VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Obelix77 » Mo 5. Mär 2018, 23:21

Sodele!

Ich habe das Auto am Sonntag in eine örtliche, freie Werkstatt
überführt. Nochmal Zähne zusammengebissen, aber das ging.
Zum Glück war das nicht weit.
Hatte ja auch eine "Eskorte" *ggggg*

Heute haben die sich gemeldet, Der Austausch mit ORIGINAL
BKV, dem Schlauch und Entlüften des ABS kostet 550 bis 600€.

Ist mehr als erwartet, aber Okay. Die Typen sind umgänglich, freundlich
und machen einen kompetenten Eindruck.
Morgen wird der Auftrag (mit Preisdeckelung!) erteilt,
und dann sollte der Rollschuh bis zum Wochenende wider fahrbar sein.

Den alten BKV sollen die in den Kofferraum legen,
das will ich GENAU anschauen.
Und davon werden dann auch noch Fotos hier veröffentlicht.

Die Sache mit den Sachverständigen ist super lieb gemeint,
aber dafür fehlt schlicht und Einfach das Geld.

Lg, Dirk (der froh ist, daß dieses Problem von der "Liste" ist!!!!)
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Obelix77 » Di 27. Mär 2018, 21:00

So, es hat eine ganze Weile gedauert!
Irgendwie haben die das Ersatzteil nicht herran bekommen.
Jedenfalls war der Luperich heute zum Abholen bereit.
Scheint so, als ob alles sauber funktioniert.
Gekostet hat das jetzt wohl 519€.

Mehr am Wochenende, ich habe das Fzg noch nicht gesehen.

Jetzt muss das Teil noch durch den TÜV und dann kenne ich eine,
die sehr sehr glücklich ist *ggg*

Lg,
Dirk
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Tesla » Mi 28. Mär 2018, 12:58

Jünge des Herrn, das ist echt ne Stange Geld für so einen Resttüvhaufen. Das ABS entlüften geht bei den Kisten per OBD. Habe mich schonmal an nem A4 totentlüftet, bis mich Felix darauf hingewiesen hat, dass man den ABS-Block ansteuern muss.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Luftwatz » Mi 28. Mär 2018, 13:26

Böse Zungen behaupten das der ABS Block sich im Zweifelsfall auch während der Fahrt selbst entlüftet, sofern man das ABS gezielt zum arbeiten bringt. Aus eigener Erfahrung bin ich geneigt das zu bestätigen. Hintergrund: bei einem Fahrzeug sollte die Vertragswerkstatt die Bremsflüssigkeit wechseln. Bin immer gern zugegen wenn andere an mir anvertrauten Fahrzeugen schrauben. Der Mechaniker hat das Entlüftungsgerät an dem Bremsflüssigkeitsvorratsbehälter angeschlossen, dann an den vier Bremszylindern die Entlüftungsschrauben geöffnet und Flüssigkeit solange ablaufen lassen bis klare Bremsflüssigkeit ausgetreten ist. Dann meldete er den Vollzug des Bremsflüssigkeitswechsels. Habe ihn dann gefragt, ob er nicht etwas vergessen hat. Seiner Meinung nach nicht :shock: . Das die Kupplungbetätigung ebenfalls hydraulisch erfolgt und aus demselben Behälter wie die Bremsanlage gespeist wird hat er übersehen. Daraufhin hat er am Auto weitergemurkst mit dem Erfolg, das nach dem verlassen der Werkstatt die ABS Kontrollampe aufleuchtete. Wie er das geschafft hat weiß ich nicht, aber der ABS Block war plötzlich defekt. Daraufhin gabs einen neuen (gebrauchten) Block und ein anderer Mechaniker hat unter Zuhilfenahme eines Laptop die Bremsanlage (versucht) zu entlüften. Ende vom Lied: das ABS funktionierte zwar wieder, aber in den folgenden Wochen fehlte immer wieder etwas Bremsflüssigkeit obwohl die Anlage dicht war. Einzig mögliche Erklärung dafür sind wohl wirklich Lufteinschlüsse im ABS Block gewesen, die nach und nach rausgespült wurden. Das hier beschriebene Fahrzeug wird regelmäßig für das trainieren des "Bremsschlags" eingesetzt, sprich das ABS kommt regelmäßig zum Einsatz.
Viele Grüße
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon radixdelta » Mi 28. Mär 2018, 13:36

