Eure (fertiggestellten) Projekte

Der chaotische Hauptfaden

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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Pyromane » Sa 9. Jan 2016, 23:51

Kuddel hat geschrieben:
Pyromane hat geschrieben:
Kuddel hat geschrieben:Schaltung sieht so aus:
hgdef.gif

Auf Wunsch habe ich ein Platinenlayout dazu.

Ja bitte, das würde auch ganz gut zu http://www.fingers-welt.de/phpBB/viewtopic.php?f=14&t=5806&view=unread#unread passen.
Danke!

Done. Siehe:
http://www.fingers-welt.de/phpBB/viewtopic.php?f=14&t=5806&view=unread#p119277


Vielen Dank! :)
Pyromane
 
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Toni » So 10. Jan 2016, 22:27

Neulich gab's einen neuen Audio-Verstärker für den Sohn:
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- 3 Kanal Endstufe (L + R + Subwoofer)
- 4 Eingänge: 2x intern, 2x extern
- CD-Abspieler
- Radio
- außerdem DVD-Rom als externes LW für sein neues Notebook
- aus fast 100% Schlachtteilen
=> eine kleine eierlegende Wollmilchsau, um Radio / CD / MP3 / PC zu hören, DVD-Rom, und um DVD's auf dem Notebook schauen zu können.

Das waren die Teilespender:
1) ein optisch und technisch klasse Fernseher. Das Gerät war jahrelang bei uns als Zweitgerät im Betrieb, und musste einem 100Hz-Gerät weichen, das wiederum durch eine Flachglotze ersetzt wurde => stand die letzten 3 Jahre nur noch im Keller herum.
Den Fernseher hatte ich Anfang 2000 defekt auf eine Anzeige geholt (incl. Zubehör + Service Manual), und Grundig-typisch repariert: HOT (=Horizontaltranse) erneuert, und die für's abbrennen verantwortlichen Lötstellen nachgelötet. Typisch noch echter (von vor der Pleite) GRUNDIG: GRUendlich Nachlöten Dann Isses Gut.
Irgendwie ist es trotzdem ein mulmiges Gefühl, einen funktionierenden TV zu schlachten, auch wenn absehbar ist, dass ich nie wieder in eine 50Hz-Kiste glotzen werde. Zu der Zeit als ich ihn bekam, hatte ich noch für teuer Geld eine Bildröhre für meinen 100Hz-Grundig nachgekauft. Man wird halt alt.
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Das hier ist die Audio-Endstufe, und der Schaltplan dazu. Schön frickelfreundlich auf einer eigenen Platine. Der olle TV zeichnete sich noch dadurch aus, das da relativ viel Aufwand reingesteckt wurde, um einen guten Klang zu erreichen.
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Weitere Schlachtteile sind das Display mit IGOR-Faktor, und Controllergedönse. Vielleicht brauche ich irgendwann mal den HC05...
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Auf der ZF-Platte ist u.a. ein Käfer drauf (unter dem Blech), der eine Audio-Klangregelung + Umschaltmatrix beherbergt, und über I²C angesteuert wird. Wird auch eingelagert.
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2) Teilespender für Gehäuse und Trafo: Sat-Receiver.
Solide und übersichtlich aufgebaut. Der hat seinen Dienst fehlerfrei seit Anfang der 90'er bis zur Abschaltung des SAT-Analogempfanges verrichtet. Da ist ein seltsamer Ringtrafo mit Sekundärwicklungen drauf.
Perfekt für den Verstärker, der bekam im TV nämlich 42VDC für die Endstufe (in der Praxis rennt der ab 20V bis 50V). Jetzt bekommt der 32VAC + Gleichrichter => da liegen im Leerlauf ca. 40VDC an. Die 32VAC sind aus 2x8VAC + 16VAC zusammengestoppelt, die haben jeweils einen Kurzschlussstrom von 14A -> sollte reichen.
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3) Laufwerk. Bei mir flog noch ein DVD-Laufwerk herum, das eigenständig CD's abspielen könnte (incl. Kopfhöreranschluss), wenn die Frontplatine entsprechend bestückt wäre. Wir brauchen aber nur den Play-Taster. Also einen reingefummelt, und mit Heißkleber an der Platine angeklebt
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4) USB-ATA-Interface. Nix spektakuläres, wurde aus einer alten externen USB-Festplatte geschlachtet.
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5) Radio. Die Teile spendete ein Kugelschreiberradio. Ist leider nur Mono, und hat eine 2-Tasten-Bedienung, ist aber klanglich ziemlich passabel. Wenn mir später mal ein Stereo-Radio mit Stationstasten über den Weg läuft, kommt das rein.
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Hier die Anpassung an 12V, Antennenauskopplung, und Audio-Ausgang
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Hier ist eine grobe Prinzipskizze.
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Jetzt geht's an den Zusammenbau.
Erstmal die Frontplatte zerspant, und bestückt
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Das Gehäuse wurde immer voller, da war plötzlich die Verstärkerplatine zu groß -> Ränder abschneiden. Cinch-Ausgang und Mute-Power Schalter braucht's nicht
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erster Probelauf
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in der Installationsdose sitzt (außer dem Trafo) das komplette Netzgelump, incl. 12V-Netzteil (das aus einer Wandwarze geschlachtet wurde) für das Laufwerk + Verstärkerlogik, sowie ein Einschaltrelais für den Trafo.
Das 12V-Netzteil hat so gut wie keinen Standbyverbrauch, und hängt permanent am Netz.
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So sieht es (fast) fertig aus. auf der Häkelplatine sitzt noch ein 5V-Relais, das bei USB-Präsenz die 12V auf das Laufwerk schaltet.
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Später zeigte sich noch, dass die 3 Stk. TDA2051H ordentlich Wärme verblasen können. Die Lage des Kühlkörpers ist da ziemlich suboptimal. Ein temperaturgeregelter CPU-Lüfter hilft gewaltig. Die Regelung war ein jahrzehntelang eingelagertes Fertigteil.
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Jetzt ist's aber endgültig fertig, und über den Klang lässt sich absolut nicht meckern.
Die Lautsprecher sind die Vorherigen (Auto-Breitband-LS) in Kabalkanalstücke geklebt, sowie der Original-Subwoofer aus dem TV, der jetzt unter dem Tisch hängt
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Kuddel » So 10. Jan 2016, 23:13

