Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Der chaotische Hauptfaden

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Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon RFreddy » Sa 17. Feb 2018, 20:18

Hi, ich wollte mich mal umhören wie in eurer Gegend die Schrottplätze so aufgestellt sind.

Darf man als Bastler aufs Gelände?
Wie erfolgt die Preisfindung?
Besonderheiten?
Was gibts zu holen?

Wir haben hier in der Gegend 4 Plätze.

Beim einem darf man am Wochenende suchen und bezahlt nach kg, beim nächsten Zutritt verboten, beim wieder nächsten sehr schwankende Regelung von Ja klar bis Verschwinde innerhalb einer Woche. Der letzte ist auf dem Land da darf man immer hin - es gibt nur ausser kaputten Landmaschinen nicht viel zu holen.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon MichelH » Sa 17. Feb 2018, 20:22

Ich hab hier zwei plätze zur Hand.

Der eine ist eher klein und es ist glückssache ob mal gute Sachen da sind. Da da viele firmen in der nähe sind liegen da aber des öfteren auch richtig feine sachen rum.
Bei dem wird nach Laune des Besitzers Bar auf Tatze bezahlt. Bin da schon ein paar mal mehere 50m Ringe steuerleitung für einen einstelligen Betrag gekommen.

Der andere Schrotti hier ist riesig und hat eigentlich immer was da. Bei dem wird konsequent nach Kg abgerechnet. 2,-/KG
Also eher teuer aber der lässt auch mit sich reden
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Virtex7 » Sa 17. Feb 2018, 20:57

Servus!

Ich hab hier die Erfahrung, dass kleine Plätze eher was rausgeben als große. Bezahlung nach Laune, Gewicht und so weiter.
Letztens war ich bei einem größeren, der wollte mit Verweis auf ein "Abfallgesetz" gar nichts rausgeben, da muss ich nochmal nachbohren was das soll.

Städtische sind dann noch schlimmer, da gibts hier zumindest gar nichts.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Lukas_P » Sa 17. Feb 2018, 21:08

Also bei uns hier ist das so ... Wir habeb eine Müllsammelstelle die von der Gemeinde betrieben wird (6-7 schütten aufm Bauhof die paar mal die woche betreut werde ) und ne gitterbox für elektrokleinsachen... da kann (ich) mich bedienen wenn ich möchte (das landleben hat halt vorteile das man alle möglichen Leute kennt :mrgreen: )

allerdings wurden "Sperrmüll" und Metall "outgesouced" zum ansässigen Recyclingunternehmen da darf man sich nichts mehr wegneh.en ... aber dafür hat unser Eisenbahnverein einen Schrottcontainer ind dem gefühlt halb Osttirol sein Zeug entsorgt ... da hab ich schon mehrere sätze Werkzeug, Bombensplitter und ein Elektrodenschweissgerät so wie Vieeel verwertbares an rohren und Profilen rausgezogen. Wenns dann dochmal bisschen was spezielleres ist geh ich zum Schrotter ne halle weiter, dem wir in der vergangenheit schon einiges an Material verkauft haben (Nachbarschaftshilfe und so), da bekomme ich auch immerwider mal was für gute Preise
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Frickelfreddy » Sa 17. Feb 2018, 21:24

Doppelpost; sorry
Zuletzt geändert von Frickelfreddy am Sa 17. Feb 2018, 21:26, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Frickelfreddy » Sa 17. Feb 2018, 21:25

Das Thema ist bei mir durch.

Als Einachserschrauber konnte man da, bei unserem privaten Schrotti, früher (vor 20 Jahren) zum dreifachen Schrottpreis (irgendwie so 17Ct./kg) jede Menge Teile und auch ganze Maschinen bekommen. Auch ganze Kreissägen, Dickten oder Schlagscheren.
Für den Schrotti wars ein Bombengeschäft und für mich auch.
Seit der Kerl gesehen hat, für was man solche Teile in der Bucht einstellt (einstellt wohlgemerkt; nicht verkauft), ist er gierig geworden.

400,-Euro für einen Holder E5, der seit mindestens 20 Jahren mit offener und mittlerweile vollgelaufener Kerzenbohrung unter freiem Himmel steht, ist nur noch frech.
Da kann man mit viel Glück vielleicht noch Getriebeteile von verwenden. Spricht man ihn auf den üblichen Wert an (bstenfalls 150,-EUR, wenn das Ding absolut komplett ist und der Motor dreht) gibts dann die szenetypischen Reaktionen. Aber selbst wenn, dafür bekäme ich so was an 20 Stellen im Umkreis.

Vadder sagte immer: "Mach keine Geschäfte mit Gebrauchtwagenhändlern, Kirmesleuten oder Schrotthändlern; dat is een Zuart!"

