VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon radixdelta » Mo 26. Feb 2018, 09:48

Ich würde den einfachen simplen Weg gehen: Ein paar Bilder machen und eine Mail an VW mit CC zum ADAC und evtl. AvD. Einfach mal dumm nachfragen ob das so üblich ist oder ob man evtl. untersuchen sollte warum das passiert ist. CarbonCopy ist ein mächtiges Werkzeug ;)

Ich bin mal daran verzweifelt das Leuchtmittel im Scheinwerfer eines Lupos zu wechseln. Das hat mehrere Stunden gedauert weil man doch ganz schön viel ausbauen muss. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie man den Bremskraftverstärker da raus bekommt. Zudem muss es wohl ein Spezialwerkzeug geben um die Verbindung zum Pedal lösen zu können. Zum Glück ist es VW, das kann jeder bessere Dorfschmied. Also ich würde damit zu einer freien Werkstatt gehen und erstmal nachfragen. Möglich das es mit dem nötigen Wissen und dem richtigen Werkzeug keine Hexerei ist und gar nicht so teuer.
Offensichtlich ist derselbe BKV auch im Polo und im Ibiza, evtl. findet man da zusätzliche Infos zum Ausbau.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Desinfector » Mo 26. Feb 2018, 09:56

Einfach mal dumm nachfragen ob das so üblich ist oder ob man evtl. untersuchen sollte warum das passiert ist.


wenn sich das so anhört, als dann man da selbst repariert hat,
dürfte eine Ersatzleistung schwierig werden.

aber einen Wagen mit Null Bremswirkung hatte ich oder in meinem "Wirkungskreis" auch noch nie.
Klötze runter, Bremse festgefressen und so'n Scheiss ja, aber "Freilauf"?

boah ey! :shock:

-HALT

Ich hatte schon mal einen losen Bolzen im Lenkgestänge bei einer Ente 2CV.
Auf einem Parkplatz konnte ich das Lenkrad dann drehen ohne dass die Räder mit kamen.
Kurz vorher noch Autobahn. Ca viertel Jhdt her.

seither halte ich Entenfahrer für mutig.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Mario20v » Mo 26. Feb 2018, 10:00

2 Schrauben am HBZ lösen und mit Gefühl vor ziehen, die Bremsleitungen sollten lang genug sein.
Jetzt wirds lustig unters A-Brett und mit vier Gelenken im Arm die vier Muttern vom BKV lösen.
Splint vom Gelenkbolzen rausquälen, Bolzen raus, BKV raus.
Das das Pedal abbricht halte Ich für unwarscheinlich da es per Gesetzt aus gehärteten Stahl ist. Weil sozusagen Notbefehlseinrichtung.
Audi 100 C4, 200 C3, Audi V8 Schalter sind abgebrochene Kupplungspedale bekannt, Ersatzteil is an der Gelenkaufnahne verstärkt.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Nicki » Mo 26. Feb 2018, 10:05

Mirqua hat geschrieben:Stimmt, nach 400 Tausend Km bei mir hatten Motor und der 5. Gang fertig. :D

Dann hattest du Glück oder bis nur vorsichtig gefahren.
Hier: Laufleistung und Vorgeschichte unbekannt (Tacho fünfstellig), dem Allgemeinzustand nach zu urteilen vielleicht 200Mm, das schätzungsweise 1996 montierte Austauschgetriebe (lackiertes Gehäuse) dürfte noch jünger sein und begann vor einer Weile, beim Wechsel zum Schubbetrieb die Gänge rauszuwerfen. In ein zum Pfandpreis als defekt erstandenes Fünfganggetriebe sind Ersatzteile für knapp 1300€ gewandert, da ausgerechnet die nicht separat tauschbaren Zahnräder abgenutzt waren (Triebling total hinüber, Hauptlager ebenso, 3. Gang hat gepfiffen).
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon sysconsol » Mo 26. Feb 2018, 10:23

Ersteinmal beruhigen!
Es wurde zum Glück niemand verletzt.

So etwas darf nicht passieren, klar.

Bevor man ein Fass aufmacht, sollte man überlegen, was man damit erreichen will
und was man damit nicht erreichen will, aber nicht vermeiden kann.

Was kostet eine Reparatur?
Was kostet ein anderes KFZ?
Was kostet ein Anwalt kosten gute Anwälte und Gutachter?

