Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Der chaotische Hauptfaden

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MSG
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von MSG » So 18. Nov 2018, 21:53

Gobi hat geschrieben:Die Loch/Absetz Zange ist auch fein!
Die Loch/Absetzzangen gibts auch für schmales Geld mit Druckluft antrieb. Bin von meiner begeistert.

Den Schrumpfhammer kannte ich noch nicht - danke für den Tipp! Wo bekommst du denn das tolle Karosserieblech (ist das grundiert?) Ich nehm da immer ganz normales Feinblech vom Stahlhändler....

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Propeller
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Mo 19. Nov 2018, 10:25

Das Blech bestelle ich beim Korrosionsschutz-Depot. Es handelt sich um 0,88mm dickes Karosseieblech, welches auf eine spezielle Weise galvanisch verzinkt ist, damit es trotzdem vernünftig schweißbar ist.

Ich habe mal ein paar Beulen und eine Kantung in ein Probestück gemacht. Man beachte, wie stark das Blech im Bereich der Beulen gedehnt ist:

Bild

Zunächst wird das Ganze auf der Richtplatte mit dem Gummihammer halbwegs glatt gebügelt:

Bild

Dann kommt der Schrumpfhammer zum Einsatz. Mit kräftigen, möglichst plan geführten Schlägen werden die letzten Unebenheiten beseitigt. Man sieht hier auch die Abdrücke, wo sich die Spirale der Schlagfläche in das Material gekrallt hat.
Hinterher sind die Spuren der Beulen und der Kantung nicht mehr fühlbar. Mit einem normalen Hammer wäre dieses Ergebnis kaum bis gar nicht erzielbar.

Bild

@Gobi: Für die Loch/Absetzzange habe ich vor ~25 Jahren mal ein halbes Lehrlingsgehalt ausgegeben. Hat sich gelohnt. :)

Bild

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Fritzler
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Fritzler » Mo 19. Nov 2018, 11:15

Vielen Dank für diese Anleitungen!
Die Bilder sagen viel mehr als eine Beschreibung.
Dieser Hammer wirkt ja fast schon Wunder :lol:

Wieviel Originalblech wird denn eigentlich noch übrig bleiben wenne mit dem Bus fertig bist?
SO wies aussieht wird da doch jedes Blech insitu ausgetauscht bis alles neu ist, weil der Rest is ja Rost :mrgreen:

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ferdimh
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von ferdimh » Mo 19. Nov 2018, 13:20

Ich nehme an, das mit dem Schrumpfhammer geht nur auf Fester unterlage?
Also Delle aus einem wirr geformten Blech am KFZ rauskloppen geht eher nicht?
Ich hätte da einen Patienten, der vielleicht unter Umständen Bekanntschaft mit einem Hydranten gemacht haben könnte. Ist natürlich nur eine Theorie, denn sowas würde mir nie passieren... ;-)

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Propeller
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Mo 19. Nov 2018, 14:36

Nix zu danken. Ich habe in diesem Forum schon soviel gelernt, daß ich froh bin, mal was zurückgeben zu können.

Derzeit stecken ca. 3...3,5m² Blech (effektiv) im Bus. Ich denke, daß das in etwa die Hälfte des Gesamtbedarfes ist. Wenn ick um die Hütte rum bin kenn ick se. :lol:

Ferdi, Der Hammer kann nur was bewirken, wenn auf der Rückseite eine entsprechende Unterlage ist. Wo ist die Beule? Kommt man mit einer Handfaust dahinter? Zeig doch mal ein Bild vom Patienten. Vielleicht finden wir einen Weg, den Hydranten wieder gerade zu bekommen.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von sysconsol » Di 20. Nov 2018, 20:31

Ich hätte da einen Patienten, der vielleicht unter Umständen Bekanntschaft mit einem Hydranten gemacht haben könnte. Ist natürlich nur eine Theorie, denn sowas würde mir nie passieren... ;-)
Was kannst du denn dafür, wenn der Kerl im roten Mantel gegen dein stehends KFZ läuft?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von ZBPDT4MWM » Mi 21. Nov 2018, 20:12