Recht hatter!
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Obelix77 » Sa 17. Feb 2018, 21:55

Gibt es HIER leider GAR nicht mehr.
Autoverwerter ja, aber das wird alles SOFORT
eingepresst.
Sowas wie vor Jahren, dass man sich mal eben
nen Motor, Getriebe oder Schiebedach ausbauen kann
gibt es NICHT mehr.
Nur noch den Verweis nach Ebay.

Echt schade.

Lg,
Dirk

PS: Standort Stuttgart, Selbst für so "Allerweltskisten" wie den
Passat 35i FL ist echt 0, garnienichts mehr zu bekommen!
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon RFreddy » Sa 17. Feb 2018, 22:03

Und wie sieht es mit Altmetallverwertern aus wo Industrieschrot kommt?
Hier hat bei uns die Auswahl sehr nachgelassen - vor ein par Jahren kamen ständig volle Schauschränke mittlerweile fast gar nichts mehr...
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon plottermeier » Sa 17. Feb 2018, 23:11

Hi,

hier gibt es nen sehr großen Schrottplatz, einen etwas kleineren und Georgs Firma. Bei allen Dreien kann man fast alles, was gebracht wird, auch wieder abkaufen. Bei Georg hab ich sowas wie ne Flatrate :-)
Die Wertstoffhöfe hier geben hingegen im täglichen Betrieb praktisch nichts wieder raus. Einmal im Monat ist allerdings Verkauf. Leider sortieren die vor und verkaufen die nur Zeug, das ich nicht brauchen kann...

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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Nicki » So 18. Feb 2018, 00:39

Ich habe hier einen Autoschrottplatz in der Nähe, wo es vom LKW-Motor bis runter zum Diesel-Eintopf (habe leider keinen Platz für einen solchen) recht viel gibt. Der nimmt zwar ebayübliche Preise, lässt mir die Sachen aber manchmal etwas günstiger - wobei sich z.B. lange Kabelbäume für mich selbst zum Kupferpreis noch lohnen.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Roehricht » So 18. Feb 2018, 12:20

Hallo,
in HH gibts mehrere . Davon kenne ich drei. Bei denen darf man suchen, abschrauben ausbauen nach Lust und Laune. Eine nimmt Kilopreise und zwar konsequent, der anderen beiden sind verhandlungsbereit. Das geht da so. man legtv was man haben will zusammen, geht in Bürocontainer und holt den Chef zu den Sachen. Der kuckt sich das an und sagt den Preis an, und die sind immer gut. Es gibt noch ein 4. Der lässt leute nur auf den Hof die er kennt. Die dürfen da auch was abbauen. Ganze Geräte gibts nicht. Der hat da wohl was unterschrieben das kein Gerät wieder verkauft werden.
Die haben hauptsächlich Industrieschrott. Also Schaltschränke, Maschinen , Geräte und Apparate. Einer davon bekommt auch viel von Schiffswerften. Da gabs ja kürzlich das Radargerät und vor Jahren eine komplette Kurzwellen Funkanlage von Hagenuk.

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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon RMK » So 18. Feb 2018, 15:19

ich hab hier nen kleinen Buntmetallhändler, der Industrieschrott (ausser Eisen/Stahl)
zum Kilopreis (2EUR) rausrückt (okay, die nagelneuen noch eingewachsen
HSS-Fräser waren bisl teurer), Problem ist nur dass der einen rasanten
Umschlag hat - heute da, morgen weg. Ich hab aber nicht Zeit da täglich
aufzuschlagen....

dann gibt's noch nen grossen Schrotter der alles mögliche hat, man darf auch
kramen, Bedingung ist nur: Warnweste anziehen ;-)
man macht nen Haufen und der Chef sagt dann nen Preis- sehr okay.
Kürzlich hab ich für 20 Kilo Vierkantrohrschrott usw nen Fünfer bezahlt.

Ansonsten wird's hier auch eng... Wertstoffhof darf ich je nach Besatzung auch
ab und zu was mitnehmen, wenn's unauffällig passiert.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 18. Feb 2018, 18:34

Unser Wertstoffhof hat Sonntag geschlossen und ein Loch im Zaun, so sagt man sich....
Autoverwerter gibs hier auch welche, da muss man aber bei den Preisen aufpassen, das man nicht zu viel bezahlt.
Dann gibs noch einen Schrotthändler in Stade, da gib´s auch mal Auto´s, da kann man sich dann abschrauben und für´n guten Kurs mitnehmen aber das ist da nicht das Kerngeschäft. Autos werden da abgegeben und dann trockengelegt, was nicht ausgebaut ist wenn die Kontainer kommen ist mit weg. Kleingeräte wie Kettensägen usw geht meist an die Angestellten.
In Delmenhorst ist noch einer, da kann man zum Kg Preis was aus dem Haufen ziehen. War da am WE, Lag ein Stromagregat ohnen Generator und ein komplettes so wie ein Motorbetriebender Erdbohrer... Ich konnte mich bremsen
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Geistesblitz » So 18. Feb 2018, 20:01