Wie hoch ist die Gefahr, dass der selbe Zwischenfall anderen Menschen passiert und damit unbedingt aufgeklärt werden muss?
Wie alt ist der BKV? Wie viele sind davon noch im Umlauf?
Ist es ein Konstruktionsfehler oder doch nur ein Produktfehler?
-> Ersteinmal dokumentiert ausbauen, dann selbst anschauen. Eventuell klärt sich dann schon etwas.
Ein Gutachter kann bei Bedarf immernoch den BKV untersuchen.

Wessen Ansehen wird beschädigt?
Wem nützt oder schadet das?
(man bedenke, dass man vielleicht mal den Arbeitgeber wechseln will...)

Wessen Nerven kostet das?

Einfach aus der - für mich verständlichen - Aufregung heraus hysterisch Fotos und E-Mails mit nicht ganz durchdachten Inhalt diverse "Instanzen" zu senden, halte ich für keine gute Idee.
(Wer dumm fragt, bekommt dumme Antworten. - Wenn Erziehung das Ziel ist - gern. Dann sollte man erfahrungsgemäß aber am längeren Hebel sitzen.)

Wir wissen, wie "die Medien" im Ernstfall reagieren können.
Wenn der Stein einmal ins Rollen gekommen ist, hat man da keine Kontrolle mehr drüber.


Und ja, ich muss mich da auch immer heftig zusammenreißen, das ich das Maul halte.
So funktioniert diese Gesellschaft - leider.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Nello » Mo 26. Feb 2018, 10:37

Ein Auto ohne Bremse ist eine Katastrophe. Wenn das passieren kann, muss die Öffentlichkeit das erfahren. Ich kann Dir natürlich nicht sagen, was Du tun musst, sondern nur, was ich tun würde:
Auf jeden Fall die Finger davon lassen. Es darf nicht dazu kommen, daß irgendwer die Chance bekommt, Dir eine Schuld (und sei es nur zum Teil) unterschieben zu können. Nächster Gang zur Vertragswerkstatt. Dann hat VW Kenntnis davon, das ist wichtig. Mit dem Ergebnis dieses Besuches würde ich mich ohne viel Federlesen an die Presse wenden. Spiegel, Zeit, FAZ ... Die Großen halt. Die recherchieren dann, ob Euer Auto das einzige betroffene ist - das halte ich für unwahrscheinlich, deshalb ja die Presseaktion. Einfach in einer Redaktion anrufen und mit dem Autoressort verbinden lassen.

Zu der Sache mit der Ente ohne Lenkung: Hab ich selber so auch erlebt. Ein Schulfreund von mir war Entenfreak. Kurz vor dem Haus seiner Eltern wollten wir links abbiegen, nachdem wir den Gegenverkehr abgewartet hatten. Ging nicht, vom Drehen am Lenkrad kam nichts bei den Vorderrädern an. Also das Auto mit den Händen an den Rädern gelenkt und vor die Haustür geschoben. Diagnose: Beidseitiger Bruch des Hilfsrahmens für den Fahrschemel. Die (extrem dünne) Lenksäule war dadurch auf Biegung belastet worden und hatte schließlich mit Ermüdungsbruch aufgegeben. Und mein Freund hatte sich noch gewundert, warum die Lenkung so schwergängig ist ...
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Matt » Mo 26. Feb 2018, 10:55

achwas, auch wenn mit BKV nicht passiert, würde ich auch nicht VAG anschaffen.. kam bisher nie in Frage, wo von Lopez befingert wird.

Das ist wirklich böse !

(diese Beiträge ist mit neue Rechner erstellt, i5-4570TE und billigste Mainboarrd, H81 Chipsatz)
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon nonever » Mo 26. Feb 2018, 11:56

Bevor hier Jemand etwas Unüberlegtes tut, schaut euch Mal diesen Talk an:
https://youtu.be/7FeqF1-Z1g0
Anderes Thema sehr ähnliche Problematik. Ein paar Wertvolle Tips wie man sowas angehen sollte.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Kuehnetec » Mo 26. Feb 2018, 13:18

Ich würde auch eher vorschlagen besonnen vorzugehen die Kontaktaufnahme zum
freundlichen VW Autohaus in der Nähe würde ich vorziehen.

Vielleicht ist da einer vom Teiletresen sogar so nett und sucht dir alle relevanten Ersatzteile raus.
Es gab bei den Fahrzeugen Polo,Lupo der Baujahre Probleme mit der Unterdruckleitung vom Ansaugtrakt
zum Bremsservo die sind undicht geworden da wurde auf Garantie nachgebessert.