Klasse Bericht. Erst recht eine sehr schöne Frickelei.
Gruß
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Münsterländer » So 10. Jan 2016, 23:41

@Toni: Das sind die Klamotten warum ich hier mitlese! Aus schXXX Gold machen, die Stunden lieber nicht zählen.
Super Projekt. Ich arbeite dran, dass ich sowas auch mal hinkiege.
Danke für´s Zeigen!
Thomas
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Geistesblitz » So 10. Jan 2016, 23:55

Von mir gibts auch noch was Neues:
2016-01-10 20.25.53.jpg


Grund war hauptsächlich, dass die Mechanik meiner alten Käsefräse einfach zu verfrickelt war, Spindeln haben geklemmt und geeiert usw. und alles auch nicht steif genug. Da sind jetzt auch ein paar Bauteile drin gelandet, die ich dank des Forums günstig erstehen konnte (Führungen, Material des Portals). Steuerung und Elektronik der alten Fräse sind noch gut und werden weiterverwendet. Auf dem Bild kaum zu sehen: der Tisch dadrunter wurde aus Sperrmüll und Paletten-/Bauholz gebastelt :D Lediglich Schubladenführungen und ein paar Rollen wurden hinzugekauft. Muss da aber noch ein paar Versteifungen einbauen, sonst wackelt der doch ein bisschen doll.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon video6 » So 10. Jan 2016, 23:59

sowas ähnliches hatte ich mir zu Ostzeiten mal gebaut.(kanns ja mal online stellen ist noch im zerstörten Zustand da da es mir aus den Keller geklaut wurde.fand es Monate später auf nem Müllhaufen ganz in der Nähe der Wohnung wieder)

solch Bestände hab ich noch zuhauf. ;)

