Mal was positives über Billigzeugs

Der chaotische Hauptfaden

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Julez
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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Julez » Mo 13. Jan 2020, 12:13

Ja, das macht durchaus Sinn. Daher wäre es eine gute Strategie, z.B. 3x im Jahr alle Akkus in den Fernbedienungen usw. mal eben zu laden, und nicht erst, wenn sie schon komplett leer sind...

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PowerAM
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Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von PowerAM » Mo 13. Jan 2020, 14:52

Gestern erregte eine unwillige Fernbedienung vom TechniSat DigiCorder meine Neugier. Auf den zwei R6-Zellen mit dem Namen "Topcraft" von Feinkost-Albrecht war eine grüne Aufschrift 13/16 von mir zu lesen. Also 13. Kalenderwoche 2016 eingesetzt. Die zwei Zellen waren noch trocken und haben nicht ganz vier Jahre gehalten. 1,1 V hatte ich im Leerlauf gemessen.

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Mista X
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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Mista X » Mo 13. Jan 2020, 17:41

Also ALDI Zellen machen gerne mal Pipi wenn diese teilgeladen in Geräten sind. Neulich eine Campingleuchte gehabt mit Batterien von 06/16 - alle undicht. Ladung war aber noch mit 1,3V je Zelle vorhanden.

tom
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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von tom » Mo 13. Jan 2020, 17:50

Tja. Keiner weiss was da die Ursachen sind.
Es gab mal eine Zeit, da sind Primärzellen wie "Duracell" nicht ausgelaufen. Egal was man damit gemacht hat.
Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, das seit neuestem von "Überentladen" gesprochen wird. Das kannte damals auch noch keiner.Da konnte man die Zellen nur "Entladen".

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Bastelbruder » Mo 13. Jan 2020, 20:22

Laut dem Text zwischen den Zeilen diverser Beschreibungen sind ausschließlich Verunreinigungen im Zink für unerwünschte Zersetzungsprozesse verantwortlich. Es bildet sich (wahrscheinlich schubweise) Wasserstoff, der nur teilweise vom Braunstein in Wasser verwandelt wird und der mangels Raum (den braucht die Werbung für noch mehr Kapazität) erheblichen Druck aufbaut ... Wenn man AAA-Zellen erlebt hat aus denen der negative Anschluß (Messingnagel) mit ca. 2 mm Durchmesser nach Umbördeln des Blechmantels das Weite gesucht hat, bekommt man Respekt vor dieser Bombentechnik.
Bis vor wenigen Jahren hat man den Zinkmantel mit hochgiftigem Quecksilber versetzt (amalgamiert) um exakt diesen Mechanismus zu unterbinden. Siehe Bauanleitung von vor 75 Jahren.

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Konsole » Di 14. Jan 2020, 01:38

Ich kann Gutes über die Ansmann "Industrial"-Zellen berichten. Die stecken bei uns im Verein in 12 HK-Thermostaten (AA) und etwa ebenso vielen Arexx-Funksensoren (AAA), die sie jeweils auf 1,0...1,1V runterlutschen. Da gabs in >5 Jahren keinen einzigen Auslauf. Gekauft bei Pollin oder Reichelt.
Allerdings werden die regelmäßig kontrolliert, stecken also nicht noch zwei Jahre leer drin. Ich bilde mir auch ein, daß sie länger halten als die ein oder zwei anderen Marken, die in Einzelfällen mal drin waren, aber dazu habe ich keinerlei Daten.

Michael

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Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von PowerAM » Di 14. Jan 2020, 07:26

Die Ansmann Industrial habe ich zuletzt auch gekauft, damit allerdings noch keine Erfahrungen.