Den harten PE-Unterdruckschlauch mit Rückschlagventil zum Bremsservo hatte ich auch beim Polo 2x kaputt.
Das äußerte sich so das bei langsamer Fahrt bergab z.b im Parkhauskreisel plötzlich die Servounterstützung weg war.
Bremspedal bretthart ->Schrecksekunde!

Es gab bei den Fahrzeugen mit Alumotor zusätzlich Probleme damit das die Kubelgehäuseentlüftung und /
oder das Ölpumpensieb bei Frost eingefroren sind mit schlimmen Folgen für den Motor.
Auch da gab es einen Rückruf von VW da musste nachgerüstet werden.

Diese Motoren erzeugen viel Blow-By Gase und im Kurzstreckenbetrieb unter 10.km viel Schwitzwasser
das sich in der Kurbelgehäuseentlüftung als braune Margarine aus Öl Und Wasser anlagert und
bei mäßigen Frost bei -8°C einfriert und die verhindert das die Blow By Gase entweichen können.

Die Folge ist das das Motoröl nicht in die Ölwanne züruckläuft und so kommt es zu Ölmangel mit "roter Lampe und tuten im Tacho!
Wenn man nicht ganz schnell die Zündung unterbricht ist der Motor fest!

Frage mal beim "Freundlichen" nach ob die Nachrüstung vorgenommen wurde die können das
im System sehen ob das Kurbelgehäuse Kit nachgerüstet wurde.

Bei meinem Polo ist mit das passiert der drückte das Öl bei mäßigen Frost und Kurzstreckenfahrt
aus dem Ventildeckel direkt über den Krümmer
und rauchte dann mächtig.
Das wurde alles damals nach 7 Jahren (01/2007) ohne Zucken auf Garantie beim Freundlichen in der Nähe erledigt.
Nur einen Ölwechselnachweis wollten die bei VW dazu haben den konnte ich lückenlos nachweisen.

Die Teile ansich sind nicht ganz billig und die Arbeit ist fummelig um den Bremskraftverstärker zu tauschen.
Viellecht hat jemand Zugang zu Tec-Doc oder Zugang zu VW "ETKA" da kann man die kompette Reparaturanleitung
einsehen und den Preis kalkulieren.

Ich habe den Brenskraftverstärker im freien Teilehandel von ATE für ca 220.-€ gesehen
kommt bestimmt nochmal 200.-€ Arbeitslohn und Kleinteile dazu.
Die Reparatur kann jede kompetente Werkstatt ausführen.
Ich gehe hier bei Berlin in eine kombinierte Selbsthilfewerkstatt die übernehmen auch kompliziere Fälle selber
zum vernüftigen zeitgemäßen Werkstattpreis.

Ich habe hier in meiner Linksammlung vielleicht was zum durcharbeiten gefunden zum Lupo:
http://www.volkspage.net/technik/ssp/index3_ger.php

Mfg Andreas
Zuletzt geändert von Kuehnetec am Mo 26. Feb 2018, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Robby_DG0ROB » Mo 26. Feb 2018, 13:44

Normal sollte man alle Fahrzeuge, die das zugelieferte Bauteil verbaut haben, erstmal komplett von Amtswegen her sperren und erst nach einer Vorführung bei einem Sachverständigen wieder für den Einzelfall freigeben. Die Kosten würden natürlich erstmal beim Halter bleiben, denn so schnell wird da keiner was übernehmen. Aber das wäre immer noch günstiger, als Unfallschäden, die hier regelmäßig auch Personenschäden wegen komplett ausgefallener Bremsanlage zu beklagen wären. Es setzt natürlich voraus, dass hier noch das Originalteil verbaut war bzw. Reparaturen nur nach Herstellervorgaben und mit freigegebenen Teilen erfolgt sind.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon radixdelta » Mo 26. Feb 2018, 14:07

So viel Aktionismus wird da sicher nicht an den Tag gelegt.
Da fällt mir ein das ich damals als ich wegen der Kurbelgehäuseentlüftung bei Schwesterns 1,4er Lupo recherchiert hatte auch was davon gelesen hatte das gelegentlich Ölnebel in den BKV kam was dazu führte das in relativ kurzen Abständen die Membran immer wieder platzte. Öliger Unterdruckschlauch war dann auch am Lupo der Fall, der BKV blieb aber unauffällig, der Motor starb schneller.
Warum sollte das Öl nicht auch die Verklebung schädigen und warum sollte dann nicht auch Kondenswasser zu einem Problem werden? Unterdruckschlauch mal abziehen und schauen ob der trocken und sauber ist.

