Der Solar-Thread

Der chaotische Hauptfaden

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Heaterman
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Der Solar-Thread

Beitrag von Heaterman » So 18. Aug 2013, 03:07

Ich mach das Thema mal hier auf.

mal eine Frage an die langjährigen Nutzer: bringt die Umstellung des Winkels zur Sonne (Sommer 45 Grad, Winter 65 Grad) wirklich relevante Ergebnisse?

Ich hab ja meine Heizkörper-Solarthermie auf die beiden Varianten ausgelegt und konnte da nicht viel Signifikantes im Winter feststellen. Ist das bei Photovoltaik so anders? Bei meiner Insel

Bild

hab ich ja die Träger auch so eingerichtet, dass Beides möglich ist.

Wobei ich auch beim Segeln gelernt hab: je höher am Wind, desto "spannender".

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Desinfector
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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Desinfector » So 18. Aug 2013, 07:34

Im Sommer braucht man ja nicht soviel Energie.
dann könnte man denken, dass man die Teile gleich im steileren Winkel lässt.

aber wie ist denn das mit der Standfestigkeit?
fliegen die im ersten Herbststurm nicht weg?
das sieht so aus als ob die nur locker auf dem Dach stehen.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von zellkern » So 18. Aug 2013, 09:11

Also,ich mach das bei meinen Anlagen immer so.
Zwei Aluplatten mit ner Schraube durch.
Da geht das Nachstellen blitzschnell.
Ich machs 4 mal im Jahr. (Sommer..Übergangszeit..Winterzeit) (20/40/60°)
Ob das bei kleinen Anlagen wirklich noch was bringt,kann ich nicht sagen,weil ich es noch nie probiert habe,das Ganz mal für ein Jahr auf nem "Mittelwert" stehen zu lassen.
Hab nur rausgefunden,dass eine Nachführung horizontal einen wirklich frappierenden Mehrertrag bringt.
Eine starre Anlage empfehl ich garnicht mehr.
Aber mein Vorposter hat schon Recht..speziell was die Fototermiesache angeht.
Im Sommer kannst all die Energie garnicht verbrauchen.
Da hätts vlt Sinn,die Module steiler stehen zu lassen. (Wintermodus).

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von zellkern » So 18. Aug 2013, 09:19

Da gibts natürlich auch n Bild..hätt ich fast vergessen. ;)
Bild

Osttiroler
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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Osttiroler » Mo 19. Aug 2013, 19:57

zum Winkel kann ich nicht viel sagen...

das 80Wp Modul auf der Almhütte lädt im Sommer bei starker Bestrahlung bei blauem Himmel so um die 5.etwas Ampere. Im Winter bei gleicher Neigung(ca 45°) auch mal 6 A zumindest das selbe wie im Sommer

liegt in dem Fall angeblich an der diffusen Strahlung. Ich gehe eher davon aus, dass es damit zu tun hat, dass das Modul sehr kalt ist und dadurch mehr Leistung liefert.


Ich hätte auch ein PV- Projekt zu besprechen. Darf ich das hier reinsetzen oder soll ich neuen Fred aufmachen?

lg Lukas

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von xoexlepox » Mo 19. Aug 2013, 20:13

Osttiroler hat geschrieben:Ich hätte auch ein PV- Projekt zu besprechen. Darf ich das hier reinsetzen oder soll ich neuen Fred aufmachen?
Wenn es nicht "etwas ganz Spezielles" ist, passt das doch gut zum Topic. So bleibt das Thema zusammen. Laut Topic gehts hier ja nicht nur um den Aufstellwinkel ;)

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Heaterman » Mo 19. Aug 2013, 20:23

Richtig, lasst uns das Thema mal hier zentral zusammenhalten.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Osttiroler » Mo 19. Aug 2013, 21:30

Aaalso

Auf der Almhütte von einem Kumpel soll die bestehende PV- Anlage ausgetauscht werden.
Die Idee ist, die Anlage mit sinnvollen Kosten in Betrieb zu bringen und später erweistern zu können.

Herzstück soll der Steca Tarom 4545 Laderegler werden
Der Regler eignet sich für 12/24V und Modul/Verbraucherströme bis 45A Preis: ca 250 Euro
Diesen Regler möchte ich deswegen verwenden, weil er als einer von wenigen in der Preisklasse eine Überschussregelung hat.
Wenn die Akkus voll geladen sind, wird die Energie, die die Solarmodule weiterhin liefern, in einen Überschussverbraucher verbraten. In meinem Fall soll das ein Heizstab in einen Warmwasserboiler sein.
Die Module sollen gefälligst arbeiten, wenn sie sich schon sonnen dürfen.