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von radixdelta » Di 14. Jan 2020, 08:01

Ich habe kurz vor Weihnachten eine Taschenlampe im Winterparka wiedergefunden. Ausprobiert: Geht ja noch! Klasse. Prompt auch benutzt.
Vier Wochen später brauchte ich sie wieder, gab sie kein müdes Leuchten von sich. Diagnose: Katastrophal ausgelaufene Ansmann. Die musste ich aus der Lampe rausoperieren.
Die UK-Lampen kann man zum Glück einfach komplett mit Essig-Spüli-Wasser füllen und hinstellen. Ordentlich nachgespült, mit etwas Spiritus hinterher und dann ein Sprühstoß Kontaktspray. Sie tut wieder.
Also auch die Ansmann können auslaufen... waren aber auch unbekannt lange im Gerät, Datum kann ich da keins mehr drauf erkennen.

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Hightech » Di 14. Jan 2020, 08:19

Wenn die Batterien im eingeschalteten Gerät verbleiben laufen auch Markenbatterien aus.
Und das nach relativ kurzer Zeit. So geschehen in der 2xAA Maglite. Da bekommt man die kaum noch raus.

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outrage
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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von outrage » Di 14. Jan 2020, 16:50

PowerAM hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 07:26
Die Ansmann Industrial habe ich zuletzt auch gekauft, damit allerdings noch keine Erfahrungen.
Sind das die schwarz-roten? Wenn ja, dann nimm die aus der Schachtel und leg sie in eine Plastik-Dose. Ich hab mir da mal einen Pack bei Max gekauft, die sind zum Teil schon unbenutzt in der Packung ausgelaufen

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Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von PowerAM » Di 14. Jan 2020, 18:47

Schwarzrot, ja. Also auch Murks? :?

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Konsole » Mi 15. Jan 2020, 00:16

Es gibt normale schwarz-rote und die "Industrial" (steht so drauf), auch in Schwarz-Rot. Ich rede von letzteren.

Das mit dem Auslaufen hatte ich vor etwa einem halben Jahr ein mal, allerdings waren die in dem fast leeren Karton so gelegen, daß ich davon ausgegangen bin, daß sich die zwei Zellen an den anderen kurzgeschlossen haben. Alle anderen aus dem Karton waren ok.
Ich hab mir vorgenommen, die so zu lagern, daß das nicht mehr vorkommen kann. Aber ein bißchen Vorsicht kann nicht schaden...

Michael

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outrage
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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von outrage » Mi 15. Jan 2020, 15:13

Dürften die hier gewesen sein:

https://www.pollin.de/p/micro-batterien ... eck-271132

Ich kauf die bestimmt nicht noch mal.

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Konsole » Do 16. Jan 2020, 01:22

Ja, bzw. die Mignon-Version davon.
Wann war denn das etwa? Könnten die Ende 2018 gekauft worden sein?

Aus der bewußten Packung sind auf jeden Fall noch welche im Einsatz. Sollten die Probleme machen, würde ich das hier berichten.

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Schneewittchen » Do 16. Jan 2020, 06:38

Gestern aus einem angeaalten Gerät zwei chinesische Duracell von 2012 gefischt mit exakt 0,00 Volt. Sehen erstaunlicherweise aus als wenn sie grade aus der Fabrik kommen. Da scheint es doch große Schwankungen zu geben...

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Smily » Do 16. Jan 2020, 09:09

Ivh jabe schon bemerkt, dass die Batterien die bei vernünftigen Geräten beiliegen, ewig halten, und noch nie ausgelaufen sind..
Es scheint wohl doch vernünftige zellen zu geben.

In meinem fall ist das eine Logitech Harmony, die ich vor 3 jahren gekauft habe, und die immernoch, trotz intensiver Nutzung meiner weibchen (extrem zapping) mit dem ersten beigelegten satz zellen leuchtet und noch nix ausgelaufen ist...

Gerade bei uhren und Fernbedienungen schau ich da öfters mal rein...

