wie gut das auf einmal geht! Gleiches gilt für Fräser usw.
Mit was man sägt kommt meiner Meinung hauptsächlich drauf an, wie viel man sägt. Ein Flexständer mit Eigenbau Längenanschlag kann gut sein, nervt nur total. Kappsäge ist schön, Sägeblätter aber eher teuer. Bandsäge kann auch mal exotische Schnitte machen
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Re: Sägekauf

Beitragvon Propeller » So 14. Jan 2018, 17:40

Ich stand auch oft vor dem Problem, verschiedene Materialien sauber zu schneiden. Für diesen Zweck habe ich mir eine kleine, robuste DDR- Bandsäge gekauft und mit einem Getriebemotor entsprechend verlangsamt. Dann habe ich mir Bimetallbänder in der passenden Länge anfertigen lassen. Nun sägt das Ding problemlos Metalle bis hin zu Stahl. Kunststoffe brechen durch die feineren Zähne auch nicht mehr so sehr aus. Das Schneiden durch Holz geht nun natürlich deutlich langsamer, aber ich möchte das Gerät auf keinen Fall missen.
Bei Interesse kann ich gern Bilder machen.
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Re: Sägekauf

Beitragvon RMK » So 14. Jan 2018, 20:33

ich hab für so Kleinkram eine "Kasto Junior" - die wird durch eine Bohrmaschine
angetrieben und rödelt dann halt vor sich hin.
Allerdings sind die Dinger gesucht und daher meistens nicht ganz
billig, dafür aber schön kompakt. Für eine Bandsäge hätte ich hier keinen
Platz.
wobei, doch, aber dann halt für nix anderes mehr.... ;-)

auf Wunsch gibt's auch ein Foto davon.
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Re: Sägekauf

Beitragvon shaun » So 14. Jan 2018, 21:13

Danke Jungs,
ich hatte mir eine Bandsäge in den Kopf gesetzt, bei einer Dekupiersäge ohne Führungen wäre ich nur am Nacharbeiten, das will ich mir sparen soweit es geht.
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Re: Sägekauf

Beitragvon Maschine » So 14. Jan 2018, 21:36

Hi Shaun,

für sowas würde ich eine kleine Tischkreissäge vorschlagen.
Sowas in der Art:
https://www.google.de/search?q=proxxon+ ... 36&bih=732

Dazu ein feines Sägeblatt, damit lassen sich dann auch Platinen endlich rechtwinklig absägen.
Und Frontplatten aus Alu, Kunststoff,...
Dann gibts auch noch Trennscheiben dafür, für dünneren Stahl und ähnlich garstiges.

Bei einer Bandsäge hat man halt keinen so sauberen Schnitt und muss nacharbeiten,
mit der Kreissäge höchstwahrscheinlich nicht.
Kappsäge ist halt Essig bei kleinen Teilen die man nicht mehr so recht spannen kann,
das macht peng, dann guckt man erstmal ob alle Finger noch dran sind. Von der Stange runter geht das.

Dann noch einen Bandschleifer mit Auflagetisch, den möchte ich nicht mehr missen.

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Re: Sägekauf

Beitragvon Uli » Mo 15. Jan 2018, 14:21

Ich hatte eine ähnliche Aufgabenstellung und hatte mir deshalb eine kleine Proxxon Kappsäge besorgt. Die war allerdings so instabil, dass sich beim festspannen des Aluprofils die ganze Grundplatte verzogen hat und somit kein rechtwinkliger Schnitt zustande kommen konnte. Absolut unbrauchbar. Folglich ging das Ding zurück zum Händler.

Im Endeffekt habe ich mir dann keine neue Säge zugelegt sondern nur ein Alu-Sägeblatt für meine Tauchsäge und ein bisschen Tischlerplatte. Aus der Tischlerplatte habe ich mir dann eine Sägelade für die Tauchsäge gebaut. Die Variante war unterm Strich billiger und besser als die kleine Kappsäge.
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Re: Sägekauf

Beitragvon Toni » Mo 15. Jan 2018, 15:43

Damalstm, während der Hausbauzeit, wanderte so eine Kappsäge in Albrecht's Einkaufswagen. Dürfte ca. ein Fuffi gekostet haben.
Bild

Die wurde auf ein Tischchen gespaxt, und verrichtete seit dem wirklich gute Arbeit beim Sägen von weicheren Materialien (Abschlussleisten, Kunststoffrohre, ...).
Zwischenzeitlich wurde der Blattschutz etwas gekürzt, um noch dickere Materialien wie z.B Brennholzscheite oder Bauholz sägen zu können.
Nach relativ kurzer Zeit war das mitgelieferte Blech-Sägeblatt fritte, wurde durch ein HM-Blatt ersetzt, und die Scheu sank auch härtere Materialien zu sägen.

Aluprofile (z.B. für Insektentüren) zu sägen, ist kein Problem.

Zuletzt hatte ich einen 40mm Alustab als LED-Halter für die Mopedlampe zersägt. Vorher die Säge gut mit Winkeln ausgerichtet (die aufgedruckte Skala taugt nix...), dann geht das sogar ziemlich präzise.
Bild->zoom
Rohmaterial muss nur lang genug sein, damit es eine gute Auflagefläche hat.
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Re: Sägekauf

Beitragvon RMK » Sa 27. Jan 2018, 00:52

ich bin noch ein Bildchen schuldig von meiner kleinen Kasto Junior-Säge.

Bild->zoom

passt halt schön in meine *wirklich* platzeingeschränkte Werkstatt...
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Re: Sägekauf

Beitragvon sysconsol » Sa 27. Jan 2018, 15:08

Immerhin hast du eine Werkstatt :!:
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Re: Sägekauf

Beitragvon Phyro » So 28. Jan 2018, 11:00

Witziges Gerät!

Mein Input zum Thema:
-Alu geht auf Kapp/Gehrungssäge wunderbar. Gut festklemmen, von Hand halten kann gaaaanz doof daneben gehen.
Dass das richte Blatt drauf sein sollte ist eh klar. Mal nen dünnwandiges Stangpressprofil verträgt aber auch ein Holzblatt

-Für Stahl etc. hab ich so ein Gerät rumstehen:
Bild
Da gehen normalerweise große Trennscheiben wie für die Flex drauf. Gibt aber auch Metall-Sägeblätter. Mit passendem Reduzierstück drauf macht das weitaus mehr spaß.
Jaaaaa, die Drehzahl stimmt nicht ganz, aber gehen gehts sehr gut. Gut 30m Quadratrohr 50x50x2 damit zugeschnitten (ca. 50 Schnitte) und das geht weitaus besser als das Trennblatt. Kein Funkenflug, sehr sauberer Schnitt und vor allem viel Schneller. Immer schön mit Gefühl, damit die Zähne nicht brechen.
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