Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Der chaotische Hauptfaden

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Propeller
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Mo 26. Okt 2020, 20:07

Achso, stimmt. Ich hatte nur die Fördermenge "55m³ pro Stunde" gesehen. Das erschien mir auf den ersten Blick unglaublich viel. Hab wohl zu viel mit Wasserpumpen zu tun. :lol:

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Propeller
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Mo 26. Okt 2020, 20:51

Ich habe das Ding nochmal aufgeschraubt:

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Der Lüfter saugt die Luft durch das Netzteil. Er hat drei Anschlüsse: blau, schwarz, rot. Was macht blau? Ist das ein Tachosignal oder sowas? Kann ich das beim Einbau eines anderen Lüfters ignorieren? Der originale Lüfter läuft einfach stumpf Vollgas, selbst bei völlig kaltem Gerät.

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Bei der Gelegenheit:
Wie heißen die dazugehörigen Stecker? Hat jemand sowas rumzuliegen? Ich glaube, ich hatte das schonmal irgendwo gefragt, aber wir waren da nicht weiter gekommen. Die Buchsen abzulöten und mit den Kabeln direkt drauf zu gehen wäre bei dem Teil recht umständlich, so daß ich Stecker bevorzugen würde.

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Tobi
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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Tobi » Mo 26. Okt 2020, 21:25

Blau ist vermutlich ein Tachosignal. Steck den Lüfter mal ab und teste ob das Netzteil sich normal einschalten lässt.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Julez » Di 27. Okt 2020, 12:38

Ich hab bei einem ähnlichen Gerät einfach passend dicke Kupferblechstreifen reingesteckt.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Di 27. Okt 2020, 14:49

Ob er auch ohne den Lüfter anläuft teste ich nachher mal. Da ich da noch nicht gesehen habe, daß das Teil irgendwie die Drehzahl regelt bin ich noch ganz hoffnungsvoll. Ob es mit dem Radiallüfter hinhaut, werde ich sehen, wenn er da ist.

Das mit den reingesteckten Blechstreifen habe ich zum Testen auch gemacht. Später ist das aber gewissen Rüttelbelastungen ausgesetzt, so daß ein rastender Stecker schon eleganter wäre. Notfalls muß ich es halt so machen und dann die Bleche irgendwie sichern.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von daruel » Di 27. Okt 2020, 15:12

Propeller hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 14:49
Notfalls muß ich es halt so machen und dann die Bleche irgendwie sichern.
Stückchen Kabel anlöten und auf XT60 Stecker umbauen.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von uxlaxel » Di 27. Okt 2020, 15:12

warum nicht etwas 6[] mit nem 150W-Brateisen direkt auf der Platine anlöten? So habe ich es gemacht. Stecker organisieren stand gar nicht zur Debatte 😅

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Wulfcat » Di 27. Okt 2020, 18:46

Servernetzteile sind schön leistungsfähig und trotzdem klein.... Daher aber luftströmungstechnisch auf hohen luftdruck getrimmt.... daher die Sirene(n)
Wo das Nezteil Hockt......Einbauen willst.......Hast du Platz oder bist du aiúf die Kleine Bauform angewiesen?
Wenn nicht, die Elektronik in ein Strömungsgünstigeres Gehäuse mit grösseren, langsam laufenden Lüftern einbauen. Bist ja erwisenermassen Metallkünstler....
Zusätzlich nach möglichkeit die Kühlkörper vergrössen....
Das Netzteil wird es dir mit niedrigern Arbeitstemperaturen(vor allem die Elkos)danken

Ach ja
Ich hab mal en nem 45Jährigen Setra Reisebuss gearbeitet.... Das Gesammtnetz wird dort über ein rieseiges Schütz MASSESEITG abgeschaltet wenn du den Schlüssel abziehst.... :shock:
Der Motor läuft übrigens dann ungerührt weiter.....den muss man mit nem Fussschalter abstellen...... was natürlich nicht mehr geht, wenn man den Schlüssel abzieht.... :lol:
Warum die das so herum gemacht haben, entzieht sich meiner logic.....

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Di 27. Okt 2020, 20:45

Das ist allgemein üblich, daß man mit den Hauptschaltern Minus schaltet. Hat wahrscheinlich damit zu tun, daß sich nicht der Schlüssel an der Karosse festschweißt, wenn Du z. B. den Pluspol der Batterie zuerst abschraubst und versehentlich dagegen kommst.
Mein Bus läuft auch ohne Strom ungerührt weiter. Zum Ausmachen muß ich mit dem Hacken über einen Hebel das Gasgestänge auf Nullförderung drücken.

