Schiffselektrik

Der chaotische Hauptfaden

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bulle
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Schiffselektrik

Beitrag von bulle » Mo 14. Okt 2019, 19:53

Hallo
Ich bin aktuell dabei auf einem Boot die Elektrik
zu verbessern/ reparieren und zu erweitern.
Bordspannung ist 12 Volt, entsprechend fießt ein höherer Strom.
Nun muss der gesamte alte Kabelsalat (teilweise 0,25mm²) raus um mit 2,5 mm² und dicker
wieder neu anzusaften. Das ist ja nicht schwer, nur viel Arbeit.
Dem Bestzer (ein lieber Freund von mir) neue Teile aus dem Kreuz zu leiern, ist meistens echt schwierig.
Ich muss deren Notwemdigkeit immer wieder begründen.
Z,B. Das Armaturenbrett aus Aluminium 2 mm stark 600 mm lang und 200 mm tief
ist mit 10 Schaltern (https://www.pollin.de/p/kippschalter-mts-101-a1-420178) bestückt, wovon 8 ohne Funktion sind.
Neben jedem Schalter ist ein Sicherungshalter und 2 Kontrolllämpchen. Alles verottet und kaput.
Dann ist eine mechanisch elektrische Uhr (defekt), ein Ampere- (defekt)und ein Voltmeter eingebaut.
Dazu einige Taster ohne Funktion.
Ich würde gerne ein neues Armaturenbrett einbauen, aus sageb wir mal Handwerkerstolz?? Mein Kumpwl will, das das weiterbenutze und repariere.

Gejammer aus: Ich komme nun zu meiner Frage:
Kann der (https://de.aliexpress.com/item/40001044 ... 4c4dSQaWKE) den Stromfluss in beide Richtungen messen. Der alte, soein Rundinstrument aus dem KFZ Bereich konnte das.
Dann würde ich ein neues A Brett kreieren wollen, mit solchen Instrumenten drin.

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Chemnitzsurfer
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Chemnitzsurfer » Mo 14. Okt 2019, 20:14

60*20cm 1,5mm Alublech kostet als Zuschnitt bei Hornbach 11€ + Versand, beim örtlichen Metallbau liegt vll. auch was passendes in der Restekiste und ist preiswert zu bekommen
https://www.hornbach.de/shop/Blechzusch ... tikel.html
da würde ich jetzt nicht anfangen zu sparen.
Schalter würde ich (gebrauchte) Schaltschrankmaterial (>IP55) nutzen, dass sollte auf einen Bot auch ein paar Jahre länger durchhalten.

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Botanicman2000
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Botanicman2000 » Di 15. Okt 2019, 07:12

Hallo

du hilfst ihm willst alles ordentlich machen das ist Nett.
Er will aber kein MAterial Bezahlen und das was nötig ist nicht machen?

Tja dann alles liegen lassen und lass ih auflaufen.
Das Funktioniert habe ich mit einem Freund durch.
Musste Diskutieren warum ich 2 45 Grad Bögen nehmen will anstelle von 1 87 Grad Bogen das sei zu teuer habs dann unfertig hingeworfen. Seine Frau hat ihn dann vom Bau gejagt und mich zurück geholt.

Man muss sich nicht alles gefallen lassen

Gruß Uwe

berferd
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von berferd » Di 15. Okt 2019, 10:44

Kenne ich zur Genüge, solche Diskussionen: daß man am Material sparen soll, nachdem der Auftraggeber schon für die Arbeit nichts zahlt...
Kostet zwar dann Dich mehr Zeit und Nerven, aber das kostet ihn ja nichts... ist schon klar dass er da mit Arbeitszeit großzügig ist: ist ja nicht seine!
Dann fangen die Leute teils (alles schon gehabt..) auch noch an zu drängeln, dass es bis da und dahin fertig sein soll, man möge sich also etwas beeilen.
(Und später brennt das Ganze dann im dümmsten Fall ab, und dann kommt er jammernd zu Dir, da hättest Du als Experte ihn doch drauf hinweisen müssen daß das gefährlich ist, Sparen Ja, aber unsichere Lösungen wollte er auf keinen Fall, das verstünde sich doch von selbst...)
Nein Danke!

