Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Der chaotische Hauptfaden

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Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon IPv6 » Mo 12. Feb 2018, 02:18

Mir kam gerade ein Gedanke beim Einschlafen, der mich nochmal zum Smartphone greifen ließ.

Wenn die Masse eines Objektes mit der Geschwindigkeit zunimmt und eine hohe Temperatur eines Objekts bedeutet, dass seine Teilchen sich schneller bewegen - ist dann ein heißes Objekt schwerer als ein kaltes?

Physik, insbesondere wenn es dann etwas spezieller wird ist nicht mein Fachgebiet, daher mag die Frage vielleicht etwas dumm sein.

Und ja, so ein Scheiß beschäftigt mich dann wenn das Licht aus ist und ich mlrgen früh raus muss...
Jetzt habe ich den Gedanken wenigstens los und kann hoffentlich in Ruhe schlafen.
Für solche Gedanken müsste es einen eigenen Thread geben :D
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon itchy » Mo 12. Feb 2018, 06:24

Guten morgen,

ich hoffe gut geruht zu haben :)

Mein initaler Gedanke dazu: wird sich die Masse der Teilchenbewegung eines Körpers nicht aufheben?
Statistisch müsste die die Summe der Vektoren doch nahe null liegen, oder bin ich da auf dem Holzweg?

VG,
Holger
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Phyro » Mo 12. Feb 2018, 08:49

Knackpunkt dabei ist, dass die "Masse" erst bei relativistischen Geschwindigkeiten anscheinend zunimmt.
Relativistisch im Sinne von "Signifikanter Prozentsatz der Lichtgeschwindigkeit". Luftmoleküle sind z.B. mit einigen hundert m/s unterwegs, das ist weeeiiiit von c entfernt.

Generell stimmt soetwas wegen der Masse-Energie-Äquivalenz schon.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Bastelbruder » Mo 12. Feb 2018, 08:53

Auf jeden Fall wird das Teil größer und das spezifische Gewicht nimmt ab. Dadurch wird Luft verdrängt, die bekanntlich auch ein Gewicht hat. Also läßt sich das bloß unter einer Glasglocke messen...
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Farbe » Mo 12. Feb 2018, 10:51

Hallo,

Es wird schwerer, immerhin trägst du Energie ein.
Das das ganze sehr sehr wenig Gewicht ausmacht sollte klar sein.

Liebe Grüße Farbe
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon IPv6 » Mo 12. Feb 2018, 11:33

Vielen Dank für die Antworten!
Dass der Effekt sehr sehr gering ist, ist klar.
Immer wieder erstaunlich, was die Physik so zu bieten hat.


Es sind doch immer wieder solche Fragen, die einen nachts beschäftigen wenn man nicht schlafen kann.
Mir hat es ungemein geholfen, das hier aufzuschreiben, das sorgt bei mir irgendwie dafür, dass ich nicht mehr darüber nachdenken muss, schließlich ist es ja festgehalten, man kann am nächsten Tag weiter darüber nachdenken und hat mit etwas Glück sogar hilfreiche Antworten bekommen!
Wenn da Bedarf besteht können wir hier gerne einen Sammelthread daraus machen, vielleicht plagen manche von euch nachts noch ähnliche Gedanken, die er der Welt nicht vorentalten möchte :D
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Lukas_P » Mo 12. Feb 2018, 13:02

Hallo, meine theorie dazu:

Ja die masse wird größter wenn er sich schnell bewegt, alledi gs wird der körper kleiner ~~> Garagenparadoxon. nebnbei deht er sich durch die wärme aus. d..h. grössere melasse bei grösserem volum = gleiches gewicht...

was mich m interessieren würde ... dram.... wird der schwerer wenn man mehr daten drauf speichert? ich mein immerhi wird ja ladung gespeichert
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Phyro » Mo 12. Feb 2018, 13:20

Wer des englischen mächtig ist, findet auf Reddit ein sehr interessantes Sub-Reddit:
https://www.reddit.com/r/askscience/
Von trivial bis komplex gibt es dort immer mal wieder interessante Perlen.

Sehr interessant ist diesbezüglich auch "What If?!" von Randall Munroe, dem Zeichner der XKCD-Comics.
Der Typ ist physikalisch-technisch vernerdet, und findet genial ausformuliert-ausgerechnete Antworten auf teilweise banale oder skurrile Fragen!
https://what-if.xkcd.com/1/
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon ferdimh » Mo 12. Feb 2018, 13:25

Der DRAM wird sicher ein bisschen schwerer, aber ich fürchte, durch Einschalten (Laden der Stützkondensatoren) passiert mehr.
Wir können das Spiel jetzt auch noch weiterspielen und ein paar fette Elkos auf die Waage stellen und vollpumpen... Wenn das Überdruckventil nach oben zeigt, kann sicher ein temporärer Anstieg der Gewichtskraft gemessen werden.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon roooooobert » Mo 12. Feb 2018, 13:36

Warum wird der Elko denn schwerer?
ich pumpe ja auf der einen Seite e- rein, dafür kommen die e- doch aus der anderen Seite wieder raus (Stromkreis und so..)?

