PTC Heizung

Der chaotische Hauptfaden

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PTC Heizung

Beitragvon Frickelfreddy » Sa 17. Feb 2018, 15:29

Hallo,

ich tüftele gerade an einem Projekt, bei dem ich einen Behälter mit wassergefüllten Heizschlangen erwärmen will.
Ich brauche dafür etwa 80 Watt Heizleistung zum Aufheizen und 50...60 Watt im Dauerbetrieb.
Es gibt technische Gründe für diese Art der Erwärmung.

Als Heizelement möchte ich einen Durchlauferhitzer aus einem dickwandigen Alu-Rohr fräsen, welches mit PTC-Heizelementen bestückt ist.

So was hier z.B.:
https://de.aliexpress.com/item/constant ... 15744.html


Jetzt sind die Angaben bei solchen Elementen immer sehr kryptisch.
Hier wird die Leistung mit einmal 30Watt und einmal als "max power" mit 150 Watt angegeben, was ja schon ein Riesenunterschied ist.
Hat vielleicht mit der speziellen Wirkweise dieser PTC-Elemente zu tun.
Aber was bekomme ich da für mein Geld genau?

30 Watt wären mir zuwenig und drei gekoppelte Elemente, die u.U. zeitweise zusammen 450 Watt zögen, würde die ganze Stromversorgung, gemessen am Dauerleistungsbedarf, nur unnötig aufblähen.
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Re: PTC Heizung

Beitragvon bastelbjoern » Sa 17. Feb 2018, 16:35

Wenn ich das richtig zusammen bekomme
Eine PTC Heizung hat eine fast gleichbleibende Temperatur ( bisschen Hysterese ist immer)
Wenn sie kalt ist, also in deinem Fall maximal 150 W. Wenn Betriebstemperatur erreicht ist geht die Leistung runter. Keine Wärme abnehmen heißt 30 W

sonst irgendwo dazwischen.
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Re: PTC Heizung

Beitragvon uxlaxel » Sa 17. Feb 2018, 16:35

suche mal nach "rohrbegleitheizung", da gibt es welche, die selbstregulierend ist und für warmwasserleitungen ausgelegt sind, die also immer 50 grad oder so halten.
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Re: PTC Heizung

Beitragvon Harley » Sa 17. Feb 2018, 17:46

Du kannst auch einfach eine billige Heissklebepistole ausschlachten (wenns denn 230V sein dürfen) ...
(kommt natürlich auf den Wasserdurchfluss an, und wie heiß es werden darf)
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Re: PTC Heizung

Beitragvon ferdimh » Sa 17. Feb 2018, 17:51

Ich kann jetzt mal für die Lötkolben-PTCs sprechen: Die sind tatsächlich insbesondere kalt erschreckend niederohmig, da kommen 150W durchaus hin. Die andere Zahl ist dann eine mehr oder weniger gute Schätzung der Leistungsaufnahme in der Praxis (als Lötkolben) + einen gewissen PMPO-Faktor, damits nach mehr aussieht.
Ich vermute, dass das bei derartigen Heizern wie hier beschrieben ähnlich aussieht.
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Re: PTC Heizung

Beitragvon Frickelfreddy » Sa 17. Feb 2018, 18:09

Danke Leute,
also Kleinspannung sollte auf jeden Fall sein.

Das mit der gleichbleibenden Temperatur und der damit bei steigender Temperatur abnehmenden Aufnahmeleistung habe ich mir auch noch so in einer anderen Artikelbeschreibung zusammengelesen.
Das käme mir ja sogar zupass, wenn man denn ein Heizelement mit der erforderlichen Spannung, der benötigten Startleistung und der gewünschten Endtemperatur bekäme.
Das gibts aber wohl nicht.
Aber eine Regelung via PT 100 gibts ja auch schon für einen 10er und ist eigentlich auch schon vorgesehen.

Was mich aber etwas verwirrt, ist, daß ich für andere Zwecke (Antibeschlag an Optik) schon zwei ähnliche Module (12V / 60°C) mit angegebenen je 20W benutze.
Ich habe da nie nachgemessen, weil das praktische Ergebnis nach dem Zusammenbau in Ordnung war.

Heute aber nun doch.
Und da zeigte sich bei beiden Bauteilen, daß die (Raum- und damit Starttemperatur im Schuppen knapp über 0°C; also eiskalt) bei ihren 12V nur je etwa 0,9 A aufnehmen.
Das macht für mich keine 20, sondern maximal 10Watt.
Die Erwärmung endete bei einer Temperatur, die ich noch gut mit der ganzen Hand greifen konnte; also deutlich unter 50°C; darüber fühlt sich so was unangenehm an.

Währenddessen sank der Strom auf 0,8A ab.
Da hatte ich mir aber deutlich mehr Bewegung in der Kennlinie versprochen.


Oder mache ich jetzt einen Denkfehler?
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