Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Der chaotische Hauptfaden

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Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Joschie » Mi 6. Jun 2018, 08:08

Hallo zusammen,

meine Bereitschaft hat sich vor guten zwei Jahren einen Anhänger (7,5m Aufbaulänge, 2,3m breit, 2,3m hoch) für den Ausbau einer mobilen Sanitätsstation angetan.

Der grobe Ausbau ist inzwischen soweit fortgeschritten das ich an der Elektrifizierung tätig bin.

Die komplette Beleuchtung wurde (zu meinem Leidwesen) in 12Volt realisiert da die eingebauten Materialien aus ausgemusterten RTW und KTW's kostengünstigst bezogen werden konnte. Auch die Umfeldbeleuchtung wurde in 12 Volt realisiert.

Ergebnis von dem ganzen, ich komme jetzt grob rechnerisch auf 25 Ampere die ich zur Vollbeleuchtung benötige.

Für eine gewisse "Notbeleuchtung" wird ein Ladungssammler im Anhänger verbaut.

Zur eigentlichen Frage(n):

1. An sich kann ich doch für die Versorgung ein Industrienetzteil verwenden das berührungssicher verbaut wird.
2. An sich könnte ich doch den Akkumulator voll auf dem 12 Volt Netz lassen und das Netzteil als Ladegerät mitmissbrauchen wenn ich die Ausgangsspannung auf 13,5-13.7 Volt einstelle.
3. Müsste/sollte man den Akkumulator vom Netzteil trennen wenn das 230Volt Netz wegbricht um einen Rückstrom auszuschließen (Relais)
4. Beim Akkumulator, würdet ihr hier auf einen Optima BlueTop oder eher auf eine Solarbatterie (könnte da preiswert an Hawker EnerSys PowerSafe V Akkus kommen)

Ach ja, beim Netzteil dachte ich an dieses in der 15Volt version.

OK ich weiß das das nicht das optimale Ladesystem für einen Blei Akkumulator ist, ein proffessioneller Erhalte-/Versorgerlader liegt jedoch bei >650 Euro, aber auch wenn die Batterie jetzt anstatt von kalkulierten 6 Jahren nur 5 Jahre durchhält kann ich vom Minderpreis des Netzteils 2 Batterien erwerben.

Mein anderer Gedanke war auch schon, ein Trennrelais für die 12 Voltschiene einzubauen und ein Servernetzteil zu verwenden, dann müsste aber ein seperates Ladegerät für den Ladungssammler eingebaut werden.

Ich hoffe ich konnte meine momentan etwas chaotischen Gedanken verständlich niederschreiben und ihr könnt mir etwas weiterhelfen.

Grüße
Josef
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon daruel » Mi 6. Jun 2018, 08:13

Läuft die ganze Innenbeleuchtung noch mit "normalem" Glühobst? Falls ja, vielleicht erstmal auf LED umrüsten? Ist ja im Innenraum mit nicht E-Geprüften Chinabirnchen sicher schnell gemacht
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon AlexVR6 » Mi 6. Jun 2018, 08:17

25A? Willst du eine Startbahn beleuchten? Ich würde zwingend auf LED umrüsten....
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Joschie » Mi 6. Jun 2018, 08:29

Glühobst, nein das sind Canal28 Leuchten von Dutch Electro (LINK zum Datenblatt: https://www.dutchelectro.com/files/5256 ... 016-r1.pdf ) mit 11 Watt Kompaktleuchtstofflampen.
Die Außenbeleuchtung sind schon LED.

Ich habe jetzt mit einem Ampere je Innenleuchte gerechnet (11Watt + Verlustleistung Vorschaltgerät).
Verbaut sind 16 dieser Leuchten, ergibt somit rund grob gerechnet 16 Ampere.
Die Umfeldbeleuchtung besteht aus 8 LED Lampen a 15 Watt, ergibt 1,25 A je Lampe also 10 Ampere.
Die beiden Tischspots (LED 15Watt) habe ich jetzt einfach mal unter den Tisch fallen lassen.

