Mein Lastenrad

Der chaotische Hauptfaden

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Gobi
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Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Sa 19. Okt 2019, 16:54

Der Gedanke ein Lastenrad zu bauen spukt schon eine ganze Weile in meinem Kopf rum, der erste konkrete Schritt war getan mit einem Motor der von Julez kam.
Grundstzliche Gedanken:
-möglichst tiefer Schwerpunkt
-elektrische Unterstützung
-und was mich an anderen Rädern sehr stört, ist die Fahrradgabel an anderen Rädern die erst nach oben muss und dann muss der Rahmen doch mehr oder weniger wieder runter (Schwerpunkt)
Also habe ich nach Asschenkellenkungen gesucht und kam relativ schnell auf dieses Projekt:
http://www.werkstatt-lastenrad.de/index ... aka_THESUB

das war für mich ein wirklich sexy Ansatzpunk! Also erste Skizzen:
LaFa.jpeg
Jetzt habe ich den Motor in eine SR1 (DDR Mofa) Felge eingespeicht und mir einen dicken Schlappen gegönnt:
Bild
dadurch wird das Rad allerdings sogar etwas größer als 28 Zoll, nicht wirklich sinnvoll, aber Optik ist mir halt auch immer sehr wichtig :roll:
Mein ursprünglicher Plan war in den langen (Mittel-)Träger einen Eigenbau Akku einzusetzen, dazu später mehr.
Ich kam auf keine andere Lösung, als den Träger U förmig aus 1,5mm Blech abkanten zu lassen und dann von unten wieder ein kurzes U als Deckel einzuschrauben. Jetzt hatte ich aber den Kontroller vergessen - der braucht einige mehr an Höhe, dadurch ergibt sich der 2. Kasten der auch das Tretlager aufnimmt.
Den Roller Vorbau zu besorgen war gar nicht ganz einfach, da es die Firma nicht mehr gibt, irgendwann hatte ich dann aber alles zusammen inc. Rad und Scheibenbremsanlage. Das Ding ist leider abartig schwer, was nicht unbedingt an dem fetten Rad leigt, wie man vermuten könnte sondern an der äusserst massiven "Schwinge", da gehe ich evtl. nach mal ran.

Die große Frage ist, wie brät man sowas zusammen.
Zuerst habe ich mir eine "Gabel" aus einem Schrottfahrrad für das Ausfallende geschweißt. Der dickere Reifen braucht mehr Platz, das Kettenblatt muss noch vorbei und später noch eine Scheibenbremse ran - da gibt es schon viel zu beachten. Dann diverse Baugruppen schon mal vorbereitet und geschweißt/hartgelötet. (ich wollte eigentlich viel mehr provisorisch machen, schien mir dann aber nicht sinnvoll - also muss ich in den sauren Apfel beißen notfall noch mal die Flex anzusetzen) Viele Leute benutzen ja eine Rahmenlehre - das wäre aber auch noch mal ganz schön viel Aufwand gewesen und es gibt gerade mit dem Hinterrad unendlich viel zu beachten. Also beschloß ich das mit eingebauten Hinterrad zu improvisieren - auf meinen Arbeitstisch mit 3 Stahlträgern als Basis:
aufbau.jpg
Ich habe versucht vorallem die Flucht der Räder sehr genau festzulegen und ansonsten für möglichst genaue Dreiecke durch einheften von Quadratrohr gesorgt - mal sehen, ob das wirklich gereicht hat.
Dann, der große Moment:
IMG_3094.JPG
Da fehlt natürlich noch alles Mögliche, aber der erste EIndruck ist gut und lässt hoffen.

Ich hatte die ganze Zeit schon Bauchschmerzen wegen des Battriefaches - zum einen wenn mal was passiert und statisch ist das offene U wirklich auch nicht der Hit - wieviel das Einschrauben des Deckels bringt weiß ich noch nicht.
Nun geschah es, das einem Herrn hier aus dem Forum sein AkkuPack abgebrannt ist, was genau die Situation ist, vor der ich Angst habe. Also steht der Beschluss fest, es kommen die Akkus aussen, links und rechts vom Mittelrohr - irgendwie so, das mann sie m Notfall abwerfen kann. Aber da bin ich noch lange nicht!
Als nächstes U Träger zum großen Teil von untern verschließen und Lenkung und das Ding so weit bekommen, das ich erstmal probefahren kann.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von ando » Sa 19. Okt 2019, 18:05

Hi Gobi,

tolles Projekt. Da bin ich mal gespannt wie es weitergeht.
Es ist tatsächlich unglücklich gelöst mit der Vorderadgabel bei den meisten Rädern. Das Riese und Müller Packster High Speed, das ich mal 3 Monate bewegt habe hatte vorne sogar eine Federgabel, was das Rad sehr instabil machte.
Es hat einige zeit gedauert, bis ich mich daran gewöhnte, und das ausgleichen konnte. Einhändig fahren war trotzdem keine so gute Idee.