Ich finde den Preis für die Reparatur aber ok. Da hätte ich fast mit mehr gerechnet.
Ob das dann lohnt ist eine andere Frage. Andere Autos haben dann andere Probleme, bei diesem kennt man die Probleme und teilweise sind sie ja auch schon beseitigt. Von daher ist ein Gebrauchter im selben Zustand für die Reparaturkosten wohl nicht zu haben.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Nicki » Mi 28. Mär 2018, 18:43

Das ist anders gerechnet mehr als die Hälfte meiner sämtlichen Wartungs- und Verschleißreparaturkosten an der Hausfrauenschleuder und fast das Zwanzigfache der Kosten für die Aktion "Zylinderkopfdichtung vom Wohnbomber tauschen" ;)
VCDS gibts um 15€ beim Chinesen, die Investition hat sich schon paarmal gelohnt.
Meiner bisherigen Schrauberfahrung nach erfordert das Bremssystem etwa auf Hausinstallationsniveau Aufmerksamkeit, was da generell an Geschiss gemacht wird, halte ich angesichts der geringen Zahl der "single points of failure" (und auf wie viele davon hat man als Frickler einen Einfluss?) für kaum begründet. Wie viele Autos mit einem Bremskreis für alle Räder sind überhaupt noch unterwegs?

Aber ich habe auch schon oft Airbags aus- und wieder eingebaut ;)
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon ferdimh » Mi 28. Mär 2018, 18:59

Die Frage ist, wie viele dieser Aktionen du alleine gemacht hättest. Ich kenne das von mir so, dass ich mich an viele Dinge nicht rantraue, bis ich sie einmal mit jemandem zusammen gemacht habe, oder ich in ner Werkstatt gesehen habe wie übel da gepfuscht wird.
Wenn man sich in der Sache nicht sicher fühlt, sollte man die Finger davon lassen. Und offensichtlich ist es nicht gelungen, zügig eine Supporttruppe (wie im Falle meiner Zylinderkopfdichtung, danke nochmal!) zusammenzustellen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein KFZ, dessen Macken man kennt, immer besser ist als eins, das verkauft werden soll und dessen Macken man (noch) nicht kennt. Der Automarkt wirkt erschreckend leer.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Matt » Mi 28. Mär 2018, 19:20

Ich mache zunehmend selber an meine Auto, mehre Situation zwingt mir.

1.) an meine olle Carisma wurde an Bremse von Flachwerkstatt (Vetragssauladen) gepfuscht, das hab ich einigesmal hier geschrieben.
2.) Importeur von Skyline hatte vergessen Check von Zahnriemen gemacht, was ich dann vor Ort mit ihm gecheckt habe (total überaltert) und dann nach Hause übergeführt und selber auswechseln.. bei RB-Serie ist ZR Tausch sehr einfach zu tauschen, viel angenehmer als an Frontkratzer mit(auch bei SOHC Kopf) zu arbeiten.
3.) Ich bin etwas sparsam und mache öfter selber und führt ihm durch TÜV, kostet oft mir nur paar hunni, das war es.

Hauptgrund: rumgepfuschte von P R O F I brachte mich dazu, dass ich es selber mache . -> nicht ohne Grund hab ich diese dämliche Avatar. :?
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Obelix77 » Mi 28. Mär 2018, 22:55

Sodele. Hier nun ein paar nähere Angaben.
Vielen lieben Dank an AndreasP, Der mir die Bilder
von WA per Mail schickte. Mein handy ist im Arsch....

Also ersteinmal die Rechnung:

Bild
Ehrlich - ich finde das OK!!
Wenn man bedenkt wie beschissen Eng das in dem Motorräumchen da so zugeht,
----bitte nicht selber machen---- ;-)

Beim Tüv war die Kiste auch (Madame war selbst vor Ort:)

Bild

Bild

Also 2 Federbeine gibts bei Egay für 25 Euros plus Versand.
Den Spritfilter für knappe 8 Euros.
Die Motorwanne kann man abspritzen. das die bei der LL
etwas sifft ist ja wohl klar.....
Und das Verdammte Bremslicht wird dann auch irgendwie gefixt.

Bekomme den Luperich übernächste Woche, und da werden die Mängel beseitigt.



PS: Bilder des kaputten BKV gibt es nächste Woche,
EVTL schon am Sonntag.