Wenn ich die 16 Leuchten auf LED umrüste (es gibt einen Umrüstsatz vom Hersteller zu grob 170€ je Lampe) spare ich mir bei gleicher Lichtleistung ganze 3 Watt je Lampe ein, ergäbe 48 Watt gesamt also 4 Ampere Einsparung, also lohnt sich in meinen Augen nicht.

Und nein, eine Startbahn ist das nicht, das ist die Standartbeleuchtung eines RTW's Typs Bayern nur hald auf die volle Länge des Behandlungsraumes (grob 4 Meter) gezogen.
Ich bring heut Abend mal Bilder.

Grüße
Josef
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon RMK » Mi 6. Jun 2018, 08:55

Du denkst daran das Ganze in zwei Kreisen zu legen, so dass bei Ausfall (oder Abbrennen einer Sicherung) nicht
die ganze Hütte dunkel wird...?! :)
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon radixdelta » Mi 6. Jun 2018, 08:57

Wird der Anhänger auch solo betrieben oder nur am Zugfahrzeug? Denn beim 13-Pol. Anschluss hast du bis zu 2x 20A auf den Pins 9 und 10.
Entweder alles Aufteilen (Umfeld nicht über die Batterie, mach ja Sinn damit innen länger hell bei Ausfall der Versorgung) und/oder beide Leitungen zum Laden der Batterie.
(Ich glaube daß der Ladestrom durch Leitungsquerschnitt begrenzt wird, ich bin mir nicht sicher ob sowas gut ist -> evtl. ein Laderegler aus dem Solarbereich der auch Tiefentladen verhindert?)

Wenn der Anhänger auch solo benutzt wird würde ich evtl. eine Box bauen die als Ausgang eine 13-pol. Dose hat. Die kannst du als Ladung mitführen, auch wenn du sie sehr fest auf die Deichsel schnallst, dann hast du kein Netz am Fz und bist eine Menge Sorgen los (den Kasten führt man dem zuständigen E-Prüfer vor und holt sich einen Aufkleber). Außerdem kannst du die Warnblinkanlage und das Fahrlicht dann auch gleich bestromen, ist ja auch ganz nett wenn man sich selbst ein wenig absichert.

Übrigens ist Pin 12 zbV, da könnte man Fahrzeugseitig das Blauhorn dranklemmen, dann hat man da am Anhänger auch Möglichkeiten ;)
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon ferdimh » Mi 6. Jun 2018, 10:11

Bei den Netzteilen ist wichtig, ein BILLIGES zu nehmen. Die Teuren scheißen sich bei Überstrom ein und schalten ab (statt den Bleiwürfel zu laden).
Ich finde die 12V-Beleuchtungslösung im Übrigen gar nicht sooo schlecht - Das ist leichter zu puffern als die Alternativen - und dann wird es auch nicht dunkel, wenn jemand das Rengdengdeng zum Nachtanken vorschriftsgemäß abschaltet (oder das Rengdengdeng mit Stille den Spritbedarf verkündet).
Ich würde aber auf exotische Batterien verzichten. Die Lebensdauer der Dinger ist eh durch schlechte Behandlung stark begrenzt und Starterbatterien (gerne eine mehr parallel) sind zumindest nicht viel kurzlebiger in der Anwendung (die örtliche Premiumwerkstatt kriegt es halt nicht hin, die originalen Batterien wieder einzubauen).
Ich würde halt nicht mit mehr als 20 Zyklen im Fahrzeugleben rechnen...
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon duese » Mi 6. Jun 2018, 10:57

Ich hab ein 200W Netzteil Industrienetzteil. Da hatte ich glaube ich mal einen Bleiklotz hinten dran zum ausprobieren. Bei Netz weg ist die LED vom Netzteil nicht ausgegangen und der Lüfter lief weiter, sonst ist nix passiert. Also ist eine Trennung vielleicht keine blöde Idee. Ich würde aber eher eine Schottky-Diode hinter das Netzteil setzen. Ist vielleicht weniger anfällig als eine Umschaltmimik. Die Spannung etwas höher, so dass an der Batterie 13,7V ankommen und gut ist. Wäre jetzt mein Ansatz.