Jedenfalls, das beste was man von VW erwarten kann ist ein kleiner Rabatt auf die Reparatur weil die das kaputte Teil zur Untersuchung haben wollen. Sicherlich ohne jede Kulanz oder Garantie oder sonstige Ansprüche. Wenn sie das Auto kostenlos zur Reparatur abholen kann man schon froh sein. Ich würde eine freie Werkstatt wählen und wenn die nicht zu weit weg ist würde ich das Auto hinschleppen mit Abschleppstange. Oder halt Selbsthilfewerkstatt.
Ich glaube nicht daran daß das ein Serienfehler ist, das ist allenfalls ein QS-Problem. Ich glaube eher an eine Verkettung unglücklicher äußerer Umstände. Da sind so viele Millionen von den BKV auf der Welt unterwegs, da hätte man längst von ernsthaften Problemen gehört, google spuckt da aber nix aus.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon basti1 » Mo 26. Feb 2018, 14:23

Gibt es anscheinend öfter:

http://www.audi-80-scene.de/forum/index ... adID=18917


MFG Sebastian
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon sysconsol » Mo 26. Feb 2018, 14:33

Ich glaube nicht daran daß das ein Serienfehler ist, das ist allenfalls ein QS-Problem. Ich glaube eher an eine Verkettung unglücklicher äußerer Umstände. Da sind so viele Millionen von den BKV auf der Welt unterwegs, da hätte man längst von ernsthaften Problemen gehört, google spuckt da aber nix aus.

Genau deswegen mein Kommentar oben.
Wäre das ein Serienfehler, dann wäre das in den 18 Jahren schon aufgefallen.

Warum sollte das Öl nicht auch die Verklebung schädigen [...]

Der BKV ist verklebt?
Oha. Beim Citroen (das einzige Mal, dass ich einen BKV ausgebaut hatte), waren das zwei Metallschalen,
die auf eine Art verpresst waren.
Nicht verbörtelt, sondern der Überstand der äußeren Schale wie mit einem Stempel von außen durchgedrückt,
sodass die innere Schale am Herausrutschen gehindert wird.
Das wäre nicht auseinadergefallen, außer bei starker Verrostung.

Da sollte man beim Ersatzteil drauf achten.

Edit: Wo ich mir gerade die Bilder im Audi-Forum anschaue: So ähnlich meine ich das.
Jedoch war das Metall etwas stärker und es waren mehr "Marken".
(Wie zum Teufel heißt das richtig?)
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon radixdelta » Mo 26. Feb 2018, 17:35

Auf den Bildern hier im Thread sieht es aus als wäre es verklebt und punktgeschweißt. Irgendwie sieht der Rand vom Metall aus als wäre das mal geklebt gewesen.
Ich hatte noch nie einen BKV auseinander, darum kann ich das nicht genau sagen. Die Bilder vom Audi sehen anders aus.

Edit: Punktschweißung nehme ich zurück, da scheint man von außen nur punktförmig eingedrückt zu haben. irgendwie so, aber diese Stanzungen wie beim Audi erkennt man da nicht. Wenn diese Dellen das einzige sind was den bkv zusammen gehalten hat... irgendwie glaube ich da deshalb trotzdem an eine Klebung, heutzutage würde ich das jedenfalls so machen weil es viel einfacher und billiger ist den Roboter da eine definierte Kleberwurst drauf schmieren zu lassen als eine Dichtung herzustellen und geeignete Dichtflächen zu gewährleisten etc.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon PMA » Mo 26. Feb 2018, 21:34

(Wie zum Teufel heißt das richtig?)


Moin.

Das nennt man gemeinhin verstemmen.

MfG Micha
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Obelix77 » Mo 26. Feb 2018, 23:56

Hallo @ All

Also der BKV ist wirklich verstemmt.
Da sind alle paar Grad Druckstellen drin,
die von aussen komen.

Ich kann nicht hinein schauen, die Gurke
steht in Steinheim und ich bin in Freiberg.
Schlüssel habe ich auch keinen, soweit haben wir
beide halt nicht gedacht.

Sowas wie VW Verklagen fällt von mir aus auch flach,
Ihr Exfreund hat sie mit dem Auto volle Kanne über den Tisch gezogen.
Dieses Auto ist aus mindestens 3 Karren zusammen geschustert worden.
Ich kann also weder zusagen, daß der BKV original VW ist,
als wie der Rest fer Kiste.
Motor ist original, aber die Steuerung stammt aus nem SEAT.
Fahrwerk ist laut Typenschildern ausm 6n.