Ein FLASH müsste übrigens beschrieben leichter werden, da ein leerer Flash geladen ist, (1) und ein beschriebener FLASH (teilweise) auf ungeladen (0) gesetzt wird.
(führt Dazu, dass Software bei uns intern mit negativem Gewicht gerechnet wird :D )

Kennt sich jemand mit dem Aufbau von FLASH besser aus? Gilt da vlt auch die Aussage, dass er quasi n Kondensator ist und damit nur die Ladung verschoben wird?

vg, Rob
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Bastelbruder » Mo 12. Feb 2018, 13:51

Sowohl in DRAMs als auch in Elkos wird keine Ladung gespeichert sondern eine Ladungstrennung. Die Anzahl Elektronen / Löcher bleibt gleich.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon ferdimh » Mo 12. Feb 2018, 14:13

Auch in Flashs wird nur Ladung verschoben.
Die Energiebilanz sagt aber, dass ein leerer Flash (voll mit gesperrten Transen, die also als 1 gelesen werden, weil sie den Saft eben nicht leiten) weniger Energie gespeichert hat.
Die Massenänderung kommt aus dem Energiegehalt, nicht aus der Anzahl der Ladungsträger.

Auf der Waage wird der Elko vor allem schwerer, weil er beim Auskotzen seines Inhalts nach oben einen Rückstoß generiert.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Anse » Mo 12. Feb 2018, 14:19

Hab auch noch was:
Angenommen die Erde wäre exakt kugelförmig, dann würde die Schwerkraft genau zur Mitte der Kugel wirken. So weit so gut. Jetzt kommt die Erdrotation dazu. Am Äquator wirkt die Fliehkraft genau in die entgegengesetzte Richtung wie die Erdanziehungskraft.
Wenn man sich jetzt vom Äquator entfernt wird die Fliehkraft immer kleiner aber behält ihre Richtung nämlich rechtwinklig weg von der Rotationsachse bei.
Das müsste ja bedeuten, dass die immer vorhandene Schwerkraft eigentlich eine zusammen gesetzte Kraft aus Schwerkraft und Fliehkraft ist da die zwei Kräfte nicht auf einer Linie wirken.

Wasserwaagen müssten theoretisch falsche Ergebnisse liefern. Fallende Objekte sich nicht genau Richtung Erdmittelpunkt bewegen. Usw.

Oder hab ich eine Denkfehler?
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Hightech » Mo 12. Feb 2018, 14:26

Die Frage ist also, hat "potentielle" Energie ein Gewicht?
Ein geladener Akku ist sicher schwerer als ein Voller, da die Energie chemisch vorliegt.
Aber ein aufgezogener Wecker hat immer das selbe Gewicht, da die Energie in der gespannten Feder gespeichert ist.
Ebenso in einem Kondensator, die Energie liegt nur in der Potentialdifferenz vor. Das hat kein Gewicht.
Wird ein Körper erwärmt, ist das auch potentielle Energie ? Ich denke ja.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon ferdimh » Mo 12. Feb 2018, 14:33

Theoretisch ist ALLE gespeicherte Energie auch eine Masse. Egal wie gut wir drankommen. Also auch die gespannte Feder oder die gespannte elektrostatische Feder (Kondensator). Ich kann halt jede Energie durch Paarbildung in Masse umsetzen, theoretisch könnte ich auch aus Krypton und Barium Uran-235 bauen (das dann schwerer wäre als die Summe Krypton+Barium).
Wir bewegen uns hier natürlich bei Akkus und Federn und Kondensatoren in Größenordnungen, die absolut nicht messbar sind. Das gilt auch für die Chemie im Akku (außer das Ding gast).
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon nonever » Mo 12. Feb 2018, 16:04

Anse hat geschrieben:Hab auch noch was:
Angenommen die Erde wäre exakt kugelförmig, dann würde die Schwerkraft genau zur Mitte der Kugel wirken. So weit so gut. Jetzt kommt die Erdrotation dazu. Am Äquator wirkt die Fliehkraft genau in die entgegengesetzte Richtung wie die Erdanziehungskraft.
Wenn man sich jetzt vom Äquator entfernt wird die Fliehkraft immer kleiner aber behält ihre Richtung nämlich rechtwinklig weg von der Rotationsachse bei.
Das müsste ja bedeuten, dass die immer vorhandene Schwerkraft eigentlich eine zusammen gesetzte Kraft aus Schwerkraft und Fliehkraft ist da die zwei Kräfte nicht auf einer Linie wirken.