Eben habe ich eine verzinkte Blechtafel zurechtgekantet, die die Bodenstromversorgung und die 12V- Verteilung des Aufbaus übernehmen soll.
Auf der 230V- Seite ist nicht allzu viel. Die 10er Doppelsicherung ist für das Servernetzteil, das mit 13,8V die Aufbaubatterie am Leben hält, während sich Radio, Licht, USB-Buchsen und ggf. Kühlschrank dort bedienen. Über die 16er Sicherung sollen 3 Steckdosen laufen: Eine neben dem Herd für einen Wasserkocher etc., eine über dem Tisch für das Laptopnetzteil o.ä. und eine temperaturgeschaltete, damit ich bei vorhandenem Bodenstrom mit einem billigen Heizlüfter die Bude warm halten kann.

Irgendwelche Verbesserungsvorschläge?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Do 29. Okt 2020, 20:02

Nochmal zum Netzteil:
Momentan liefert es 13,5V. Da das unterhalb der Ladeschlußspannung der Batterie ist, befürchte ich, daß sie Schaden nimmt.
Ich sollte besser auf 13,8V gehen, oder? Die Batterien stehen allerdings im Innenraum und ich möchte keinesfalls, daß sie gasen.

Das nächste Problem ist, daß der 12V- Lüfter bei der Spannung deutlich schneller und lauter läuft. (zumindest der, den ich hier getestet habe) Daher möchte ich einen Widerstand in Reihe schalten, damit er bloß noch 10..11V abbekommt. Wie berechne ich den? Einfach bei 13,8V die Stromaufnahme messen, Widerstand ausrechnen und wie eine simple Reihenschaltung rechnen?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von andreas6 » Do 29. Okt 2020, 20:11

13,5V sind für den Akku schon ok, mehr muss nicht sein. Dem Lüfter spendierst Du ein paar Si-Dioden in Reihe in der Zuleitung, wie etwa 1N4001...7. Jede schluckt um die 0,7V, so kannst Du Dir die Drehzahl simpel anpassen.

MfG. Andreas

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Do 29. Okt 2020, 20:16

Danke!
Wie hoch ist denn der Widerstand so einer Diode? :D

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von andreas6 » Do 29. Okt 2020, 20:35

Die Diode hat eine steile Kennlinie und keinen zu beziffernden Widerstand an sich. Die benannten 0,7V pro Diode kannst Du bei normaler Belastung in Flussrichtung als konstant annehmen.

MfG. Andreas

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Fr 15. Jan 2021, 15:48

So, lange genug ist nichts am Bus passiert, aber bevor ich nun völlig der Lethargie anheim falle, habe ich mal angefangen, mich um Kleinkram zu kümmern.
Gestern habe ich die Plastescheiben für die Türscharniere aus Teflon nachgedreht:

Bild

Wendeplatten für Alu machen sich übrigens ganz hervorragend für PTFE.

Heute schraube ich die Trittstufen ran und fange vielleicht noch an, die erste Tür einzubauen.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » Sa 16. Jan 2021, 21:54

Heute habe ich endlich Fahrer- und Beifahrertür eingebaut.
Fahrertür: 10 Minuten. Beifahrertür von ca. 14 Uhr bis jetzt. :wack:
Was war passiert? Die originale Beifahrertür war so durch, daß ich zu faul war, sie aufzuarbeiten. Deshalb hatte ich damals eine Tür von einem 20 Jahre jüngeren Schlachtebus aus meinem Messykabinett hervorgekramt. Augenscheinlich war sie mit der alten identisch, beim Reinhalten hat sie damals gepasst und ich hätte auch keine Unterschiede zwischen den Türen erwartet. Ist ja kein Trabi, wo die Spaltmaße im Werk im eingebauten Zustand mit der Handkreissäge hergestellt wurden. Tja, Pech gehabt. Das Ding wollte nicht passen. Irgendwo wollte es immer reiben. Einstellen kann man nur die Einbauhöhe und wie weit sie raussteht. Ansonsten bleibt nur Biegen der (lackierten) Scharniere aus 8mm- Blech. Also mit viel Zerren, Biegen, Einstellen und Fluchen das Ding irgendwie passend gemacht. Jetzt schließt sie zwar ganz gut, aber die Spaltmaße usw. sind erbärmlich. Und natürlich blieb die erste Lackmacke nicht aus.
Die Grenze zwischen weiß und blau wird später von einer Zierleiste verdeckt. Ich hoffe, daß das dann etwas erträglicher aussehen wird.
Was soll's. Ich mache mir jetzt ein Bier auf.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von TYT II » So 17. Jan 2021, 00:25