HIER
würde ICH kein Auto kaufen....!
Nichtmal ne Schachtel Zigaretten.
Keinen Kaugummi!

Ich schreibe das nicht gern, aber ihr glaubt nicht, was ich
mich schon geärgert habe mit dem Auto-Immitat!
Ich sage nur AGR, das war ein echter Albtraum bis das lief.....!


Was jetzt gebraucht wird, sind sachdienliche Hinweise,
wie man den kaputten BKV tauschen kann.


Wir sind beide nicht grade "Krösus" und die Reparatur sollte
daher nicht allzuviel kosten.


Lg, Dirk
Zuletzt geändert von Obelix77 am Di 27. Feb 2018, 03:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Sascha » Di 27. Feb 2018, 02:36

Eigentlich brauchst ja nur den BKV selber. Kannst/willst du selber schrauben? Weil per Anhänger/ADAC zur Werkstatt bringen und reparieren lassen dürfte außerhalb des Budgets/Zeitwerts liegen.

Hab die Platzverhältnisse jetzt nicht so präsent, aber imho müsste es gehen wenn du Hauptbremszylinder und ABS-Block verbunden lässt und gemeinsam ausbaust, und die Bremsleitungen zu den einzelnen Rädern vom ABS-Block löst. Dann im Innenraum den BKV lösen und rausholen :roll: Zusammenbau rückwärts, hoffen dass die Entlüfternippel aufgehen und Bremsleitungen entlüften, Bremsleitungen am ABS-Block nicht vertauschen, sonst fliegst du bei ner ABS/ESP-Bremsung ab.

https://volkswagen.7zap.com/en/rdw/lupo ... /2000-231/ dürfte bei der Ersatzteilnummerbestimmung und räumlichen Vorstellungskraft behilflich sein.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Bastelbruder » Di 27. Feb 2018, 08:25

Ist doch super!
Das Puzzle wurde von einem Profi zusammengedengelt.

Ob der BKV original ist (zu der FZ-Nummer gehört), sollte sich an diversen Schrauben erkennen lassen.

Ich würde zu einem Sachverständigen gehen und und fragen ob DAS sein kann.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon radixdelta » Di 27. Feb 2018, 11:15

Das Puzzle ist eigentlich kein Problem, dank Gleichteilepolitik passt da sehr viel von Polo, Ibiza und Fabia, da kann man sich relativ wild bedienen im VW-Regal. Das macht auch die Teilesuche beim Verwerter viel einfacher.

Technisch gesehen dürfte das eher einfach sein, aber an einem Lupo zu schrauben ist vergleichbar mit dem:
https://www.youtube.com/watch?v=wthJ7uBJL64 :lol: :mrgreen:

Ich würde ein reparaturhandbuch empfehlen. Bei uns gibt es die in größeren Büchereien manchmal, da kann man sich auch die benötigten Seiten rauskopieren.

Beim Lupo muss man fast immer etwas mehr wegbauen als man vorher dachte. Sicher muss der Kühlwasserbehälter raus, die Batterie besser auch, die Motorabdeckung weg und ggf. den Kupplungszug aushängen. Interessant wäre ob man von unten dran muss, weil man irgend welche Schrauben von oben nicht erreicht. Man braucht wohl jedenfalls das Entriegelungswerkzeug für das Bremspedal.

Edit: grad den Etzold für den Polo 6N gefunden, der sagt statt Spezialwerkzeug geht auch ein Gabelschlüssel.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Obelix77 » Mi 28. Feb 2018, 22:13

Sodele,

ersteinmal möchte ich mich für die vielen Antworten Bedanken!
Ein Forum wie dieses ist echt eine Bereicherung!!!

Trotzdem habe ich mich entschieden, daß der Karren in eine
Werkstatt gehört! Wäre das MEIN Auto, würde ich eventuell
auch selbst Hand anlegen. Aber das ist mir hier echt VIEL ZU WILD!
Ich will und kann nicht verantworten, daß Ihr das auch passiert, mit
dem durchfallenden Bremspedal!

Ich weiß nicht, ob Ihr das nachvollziehen könnt, aber auch MIR
ging dabei der Arsch mehr als auf "Grundeis".