Ich schaue mir nächste Woche ein Bike von Douze an, mit dem Schweizer Heckmotor und Seilzuglenkung. Mal sehen, wie sich das so fährt. Vllt kaufe ich es - Zum selbstbauen hätte ich natürlich auch Lust, aber wohl nicht das richtige Talent.

Viel Erfolg wünsche ich dir!

Ando

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Julez » Sa 19. Okt 2019, 18:33

Coole Sache, viel Erfolg weiterhin!
Denk daran, die Drehmomentstütze für den Motor richtig massiv zu dimensionieren :!:
Das haben schon viele unterschätzt.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Sa 19. Okt 2019, 20:08

Drehmomentstütze? :shock:

EDIT: ah, schon gesucht - guter HInweis!! Danke

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von ando » Mo 21. Okt 2019, 21:13

Hi,

ich bin heute einige Räder in Saarbrücken bei https://cargovelo.services/ Probegefahren.
Sehr kompetenter Laden, selten eine so ehrliche und technisch fundierte Beratung erlebt.
Unter anderem das hier:
http://www.customind-id.de/index.php/de-de/bike-home-de

Greift auch die Idee der Achsschenkellenkung auf. Fährt sich auch prima. Ist sehr leicht, sehr wendig und kann auch viel Zuladen.

Ich will mir ja ein Lastenrad kaufen udn hab da noch ein paar Fragen auch bzgl der Motorvarianten.
Gobi, soll ich das mit hier posten, oder nen eigenen Faden aufmachen?
Ich liebäugle mit einem Douze mit Heckmotor von Go Swissdrive, oder einem Larry vs Harry Bullitt mit Shimano Mittelmotor.

Grüße

Ando

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Di 22. Okt 2019, 00:55

mach ruhig hier, ich muss auch noch viel lernen!

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von radixdelta » Di 22. Okt 2019, 09:02

Ich bin vor Jahren mal so einen Knicklenker Eigenbau gefahren, ich glaube in einfälle-statt-abfälle gibt es den auch. Bin mir nicht sicher ob der nach dem Plan gebaut wurde oder davon nur inspiriert.
Jedenfalls: Der hatte prinzipbedingt auch einen relativ niedrigen Schwerpunkt und den Vorteil mit drei Rädern kippt der im Stand nicht um. Das klingt zwar wenig wendig und dynamisch, aber damit sind wir um die Ecken geheizt wie nix gutes, das hat richtig Spaß gemacht.
Ich könnte mir hingegen kein Lastenrad mit zwei Rädern vorstellen, bin aber auch noch keinen Longjohn gefahren. Würde mich aber stören daß der kippt, ist doch viel praktischer wenn das gerade stehen bleibt!?

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Di 22. Okt 2019, 09:57

Knicklenker sagt mir erstmal nichts?
Ich habe auch keine Erfahrungen, meine letzten sind noch "Fahradanhänger anhängen".
Ich beobachte nur, was hier in der völlig überfüllen Stadt so rumfährt, wer hier noch so einigermaßen durchkommt sind eben die "longjonartigen". Anderes Extrem : hier gegenüber ist eine E-Fahrradkurier Firma, die haben 2 Räder hinten und einen Europaletten großen Kasten und E-Antrieb. Aber die fahren dann hier in der Stadt auch wie ein Auto mit.

Neulich fuhr jemand an mir vorbei, 2 Räder vorne UND Neigetechnick, ich dachte ich seh nicht recht, als er rasant um die Kurve schoß. Das Ding sah aber wirklich teuer und aufwendig aus.

