Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Mista X » Do 22. Feb 2018, 21:09

Bin ich eigentlich der einzige Verrückte hier der mit mehr vom Schrotti kommt als er hingebracht hat? :mrgreen:
Heute wieder mit Taktik B unauffällig wieder so ne Kompaktanlage, eine elektronische Schreibmaschine von Commodore en Fön und Kleinkrams eingesackt.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Geoschreiner » Fr 23. Feb 2018, 01:22

Roehricht hat geschrieben:Dann hat er sich son Apparat besorgt wie man es aus den CSI Krimis kennt. Ein Massenspektrometer als Handgerät. Das hält er an das angeliefertes Material und schon hat er die Zusammensetzung vom Schrott ... Was das Teil gekostet hat wollt er mir nicht sagen.


Sind gar nicht so billig, zB: https://www.911metallurgist.com/blog/po ... yzer-price
Also, falls mal jemand sowas im E-Schrott findet und das Ding auch noch funktioniert - ich würde es nehmen.... ;-)

Zum Thema an sich: Leider hat das Augsburger Schrott/Material-Paradies vor ein paar Jahren die Pforten für immer geschlossen - der gute Herr ist im hohen Alter leider irgendwann verstorben. Ansonsten gibts einen Schrotter, bei dem man evtl. auf den Platz darf. Der hat aber fast nur Dinge, die sich von Hand kaum tragen lassen (Brennschneidreste von dicken Grobblechen mit >10cm, Vollmaterial in ähnlicher Größe) und ist so für unseren Bedarf wohl auch wenig interessant. Falls jemand in der Region etwas kennt....
Da scheint es im Norden teils noch vernünftiger zuzugehen.
Der örtliche WSH gibt manchmal etwas her, aber das kommt immer seltener vor. Es wird bald nur noch Müll weggeworfen... :?
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Virtex7 » Fr 23. Feb 2018, 04:34

@Röhricht: das ist kein MS, sondern ein Radar/Röntgen/sonstwas-Spektrometer.
Massenspektrometer beruht darauf, dass eine Probemasse meist durch Ionisation in ihre Bestandteile zerrissen wird und dann in einem kleinen Teilchenbeschleuniger die Masseverteilung der Restfetzen gemessen wird. Das ist durch die Hochvakuumkammer und die dazu nötigen Pumpen kein Handgerät.

Meiner wiegt ~60kg ohne Vorpumpe und Steuerung... Da geht was.
Restlichtverstärker für die Cam muss ich auch mal aufbauen, das ist eig. eine gute Idee.

Ich sprach allerdings auch nur über das was ich so kenne und extrapolierte. Nur wenige Schrottplätze werden diese Ausstattung haben.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Mirqua » Fr 23. Feb 2018, 07:39

Bei uns ist es richtig schlimm geworden.
Früher konnte man UMSONST seinen Sperrmüll abgeben (mit Karte).
Es gab da für jeden Bereich einen Container. Konnte da früher einige Ersatzteile für meine
Weißware generieren.
Jetzt verlangen die für die Abgabe so 7 Taler, also ENDEGELÄNDE.
Auch der örtliche Schrottcontainer wurde von der Gemeinde verboten;
es ist hier wirklich zum K.....

Nachtrag: da die Abholung von Sperrmüll zwischen Meldung an den Entsorger und der Dienstleistung
gerne mal 4 Wochen (oder noch länger) dauern darf und NUR der Müll abgeholt wird der vorher
GENAU angemeldet wurde,, könnt ihr euch vorstellen wie viele wilde Müllkippen es jetzt in Wald und Flur
gibt.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Desinfector » Fr 23. Feb 2018, 08:43

jetzt weisst du auch warum sich die "Haufen" in Industrieruinen so schnell vermehren.

Und das beste ist:
man bekommt gelbe Säcke hier NUR NOCH auf dem Amt.

vorher klebte man einen Zettel "Bitte Gelbe Säcke" an den Müllsack
und dann lag auf deinem Grundstück 'ne neue Rolle.

"Die" wollen es doch nicht anders
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Mirqua » Fr 23. Feb 2018, 09:16

Gelbe Säcke sind bei mir das nächste Reizthema.
Die waren bei uns mal so dick wie normale Müllbeutel, jetzt sind die so dünn
das die razfaz bei jedem Sch.. aufplatzen. Und wenn das beim Verladen passiert,
wird der Inhalt auf dem Weg verteilt.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon PowerAM » Fr 23. Feb 2018, 10:20

Die extrem dünnen gelben Säcke zerrupfen auch die Vögel, der Müll fliegt dann umher. Man bekommt sie in meinem Dorf bei Rewe, bei der Esso-Tankstelle und in einigen kleinen Läden. Aber immer nur eine Rolle. :lol: Für den gehbehinderten Nachbarn eine Rolle mitbringen... :roll:

Sperrmüll wird man bei uns nach wie vor mit der Sperrmüll-Karte los. Die ist in der Abfall-Fibel enthalten (Postwurfsendung, jährlich im Januar) und nennt u. a. alle Termine für Restmüll, gelbe Säcke usw. sowie die Pläne für die Straßenreinigung. Also einmal Sperrmüll pro Kalenderjahr und Haushalt kostenlos, darüber hinaus zahlst du jede Abfuhr mit einer Pauschale. Einzige Ausnahme: Du ziehst aus, um oder neu ein. Dann darfst du dir im Rathaus eine kostenlose extra Karte holen, die du natürlich nur in Verbindung mit deiner An- oder Abmeldung in der Meldestelle bekommst. Zwar soll man angeben, was man abgeholt haben will, nur reichte bisher die Angabe "Alt-Möbel" vollkommen aus. Auslegeware, raus gerissenes Laminat und Matratzen wird man problemlos los. Bei Altreifen, Ölkanistern oder Elektronik-Schrott ist die Toleranzgrenze jedoch überschritten. In meinem Haus-Aufgang hatte es sich etabliert, seine Nachbarn mit einem Zettel im Eingangsbereich auf die bestellte Sperrmüll-Abholung hinzuweisen. Irgendwer stellt immer noch etwas dazu. Um keine Ableger sonstigen Mülls anzulocken, sollte man sein Zeug erst am Morgen des Abholtages raus stellen. Ansonsten liegen doch wieder Altreifen oder Ölkanister daneben.

Krimineller ist es mit den Wurfzetteln, die immer wieder zum Rausstellen von alten Elektrogeräten, Alufelgen, Fahrrädern usw. auffordern. Entweder kommt niemand zur Abholung oder die nehmen tatsächlich nur ausgesuchte Sachen mit. Der Rest bleibt freilich stehen und niemand räumt irgendwas weg. Das macht dann meine Genossenschaft bei der nächsten Hausmeister-Runde und legt die Entsorgungskosten über die Nebenkosten um. Vor zwei Jahren hätten sie über 2000 EUR für die Entsorgung abgelegten Mülls, Elektroschrott oder Altreifen bezahlt. Subjektiv muss es im vergangenen Jahr mehr gewesen sein.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Desinfector » Fr 23. Feb 2018, 12:34

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Vor zwei Jahren hätten sie über 2000 EUR für die Entsorgung abgelegten Mülls, Elektroschrott oder Altreifen bezahlt. Subjektiv muss es im vergangenen Jahr mehr gewesen sein.


und in Wirklichkeit nur Eins-Fünf...

für ,5k€ sammel ich den Schrott dann auch gerne ein.
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Kuehnetec » Fr 23. Feb 2018, 12:49

Auslieferungsfahrer die braune,weiße Ware und Mödel ausliefern
sind eine ergiebige Quelle.

Auch Wohnungsentrümpler,Hausmeister sind meistens freundlich gesinnt.
Diese Leute kann man diskret ansprechen aber
man sollte nicht allzu knickrich sein mit den knisternen Scheinen.
Meistens gibts dann auch einen Anruf wenn was lohnendes für das eigene Beuteschema abzugreifen ist.

So kommt man auch zu gebrauchen oftmals sehr gut erhaltenen Möbeln oder kompletten Einbauküchen & Geräten.
Ich habe das so schon angewendet und für Bekannte über eine solche Quelle eine perfekte saubere Einbauküche
an Land gezogen zum sozialen Preis.

Die Auslieferungsfahrer sind oft One-Men selbständige oder Pauschalkräfte,Teilzeitjobber
präkär Beschäftigte die sind immer empfänglich für ein paar kleine bunte Scheine und freundliche Ansprache.
Die Kollegen müssen meistens puckeln bis zur Erschöpfung zu unterirdischen Bedingungen und Verdiensten.
Das sind die "neuen" Arbeitsplätze die über Mobcenter,Skla*ventreiber,Lohnkostenzuschüsse befristet so geschaffen werden
im Jobwunderland.

Ein bisschen freundliche Ansprache und der LKW kommt gerne auch mal auf eine Kaffeepause vorbei und man kann stöbern.
Bei E-Geräten ist es sinnvoll einige Technikleichen auf Vorrat liegen zu haben damit die Papiere wieder stimmen.
So ist der Grundig Trutzenstein von Oma Erna Sack noch gut angelegt als Tauschgut gegen den 55" Flat TV...!!
Die Hauptsache ist die Menge stimmt und die Frachtpapiere sind OK das ist wichtig!

Die Leute auf den Re-Höfen sind oft Mitarbeiter die in den Entsorgungfirmen aufgrund von Krankheit oder Unfällen leistungsgemindert
sind und dort ihren "geschützten" neuen Arbeitsplatz im Unternehmen gefunden haben.
Die meisten der Mitarbeiter würden lieber wieder auf ihren alten Arbeitsplatz zurück und lieber Müllauto,Spüler,Sauger fahren
denn oftmals fehlen beim Gehalt ein paar bunte Scheine durch die Zulagen jeden Monat in der Lohntüte
und man steht auf den R-Hof immer unter direkter Beobachtung der Chefetage.

Aber diese Leute sind aber eher für "ich helfe dir" zu begeistern als für tellerbunte Knete
denn die finden auch mal was schönes was aber natürlich kaputt ist und genau da kann man
mit unserer "Erkrankung" der Bastelsucht helfen und die Solargartenlaterne diskret zu fixen.

Es ist wie im realen Leben man muß es austesten wo der Mitarbeiter seinen offenen "Port" hat
und auf was er empfänglich reagiert.

Mfg Andreas
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Re: Schrottplätze als Materialquelle Eure Erfahrungen

Beitragvon Desinfector » Fr 23. Feb 2018, 12:59

Kuehnetec hat geschrieben:So kommt man auch zu gebrauchen oftmals sehr gut erhaltenen Möbeln
oder kompletten Einbauküchen & Geräten.


davon laufen die "Zu Verschenken"-Börsen schon regelrecht über.
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