Hallo,

Du schweißt mit Schmutzgas? Ich habe demnächst das Heck meines T4 ein wenig stahlhaltiger zu machen und seit meinen letzten nicht so guten Erfahrungen mit MAG (Hobby- und auch Profigeräte) tendiere ich (angefixt durch meinen Karrosseriebauer-Kumpel) zu WIG. Ein entsprechendes Gerät ist angeschafft, etwas geübt habe ich auch schon.
Vorteile:
Schweißungen lassen sich treiben und biegen ohne zu brechen und wo nötig auch leicht feilen
Nachteile:
Schweißnahtvorbereitung, Schweißnahtvorbereitung, Schweißnahtvorbereitung

Mein Kumpel schmilzt sich so gerade einen Chevy G10 aus mehren Schlachtteilen zusammen 8-)

Wie sind deine Erfahrungen?

Gruß Philipp, der Dein Können bewundert!

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von doofi » Mi 21. Nov 2018, 20:45

Du willst Dir wirklich Karaosserieschweißarbeiten mit WIG antun?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Hansele » Mi 21. Nov 2018, 20:51

Mich hätte es immer gereizt das mal mit Autogenschweißen zu versuchen,
dass soll ja wirklich gut gehen, vorrausgesetzt man hat es gelernt und kann es.

Aber das hat sich bisher noch nicht ergeben, zumal ich dafür auch kein Equipment habe.


Aber WIG ist ja schon unter kontrollierten Bedingungen nicht immer einfach,
dass ganze an einem Fahrzeug das mit dem Autotypischen Dreck in Berührung kam ist wirklich sportlich.

Oder wie du schon sagtest, Vorbreiten, Vorbereiten, mehr Vorbereiten und Vorbereiten.

Grüßle

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Nicki » Do 22. Nov 2018, 07:59

Magnähte muss man auch gut vorbereiten, dann gehen die gut, Schweißpunkttimer gibt schöne Nähte 8-)
Meinen Rehmwagen will ich nicht mehr missen, der geht deutlich besser als der billige Baumarktramsch. WIG habe ich mir einmal gegeben, das reicht mir. Um Nähte glattzuziehen ist es toll, ansonsten hast du bei allem unter 2mm ruckzuck Löcher drin. Insbesondere bei niedrigen Blechstärken brauchst du dann erst recht ein teures Gerät mit guter Regelung, die noch bei niedrigen Strömen stabil ist.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Phyro » Do 22. Nov 2018, 08:54

Das gilt aber für WIG und MAG gleichermaßen: Nur mit ordentlichem Gerät macht es Spaß.
Ein Kumpel hat ein MAG-Gerät, wo man Strom und Drahtzuführung nur zusammen einstellen kann. Je mehr Strom, desto mehr Draht. Und das macht bei geringen Strömen und dönnen Blechen genau keinen Spaß.
Ein gut runtergeregeltes WIG-Gerät, damit kann ich 0.5mm Edelstahl zusammensetzen.

@Robur-Bus: Sehr tolle Blecharbeit! Die Dachecke ist schon sehr nett anzuschauen, bin gespannt was da noch kommt!

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von ferdimh » Do 22. Nov 2018, 08:54

Nach meinen Versuchen mit einem wirklich teuren Gerät wird WIG an dünnen Blechen einfach immer schwierig, weil man das, was bei WIG geil ist (Wärme einbringen ohne Material einzubringen) einfach nicht tun sollte. Mein Ex-Arbeitgeber hat dafür eine Zwei WIG-Maschinen, die zusätzlich einen automatischen Drahtvorschub haben. Dann wird der Unterschied zu MIG/MAG aber schon relativ klein.
Das eher impulsartige Gebratzel ist dann halt eher von Vorteil, auch wenn das Verfahren als solches furchtbar dreckig anmutet..

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Propeller
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Do 22. Nov 2018, 11:33

So sieht inzwischen der hintere Fensterrahmen aus:

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in die Ecke des Seitenfensters habe ich leider eine kleine Macke gehauen. Die muß dann eben gespachtelt werden.