Rechne ihm durch was das Material ca. kostet, lass Dir das absegnen. Dann baue das genau so wie Du denkst dass es passt. Will er das nicht, soll er eine Fachfirma beauftragen und dort entsprechend zahlen, Material und Arbeitszeit. Denn Materialkosten machen hier nur einen Bruchteil der Kosten aus, mach ihm das mal klar. Wenn man schon einem Bein potentiell im Knast steht als Nicht-Handwerksmeister, da muß man sich nicht auch noch melken lassen.

Virtex7
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Virtex7 » Di 15. Okt 2019, 13:29

Ich kann dazu nur das Video "The F Word" von Louis Rossmann empfehlen.. siehe youtube.

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Finger
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Finger » Di 15. Okt 2019, 13:41

War das wirklich die Frage? Ich lese oben etwas von einem Instrument und seinen Eigenschaften!

bulle
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von bulle » Di 15. Okt 2019, 14:33

Finger hat geschrieben:
Di 15. Okt 2019, 13:41
War das wirklich die Frage? Ich lese oben etwas von einem Instrument und seinen Eigenschaften!
Hallo und Danke für eure Antworten.
Es war Gejammer, was hier eigentlich nichts zu suchen hat, dickes Sorry dafür.
Ja, der Chef hat Recht. Ich frug nach diesem verlinktenMessinstrument.
Der Hintergrund: Es ist ein uraltes Rundinstrument aus dem KFZ Bereich eingebaut. Dort
Wird angezeigt wieviel Strom in welche Richtung fließt- Also ob der Strom von der Batterie in die Elektrik, oder von der LiMa ins Bordnetz fließt.

Das Teil ist aber Grutt und soll ersetzt werden, daher komme ich auf das Teil aus Chinesien.

LG
Klaus

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Finger
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Finger » Di 15. Okt 2019, 14:48

Ich kann das nicht wirklich erkennen ehrlich gesagt. Kann sein, das es das macht. Bei dem Preis kann man das ja mal testen :mrgreen:
Für Schiffsbetrieb wäre mir das persönlich zu friemelig. Mir sind bei Vibration schon gerne mal Sachen einfach auseinandergefallen. Ich denke, aufmachen und die größeren Bauteile mit Kleber sichern/lackieren ist bestimmt ne gute Idee auf See. Und schauen, ob die Betriebsspannung galvanisch getrennt sein muss. Dann musste noch einen DC-DC-Wandler spendieren.

bulle
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von bulle » Di 15. Okt 2019, 15:01

Finger hat geschrieben:
Di 15. Okt 2019, 14:48
Ich kann das nicht wirklich erkennen ehrlich gesagt. Kann sein, das es das macht. Bei dem Preis kann man das ja mal testen :mrgreen:
Für Schiffsbetrieb wäre mir das persönlich zu friemelig. Mir sind bei Vibration schon gerne mal Sachen einfach auseinandergefallen. Ich denke, aufmachen und die größeren Bauteile mit Kleber sichern/lackieren ist bestimmt ne gute Idee auf See. Und schauen, ob die Betriebsspannung galvanisch getrennt sein muss. Dann musste noch einen DC-DC-Wandler spendieren.
Danke für die Tips
Das mit dem DC-DC Wndler ist ne gute Idee.
Da habe ich noch 2 Baustellen mehr, da kann ich das gut gebrauchen??? :) :)

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Finger
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Finger » Di 15. Okt 2019, 15:10

Ist ja nicht schlimm, aber besser vorher testen/machen und dann erst einbauen :D

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Joschie
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Joschie » Di 15. Okt 2019, 15:20

Oder einfach wieder ein analoges primives Ampermeter einbauen.

Nimm eins aus dem LaMa Bereich wie dies z.B:
http://www.fergy-farm.de/traktoren-ersa ... eter?c=128

Wird direkt angeschlossen und funktioniert i.d.R. problemlos.

Vor allem lässt sich ohne überlegen erkennen in welche Richtung der Strom fließt.