Ich meine es ist viel wichtiger den Bleiklotz immer voll zu halten als spezielle kombinierte Schnell-/Erhaltungsladegeräte zu haben. Der Hänger steht doch eh die meiste Zeit in der Garage. Ob es da etwas länger dauert, bis die Batterie voll ist, sollte doch wumpe sein. Und im Einsatz brauchts ja eh einen Moppel, also auch kein Beinbruch wenn sie nicht nicht wieder ganz voll ist. Und über 13.7V kommt eh nicht mehr wahnsinnig viel Kapazität dazu...
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Julez » Mi 6. Jun 2018, 11:47

Das genannte Meanwell- Netzteil ist schon sehr gut dank constant-current limiting im Überlastfall. Da noch eine Diode dran, und alles ist super.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon RMK » Mi 6. Jun 2018, 12:13

...das hat auch genug Dampf um selbst bei leerer Batterie den Hänger zu versorgen UND ordentlich Ladestrom zu liefern... :)
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Maxi P. » Mi 6. Jun 2018, 13:01

Wenn ich es richtig verstanden habe, möchtest Du das/die Netzteile fest im Anhänger verbauen?
Wenn ja, sollte in jedem Falle überlegt werden einen Trenntrafo einzubauen.

Schau Mal auf der Seite von BEOS Elektronik, dort gibt es auch einige Beispiele zur Fahrzeugeinspeisung und Spannungsversorgung sowie Ladungserhaltung.

Kleine Anmerkung von mir am Rande:
Dein Engagement in allen Ehren, aber bitte bedenke das Dir das niemand danken wird, wenn die Hütte aufbrennt oder sonst irgendwas passiert was auf deinen Umbau/Installation zurückführen lässt.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon duese » Mi 6. Jun 2018, 13:14

Ein Trenntrafo um ein potentialgetrenntes Netzteil (also nochmal einen Trenntrafo) dahinter zu hängen? Wozu das denn?

Die Seite ist übrigens derzeit offline.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Joschie » Mi 6. Jun 2018, 13:29

Sodale, fangen wir geordnet an:

RMK hat geschrieben:Du denkst daran das Ganze in zwei Kreisen zu legen, so dass bei Ausfall (oder Abbrennen einer Sicherung) nicht
die ganze Hütte dunkel wird...?!


Ja, sind insgesamt 8 Stromkreise die alle separat abgesichert sind (incl. jeweils eigener Masseleitung).

radixdelta hat geschrieben:Wird der Anhänger auch solo betrieben oder nur am Zugfahrzeug?

Zu 99% Solo. Der Hänger wird mim LKW vor Beginn der Veranstaltung abgestellt, dann von einer Besatzung betrieben und dann wieder nach dem Ende abgeholt. Ein Problem ist nämlich das den in unserer Bereitschaft nur 3 Personen fahren dürfen und können.

radixdelta hat geschrieben:Wenn der Anhänger auch solo benutzt wird würde ich evtl. eine Box bauen die als Ausgang eine 13-pol. Dose hat. Die kannst du als Ladung mitführen, auch wenn du sie sehr fest auf die Deichsel schnallst, dann hast du kein Netz am Fz und bist eine Menge Sorgen los (den Kasten führt man dem zuständigen E-Prüfer vor und holt sich einen Aufkleber).


Erstens wird die Wache mit 16Ampere Drehstrom eingespeist, zweitens bekäme ich eine Box wegen der kurzen Deichsel nicht montiert. War eh schon ein Spaß die Deichsel einzukürzen da wir sonst über 18,75 Meter Zuglänge kähmen.

duese hat geschrieben:Ich würde aber eher eine Schottky-Diode hinter das Netzteil setzen. Ist vielleicht weniger anfällig als eine Umschaltmimik.


Gute Idee, wieso bin ich nicht drauf gekommen.
Noch ne Frage, wieso ne Schottky Diode?
Muss ich heut Abend mal in meinem Sammelsurium gruschten gehen, da müsste noch ein Posten 100 A / 500 Volt Dioden rumliegen, da könnt man eine mit Kühlblech versorgen und nehmen.