Mit Vorsicht und technischem Wissen konnte ich MIT GLÜCK die
Sache zu einem glimpflichen Ausgang bringen.
Jemand, der den technischen Hintergrund NICHT hat,
wäre eventuel tot. Nocheinmal -
Das kann ich nicht verantworten.
Der Karren geht in eine Werkstatt.
Er muss dahin SOWISO geschleppt werden (ICH fahren den NICHT!!!).
Daher wird ein ADAC-Mann die Gelegenheit haben, mal drüber zu schauen.

Lg an Alle,
Dirk

PS: Vorschläge a´la "Geh zum Gutachter" fallen flach,
der kostet Geld und das ist nicht da. Jedenfalls nicht für
so eine windige Sache wo letztendlich eh nix rauskommt.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon sysconsol » Mi 28. Feb 2018, 22:37

Ich weiß nicht, ob Ihr das nachvollziehen könnt, aber auch MIR
ging dabei der Arsch mehr als auf "Grundeis".

Ja.
Das ist auch der Grund, warum ich mir ganz genau überlege, was ich für Nachbarn / Bekannte / Freunde repariere.
Wenn ich mich selbst "abschieße", dann ist das mein Problem.
Wenn es jemanden anderes trifft und ich der Verursacher bin oder zuletzt Hand angelegt hatte...
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Kuehnetec » Do 1. Mär 2018, 10:46

Ich würde auch eine günstige freie Werkstatt vorziehen und dort schrauben lassen
so lässt sich der Lupo doch nochmal über die Zeit retten.
Zum Glück kosten die Ersatzteile nicht soviel das es dafür eine andere Kiste gibt.

Den Bremskraftverstärker aus- / einbauen dürfte preislich überschaubar sein
und wenn man der Werkstatt etwas Zeit lässt wird es auch wieder funktionieren.
Vielleicht sind noch der Hauptbremszylinder,die Bremsschläuche,neue Bremsflüssigkeit und entlüften nötig
das könnte das merkwürdige Bremsverhalten im Vorfeld erklären.

An der Bremse zu basteln ist nicht gut und es ist schon sinnvoll die Arbeit in die Wekstatt zu geben
das ist kein Anzeichen von Schwäche in unseren Kreisen....

Wir sparen woanders,wir kaufen nicht ständig neuen Konsumerschrott sondern brauchen das auf was uns angespült wird
so sparen wir das Geld für komplizierte Fälle wieder ein!

Mfg Andreas
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon ferdimh » Do 1. Mär 2018, 11:49

An der Bremse zu basteln ist nicht gut und es ist schon sinnvoll die Arbeit in die Wekstatt zu geben
das ist kein Anzeichen von Schwäche in unseren Kreisen....

Ich sehe das, seit ich die Arbeit einzelner "Fach"werkstätten gesehen habe, etwas anders...
Es macht aber ausgesprochen Sinn, jemanden dazuzuholen, der Erfahrung hat.
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon Nicki » Do 1. Mär 2018, 14:44

Kuehnetec hat geschrieben:An der Bremse zu basteln ist nicht gut und es ist schon sinnvoll die Arbeit in die Wekstatt zu geben
das ist kein Anzeichen von Schwäche in unseren Kreisen

Wenn man den BKV ordentlich tauscht, ist es kein gefährliches Gebastel, sondern die Arbeit, die man auch von der Werkstatt erwartet.
Nur weiß man dann auch, was man selbst gemacht hat und muss sich nicht später mit Folgeschäden herumärgern.
Ich kenne mittlerweile drei Vorfälle, wo Werkstätten sich bei (zum Glück nicht aus meiner Tasche gezahlten) Auftragsvolumina von 3....6000€ nicht genötigt sahen, grundlegende Arbeitsregeln zu beachten (Dichtung an Klimaleitung mit Schraubendreher herausgehebelt, Dichtfläche am Metallflansch zerkratzt -> Klimaanlage war nach einer Weile leer, Motorraumboden nicht ordentlich festgeschraubt, vollständige Reparatur erst nach mehrfacher Reklamation bezüglich unerledigter Posten ("Ja die Nachrüstscheinwerfer hatten kein Prüfzeichen" - Spoiler: Hatten sie als ordentlich-konforme Markenware sehr wohl.).
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Re: VW Lupo 1.0 - Bremse im Arsch. Aber sowas von!

Beitragvon sysconsol » Do 1. Mär 2018, 17:33

Das ging aber eher in Richtung "Verantwortung" als "korrekte technische Ausführung".
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