Ach ja, die Freuden des Ostmobil-Schraubens!
Spaltmaße sind so'n Thema. Ich habe gelernt (lernen müssen) daß das aufarbeiten der originalen Tür im Zweifel immer der bessere Weg ist (es sei denn, die Tür ist durch einen Unfall total verbogen - aber dann ist auch das dazugehörige Auto so krumm, daß der Wiederaufbau ohnehin fraglich ist)! Die Serienstreuung war dermaßen groß, daß Türen in den allerseltensten Fällen ohne größere Nacharbeit passen. Bei meinem Wartburg bin ich dann so weit gegangen, daß wir aus zwei Türen eine gemacht haben - d. h. wir haben die originale Tür die im Auto drin war (bei der war die untere Kante nicht mehr wirklich vorhanden) mit der Außenhaut einer Ersatztür versehen.
Wahrscheinlich haben die damals am Band eine ganze Sammlung Türen stehen gehabt und da so lange probiert, bis sie eine einigermaßen passende gefunden haben und dann den Rest mit Zinn ausgeglichen.
Türen die dann mehr als ein Vierteljahr am Band standen ohne eingebaut zu werden, sind dann wahrscheinlich in den Ersatzteilhandel gegangen - anders ist die miserable Paßform ungebrauchter Ersatztüren nicht zu erklären).
Aber so wie Du das jetzt hast, sieht das doch noch nicht mal allzu schlecht aus. Da kann die Zierleiste sicher noch was retten!

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Fritzler » So 17. Jan 2021, 10:34

Es ist ja leider nicht nur der Absatz im Farbverlauf, sondern auch der "Zierhuckel" weicht ab.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 17. Jan 2021, 10:44

Auf dem Foto sieht es so aus, als sei nach oben noch Luft. Kannst du bei den Scharnieren was unterlegen?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Matt » So 17. Jan 2021, 10:48

Ich bin sicher, dass es ebenso an andere Seite (zu Frontscheibe) nicht besser aussieht.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von video6 » So 17. Jan 2021, 11:49

Ich finde es trotzdem super der Rest guckt sich irgendwann weg ;)

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » So 17. Jan 2021, 11:55

Danke.
TYT II hat geschrieben:
So 17. Jan 2021, 00:25
Ach ja, die Freuden des Ostmobil-Schraubens!
Eigentlich ist mir diese Problematik auch bekannt, aber daß es so übel werden würde, hatte mich dann doch überrascht. Mir ist nicht klar, wie man es überhaupt schafft, Tiefziehteile mit dermaßen großer Toleranz herzustellen. Wie gesagt: ist ja kein Trabi. :lol:

Weiter nach oben kann ich die Tür nicht stellen, da dann schon wieder die vordere rechte Ecke an der Dachrinne reibt. Aus dem selben Grund kann ich auch nicht einfach das obere Scharnier nach vorne biegen, damit die Linie an der "Schulter" gerade durchläuft. Mir bleibt nichts weiter übrig, als das so zu lassen und mit den Zierleisten so gut es geht die Ungenauigkeiten zu kaschieren.
In unserer Lokalzeitung war kürzlich ein Bericht über meinen Bus, weil ich hier oben nach ein paar Gleichgesinnten suche. Ein paar Tage später gab es einen Leserbrief, wo die Formulierung "...in Zittau vom Band rollte..." kritisiert wurde. Es stellte sich heraus, daß es ein ehemaliger Mitarbeiter vom Karosseriewerk Halle war, der Ende der 60er Jahre dort die Buskarossen montiert hatte. Die Fahrgestelle kamen mit Spezialzügen von Zittau nach Halle und wurden dort mit den Busaufbauten versehen. Ich hatte mit ihm hinterher ein langes und interessantes Telefonat. Da werde ich bei Gelegenheit direkt nochmal anrufen und ihn zu den Türen befragen.