Wasserwaagen müssten theoretisch falsche Ergebnisse liefern. Fallende Objekte sich nicht genau Richtung Erdmittelpunkt bewegen. Usw.

Oder hab ich eine Denkfehler?


Bin mir Recht sicher dass das genauso stimmt. Allerdings ist die Zentripetalkraft selbst am Äquator Faktor 10^3 kleiner als die Gravitation. Der Effekt dürfte also maximal im Promillebereich liegen.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Phyro » Mo 12. Feb 2018, 16:31

Energie = Masse gilt immer. Nur wie gesagt, bei relativistischen Geschwindigkeiten beispielsweise wirds rechnerisch relevant.
Bei so geringen Energien wie eine Feder, Potentialenergie oder nem Kondensator ist das völlig zu vernachlässigen.

Hier gibt es einen Rechner, wer nicht den Taschenrechner schwingen möchte:
http://www.endmemo.com/physics/einsteinlaw.php
5 Kilojoule liegen bei ca. 5.5E-14 Kilogramm.
0,000000000000055kg.
Oder
0,000000000055 Gramm.

Anders gesagt: Die Energie von 21 Kilotonnen TNT ist das Masseäquivalent von 1 Gramm....
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Anse » Mo 12. Feb 2018, 16:52

nonever hat geschrieben:Bin mir Recht sicher dass das genauso stimmt. Allerdings ist die Zentripetalkraft selbst am Äquator Faktor 10^3 kleiner als die Gravitation. Der Effekt dürfte also maximal im Promillebereich liegen.
Am Äquator macht die Fliehkraft ca 2,7N aus bei einer Masse von 80kg. In unseren Breiten sind es noch 0,47N die zu einem Fehler von 0,3N führen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Desinfector » Mo 12. Feb 2018, 17:01

vielleicht müssen wir nicht ein "makrokosmisches" Ding im Ganzen betrachten,
sondern nur ein Atom daraus? es sind ja die Atome, die sich bewegen.

Und gleich da kommt mir der Gedanke, dass sich die Atome in der Gesamtheit diese "Dingens"
ja nicht alle in eine Richtung und auch nicht DAUERHAFT in diese Richtung bewegen.
Die bewegen sich ja alle zum selben Zeitpunkt gesehen unterschiedlich schnell.

-macht doch ein Schwingen/Vibrieren der Atome schliesslich die Wärme aus.
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon xoexlepox » Di 13. Feb 2018, 00:16

Sehr interessant ist diesbezüglich auch "What If?!" von Randall Munroe, dem Zeichner der XKCD-Comics.

Eine herrliche Einschlaflektüre für Nerds, und es braucht keinen Strom ;) Nur leider in einem "sehr amerikanischen" Stil geschrieben...
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon IQON » Di 13. Feb 2018, 01:48

Da Frage ich mich dann auch nach der höchst möglichen Temperatur.

Wenn alle Teilchen sich irgendwann mit 99,9 Periode 9 der Lichtgeschwindigkeit bewegen gehts einfach nicht mehr schneller...
Und wie heiß ist das dann?

Oder schwenkt dann die Messung der Tempertur um und betrachtet die Massezunahme der Teilchen anstelle ihrer Geschwindigkeit?
Dann geht die Temperatur bis zum Unendlichen Theroretisch...
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Desinfector » Di 13. Feb 2018, 08:11

bei "fast" c müssten doch auch irgendwann Zeit-Effekte für die Teilchen relevant werden?
d.h. die Teilchen altern für uns langsamer.

Oder wie war das "Zwillingsexperiment" noch:
wenn einer mit v=c reist, trifft der seinen zu Hause gebliebenen Bruder als alten Mann wieder?

D.h. auch wenn ich immer schnell fahre ich weniger Rost an der Karre hab? :mrgreen:
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Re: Gedanke zum Einschlafen (Physik)

Beitragvon Phyro » Di 13. Feb 2018, 10:17

Wenn du mit v=c unterwegs bist, dann vergeht für dich die Zeit "normal", aber alle externen stehen in der Zeit still.
D.h. wenn du mit c losfliegst, und nach 10Jahren deiner Zeit wiederkommst, sind alle tot. Und die Sonne erloschen. Etc.
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