Bremsflüssigkeitstester bauen?

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Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon Chaoskreator » Mo 12. Feb 2018, 09:21

Hallo zusammen.

Mein Auto möchte von mir, dass ich spätestens alle 2 Jahre die Bremsflüssigkeit wechsle. Das kommt angeblich daher, weil Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist und wenn man dann z.B. mal Serpentinen runter fährt, stark bremst und die Bremsflüssigkeit heiß wird, kann es zur Dampfblasenbildung kommen.
Ich könnte auf Anhieb einige Autos aus meinem Bekanntenkreis aufzählen, die >10 Jahren keinen Bremsflüssigkeitswechsel sahen. Das war nie ein Problem. Serpentinen gibt es hier aber auch nicht.
Ich möchte eigentlich nicht über Sinn oder Unsinn des knappen empfohlenen Wechselintervals diskutieren. Mir geht es eher darum, ob man einen Bremsflüssigkeitstester selber bauen könnte, um eben feststellen zu können, ob ein Wechsel angebracht ist oder nicht.
Im Netz kriegt man billige Geräte mit ein paar LEDs und unten dran zwei Elektroden, Suchwort: Bremsflüssigkeitstester. Ich vermute, die messen nur die Leitfähigkeit der Flüssigkeit (ohmscher Widerstand) oder sogar die Impedanz? Weiß da jemand mehr dazu?
Dann gibt es auch noch Profigeräte, z.B. von ATE. Die werden sicherlich was taugen, sind aber für den Hausgebrauch zu teuer.

Gruß
Chaoskreator
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon queck » Mo 12. Feb 2018, 10:18

Moin!
Ich glaube die "Profi-Geräte" sind gar nicht so kompliziert. Meines Wissens heizen die einfach nur die Flüssigkeit und bestimmen den Siedepunkt. Wenn der zu gering ist sollte die Flüssigkeit gewechselt werden...
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon RMK » Mo 12. Feb 2018, 10:43

nichts für ungut, aber lohnt sich der Aufwand..?

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... -242-17428

viele Grüße,
Robert
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon ferdimh » Mo 12. Feb 2018, 11:07

Eine sinnvolle Anordnung ist ein kleines (Schnaps?)glas, ein Thermometer und ein Brenner.
Jetzt nimmt man am Entlüfternippel am Rad eine Probe und kocht das Ganze. Je nach gemessener Siedetemperatur ist das Zeug noch gut oder nicht (ich meine, der Grenzwert wäre bei 160°C).
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon MichelH » Mo 12. Feb 2018, 11:59

Hmm. Also ein Liter ATE dot4 kostet mich unter 5€.
Bremsflüssigkeit wechseln ist eine ziemlich entspannte Arbeit und kann gut beim Räderwechsel eben mitgemacht werden.
Also ich mach mir nicht die Arbeit und prüf das nach :D
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mo 12. Feb 2018, 18:56

Wenn schon Selbstbau, dann muss man ja das Rad nicht zum zweiten Mal neu erfinden: https://www.nicomania.de/auto/bremsfluessigkeitstester
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon Julez » Mo 12. Feb 2018, 19:15

Ich seh das so wie Michel. Nicht funktionierende Bremsen oder Korrosionsprobleme in diesen sind ein um Größenordnungen nervigeres Problem als eben alle 2 Jahre beim Reifenwechseln so einen Nupsi draufzustecken und eben etwas Flüssigkeit durch's System zu pumpen.
https://www.ebay.de/itm/Motorcycle-Car- ... 2236920005
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mo 12. Feb 2018, 19:22

Das Schlimmste dürften von innen korrodierte Leitungen sein. Was bringt es, wenn man jahrelang das wasserhaltige Medium wirken lässt, dann erneuert und bei einer Vollbremsung, die man ja nur äußerst selten macht, reißen plötzlich die vergammelten Leitungen weg. Von außen hilft das Salz schon ausreichend, aber da sieht man es ja auch in der Regel bei der Inspektion.
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon Toni » Mo 12. Feb 2018, 21:55

Ich benutze seit 3J einen aus einer Blumenspritze gebasteltem Befüller.
Hier gab's Bilder:
http://www.fingers-welt.de/phpBB/viewtopic.php?f=14&t=3738&hilit=blumenspritze&start=25#p74187

Seit dem FT16 habe ich einige brauchbare kleine Druckminderer, seit dem ist hängt da einer permanent dran und hält den Druck konstant.
Ca. 1,5L reinfüllen, und dann kann man sich beim Räderwechsel bequem von Ventil zu Ventil hangeln und so lange die alte Plörre ablassen bis Frische kommt.
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon E_Tobi » Mo 12. Feb 2018, 22:28

Wenn die Plörre grünlich wird, is sie hinüber.
Dazu kommt, die Flüssigkeit im Behälter zu prüfen ist irgendwie sinnfrei.
Die Flüssigkeit fliest nicht, das Wasser kommt rein, vielleicht in die Gummischläuche an den Rädern, und verteilt sich, auch nach unten.
Oben im Behälter wird im Zweifel draufgeschüttet, dann sieht man nicht mehr was im Rest des Systems los ist.

Auch wenns im Behälter noch schön ist, kanns ganz hinten rechts vielleicht schon kaputt sein. Oder im Kreis der hydraulischen Kupplungsbetätigung, die nie jemand mitmacht wenn er nicht dazu aufgefordert wird.

Also, ich würds einfach spätestens alle zwei Jahre pauschal durchlaufen lassen, auch durch die Kupplung.

Grüße
E_Tobi
 
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mo 12. Feb 2018, 23:24

Die Kupplung ist doch in der Regel an selben Behälter. Das Entlüften/Spülen ist hier nur etwas speziell: Entlüfterschrauben vom (linken) Vorderrad und Kupplungsnehmerzyl. verbinden und Schrauben öffnen. Dann mit dem Bremsdruck die Kupplungshydraulik von "unten" beaufschlagen.
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Re: Bremsflüssigkeitstester bauen?

Beitragvon basti1 » Di 13. Feb 2018, 02:30

Kupplung entlüftet ich genauso wie die bremse. Schlauch drauf, Ventil öffnen und Pedal durch treten. Und wiederholen. Steht Ostern beim auto meiner Frau auch mal an.


MFG Sebastian
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