An irgendwelchen Punkten muss man wohl Abstriche machen, bei jedem Fahrzeug.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von ando » Di 22. Okt 2019, 10:42

Moin,

ich hab auch so ein Dreirad ausprobiert:
https://pedalpowerpreview.files.wordpr ... .jpg?w=300

Das ist sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem, weil man in engen Kurven zum Lenken umgreifen muss. Gefährlich ist es dann zu pedalieren, sodass der E-motor anfängt einen Ruckartigen Shcub zu produzieren- dann schmeißt es dich um!

Die Long John Modelle muss man aufrecht halten- aber eben nur im Stand. Wegen des niedirgen Schwerpunkts geht das aber gut.

Fährt man erst einmal damit, ist es fast wie auf nem normalen Rad. Sogar besser- wenn ich daran denke, wie instabil mein normales Rad mit 2 vollbepackten Satteltaschen ( Trauben, Äpfel rund 25 Kilo) wird.

Ich bin gestern auch das Dreirad von Sortimo mit Neigetechnik gefahren. Sehr sehr gegöhnungsbedürftig und nicht sehr wendig. Große Geschwindigkeiten sind kein Problem, aber im langsamen Verkehr und beim Ausweichen sehr schwammig. Aufwendig konstruiert und teuer.

Problematishc ist oft der Wendekreis, da durch die Stangenlenkung nur ein geringer Lenkwinkel möglich ist.
Um enge Kurven , wie zb nen U-Turn zu fahren muss ich mich richtig runter legen. Das geht aber nur mit etwas Geschwindigkeit -> Übung. Da punktet natürlich das Dreirad.
Oder eben das Rad von Douze - das hat eine Seilzuglenkung, die erstaunlich gut funktioniert.
Das ist grade mein Favourit, da es auch einen Heckmotor von Go Swissdrive hat. Da hört man kein geheule vom Getriebe, es beschleunigt stark, aber ohne Ruck und bietet die Funktion der Rekuperation.
Schöne Sache. Was mich nur etwas stört, das die Firma aufgelöst wurde. So hat man weniger Support, falls mal was am Motor spinnt- soll ja auch mal vorkommen. Parametrierung des Motors und Wartung geht nur mit der Herstellerspezifischen Software. (da könnt ich schon wieder kotzen)
So ist auch das schneller machen nicht so ohne weiteres möglich ( bitte keine Kommentare zur Rechtslage!)
Ich halte die 25 km/h von den Pedelecs zwar "Renter-Tauglich", aber für den ambitionierten Fahrer dürfen es gerne 30 Km/ h sein- das trete ich auch in der Ebene ohne Motor als Reisegeschwindigkeit.

Ebenso schwachsinnig ist die Förderung der Bafa: Lastenfahrräder bis 25 km/h , 150 Kg Zuladung inkl Fahrer, jetzt kommts: 1m³ Laderaum.
WTF? Ich hab doch kein Handel mit Daunen!
Ich kann mir jetzt nen Anhänger dazukaufen, um die geforderte Lademenge zu erreichen. Dann ist es förderfähig.
Achja, gebraucht, selbstgebaut etc, geht nicht!

Uff!

Ando

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Chemnitzsurfer » Di 22. Okt 2019, 11:50

Wo kauft eigentlich die Post ihre E Lastenräder und bekommt man die irgendwo second Hand?
Die müssten ja ausgereift sein oder?

Thorhall
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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Thorhall » Di 22. Okt 2019, 12:03

Hallo,

früher(TM) ging das nur über Beziehungen, hiess es zumindest..
Ich bin über einen Kontakt vor Urzeiten mal an an Hercules Packetfahrrad gekommen. Leider gibt es diesen Kontakt nichtmehr...

Gruß,
Michael

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Sa 26. Okt 2019, 13:51

Boh! Ich habe jetzt volle 2 Tage damit zugebracht die Lenkung gerade mal so weit zu bauen, das ich das Gefühl habe das "könnte" funktionieren. Mal wieder gnadenlos unterschätzt - eingermaßen korrekte Geometrie und dann Platzprobleme ohne Ende.
Gewisse Planungsfehler habe ich auch schon gefunden und jezt wird langsam klar, das ist richter Prototypenbau - von einer Materie, von der ich vergöeichsweise wenig verstehe - mein Fahrradtechnik Stand ist so etwa in den 50ern stehen geblieben... :roll:
Dafür hab ich mir ein paar Gewindeschneider geleistet, im Gefühl die brauche ich noch öfter. Einmal zum (nach)schneiden der BSA Tretlager Hülse und 1 Zoll Steuerkopfgewinde. Halter musste ich mir dann selbst bauen.
BSA_Schneider.JPG
1Zoll_Schneider.JPG