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Zum Schweißen benutze ich ein MIG/MAG- Gerät, welches kurz vor der Wende in der DDR produziert wurde. Dann hat es der Hersteller Anfang der 90er aufgekauft, generalüberholt und auf "Westniveau" gebracht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Teil. Es ist zwar sauschwer, aber ich benutze es ja sowieso nur stationär.
Ein MIG- Gerät besitze ich nicht. Ich hatte mir mal eines von meinem Schwiegervater geborgt und damit eine Stunde herumexperimentiert. Letztendlich habe ich mit dem Verfahren nur Nähte hinbekommen, die ich autogen besser kann und das Ganze bleiben gelassen. :lol:
Das Autogenschweißen versuche ich am Auto zu vermeiden, da der Wärmeeintrag einfach zu groß ist und man sich neben Gefügeveränderungen schnell mal heftige Probleme mit Verzug einhandelt. An ein paar Stellen werde ich noch hart löten müssen, aber dazu später.

Gestern habe ich noch ein paar Endspitzen zurechtgeklopft:

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Bild

Bild

Man sieht, daß die Kante im Bereich des Radius etwas schmaler ist. Das erleichtert das Umbördeln und war auch schon ab Werk so.
Heute geht's weiter mit Schweißen.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Di 4. Dez 2018, 12:40

So, nachdem das Projekt leider fast 14 Tage ruhen mußte geht es nun wieder weiter.
Da in Kürze der Fußboden raus soll muß nun eine Entscheidung her. Das mit der Siebdruckplatte habe ich mir mehr oder weniger abgeschminkt. Eine Platte im passenden Industrieformat kostet inklusive Transport ein Vermögen und stückeln möchte ich nicht. Dann doch lieber Rauhspund, wie original.
Hier überlege ich, was ich nehme: 24mm Fichte, imprägniert oder doch Lärche? Original ist unbehandelte Fichte.
Wenn ich richtig gerechnet habe, dann beträgt der Gewichtsunterschied bei 10m² lediglich knapp 29 kg. Irgendwie ist mir Lärche sympatischer und vielleicht ist das auch nicht ganz so dröhnig wie vorher. Deshalb auch 24mm statt der originalen 22mm.
Was mache ich?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von MSG » Di 4. Dez 2018, 13:31

Lärche ist generell wesentlich robuster als Tanne / Fichte / Kiefer. Wenn du da einigermaßen günstig ran kommst, würde ich die auf jeden Fall nehmen.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Mi 5. Dez 2018, 10:07

So, weiter geht's.
Diesmal habe ich mir diesen Bereich hier vorgenommen:

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Erstmal Dachhaut und Fensterrahmen aufgemacht:

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Lecker. Der Fensterrahmen besteht aus zwei Tiefziehteilen, die per Widerstandspunktnaht verschweißt sind. Wie baut man sowas am Besten nach?
Versuchen wir es mal in Einzelteilen:

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Ob das eine gute Idee war, wird sich demnächst zeigen. :shock: Ich habe allerdings keine Ahnung, wie ich das sonst realisieren könnte...

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Kuddel » Mi 5. Dez 2018, 13:27

Ihr macht mich fertig mit Euren Kenntnissen und Fertigkeiten. Hätte nie gedacht, dass man ein Blech mit Hausmitteln so hinbiegen kann.
Ich bin begeistert.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Toddybaer » Mi 5. Dez 2018, 19:41

Mann könnte auch versuchen, das Außenblech mit bis zu 1 cm größer auszuschneiden und dann mit Hilfe eines "Spezialwerkzeuges" den Überdand umzulegen. Dann das ganze Blech mit dem hammer gerade biegen, weil beim Umlegen wird irgendwass bestimmt krum. Die STauch und Steckmaschine könnte beim begradigen auch helfen.