Maxi P. hat geschrieben:Kleine Anmerkung von mir am Rande:
Dein Engagement in allen Ehren, aber bitte bedenke das Dir das niemand danken wird, wenn die Hütte aufbrennt oder sonst irgendwas passiert was auf deinen Umbau/Installation zurückführen lässt.


Keine Angst, ich kümmere mich nur um die 12Volt Elektrik. 230Volt habe ich zwar geplant und Kabel eingezogen, Hohldosen gesetzt, aber die Verklemmung darf unser konzessionierter Elektriker machen der auch dann eine Abnahme (E-Check, BGV irgendwas) durchführen wird.

Grüße und Danke
Josef

p.s. wenn ich endlich durch bin mit der Baustelle kommen Bilder des Werdens.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon AlexVR6 » Mi 6. Jun 2018, 13:37

Canal28 mit Röhre haben wir schon Jahre nicht mehr verbaut. Bei 16 Lampen wirst du mit ca.16A nicht hinkommen. Ich erinnere mich an unsere Leuchtenbänder mit 5x Canal28, da ist die 10A Sicherung schon gut warm geworden...
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon duese » Mi 6. Jun 2018, 13:46

Joschie hat geschrieben:
duese hat geschrieben:Ich würde aber eher eine Schottky-Diode hinter das Netzteil setzen. Ist vielleicht weniger anfällig als eine Umschaltmimik.


Gute Idee, wieso bin ich nicht drauf gekommen.
Noch ne Frage, wieso ne Schottky Diode?
Muss ich heut Abend mal in meinem Sammelsurium gruschten gehen, da müsste noch ein Posten 100 A / 500 Volt Dioden rumliegen, da könnt man eine mit Kühlblech versorgen und nehmen.


Gute Frage. Ich meinte da gab es Dioden mit weniger als 0,7V Spannungsfall (um die Verlustleistung in Grenzen zu halten). Aber jetzt wo Du es sagst, meint mein Hirn plötzlich "Stimmt, Schottky sind doch die schnellen Dioden". Und was stimmt jetzt? Mist. Bin kein Halbleiterguru.
Streiche "Schottky" aus meiner obigen Äußerung und nimm im Zweifel eine Diode mit wenig Spannungsfall, dann sind wir beinander :)
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon licht_tim » Mi 6. Jun 2018, 13:54

Doch alles richtig. Wiki schreibt dazu:
Silicium-Schottky-Dioden haben eine kleinere Schwellenspannung von ca. 0,4 V.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon TDI » Mi 6. Jun 2018, 18:31

Ich glaube, eine Diode ist bei o.g. Netzteil nicht nötig.
Ich würde jedoch eine passende Schmelssicherung in Reihe schalten, da es bei Verpolung des Netzteils an der Batterie sonst einen fetten Kurzschluss geben könnte. So eine Sicherung hat neulich ein ähnliches Netzteil an einer Batterie gerettet.
Das Meanwell NT scheint mir ansonsten auch das Mittel der Wahl zu sein.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Toni » Do 7. Jun 2018, 09:05

Wenn ich es richtig verstanden habe, hängt ja immer der Bleiakku parallel auf der 12V-Schiene.

Diode macht Sinn falls das Netzteil Rückwärtsstrom zieht (was es vermutlich machen wird...). Manche Netzteile laufen auch nicht an, wenn bereits externe Spannung am Ausgang anliegt.
Schottky macht prinzipiell Sinn wegen kleinerem Spannungsabfall. Wegen 0,2V Unterschied zu normaler Diode würde ich mich aber auch nicht einnässen...

Eine (Angst-)Sicherung würde ich trotzdem noch einbauen, am besten direkt am Akku. Im Normalbetrieb müssten zwar Diode und Netzteil gleichzeitig ein Problem haben damit es raucht, aber wer weiß was später alles mit der 12V-Schiene passieren kann (falsche Einspeisung -> Stromstoß ?). Die Folgen wären jedenfalls fatal.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Joschie » Do 7. Jun 2018, 11:21

Hallo zusammen,

zuerst mal danke für eure Antworten.
AlexVR6 hat geschrieben:Canal28 mit Röhre haben wir schon Jahre nicht mehr verbaut.