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von gafu » So 17. Jan 2021, 13:23

ich sag mal so, mit unfallinstandsetzung von franzosenwagen (PSA) hattest du wohl noch nix zu tun?

OT, aber lustig: toyota proace transporter, ein jahr alt, fährt mir ein 7.5to pritsche auf einem parkplatz ans rücklicht. Das rücklicht drückt ne kleine falte in die seitenwand, vielleicht 5mm tief und handgroß. Nach werksvorschrift darf das nicht ausgebeult werden, fahrzeuge werden instandgesetzt "wie neu vom werk, alle beschädigten teile werden gegen neuteile getauscht".
Also die karre leergeräumt und zur operation geschafft, die schiebetür raus, und die komplette seitenwand von der schiebetür bis zum rücklicht tauschen lassen. 6000 euro schadenssumme aufgrund der aufwändigen reparatur.
Die werkstatt hat in ein neuteil bestellt, die europäischen toyota transporter sind eine gemeinschaftsproduktion und werden bei PSA gefertigt. Das alte teil wurde herausgetrennt, das neue eingeschweißt, alles neu lackiert, und dann die tür wieder eingebaut.
An der stelle blieb dann ein spalt, der groß genug war um mit dem finger durchzugreifen. Das neuteil war ca 1,5cm kürzer als das alte. Offenbar werden da bei PSA die türen und die seitenwände passend kombiniert.
Der werkstatt war das oberpeinlich, die hatten diese reparatur zum ersten mal gemacht bei diesem fahrzeugtyp, und das problem ist, das es beim bestellen nur eine teilenummer gibt, und man bekommt irgendwas. Das ganze einfach noch mal wiederholen war also genauso glücksspiel. Im prinzip war das dann mehr oder weniger ein totalschaden, das 1 jahr alte fahrzeug wurde gegen ein vorführfahrzeug umgetauscht.

Also das mag vielleicht bei deutschen herstellern heutzutage so sein, dass die austauschteile passen.....

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von TYT II » So 17. Jan 2021, 15:14

Propeller hat geschrieben:Mir ist nicht klar, wie man es überhaupt schafft, Tiefziehteile mit dermaßen großer Toleranz herzustellen.
Die Frage ist einfach zu beantworten: Man kloppt über Jahrzehnte die Teile immer in dieselben Formen. Irgendwann sind die Formen dermaßen ausgelutscht, daß jede Passung Glückssache ist! Und wenn das in Eisenach und Zwickau so gewesen ist - warum sollte das in Zittau anders gewesen sein?
(Anekdote am Rande: Dem Vernehmen nach sind Ende der Siebziger - rund zehn Jahre nach Produktionsaufnahme des Wartburg 353 - die Qualitätsverantwortlichen des Eisenacher Automobilwerks zu den Konstrukteuren gegangen und haben gesagt: "Wir sollten langsam mal was tun, die Formen sind dermaßen ausgelutscht daß wir die Qualität nicht mehr halten können." Die Konstrukteure sind daraufhin an den Zeichnungsschrank gegangen, und haben fertige Prototypenzeichnungen für ein Nachfolgemodell des Wartburg 353 rausgeholt. Der Rest ist Geschichte: Der Wartburg 353 ist noch bis 1989 weitergebaut worden - in Form des W1.3 eigentlich sogar noch bis 1992. Auf den Ende der sibziger schon verschlissenen Anlagen!!!)
gafu hat geschrieben:mit unfallinstandsetzung von franzosenwagen (PSA) hattest du wohl noch nix zu tun?
Nö. Gottlob nicht! Aber daß das bei heutigen Fahrzeugen auch noch so ist, erstaunt mich dann doch ein wenig. Aber nur ein wenig!

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Bastelbruder » So 17. Jan 2021, 17:19

Wie viele Millionen dieser Busse wurden da aus einer Presse gezogen? :?

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Re: Jetzt geht's los: Robur Bus aufbauen

Beitrag von Propeller » So 17. Jan 2021, 17:40

Oh, eine ganze Menge. Die Türen passen ja auch bei sämtlichen Fahrzeugen inklusive aller LKWs der Marke von 1960 bis 1991. Und davon gab es ziemlich viele. Allein gefühlt jede Dorffeuerwehr hat(te) einen. Die NVA auch massenhaft, dazu viele zivile und auch viele Exportfahrzeuge.

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