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Propeller
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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Propeller » Sa 26. Okt 2019, 14:56

Interessantes Projekt auf jeden Fall!
Dazu gehört dann noch ein Ledersattel, Messingteile und viel Nickel, Karbidlampe... Sieht bestimmt cool aus.
Wie weit bist Du denn mit der Lenkung? Ich hätte da noch kräftige Push- Pullzüge von Tragschrauber. Sind vom Zustand einwandfrei, nur eben die TBC abgelaufen. Damit könnte man die Lenkung ggf. auch realisieren. Wenn die Radien nicht zu eng sind ist das auch recht leichtgängig.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Sa 26. Okt 2019, 17:11

Das Hauptproblem dabei ist die ganze Geometrie, damit nachher das Rad etwa das macht, was der Lenker macht. Ich habe mich jetzt für eine sehr schwierige Schubstange entschieden, vielleicht war das auch ein Fehler. Seilzüge sind mir da nicht geheuer, irational und evtl. dumm. Ist halt immer noch Eperimentierstadium. Ich muss jetzt erstmal zügig dahin kommen, das das Ding fahrbar wird um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Ich hatte das Problem erst mal gar nicht kommen sehen, aber die Lösung des Vorgängers war mir dann nichts:
http://www.werkstatt-lastenrad.de/image ... schwer.jpg

die Stange nach unten zu bekommen, ist dann doch etwas ausgeartet, Fots liefer ich noch nach, wenn wieder zusammen

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Mirqua » Sa 26. Okt 2019, 17:39

Hallo
ich bin ja mal sehr gespannt wie sich dein Lastenrad in Berlin bewährt. Hier plant auch schon länger ein Kumpel sich so was zuzulegen,
sieht aber in dem kleinen Vorderrad verbunden mit relativ hoher Zuladung bei schlechten Strassen Probleme.
Obwohl solchee Räder ja einiges abkönnen im Vergleich zu normalen Fahrradfelgen.
Auf jeden Fall ein tolles Projekt.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von ch_ris » Sa 26. Okt 2019, 17:52

die eigendämpfung von der dicken pelle wird schon ganz gut sein denk ich.

mir fällt mein liegerad wieder ein.
hab mich da nicht exakt an den bauplan gehalten.
(kleineres vorderrad/geometrie)
das ging bis 15/20 kmh, darüber wurds zunehmend nervös.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von ando » So 27. Okt 2019, 00:18

Mirqua hat geschrieben:
Sa 26. Okt 2019, 17:39
Hallo
ich bin ja mal sehr gespannt wie sich dein Lastenrad in Berlin bewährt. Hier plant auch schon länger ein Kumpel sich so was zuzulegen,
sieht aber in dem kleinen Vorderrad verbunden mit relativ hoher Zuladung bei schlechten Strassen Probleme.
Obwohl solchee Räder ja einiges abkönnen im Vergleich zu normalen Fahrradfelgen.
Auf jeden Fall ein tolles Projekt.
Moin,

also ich hab die beidne Räder, die ich zum Testen hatte ordentlich ausprobiert.

Das Riese und Müller Packster hielt es aus. Auch mit 80 Kilo Putz in der Kiste, konnte ich Schotterweg fahren.
Das Bullit von Larry vs Harry macht das auch mit. Schlechte Strassen sind auch nciht so das Problem, da die Karren ja recht lang sind. Die gehen über unebenheiten schlank drüber.

@ Gobi:

Seilzuglenkung hat Vorteile. Größerer Lenkwinkel.
Bei der Schubstange stößt das Rad in einer Richtung gegen die Stange, und der Lenkwinkel ist zu wenig um einen U-Turn zu machen.
Wie das gemacht wird, kannste bei dem Hertseller Douze Cycles abgucken. Deren Lastenrad hat eine Seilzulenkung mit Übersetzung.
Ich bins gefahren- funktioniert gut.