Ja, was meinst du wieso wir da sehr günstig an einen ganze Posten gekommen sind. Manchmal ist es doch ganz gut einen guten Kontakt zu den Aufbauherstellern zu pflegen.
Und vorsicht, die Lampe gibt es laut Datenblatt mir verschiedenen Lichtleistungen.
Nebenbei, erst seit eineinhalb Jahren werden die RTW + KTW in Bayern mit LED ausgestattet.

Toni hat geschrieben:Diode macht Sinn falls das Netzteil Rückwärtsstrom zieht

Ja, das sehe ich auch so.
Aber es wird keine Schottky werden, ich hab gestern mein Teilesammelsurium nochmal durchforstet und eine Tüte mit 30-40 NOS Dioden (450Volt bei 80 Ampere) aus BW Teilelagerauflösung gefunden, davon wird eine in ein schönes Kühlblech geschraubt und darf hald jetzt Niederspannung gleichrichten. Oder es gibt einfach zwewi Einpressdioden (50Volt, 30 Ampere) in ein Blech und gut ist.

Sicherung kommt sowieso, ist Pflicht.

Was sich mir jetzt noch als Frage stellt ist welches Netzteil, ich hab da mal bei ex Angelika gesucht und die beiden Meanwell rausgezogen:

https://www.reichelt.de/Schaltnetzteile ... stct=pol_5
(Datenblatt = http://cdn-reichelt.de/documents/datenb ... 600-DB.pdf )

und

https://www.reichelt.de/Schaltnetzteile ... tct=pol_13
(Datenblatt = http://cdn-reichelt.de/documents/datenb ... 0-SPEC.pdf )

Was mich da etwas wundert ist der Preisunterschied von grob 90 Euro, zu welchem würde Ihr greifen? Ob die Konvektion unter einer Sitzbank funktioniert (OK die Stauraumklima sorgt für etwas Luftbewegung)?
Ich tendiere ja eher zu ersterem obwohl das teurer ist da das als "Vibrationswiederstandsfähig" lt. Datenblatt sein soll.

Grüße und Danke
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Roehricht » Do 7. Jun 2018, 12:17

Hallo,

Schottky macht prinzipiell Sinn wegen kleinerem Spannungsabfall. Wegen 0,2V Unterschied zu normaler Diode würde ich mich aber auch nicht einnässen...

Na ja , evtl. schon. Denn die Hersteller der Batterien geben die Erhalte- und Schlussladespannungen zweistellig hinterm Komma an. Bei Blei Flüssigelektrolyt im Mittel bei Pufferbetrieb 2,23V/Z und parallel Erhaltungsladen mit 2,33V/Z , bei zyklischem Laden 2,4V /Z (Gasungsspannung).

Die Netzteile kann man ohne Diode dranlassen. Die gönnen sich meist unter 1 mA für den Messteiler der Regelung. Ich würde aber ne fette Diode in Sperrrichtung mit nachgeschalteter Sicherung als Deppendiode einbauen. Falschpolung erzeugt im Netzteil in der Regel magischen Rauch.

Diese Hamsterkäfige von Mean-Well sind recht amtlich. 12V 40A auf 13,8V eingestellt wird wohl tun.

DaBla 15V 40A: http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D500/HRPG-600-SPEC.pdf

Bei reichelt: https://www.reichelt.de/Schaltnetzteile-groesser-500-W/SNT-HRPG-600-15/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=108286&GROUPID=7266&artnr=SNT+HRPG+600+15&trstct=pol_2

Das 15V lässt sich von 12,6 bis 15 feintunen. Ideal für Batterie Parallelbetrieb.

Und für den Preis baut man nix mehr selber. Alternativ: LiMa mit Drehsaftmotor... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

In meiner Dose hab ich sowas auch gebaut, nur das anstelle Netz die 12V von der Fahrzeugbattateng zu Versorgung herngezogen werden. Der Wandler macht aus 12V 27,6 für die beiden Bleiklötze der 24V Versorgung. Das läuft schon seit Jahren ufb. Da ist keine Diode mit drin. Die Batterie hängt direkt am Ausgang(über ne Angstsicherung). Der Wandler kommt erst wenn die LiMa dreht. (Relais an Klemme 61).