Schön das es noch welche gibt die wirklich basteln.mit Audio und Co :)

die meisten wollen ja oftmals absolut perfekt sein siehe Röhrenfreaks
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Toni » Mo 11. Jan 2016, 00:56

Münsterländer hat geschrieben:@Toni: Das sind die Klamotten warum ich hier mitlese! Aus schXXX Gold machen, die Stunden lieber nicht zählen.
Super Projekt. Ich arbeite dran, dass ich sowas auch mal hinkiege.
Danke für´s Zeigen!
Thomas


Danke euch für die Blumen :)
Jo, ist ein Hobby -> Zeit ist zweitrangig.
BTW: hier gibt's viele beeindruckende und inspirierende tolle Frickeleien. Ich schreibe aber meistens keinen Kommentar dazu, um den Fred nicht vollzumüllen, obwohl es die Autoren vielleicht freuen würde. Ist irgendwie eine Gratwanderung... Wo fängt man mit den Kommentaren an?
Ich gehe mal davon aus, dass Andere genauso denken, und versuche deshalb etwas zurückzugeben, indem ich viele Bilder veröffentliche => deshalb auch angewöhnt, das (Foto-)Handy mitzunehmen.

Verstärker:
da gibt's auch einen kleinen Bruder hinter der Flachglotze, an dem g'scheite Boxen angeschlossen sind. So eine Flachglotze hat ja als Ausgleich für den scheppernden Klang oft auch keine Anschlüsse für ext. Boxen...
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Verstärker auch aus TV geschlachtet + Receiver-Gehäuse.

Das Relais schaltet den Verstärker + ext. DVD-Player über den TV-USB ein.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon CH-Bastler » Mo 11. Jan 2016, 01:56

So endlich komme ich auch mal dazu einen Beitrag zu schreiben und nicht länger nur mitlesen. Zuerst eine kurze Vorstellung ich komme aus der schönen Schweiz, bin 21 Jahre jung und bastle eingentlich schon seit längerem. Dieses Projekt ist zu 90% aus Altteilen entstanden. Die Platine mit den LED 3*1W und das Netzteil ist das Innenleben einer Notleuchte, das auf der Arbeit im Elektroschrott lag. Das einzige neue Teil ist das Netzkabel. Durch die LED gibt die Lampe heller als zuvor mit FL. Die Platine des Netzteiles musste ich halbieren, damit sie in der Lampe Platz fand. Die kleinere Platine rechts enthält nur den Netzfilter. Ein Kondensator wurde aus Platzgründen abgelegt. Das ganze hat natürlich auch einen Deckel, welcher aber nicht abgebildet ist.
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MfG CH-Bastler
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon sub » Mo 11. Jan 2016, 07:57

Schon ein krasser Overkill was da für ein Aufwand betrieben wird.
Die Pendanten aus China haben ein 6x2cm Netzteil und gut ist.

Das saubere Teilen der Platine finde ich hingegen klasse! :-)

Auch wenn ich vermutlich einfach irgendein günstiges Meanwell reingeknallt hätte oder irgendwas aus nem alten externen Gehäuse.
Aber so hat das auch seinen Charme!
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon ptwz » Mo 11. Jan 2016, 20:19

Hallo zusammen,

da beim abendlichen Kalorienbrennerstrampeln und Serienglotzen mit der Dame des Hauses die (teilweise fehlende) Lautstärke des englischen O-Tons immer mal wieder zu negativem WAF geführt hatte musste ich mal wieder frickeln. Normalerweise ist ja Dynamik in der Jubelelektronik ein gewünschtes Phänomen, aber wenn dann die Tretmühle dagegen schallt, leidet gerade die Fremdsprachenverständlichkeit arg.