Hier gibts sicherlich auch welche, aber bisher nie geguckt, wie es da so aussieht mit Mitnehmen. Ich hab nur von Ludwig erfahren, dass er sich da schonmal schlau machen wollte und bei einem Schrottplatz/Wertstoffhof schon allein bei der Frage ein Hausverbot einkassiert hat. Daher hatte ich irgendwie auch nicht weiter versucht, zu gucken, aber vielleicht könnt man doch nochmal nachforschen. Wie bringt man eigentlich am besten in Erfahrung, wie die Leute von dem jeweiligen Platz ticken? Ist es denen lieb, wenn man mehr hinbringt als mitnimmt, oder ist sowas egal?
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 18. Feb 2018, 21:06

also bei dem in DEL
bring ich ja auch öfters was hin. Da hab ich halt mal gefagt ob ich mal schauen darf. War aber nix dabei. Da sind aber ab und an mal welche die sich Kram holen.

Beim Wertstoffhof hat Tom mal gefragt ob er das E-Mobil mitnehmen darf. Er hat auch noch ein Fahrrad bekommen
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon RMK » So 18. Feb 2018, 22:00

was steht denn im Abfallgesetz genau drin?
war da nicht was im Sinne von "verwerten kommt vor vernichten/verschrotten"?
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Toddybaer » So 18. Feb 2018, 22:30

Ja schon... aber

Müsste der Schrotthöcker nicht auch Gewährleistung bei Verkauf an Privat geben?

Und wenn ich jetzt "problematische" Sachen kaufe und die als Privatmann dann in´n Wald schmeiss. Kann der Händler dann belangt werden?

Ich kann die schon verstehen das die nicht so einfach abgeben wollen
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon ludwig » So 18. Feb 2018, 22:31

Die dürfen soweit ich weiß nichts raus geben. Auch nicht gegen Geld. Sie sind verpflichtet, das zu vernichten. Begründung: Damit das Zeugs nicht am Ende ausgeschlachtet im Wald liegt oder zur Verwertung nach Afrika geschickt wird.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Virtex7 » So 18. Feb 2018, 22:48

effektiv ja. sogar die Entnahme von Bauteilen und Baugruppen ist explizit genannt. Leider stand da auch was von wegen "man müsse ein Verwertungsbetrieb sein", um von den Sammlern die Teile sinnvoll bekommen zu können.
Dabei geht es darum, dass E-Abfall (Achtung. es gibt neuerdings keine Unterscheidung mehr zwischen Abfall zur Verwertung und Abfall zur Entsorgung mehr!!) nicht exportiert oder anderweitig vertragen wird. Aka Umweltschutz.

Mit demselben Grund wird allerdings auch die Argumentation "Wiederverwenden statt Recyceln" genannt. Man müsste es schaffen als "Vorbehandlungsanlage" für E-Schrott zertifizieren zu lassen und dann gewerblich die Teile als Ersatzteile, evtl. auch nach E-Gesetz, weiterzuverkaufen.. Damit könnte einem dann keiner was und auch die Eschrott-Leute hätten Gewissheit, dass ihnen beim Verkauf nichts passieren kann.

Ich muss mal rausfinden, ob die Haftung auch auf den Schrotter übertragen ist oder sich komplett abwälzen lässt. Letzteres wäre sehr sinnvoll, damit die Leute ohne Angst vor jur. Problemen Zeug rausgeben.

Ludwig: diese Begründung ist der aktuellen Gesetzeslage nach Unsinn.
-> https://www.gesetze-im-internet.de/elektrog_2015/__20.html
direkt Satz 1 sagt aus, dass es immer geprüft werden MUSS. ob Teile oder Bauteile zur Wiederverwendung taugen.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Chefbastler » So 18. Feb 2018, 23:11

Hier gibts keinen Nennenswerten Schrottplatz. Nur ein paar Wertstoffhöfe in der Gegend. Früher war Mitnehmen kein Problem.
Heute ist das dort ein Schwerverbrechen und wird mit Diebstahl geahndet. Weil sobald was im Container liegt es Eigentum der Stadt ist.
Anderseits ist da in Ländlicher Gegend eh nur zu 99,9% nur Consumerelektronik drin.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon xanakind » So 18. Feb 2018, 23:22

Virtex7 hat geschrieben:Ludwig: diese Begründung ist der aktuellen Gesetzeslage nach Unsinn.
-> https://www.gesetze-im-internet.de/elektrog_2015/__20.html
direkt Satz 1 sagt aus, dass es immer geprüft werden MUSS. ob Teile oder Bauteile zur Wiederverwendung taugen.