Lg,
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon radixdelta » Do 29. Mär 2018, 10:49

Wenn du Nachprüfung machst schaut er die Mängel genauer nach, das ist die Krux. Also Ölwanne sauber machen wird ihm nicht reichen, er wird wissen wollen was man gegen das Problem unternommen hat -> Schrauben sanft nachgezogen wäre eine passende Antwort.
Wenn du wegen der Federbeine eh auf 'ne Bühne gehst würde ich darüber nachdenken die Ölwanne fix zu fixen, wenn es wirklich nur die Dichtung ist. Entweder Dichtung besorgen oder Hylomar o.ä. nehmen, kostet weniger als Motorwäsche.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon sysconsol » Do 29. Mär 2018, 14:56

Hoffentlich ist der gebrauchte Bremskraftverstärker von der Sorte,
die nicht auseinandergedrückt werden kann.

Für die Ölwanne nimmt der Dilletant rotes (temperaturbeständiges) Silikon.
Ölwanne muss dazu ab, ist dafür hinterher dicht.
Und wenn man sie gleich lackiert, rostet sie so schnell auch nicht durch.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon radixdelta » Do 29. Mär 2018, 15:53

HT-Silikon und Flüssigdichtung dürften dasselbe oder fast dasselbe sein, allerdings unterscheiden sie sich Preislich auch nicht all zu sehr. Eine ganze Kartusche braucht man dafür ja nicht, dann sind die Metall-Tuben besser weil das Zeug da drin sehr viel länger hält.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Propeller » Do 29. Mär 2018, 16:51

Ich möchte zu bedenken geben, daß man bei Silikon(artigen) Dichtmitteln äußerst vorsichtig dosieren sollte. Die ansonsten aus der Dichtfläche herausquellenden Würste können gern mal in den feinen Ölkanälen landen und für Motorschäden sorgen.
Aus meiner Sicht ist Hylomar das Mittel der Wahl.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Nicki » Do 29. Mär 2018, 18:38

sysconsol hat geschrieben:Ölwanne muss dazu ab, ist dafür hinterher dicht.
Und wenn man sie gleich lackiert, rostet sie so schnell auch nicht durch.

Wenn es denn die Ölwanne ist.
Der benachbarte Kurbelwellendichtring wird auch nicht jünger.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Silikonstücke, die so dünn sind, dass sie durch das Ölpumpensieb gelangen können, auf dem Weg zum Ölfilter oder gar dahinter irgendwelche Ölkanäle verstopfen?
Da halte ich Verstopfungen durch sich beim Einsatz von stärker reinigendem Öl lösende Ablagerungen für deutlich gefährlicher weil wahrscheinlicher ;)
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Propeller » Do 29. Mär 2018, 19:40

Gut, ich bin Motore gewohnt, die kein als solches zu bezeichnendes Ölsieb vor der Pumpe haben. ;)
Abgesehen davon funktioniert Hylomar wirklich hervorragend. Ich arbeite sehr viel damit.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Nicki » Do 29. Mär 2018, 20:07

Der anfangs im 1.0-Lupo (dieser hier hat laut Fahrgestellnummer schon einen "normalen" AUC) verbaute AHT ist in der Tat eine urige Konstruktion, die letztlich ein umgefrickelter iirc damals schon fast 20 Jahre alter Skodamotor war :lol:
Warum man nicht von Anfang an einen EA111/113 eingebaut hat, ist mir ein Rätsel.
Den EA111 erkennt man am waagerechten Zündverteiler am Ende der Nockenwelle, die EA827 haben einen schräg fast senkrecht stehenden Verteiler, der von einer Zwischenwelle angetrieben wird, die Diesel haben dort die Vakuumpumpe.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Robby_DG0ROB » Do 29. Mär 2018, 21:36

Ich habe von dem OHV-Motor noch ein Schulungsvideo auf VHS. So weit ich weiß, kam der nur für Exportzwecke in Frage. Aber wo kein Zahnriemen ist, muss man keinen erneuern. Zündkerzen, Öle und Filter kann jeder Wald- und Wiesenmechaniker weltweit tauschen, da braucht es keinen VAG-Betrieb mit tausend Sonderwerkzeugen. Diese Konstruktion ist altbewährt und robust. Wo es nicht auf Drehzahl und Gewicht um jeden Preis ankommt, ist das ja nicht nachteilig. Statt der Kette wäre Stirnräder auch eine Option gewesen.

Üblich im Inland muss wohl auch der als Industriemotor eingesetzte AER mit knapp 1000 cm³ und 37 kW gewesen sein, den es im 6N und für eine Variante der TS8/8 gab.
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