Ein TL084 und zwei OPAs hatte ich noch im Fundus, genauso wie zwei LDRs von Reichelt. Daraus habe ich folgende Schaltung gezimmert:
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Den LDRs (R2/R5) und LEDs (D3/D4) habe ich erst die jeweils beide Beine eingeschumpft und dann die selbstgebauten LED/LDR Optokoppler noch in einen Schrumpfschlauch versenkt. Das Ganze ist natürlich auf Lochraster aufgebaut und in ein kleines Gehäuse eingebaut, das noch herumflog. Die nötigen vier Cinch-Buchsen hat mit freundlicherweise eine alte Videokarte gespendet.

Als Netzteil habe ich einen alten Netgear Eisenklumpen genommen. Nach dem Schaltplanzeichnen habe ich noch die +/- 15V ersetzt durch eine Widerstands/Kondensator-Teiler ersetzt, der sich in der Mitte auf GND stützt und so die Pole des Netzteils auf etwa +5.5 / -6 schwimmen. Die Widerstände tragen fiese zehn mal den Nennstrom der restlichen Schaltung. Nicht schön, aber 1W Verlust kann ich bei 1..2h Betrieb am Tag verschmerzen.

Das Ganze macht lt. meinem HP Audio Analyzer immerhin <<.5% Distortion. Die Limiterwirkung ist auch ordentlich, Kurve folgt..

Nachdem auch jetzt die leiseren Sequenzen einigermaßen verständliche sind, ist der WAF grün. Und der Altteilegehalt ist bei ca. 60%

Grüße,
ptwz
Zuletzt geändert von ptwz am Mo 11. Jan 2016, 22:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Sven » Mo 11. Jan 2016, 21:08

Klasse Schaltung, ein schöner optischer Limiter :)
LDR Limiter/Kompressoren haben irgendwie was. Mit einer Glühlampe anstatt einer LED bekommt man auch einen sehr interessanten Sound hin.

Ich habe meine Bastelaktivitäten der Witterung angepasst. Reichlich Schnee und Temperaturen zwischen 0 und -17 °C sorgen trotz Schmutzfangmatte für Wasser und Dreck im Hausflur.
Bei Biltema (Autoteile/Werkzeug/Camping/Bau Laden) sah ich einen Schuhputzständer für knapp 40€, daneben eine Gitterbox mit Besen zu je 3€. Warum also nicht selbst tätig werden und mich gleich wieder in der Zweitwerkstatt einleben? Also drei Besen gekauft und zu Hause die Spaxschrauben bereitgelegt. Ein dickes, altes Brett, etwas Wetterschutzlasur und vier Stuhlwinkel komplettieren das ganze zu meinem eigenen Schuhabbürster. :)
Zusammengebaut mit einem auf dem Schrott gefundenen Akkuschrauber.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon derrdaniel » Mo 11. Jan 2016, 21:42

Biltema hört sich ja fast nach meiner zweiten Heimat an. Norwegen oder Schweden?
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Sven » Mo 11. Jan 2016, 21:50

Meine zweite Heimat ist Schweden. Biltema wird bei Bastelbedarf recht häufig aufgesucht, vier Stück in je ca. 70/80km Entfernung. Örebro, Borlänge, Karlskoga und Västerås.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon grobschmied » Mo 11. Jan 2016, 22:11

Sven hat geschrieben:
Zusammengebaut mit einem auf dem Schrott gefundenen Akkuschrauber.