Genau das ist auch die Begründung hier :roll:
Am besten diesen Gesetzestext ausdrucken und mitnehmen.
Ich glaube, ich werde der Stadt mal eine Mail zu diesem Thema schrieben.....
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Virtex7 » Mo 19. Feb 2018, 00:30

ich fürchte aktuell, dass die Zertifizierung der Sache die Nase brechen kann. da müsste man mal entsprechende Stellen mit Ahnung anpingen und fragen ob mit einer schriftlichen Zusicherung der Ordnungsgemäßen Entsorgung der Reste dem Gesetzestext Genüge getan ist.
Prinzipiell sehe ich das so, wie wenn man Baugruppen online kauft und diese dann auseinander baut. Das einzig andere ist in dem Fall, dass die Teile als irgendwas spezifiziert sind und die Sachen vom Schrott erst mal als Abfall. Gut. Da es Abfall zur Entsorgung nicht mehr gibt (Ausnahme z.b. für infektiöses Material oder Militärtechnik, steht aber auch im Gesetz klar drin) sehe ich auch nicht das Problem der Neudefinition von Abfall zu Elektroteile.

TODOs:
1. Rausfinden ob es für einen Privatmenschen möglich ist, die nötige Haftung für den Umgang mit Elektroschrott zu übernehmen. (Normal muss man da Entsorgungsfachbetrieb sein)
2. Rausfinden ob es auch möglich ist, als Privatmensch eine Vorbehandlung (== Ausschlachten und sinnvolles weiterverwenden) von E-Schrott zu machen. Wenn ja. PROFIT.

Wenn auf beide Punkte eine Sinnvolle Antwort gefunden wird, sehe ich es sogar als verpflichtend für die Entsorger, Zeug rauszugeben, weil man dann im Sinne des ESchrott-G handelt und wiederverwenden >> verschrotten.


Anwalt müsste man sein :P
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon FingerMax » Mo 19. Feb 2018, 03:14

Naja, kommt halt drauf an, wonach du auf der Suche bist. Ich bin leider selbst noch nie auf die Idee gekommen - suche auch aktuell ja nichts. Aber wir haben einen Schrottplatz tatsächlich in der Nähe. Sollte ich mal was Entsprechendes gebrauchen können, mache ich mich dort mal schlau.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Virtex7 » Mo 19. Feb 2018, 04:11

suchen? joa. ein paar kleinkonische Ventile für Gasflaschen... vorzugsweise CO2 und Sauerstoffgewinde.

aber sonst bin ich da ein Überzeugungstäter, was diese jur. Geschichten angeht.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Desinfector » Mo 19. Feb 2018, 08:35

Soviel mechanisches, dass Schrottplätze dafür jetzt exorbitant wichtig wären, mache ich nicht.
Natürlich bleibts aber interessant mal zu stöbern.
Besonders, wenn mal wieder Magnesium oder Titan in der Alu-Kiste liegt.

Aber sonst:
Wenn Ihr Schrotter kennt, bei denen auch mal etwas NICHT immer nur im Regen steht?
-Glückwunsch.

Die einzige Ausnahme ist hier einer mit 'ner Halle, wo es dann auch GiBo-weise Elektronikteile gibt.
aber hier sind dann auch alle Kabel und Container mit ganzen Geräten schon wieder nur im Regen.
Oder kürzlich ne gute Ladung mit Schrauben aller Art... alles verrostet.

Mich würde dabei übrigens mal interessieren,
was solche Plätze für Schadstoffe ins Grundwasser ablassen.

Üblicherweise erwische ich immer Schrottladungen,
die an den selben Stellen wie alles andere steht,
Und kaum guckt man sich das an

ÖÖÖJ dat üs all verköfft, dorvun giffat nix

(das ist alles verkauft, davon gibt das nix)

nee also mit Schrottern bin ich im Grunde auch durch.

Ich schaue dafür bei Leuten vorbei, die was in "Zu-Verschenken-Börsen" stellen
und gucke mir auch nur Sachen aus, die ziemlich auf dem Arbeitsweg liegen,
also ohne viel Umweg einzusammeln gehen.
Da gibts selbst in meiner Kaggerlatschengegend :roll: immer was.

die Bude ist nach ner Ausmistung schon wieder ziemlich voll
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