Grüße
Josef

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Harry02
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Harry02 » Mi 16. Okt 2019, 00:20

Das verlinkte ist schon sehr schick, aber mit der Skaleneinteilung irgendwie eher Indikator als Messwerk.

Günstigere Drehspulinstrumente mit Mittelnullstellung (oder wie heißt das?) gibt es eigentlich auch vom Chinesen, aber ich habe grade keins gefunden. Oder Stefan (BigJim) hat einige eckige auf Lager, da gibts sicher auch was mit Mittelnullstellung.
75mV Shunts gibts ebenfalls beim Chinesen, glaube die gehen bei 5A los bis 500A.

Gründe für ein analoges: Man sieht Schwankungen besser und kann das delta sofort ablesen, man kann sie auch in praller Sonne ablesen (das LED Teil möchte bestimmt schattiert eingebaut werden, aber was wenn die Sonne von hinten kommt?), ist ggf. von Haus aus robuster gegen Kondens/Spritzwasser (wobei ich das trotzdem nochmal in die Richtung nacharbeiten würde).

Haben die seit Jahren unbenutzt rumoxidierenden Pollin(ähnlichen)schalter überhaupt noch zuverlässig Durchgang? Was "Durchgang" ist, definierst du... Die können auch nur 1 oder 2A, da brauchst du für jeden Furz ein Relais. Das ist am Ende auch teuer.

https://www.ebay.de/itm/20Pcs-SPST-2-Pi ... 2865058865
Ich kann zur Langzeithaltbarkeit dieser verlinkten Ware nichts sagen, aber die machen beim Umwerfen ein befriedigenderes Geräusch und kommen mit Spritzwasserschutzkondomen.
Die gibts auch als "15A" Variante.

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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Joschie » Mi 16. Okt 2019, 07:56

Harry02 hat geschrieben:
Mi 16. Okt 2019, 00:20
Günstigere Drehspulinstrumente mit Mittelnullstellung (oder wie heißt das?) gibt es eigentlich auch vom Chinesen,
Ja, man überlege sich jedoch nur wie lang das Drehspulinstrument funktioniert wenns wackelt, rüttelt und vibriert.

Bezüglich Schalter, nimm was einfaches primives aus dem FZ Bereich.
Sowas z.B.: https://www.granit-parts.com/product/22 ... 20schalter
Macht 15 Amp. und hält viele Jahre durch.

Grüße
Josef

winnman
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von winnman » Mi 23. Okt 2019, 23:17

Ein fache Analoge Instrumente überleben normalerweise jedes "moderne" digiatale... Instrument. Nimm da was passendes und Fertig.
Lässt sich bei jedem Lichtverhältnis Ablesen und mit einer LED für die Nacht anstatt der Glühbirne wird das auch bei Nacht gut funktionieren.

bulle
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von bulle » Sa 23. Nov 2019, 20:31

Kleines Update
Ich habe alles rausgerissen und bin von der Batterie neu angefangen zu instalieren.
10mm² 6mm² und 2,5 mm² werden eingesetzt. Uuuund ganz neu in diesem Boot, Sicherungen, Relais für Ströme ab 2 A
Aderendhülsen und Fett an den Kontakten. Neue Schalter, Taster und Lampen werden noch eingebaut. Eigentlich auch ein gutes Gefühl.

Sorry für ganz ohne Bilder. Ich vergesse immer meine Knipse

LG
Klaus

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Heaterman
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von Heaterman » So 24. Nov 2019, 01:20

Vor allem alle Sicherungen an einem markierten Platz. Muss je nach Schiff nicht mal am Steuerrad sein, sondern ergibt sich manchmal eher leitungsmäßig besser am Niedergang am Motorraum. Aber wirklich dann alle da, damit man und Jeder sie schnell findet

bulle
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Re: Schiffselektrik

Beitrag von bulle » So 24. Nov 2019, 03:44

Heaterman hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 01:20
Vor allem alle Sicherungen an einem markierten Platz. Muss je nach Schiff nicht mal am Steuerrad sein, sondern ergibt sich manchmal eher leitungsmäßig besser am Niedergang am Motorraum. Aber wirklich dann alle da, damit man und Jeder sie schnell findet
Genau, so moak wie dat :!:

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