Und ich dachte schon der Akkuschrauber treibt das ganze irgendwie an ;) sah in der kleinen Bildvorschau so aus :D
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon ESDKittel » Mo 11. Jan 2016, 22:32

So, mein Jahrzehntprojekt ist endlich fertig (immerhin schneller als der BER ;)):
Der IGOR-Trennstelltransformator
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Der Stelltrafo kann 0...275V 16A Dauerlast lt. Typenschild,
der Trenntrafo dürfte vom Kernquerschnitt und der Drahtstärke her wohl so ~5kVA schaffen.
Da ist also Reserve drin.
Das kleine Instrument in der Mitte zeigt die Primärstromaufnahme an.
Die anderen beiden Ausgangsspannung und -strom.
Die Glupschaugenglimmleuchtmelder links signalisieren Betriebsbereitschaft (rot) und richtiges Schalten der Einschaltstrombegrenzung (orange) an.

Hinter der BNC-Buchse rechts (mit der Klokette) verbirgt sich ein LEM Stromwandler der 10mV/A in 50Ohm auswirft.
Da kann ich dann gleich das Oszi ranhängen und spare mir das Getue mit seperater Stromzange.
An die 2 Sicherheitslaborbuchsen darunter kann der differentielle HV-Tastkopf andocken.
Damit das symetrisch aussieht, hängt da noch ein Kleinleuchtmelder rum der braunes Licht verströmt.
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Schön die Doppelrollkohlen mit Kühlkörper!
Leider laufen die auf dem Umfang des Ringkerntrafos und nicht an der hinteren Stirnseite, so daß das Gehäuse deutlich größer werden mußte.
Dafür hat die Bucht beide Trafos sehr günstig angespült ;).
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Hier nochmal eine Innenansicht (Schaltschrankbauer bitte wegschauen...Verdrahten muß ich noch üben).
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Der untere güldene Gehäuseteil stammt ursprünglich von einen 8Zoll Diskettenlaufwerk und mußte wegen den außenlaufenden Rollkohlen "etwas" aufgestockt werden. Links unten sieht man den Widerstand für die Einschaltstrombegrenzung.
Die Bedienergonomie ist leider etwas auf der Strecke geblieben. Der IGOR-Stelltrenn mußte aber im Erdgeschoß platznehmen um das Gewicht (Ächts...die ganze Familie mußte mit anpacken um das Teil vom Arbeitstisch auf seine eigenen Füße ähm Rollen zu stellen) besser auf die Rollen abzuleiten.
Oben hat übrigens ein Olltronix HV-Röhrennetzteil als "Blinddeckel" platzgenommen.
Wenn das Wetter denn dann mal wieder besser wird und ich zufällig Lust auf Sifferei habe, gibt es noch geätzte Aluschilder.
Ne 32'er CEE Blau muß auchnoch nachgerüstet werden, mit Eischaltstrombegrenzung bekomme ich den aber auch über Schuko an 'nem B16 angerissen.
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Kleinigkeit zu Weihnachten

Beitragvon duese » Mo 11. Jan 2016, 23:10

Zu Weihnachten hab ich 17 dieser Sternchen gebastelt und verschenkt:

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Kupferdraht aus Telefonleitung (Reststück von ca. 5m mit geschätzen 50 Doppeladern) um einen 3mm Bohrer zur Öse gebogen und dann auf einem Brett mit 10 Nägel mit abgekniffenen Köpfen zum Stern gebogen und verlötet...
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Kühlschrank für die Spielküche

Beitragvon duese » Mo 11. Jan 2016, 23:37

Der Sohnemann einer sehr lieben Freundin hat sich zu Weihnachten einen Kühlschrank für seine Spielküche gewünscht.

Im Baumarkt bin ich dann über eine Holzkiste mit abgerundeten Ecken gestolpert. Hochkant gestellt schon ganz gut von der Form her. Da es aber auch einen Fachboden und einen Standfuss braucht im selben Baumarkt auf Anfrage in die Restekiste beim Holz schauen dürfen und ein ca. 60cm langes "Schichtsperrholz" (wie heißen die Platten denn richtig?) abstauben dürfen, in der optimalen Breite. Vier Schnitte auf Vaters Kreischsäge später waren Fachboden Standfuß und Abdeckung des oberen Grifflochs fertig und konnten montiert werden.