Solarmodule sollen vorerst zwei stück 250Wp zum Einsatz kommen. Später können dann bei Bedarf nochmal zwei dazu kommen. Morgen erfahre ich ob ich zwei ein Jahr alte bekomme. Sonst neu.

Akkus kommen zwei Fiamm Monolite 12V 60AH Bleivlies dran. Alternativ zwei gebrauchte Bären Solar 230Ah. Wenn ich nochmal n paar Monolite ergattern kann, möchte ich die Akkubank dann erweitern.
Dabei halt dann die alten zwei Akkus woanders verwenden und mehrere gleich alte Akkus dran. Alte und neue akkus vertragen sich ja angeblich nicht so bei Parallelschaltung.

Einen sinnvollen Sinus Wechselrichter suche ich noch. Wirkungsgrad sollte bei niedriger Last halbwegs hoch sein. Dauerleistung reichen 300W dicke aus. Es kommen nur ein paar E27 LED Leuchtmittel dran und Ladegeräte für Akkuwerkzeuge und das Handy.

ganz gewaltig wäre es wenn ich einen Haushaltskühlschrank betreiben könnte. das wird aber wohl erst in der zweiten oder dritten Ausbaustufe gehen.

Als Reserve, wenn mal wirklich tagelang keine Sonnenenergie reinkommen sollte und die Batterien schwach werden, steht noch ein Moppel vom Bundesheer rum.

Für Tipps zu dem Thema bin ich auf jeden Fall dankbar, allerdings sollten zwei dinge so bleiben:
1) Laderegler werde ich sicher nicht selber bauen, weil: ich das nicht kann; die Hütte stehen bleiben sollte; die anlage funktionieren soll.
2) Die Überschussenergie soll in den Boiler bzw. im Winter bei abgedrehtem Wasser in einen Heizwiderstand, der die Hütte ein wenig temperiert.

danke lg Lukas

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Heaterman » Di 20. Aug 2013, 03:09

Ja, wenn Du einen Kühlschrank anhängen willst, kann ich nur immer wieder das Teil hier:

http://westech-pv.com/index.php?a=1373

empfehlen. Das einzige, was mir bisher im scharfen Betrieb aufgefallen ist, dass der akustisch leicht nervt. Hebt mich nicht an, da der Kollege im Heizungskeller arbeitet. Aber sonst ein Top-Teil. Niedriger Eigenverbrauch, schaltfest selbst für die Tiefkühlkiste, und in den Betriebsarten richtig variabel.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von uxlaxel » Di 20. Aug 2013, 07:35

hallo osttiroler, die bärenakkus sind nasse akkus?
weil nasse akkus und "trockene" (also bleivlies und bleigel) haben eine unterschiedliche ladespannung.
daraus resultiert, daß man sie getrennt laden müßte, um permanente ausgleichsströme zu vermeiden.
in der praxis hat sich jedoch gezeigt, daß sich das halbsegs in grenzen hält. wichtiger ist vielmehr, daß bei 24V (bzw. bei 12V aus 2x6V) die beiden in reihe geschalteten akkus identisch sein müssen. also gleiches modell, gleiche charge und ggf. gleiche vorgeschichte. das ist enorm wichtig im zyklenbetrieb.
anderenfalls müßte man die akkus parallel an 12V laden und dann durch umschalten oder umrichten auf die 24V bringen.
ebenfalls sehr wichtig ist, daß die akkus bis zur sicherung mit kurzschlußsicherer leitung verdrahtet sind.
in DL ist da z.b. H07RN-F 1polig oder gummi-schweißleitung vorgeschrieben.
die sicherungen, die die batterien absichern müssen einen sehr hohen kurzschlußstrom schalten können. daher kommen eigentlich nur schmelzsicherungen in frage. D01/02, NH o.ä.
für endstromkreise kann man dann aber auch leitungsschutzschalter oder KFZ-sicherungen verwenden.
wie es nun in Ö mit den vorschriften aussieht, entzieht sich meiner kenntnis. ich vermute, daß die ÖVE das sogar besser ausgearbeitet hat, da es ja viel mehr berghütten gibt und in vergangenheit sicher da auch den einen oder anderen zwischenfall ;)

lg axel

p.s. ich hab noch nen hensel-kasten rumzuliegen, der 3x5xE27 sicherungen hat. wenn man den für gleichstrom einsetzen würde, könnte man 5 mal 2polig oder 15x 1polig sichern. wenn du bedarf hast, komm mal per PN rum.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Osttiroler » Di 20. Aug 2013, 18:13

die Bären sind nass ja...