Spezialwerkzeug = Rundeisen, so gut 1 cm im durchmesser. auf einem Ende geschlitz, ca 1 cm tief, Schlitz etwas breiter als das Blech Dick.
Blech in den schlitz, 10° hochbiegen, 1 cm weiter, wieder hochbiegen, imer fleißig rum, immer etwas mehr

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Fritzler » Mi 5. Dez 2018, 19:50

Schon krass wie jedes Bild eher schweizer Käse zeigt als nen Bus.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Toddybaer » Mi 5. Dez 2018, 20:57

Noch eine Idee....

man nimmt eine Sperrholz / Hartfaserplatte. Dort den "Fensterholm" ausschneiden.
Blech drauf fest machen.
und dann mit Hammer Tiefziehen. Und dann das Blechteil rausschneiden
Eventuell ab und zu ausglühen, müste helfen.

Dann hätte man zumindest gleich beide Kannten, alles aus einem Blech wie zuvor.
Aber ob man da die Kanten so schön hinbekommt?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Sa 8. Dez 2018, 17:19

Man kann so ein Teil tatsächlich über eine Hartholzform dengeln. Ich habe mir das aber verkniffen, weil die Herstellung der Form sich für ein einziges Teil nicht lohnt. Zeitlich komme ich da besser hin, wenn ich das Blech frei forme und die Einzelteile verschweiße.
"Richtiges" Tiefziehen eines Teiles von dieser Größe ist mit Hausmitteln kaum möglich. Das verlangt auch wieder aufwendigen Formenbau und vor allem enorme Preßkräfte.

Ein interessanter Nebenaspekt ist, daß die Busse inzwischen stark preislich anziehen und es erstaunlich wenige Leute gibt, die sich an die Blecharbeiten herantrauen. Dummerweise findet man keinen Bus, der nicht massiv geklempnert werden muß und wenn doch, dann weiß es der Besitzer nur noch nicht. :lol: Da eröffnet sich demnächst eine Marktlücke. Vergleichbare Busse anderer Hersteller sind unbezahlbar und der Robur tritt nun fast 30 Jahre nach der Wende auch aus seinem Schattendasein heraus.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Sa 15. Dez 2018, 21:08

Irgendwie macht es draußen gerade keinen richtigen Spaß - oder ist es die winterdepressionsbedingte Motivationsinsuffizienz? :|
Wie dem auch sei: heute habe ich mich in der Werkstatt mal um die Anhängerkupplung gekümmert. Diese fehlte bei meinem Bus leider. Da es die einzige sinnvolle Art ist, einen Fahrradträger ohne dauerhaftes Ruinieren der Optik des Buses zu montieren mußte eine her.
Gebraucht findet sich da nichts und neu gibt es die Dinger nur zu völlig indiskutablen Preisen.
Freundlicherweise wurde mir ein Exemplar geborgt, so daß ich mich heute damit befasst habe, sie 1:1 zu replikieren. Es handelt sich um ein relativ einfaches Kant- und Schweißteil aus 5er Blech. Vorn ist eine Hülse eingeschweißt, welche einen handelsüblichen Kugelkopf aufnimmt.
Interessant ist übrigens, wie katastrophal die Schweißnähte des Originalteiles aussehen: Hauptsächlich Luft und Schlacke. :lol: Vermutlich kamen die Teile aus der Lehrwerkstatt. Bei Interesse kann ich gern ein paar Bilder davon posten.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von uxlaxel » So 16. Dez 2018, 00:43

sehr schick!
wie hast du denn das blech gebogen? sieht nicht gerade aus, als hättest du es mit der hand über die tischkante gedrückt ;)
ja zeig mal die nähte des originals!
ausbildungsarbeit kenne ich von meinem "teltow 215" (amateurfunkgerät), das ist eine bitterböse lötübung. da ist keine einzige lötstelle schön....

harty
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von harty » So 16. Dez 2018, 08:52

Vor deinem Projekt und deinem Können kann ich nur den Hut ziehen.
Reschpekt :!:
harty

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » So 16. Dez 2018, 11:07

Moin,
das Blech wurde auf einer hydraulischen Abkantmaschine in einer Schlosserei gekantet. Mit Hausmitteln wäre das nur im rotglühenden Zustand möglich und meine Gasessse funktioniert noch nicht zur Zufriedenheit.
Heute Nachmittag mache ich mal Bilder vom Originalteil.

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