Einen Magnet in die obere Ecke der Tür geheißklebert, eine Schraube und (weil die Haltekraft von dem schwarzen Magnet zu schwach war) ein kleiner Neodymmagnet auch mit Heißkleber auf die Schraube und das Chassis ist fertig.

Das Gehäuse für die Elektronik gabs vor Urzeiten mal für nen Centbetrag bei Pollin, der Türtaster ist aus einem PC-Gehäuse, der Schalter irgendwo ausgeschlachtet und die LEDs samt Reflektor stammen von einer Kurbeltaschenlampe, die ich mal in Fragmenten aus einem E-Schrottcontainer gezogen hab. Da der rumliegende 3xAAA-Batteriehalter gerade so nicht reingepasst hat und ich per Vorwiderstand nicht mehr als die Hälfe verheizen wollte kam noch ein 83cent-China-Schaltregler aus dem 10er-Pack, der den verbauten 9V-Block so bei konstanter Helligkeit schön leer lutschen kann. Der erste 9V-Block aus dem Supermarkt-Doppelpack ging prompt nicht. Damit im Falle übergroßer Nixigkeit und Auslaufen des zweiten wenigstens nicht der Kühlschrank versaut wird, kam noch ein kleiner Plastikbeutel zum Einsatz.

Der Kühlschrank kam super an und das untere Fach wurde flugs zum Geschirrspüler deklariert (in die Griffmulde lassen sich super Teller reinstellen). Da hab ich ohne es zu ahnen ein Multifunktionsgerät gebaut :lol:



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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Chefbastler » Di 12. Jan 2016, 00:17

@ESD-Kittel
Schaut ja schön Amtlich aus der Möller :)
Sehe ich das richtig das da ein Leuchtstofflampenstarter verbaud wurde? Wenn ja wofür? Als Timer für die Einschaltstrombegrenzung?
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Jannyboy » Di 12. Jan 2016, 19:35

Es ist vollbracht.
Melde TSR läuft.
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Ein Einschaltvorgang wie im Bilderbuch, hier unter Volllast.
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In dem grünen Gussmassenklotz verbirgt sich wohl ein Ringkerntrafo.
jedenfalls passt die Charakteristik dazu.
Es hat 2 Triac gekostet und hat unzählige mal geballert bis auch die letzten Bugs in der Firmware behoben waren.
Und es war eine sch**** Idee den PIC auf -5V laufen zu lassen. Es verreißt einen Vss von PIC auch die Nulldurchgangserkennung bei der Volleinschaltung.
Behobenen wurde das Problem mit einer Umgehungstrasse in Software. :P

Der Trafo ist derart zickig, das Fehlen einer viertel Halbwelle beantwortet er mit einem 80A Impuls.
Eine halbe oder ganze Halbwelle schmeißt die Sicherung. Mich wundert es das die Trafos überhaupt ohne Einschaltstrombegrenzer oder TSR geliefert wenden, bei dem dem Temperament.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon käferthias » Mi 13. Jan 2016, 13:51

Wie vielleicht einige wissen sammle ich alte Mountainbikes aus den 90ern.
Und ich kaufe des öfteren Teile oder auch ganze Räder, die ich mir damals als Schüler nicht leisten konnte, aber natürlich in den Zeitschriften angesabbert habe... Dann wird alles gewienert und geschmiert, poliert und lackiert...
nur um dann bei nächstbester Gelegenheit mal so richtig durch den Schlamm geprügelt zu werden. :twisted:

Und weil die Teile, vor allem die Feinmechanik, mit dem Alter nicht besser werden, muss man sich auch mal an die Dinge wagen, die man sonst lieber nicht zerlegt. Jetzt hab ich mich mal an einen der (teuren) XTR-Trigger gewagt. Hat sich angefühlt wie damals mit 10, als ich den Wecker von meinen Eltern zerlegt hab. Freudige Erregung, gemischt mit ein wenig Unsicherheit und schlechtem Gewissen:
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Blos dass ichs diesmal geschafft habe, das "Uhrwerk" wieder korrekt zusammenzusetzen. Mama, wenn du das liest: Dein Wecker ist nicht umsonst gestorben :lol:

(Wen die ganze Geschichte interessiert, hier hab ichs aufgeschrieben: http://www.mtb-news.de/forum/t/xtr-m900 ... t-13502342 )
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon ESDKittel » Di 19. Jan 2016, 18:24

Chefbastler hat geschrieben:Sehe ich das richtig das da ein Leuchtstofflampenstarter verbaud wurde? Wenn ja wofür? Als Timer für die Einschaltstrombegrenzung?
Genau, der Leuchtstofflampenstarter schaltet zeitverzögert ein zweites Schütz ein, welches dann in Selbsthaltung geht und den Widerstand überbrückt.

Jannyboy hat es eleganter und deutlich platzsparender gelöst:
Jannyboy hat geschrieben:Es ist vollbracht.
Melde TSR läuft.
..
Der Trafo ist derart zickig, das Fehlen einer viertel Halbwelle beantwortet er mit einem 80A Impuls.
Eine halbe oder ganze Halbwelle schmeißt die Sicherung. Mich wundert es das die Trafos überhaupt ohne Einschaltstrombegrenzer oder TSR geliefert wenden, bei dem dem Temperament.
Schätze der (nato-)grüne Trafoklotz stammt aus einer Umgebung/Zeit in der Leitungsschutzschalter eher nicht anzutreffen waren sondern Schmelzsicherungen.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Hightech » Di 19. Jan 2016, 23:25

Den Einschaltstrom bekommt man ganz einfach in den Griff:

Am Eingang kommt ein Widerstand im Bereich von 10-20Ohm 10W, der über ein AC-Relais kurzgeschlossen wird.
Das Relais wird von einer beliebigen Quellspannung auf der Sekundärseite versorgt. (Aber direkt vom Trafo)

Probleme:
Zu häufiges, schnelles Einschalten killt den Widerstand, aber wer macht schon 20x den Trafo in 10 Sekunden an und aus.
Bisher habe ich damit keine Probleme gehabt und habe es auch nicht geschafft mit dem 2,5kVA Trenntrafo die Sicherung raus zu hauen.

Man könnte mit dem Widerstand sogar bis 5 Ohm runter gehen, bei einem B16 Automat sollte das reichen.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon uxlaxel » Di 19. Jan 2016, 23:49

zabex meinte mal, daß man die relaisspannung auch direkt am netzschalter abgreifen kann. die trägheit des relais reicht schon als verzögerung aus. man muß nicht den umweg über den trafo gehen, schaden tuts aber definitiv nicht.
ich habe nach diesem prinzip schon erfolgreich einen 4kW-Gleichrichter (batterieladegerät bzw. gleichstromversorgung) mit entsprechendem 4kW-trafo und dicken elkos problemlos an einem B16 zum laufen bekommen. vorher hat das gerät eine GL35-sicherung gehauen, erst ab GL50 lief es mit krawumm an.
als widerling hatte ich paar zementwiderstände 11W parallel geschalten, daß ich auf 8 (?) ohm kam. geschalten hat ein leistungsschütz, welches allerdings etwas träger als ein kleines relais ist.
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon Hightech » Mi 20. Jan 2016, 22:06

Hmm, wenn ich mal Zeit habe, teste ich mal direkt am Netzschalter.
Wäre ja noch einfacher !
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Re: Eure (fertiggestellten) Projekte

Beitragvon botchjob-rbt » Mi 20. Jan 2016, 22:30

oh üpber weihnachten hatten wohl so einige zeit zur hand ... sehr schön!
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