die Akkus sind entweder oder also entweder die Fiamm Monolite oder die Bären Solar.
Sollte sich heute noch klären, ob ich die Bären bekomme inkl zwei 230W Solarmodule.
BTW was kann ich für zwei Stück zwei Jahre alte 230W Module noch zahlen?

lg Lukas

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von xoexlepox » Di 20. Aug 2013, 19:06

Osttiroler hat geschrieben:also entweder die Fiamm Monolite oder die Bären Solar.
Nach meiner Abschätzung sind 60Ah/12V bei einem 230/250WP/12V-Modul deutlich unterdimensioniert für eine Insellösung, die auch mal 2-3 dunklere Tage überstehen soll. Mit 230Ah kommts du da schon eher in den "brauchbaren" Bereich.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Osttiroler » Di 20. Aug 2013, 19:37

da hast du natürlich recht, dass 60 Ah eher klein sind....

es sollten in den nächsten Wochen noch ein paar Bleiklötze dazukommen. Am schönsten wäre ein staplerblock mit 300-400 Ah

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von uxlaxel » Mi 21. Aug 2013, 00:58

Am schönsten wäre ein staplerblock mit 300-400 Ah
der will aber auch dicke ströme sehen, weil die zellen sonst versotten. diese akkus brauchen immer mal ihr kiloampere zuneigung ;)
genau wie "motive"-akkus (also aus e-karren) wollen die auch mal durchgeschüttelt werden. alternativ kann man auch die zellen gelegentlich konntrolliert zur starken gasung bringen, damit sich die chemie wieder richtet. warum und wieso genau, kann uns sicher ein chemiker erklären :)

wobei ein akku der nichts kostet, ist zwangsläufig immer gut! (und wenn nur zur verwertung / bleischrott)
andererseits ist ein akku mist, der genau die hufen hoch macht, wenn man es gar nicht gebrauchen kann. (tiefer winter, paar tage schneesturm, keine zufahrt zur hütte möglich, heli unbezahlbar / bzw. nicht verfügbar)

lg axel

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Osttiroler » Mi 21. Aug 2013, 06:11

das is ja grade das Problem. andererseits habe ich nicht vor, 2k€ in den Akku zu investieren. wens gar nicht mehr geht steht der Jockel im Eck. der muss dann ins Freie und auf Drehzahl.
auch würde der Jockel alle paar Wochen mal den Akku mit 60- 70A laden können

lg Lukas

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von xoexlepox » Mi 21. Aug 2013, 18:46

uxlaxel hat geschrieben:der will aber auch dicke ströme sehen, weil die zellen sonst versotten.
Gibt es diesen Effekt bei den Gel-bzw.Vlies-Akkus auch? Mir ist aufgefallen, daß meine 12Ah-Akkus (stammen aus einer Anwendung, wo sie "kräftig getreten" wurden), anscheinend "müde" werden, und bei geringer Last (<1A, max. 10% Entladung, dann wieder Ladung) wesentlich deutlicher in der Spannung einbrechen, als zu Anfang. Ich betreibe sie jedoch auch im Standby-Betrieb (Umax. 13.8V). Sollte das die Ursache sein?

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von uxlaxel » Mi 21. Aug 2013, 22:02

eigentlich ist diese erscheinung eher nassen batterien zuzuschreiben. ich würde aber nicht ausschließen wollen, daß sich bei wartungsfreien batterien auch sowas in der art abspielen kann.
was ich mir eher vorstellen kann ist, daß deine batterien nicht für den zyklenbetrieb ausgelegt sind und somit deutlich schneller verbraucht werden, als eben auto-, motive- oder staplerakkus.
bleivlies (auch bleigel) trocknen außerdem aus, wenn sie immer schon warm und trocken stehen. wenn die bei der ladung gasen, entweicht jedes mal etwas feuchtigkeit. bei der entladung "atmen" die dann trockene luft und somit trocknet die säure im flies bzw. das gel aus.
wenn die batterien im nassen keller bei 16..18°C stehen, halten die deutlich länger!
auch hast du theoretisch bei deutlich über 20°C eine geringere ladespannung, sprich du überlädst die im sommer mit 13,8V sowieso permanent. hantiere mal lieber mit nur 13,65V, das verlängert die lebenserwartung auch schon! ist scheinbar nur wenig, macht aber bei akkus schon was aus. das sind richtige mimosen :)

lg axel

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Fritzler » Mi 21. Aug 2013, 22:20

Gibt es denn irgendwo eine Kennlinie Ladeendspannung zu Umgebungstemperatur?
Könnte man ja dann in sein ladegerät einprogrammieren.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von uxlaxel » Mi 21. Aug 2013, 22:42

http://tauchen.seveke.de/basteln/2accutips.htm
hier habe ich grob was dazu gefunden. ich hab das bisher immer den batteriedatenblättern entnommen, wenn ich die (beruflich bedingt) montiert hab.
lg axel

p.s. bei hoppecke findet man bestimmt was auf der internetseite. bei banner, fiamm und rpower kann man sicher auch mal suchen.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von gafu » Mi 21. Aug 2013, 22:50

