Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Der chaotische Hauptfaden

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Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Beitragvon Frickelfreddy » Do 15. Feb 2018, 22:03

Nicht, daß das jetzt ein Riesenproblem wäre, aber ich frickele gerade die Sensorleitungen an meinen Temperaturregler.
Und die muß halt vernünftig neu abgesetzt werden.

Jetzt ist das ja so ein Glasgespinst um jeweils eine massive Ader herum, was man weder vernünftig mit dem Kabelmesser klein bekommt, ohne die Ader zu killen, noch kann man durch Aufdröseln und Zurückziehen der Ummantelung zu einem sauberen Ergebnis kommen.
Irgendwie sehen meine beiden Adern jetzt aus wie die Hosenbeine von einem Penner mit viel blanker Haut unten.

Weiß einer, wie das der staatlich geprüfte Temperaturreglerbeauftrage in der Praxis löst?
Schockfrieren? Ultraschallschneiden? Fluorsäure?
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Re: Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Beitragvon Hightech » Do 15. Feb 2018, 22:18

Mit einem guten Seitenschneider oder einem sehr scharfen Messer.
Bild
Das Gefissel kann man auch mit einem Feuerzeug anschmelzen.
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Re: Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Beitragvon uxlaxel » Fr 16. Feb 2018, 00:24

ich nutze inzwischen nur noch, wie von hightech abgebildet, einen solchen kleinen elektronikseitenschneider. mit dem messer kommt man nicht so richtig in die zwischenräume zwischen den einzelnen leitern. die wenigsten gummischlauchleitungen (so heißen die offiziell) haben ja in irgendeiner form füllmaterial drin...
LG axel
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Re: Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Beitragvon DocDan » Fr 16. Feb 2018, 18:33

Bei häufung von solchen hochtemperatufestenunabisolierbaren Leitern hat sich bei mir eine Abisolierzange mit Formmessern bewährt z.B. Knipex 12 11 180.

Damit hab ich sowohl die Glasseideisolierten PT100 als auch die PTFE-Isolierten Heizpatronen-Zuleitungen im Zehnerpack abisoloiert. Eine unglaubliche Erleichterung gegenüber Seitenschneider, gar nicht zu sprechen von normalen Automatikabisolierern...
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Re: Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Beitragvon Frickelfreddy » Fr 16. Feb 2018, 21:05

Auch diese gewebte Glasummantelung?
Kann ich mir schwer vorstellen. Wenn da nur eines der hunderten Filamente nicht sauber durchtrennt wird, fängt das doch gleich an, beim Abziehen Fäden zu ziehen.
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Re: Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Beitragvon DocDan » Sa 17. Feb 2018, 09:12

Doch, da waren auch mit Glasseide isolierte Adern dabei, das Werkzeug muss halt zum Draht passen, dann schneidet das sauber die komplette Isolierung.
Die Isoslierungen, die ich hier kenne waren immer auch mit irgendwas gebunden. Das große Fasern hat immer erst begonnen wenn man die Isolierung mit dem Seitenschneider zerdrückt hat, lässt sich ja nicht verhindern. Und das Problem hat man eben bei den Formmessern nicht.
Leider arbeite ich nicht mehr in dem Geschäft, sonst könnt ich mal noch Bilder machen...
Die Zange war aber aus nem ehemaligen Armee-Kit für Avioniksteckverbinder, eher ein Zufallsfund, und die Begeisterung groß, endlich was zu haben was diese grußelige Arbeit einfacher macht...
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Re: Glasummantelte Leitungen richtig absetzen

Beitragvon Frickelfreddy » Sa 17. Feb 2018, 10:16

Also die jetzt betroffene Isolierung (China....logisch mittlerweile) war aus nicht gebundenem Glasgeflecht.
Die Adern sind da mit rechts und links um 90°verschränkten Glasfilamenten umwoben, die sich durch diese Webart beim Zurückziehen enorm im Durchmesser ausdehnen.
Kennt der ein- oder andere vielleicht von diesen Polypropylen-Abschleppseilen, die man durch Stauchen auf dem mehrfachen Durchmesser bekommt und in die man dann in die entstehenden Öffnungen zwischen den Websträngen das andere Seilende zwecks Erzeugung einer Schlaufe einschieben kann.

Ich sag ja; ich hab mir da große Mühe gegeben und bin als gelernter Elektroinstallateur ja nicht ohne Erfahrung.
Nur hatten wir es da nie mit so einem Zeugs zu tun.

Ich hab hier alte Fernmeldeleitung auf der Rolle (NOS) von Felten&Guillaume; die ist seidenumsponnen.
Das Zeug läßt sich ähnlich bescheiden abisolieren.
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