Der Wandler ist ein Noname aus der Elektronik Tonne vom Schrotter. Sieht aus als hätte den eine Elektronik Bude den in Kleinstserie verbrochen. Nach ausgibigen Tests kann er mit 8A bei 27,6V am Ausgang belastet werden.

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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon sysconsol » Fr 8. Jun 2018, 19:08

In den Datenblättern der Netzteile steht nur etwas von Überlastungsschutz - nicht von (dauerhaft nutzbaren) Konstantstrommodus.
Und mindestens das RSP-3000-48 hält das auch nicht lange durch (erfahrungsgemäß :oops: ).
Da das keine private Bastelei werden soll, sondern ein ernsthaftes Projekt würde ich mich auch zwingend an das Datenblatt halten.

Ein Ladegerät für 12V Bleiakkus mit 40A Ladestrom kostet nicht viel mehr als so ein Netzteil:

Meanwell PB-600-12 bei elpro

Oder die 60A-Variante

Meanwell PB-1000-12 bei elpro

Sollten sich die Ladegeräte nicht eignen, dann das 40A-Ladegerät samt Bleiakku und ein Netzteil parallel.
Natürlich entkoppelt als eigenständige Spannungsquellen, die je nach Belastung, Ladezustand und Versorgungssituation parallel in das "Bordnetz" speisen.
Kommt kostentechnisch wieder auf das selbe.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon sysconsol » Fr 8. Jun 2018, 19:15

Aber es wird keine Schottky werden, ich hab gestern mein Teilesammelsurium nochmal durchforstet und eine Tüte mit 30-40 NOS Dioden (450Volt bei 80 Ampere) aus BW Teilelagerauflösung gefunden, davon wird eine in ein schönes Kühlblech geschraubt und darf hald jetzt Niederspannung gleichrichten.


Wenn du schon so viele hast, dann nimm doch drei oder vier parallel.
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Joschie » Mo 11. Jun 2018, 00:20

Das sieht gut aus das Ladenetzteil.
Und wenn ich das richtig verstanden habe unterstützt das in Lademodus 3 auch den sog. Supplymodus.

Wenn ich da dann eine weitere Diode als rückflissverhinderer einsetzte dann kommt doch die Ladeerhaltspannung (glaub 13,7v) zu weit runter oder täusch ich mich da jetzt.
Da bräucht ich dann zum abtrennen der nicht Notstomversorgen ein Relais das solange die Elektrik am Netz hängt angezogen bleibt und erst durch wegfall des Netztes abfällt.
Würdet ihr so einem standart Schütz eine 24h/7t Betrieb zutrauen?
Obwohl, ichnhab da noch ein paar Relais, was meint ihr würdet ihr die 24/7 angezogen lassen (zum Thema DB steht in keinem Datenblatt auch nur ein Wort, wo sind nur die alten Hersteller geblieben die sowas noch machten?)? Natürlich mit Stecksockel auf der Hitschiene im Verteilerkasten montiert.

Grüße
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon duese » Mo 11. Jun 2018, 06:59

In der Beschreibung steht gegen Rückstrom gesichert. Dann bräuchte es auch keine Umschaltung oder Diode. (Das komplette Datenblatt hab ich aber jetzt nicht durchgefieselt.)
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Re: Stromversorgung Sonderanhänger 12Volt

Beitragvon Joschie » Do 21. Jun 2018, 08:40

Hallo zusammen,

kurze Rückmeldung, es ist jetzt das Meanwell PB600-12 geworden.
Ich hab es gestern verbaut und in Betrieb genommen.

Das Netzteil funktioniert einwandfrei. Ab einer Stromentnahme >4 Ampere springt es vom Erhaltungslademodus in den Versorgemodus und liefert dann anstatt 13,7 Volt 14,2 Volt.
Einzig der Lüfter ist ein Modell Nervernsäge die anspringt bzw. hochgedreht wird wenn in den Versorgemodus gewechselt wird.

Am Freitag wird die 230Volt Elektrik fertig gestellt und dann gibt es auch einige Bilder (von dem Verhau während der Arbeiten will ich lieber kein Bild online stellen).

Grüße
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