Fritzler hat geschrieben:Gibt es denn irgendwo eine Kennlinie Ladeendspannung zu Umgebungstemperatur?
Könnte man ja dann in sein ladegerät einprogrammieren.
Nicht die umgebungstemperatur, sondern die Plattentemperatur in der Batterie ist entscheidend.
Es ist nicht die schlechteste Idee (bei großen akkus), den Temperaturfühler mit dem Batteriepol thermisch zu koppeln.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Heaterman » So 1. Sep 2013, 02:23

Heute habe ich nun endlich mal die Solarverkabelung meiner Anlage geschafft. Die Zellen laufen ja wie sonstwas - die beiden Regler schieben jetzt zeitweise bis zu 40 A in die Akkus. Hat die Akkuanlage auch in den paar Stunden bei laufendem Wechselrichter unter Last von 11,6 auf 12,9 V gebracht.
Was sagen die Solar-Erfahrenen? Ist das überhaupt auf Dauer gesund für die Akkus? Die Akkuanlage besteht aus einer Parallelschaltung von 40-Ah- und 92-Ah-Akkus (sind Akkus für Netzersatzanlagen). Das Datenblatt für die kleinen Akkus sagt max. 12 A Charge. Thermisch oder blubbermäßig ist da erst mal gar nichts passiert, aber etwas unwohl ist mir trotzdem.

Andererseits kriegt man ja die Akkuanlage nie voll, wenn da nicht ordentlich was reingeschoben wird. Und die Akkus begrenzen den Strom doch sowieso selbst entsprechend Ladezustand. Soll man sie also nehmen lassen, was sie haben wollen, also auch mal 1C?
Da fehlt mir die Erfahrung, meine bisherige kleine Gewächshaus-Anlage bringt gerade 6 A, der Akku da darf max. 8 A kriegen.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Luftwatz » So 1. Sep 2013, 10:21

Hallo Heaterman,
solange die Akkuspannung nach oben begrenzt wird, schadet das den Bleiakkus aus eigener Erfahrung nicht. Habe den Eindruck, das eher das Gegenteil der Fall ist - die Akkus bleiben munterer.
Abgesehen davon, wird es in der Praxis nicht oft vorkommen, das die Akkus den max. Ladestrom abbekommen, da die Solarmodule mit zunehmender Tageshelligkeit den ladebetrieb mit geringeren Strömen langsam aufnehmen und die Akkuspannung schon entsprechend angestiegen ist, bevor die Solarmodule ihren vollen Strom liefern.
Gruß Luftwatz

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von xoexlepox » So 1. Sep 2013, 11:21

Luftwatz hat geschrieben:solange die Akkuspannung nach oben begrenzt wird, ...
Damit ergibt sich gleich die nächste Frage nach der maximalen Ladespannung: Ist die Solarpufferung nun Standby- (13.8V) oder Zyklenbetrieb (14.4V)?. Ich sehe es eher als Standby-Betrieb, und habe daher die Ladespannung auf 13.8V begrenzt. Dabei wurden meine Gel/Vlies-Akkus (die vorher im Zyklenbetrieb verwendet wurden) jedoch etwas "müde" -> Relativ schneller Abfall der Spannung bei Last, jedoch auch schnelle "Erholung" ohne Last. Nachdem ich dem Hinweis von uxlaxel befolgt habe, und die Ladespannung verringert habe, scheint dieser Effekt kleiner zu werden. Seitdem beachte ich auch die Temperatur, und passe die Ladespannung entsprechend an. Allgemein wird zur Temperaturkorrektur der Ladespannung ein Wert von 5mV/° pro Zelle angenommen.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von Heaterman » So 1. Sep 2013, 17:27

Bei mir sind beide Regler auf 14,4 V Ladeendspannung - mal sehen. Die berücksichtigen allerdings nur die Umgebungstemperatur, ist ja wenigstens ein Ansatz.

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Re: Der Solar-Thread

Beitrag von flogerass » So 1. Sep 2013, 17:39

14,4V passt bei Zyklenbetrieb.
Ich hab die Aussage von nem Batterienfachmann, dass er bisher hauptsächlich defekte durch zu tiefe Zyklen und nicht durch Überladung hatte. Verschlossene Batterien (AGM, Gel) sind zwar etwas emfindlicher gegenüber Überladung. Aber auch die kriegt man leichter durch zu tiefes Entladen kaputt.

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