Ando
Zuletzt geändert von ando am So 27. Okt 2019, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Propeller » So 27. Okt 2019, 11:02

Ich will Dir ja nichts aufschwatzen, aber die Züge sind schon sicher. Manche Tragschrauberhersteller steuern sogar den Rotorkopf damit an, also hängt das Leben der Insassen mehr oder weniger an 2 solcher Züge.
Sie steigen im Ernstfall auch nicht abrupt aus, sondern es brechen Einzeldrähte der Seele, welche dann an der Hülle reiben und die Sache immer schwergängiger machen. Aber das dauert ewig, vor allem, wenn die Verlegeradien groß sind.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » So 27. Okt 2019, 16:51

Nee, ich hab keine Angst, daß die brechen, ganz im Gegenteil. Mein Problem war eher, wie löst man das - auch spielfrei usw. VIelleicht sollte ich mir sowas wirklich mal ansehen - im Grunde genommen hab ich keinen Plan davon (im wahrsten Sinne des Wortes)

U- Turn wird mit dem Rad sicher sowieso schwierig! Die Möglichkeiten des Einschlages sind durch die Gabel schon krass begrenzt, wie schlimm das wird, kann ich im Moment noch nicht sagen.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Blechei » So 27. Okt 2019, 22:09

Moins
wenn Du Bock hast kannst Du meine Kackesauger (=Dieselmotorradgespann, assym Dreirad) einseitige "Einarmdoofmannschwinge"
in "etwas leichter" kopieren. Simpel, stabil und langlebig. Mit Kegelrollenlagerung der Schwinge wie BMW Zweiventiler hinten. Als Radlager
ein 4-punktlager, integrierte Scheibenbremse mit Drehmomentstütze und ein Federbein extralang für butterweichen Fahrkomfort. Steckt etwas Gehirnschmalz drin und
hat 40tkm klaglos überstanden, war eigentlich das wesentlichste Bauteil von dem Eimer.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Mo 28. Okt 2019, 18:56

Ich wollte mir ja gerade ersparen, "so was" selbst zu bauen!

Hab mir heute mal Seilzuglenkungen angesehen - ein Lastenradverleih hat genau in dem Schuppen aufgemacht, wo früher mein Autoreifen Service war :shock:
Ich muss schon zugeben, das ist gut gelöst! Mir war erstmal gar nicht klar, daß die riesige Bowdenzüge benutzen. Problem ist, das kann ich so nicht 1:1 übertragen, weil ich ja nur von links an das Rad ran kann, das ergäbe schon eine sehr, sehr merkwürdige Seilführung..... ich denke aber noch mal ein bisschen drüber nach, glücklich bin ich mit meinem Gebastel der letzten Woche nicht! Obwohl ich heute schon im Hof damit rumgerollert bin und es geht. "U -Turn" ist eher ein Rangieren, wie zu erwarten.

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Matt » Mo 28. Okt 2019, 19:19

Seilzuglenkung kann man mit Handbremsseil realisieren?

Grüss
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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von jodurino » Mo 28. Okt 2019, 19:35

Hallo
früher gab es diese Rollstühle als Selbstfahrer
so wie dieser:
https://www.ebay.de/i/262381586564

[https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 6-240-6739][/url]

vielleicht kannst Du Dir da was abgucken.

Was muss ich eigentlich beachten wenn ich mir ein Gefährt selbst zusammen schweissen möchte?
Ab wann kann ich denn sicher sein das die Schweißnaht eine gute ist?

cu
jodurino

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Gobi » Mo 28. Okt 2019, 20:50

Da kann man sich nur sicher sein, wenn man eben einigermaßen geübt und erfahren ist, vorallem weil das Material halt schon recht dünn ist.

@Mat: das könnte eine Idee sein!
Propeller hat geschrieben:
Sa 26. Okt 2019, 14:56
Ich hätte da noch kräftige Push- Pullzüge von Tragschrauber. Sind vom Zustand einwandfrei, nur eben die TBC abgelaufen. Damit könnte man die Lenkung ggf. auch realisieren.
Ich kann mir darunter eigentlich nichts vorstellen, wie sieht so was aus??

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Re: Mein Lastenrad

Beitrag von Propeller » Di 29. Okt 2019, 09:20

Ich suche die nachher mal zusammen und mache ein paar Bilder.
Kennst Du die dicken Züge, die zur Steuerung von Booten mit Außenbordmotor verwendet werden? Sowas in der Art. Im Prinzip dicke Bowdenzüge, die auf Zug und Druck arbeiten können.

EDITH:

Hier sieht man so ein Teil. Beide Enden sehen jeweils gleich aus.

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