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Weisskeinen » Do 16. Jan 2020, 17:24

Ich war derjenige, der so über die IKEA-Zellen geschimpft hat. Gekauft hatte ich die nach und nach bei IKEA in Waldorf. Ich denke, dass die da auch guten Durchsatz haben. Die sind üblicherweise noch vor dem Verfallsdatum und auch bevor sie wohl ganz leer geworden sind, ausgelaufen. Ich habe die in elektronsichen Heizkörperthermostaten verwendet und mehrmals inkontinente Zellen raus gepopelt. Von den AAA-Versionen sind auch mehrere unbenutzt in der Pappschachtel ausgelaufen, ebenfalls vor dem Verfallsdatum. Das waren übrigens noch die komplett gelb angezogenen Zellen.
Varta Industial-Zellen haben eine Maglite auf dem Gewissen. Die war relativ häufig im Einsatz und wollte irgendwann nicht mehr. Eigentlich ja kein Problem, wenn man die ausgelaufene Batterie raus bekommen hätte...
Mit Lidl- und Aldi-Zellen hatte ich noch keine Probleme, auch nicht mit den Philips-Zellen von Pollin.

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von outrage » Fr 17. Jan 2020, 17:10

Konsole hat geschrieben:
Do 16. Jan 2020, 01:22
Ja, bzw. die Mignon-Version davon.
Wann war denn das etwa? Könnten die Ende 2018 gekauft worden sein?
Dürfte etwas länger her sein.

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Sterne » So 19. Jan 2020, 20:11

Weisskeinen hat geschrieben:
Do 16. Jan 2020, 17:24
Ich war derjenige, der so über die IKEA-Zellen geschimpft hat. Gekauft hatte ich die nach und nach bei IKEA in Waldorf. Ich denke, dass die da auch guten Durchsatz haben. Die sind üblicherweise noch vor dem Verfallsdatum und auch bevor sie wohl ganz leer geworden sind, ausgelaufen. Ich habe die in elektronsichen Heizkörperthermostaten verwendet und mehrmals inkontinente Zellen raus gepopelt. Von den AAA-Versionen sind auch mehrere unbenutzt in der Pappschachtel ausgelaufen, ebenfalls vor dem Verfallsdatum. Das waren übrigens noch die komplett gelb angezogenen Zellen.
Nach mehreren ausgelaufenen Batterien und sonstigem Ärger mit dem Ikea-Schrott. Hat meine Frau Elektronik-Kaufverbot in dem Laden.
Seitdem habe ich - das ist das Positive - weniger Ärger mit Billigschrott. :)

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Weisskeinen
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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Weisskeinen » So 19. Jan 2020, 21:53

Von den Jansjö-Lampen bin ich recht angetan. Damit hatte ich noch keine Probleme. Und das dreifach-USB-Ladegerät ist eigentlich auch ganz gut. Mein erstes musste ich mal auf knacken, um die USB-Buchsen wieder fest zu löten, was das Gehäuse nur mit Macken überlebt hat. Aber es geht immer noch...

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von Name vergessen » Mo 20. Jan 2020, 04:38

Finger hat geschrieben:
So 12. Jan 2020, 15:32
Wo setzt ihr die ein, das die Auslaufen können? Wenn ich ein Gerät einmotte nehme ich z.b. die Batterien immer raus. Ich hab praktisch nie Probleme mit Inkontinenz...
Uhren, Taschenlampen und Fernbedienungen. Das ist das Einzige, was ich batteriebetrieben akzeptiere, für alles andere wurde Netzstrom erfunden. Die Auslauferei hat mit den Jahren kontinuierlich zugenommen, die letzten 2 Jahre hatte ich eigentlich keine NICHT ausgelaufene Batterie mehr aus den Geräten gezogen.

Aber ich habe angeregt hierdurch eine Entdeckung gemacht: die letzte Charge Aldizellen mit MHD 2023 ist bisher NICHT ausgelaufen. Trotz gleicher Nutzung. Man wird sehen...
radixdelta hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 08:01
Die UK-Lampen kann man zum Glück einfach komplett mit Essig-Spüli-Wasser füllen und hinstellen. Ordentlich nachgespült, mit etwas Spiritus hinterher und dann ein Sprühstoß Kontaktspray.
Was tut das Spüli in der Mischung? Ich putze bisher immer mit reiner Essig-Essenz und Wattestäbchen mit anschließender Spülung mit Wasser. Ist Spüliwasser schneller / besser?

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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von radixdelta » Mo 20. Jan 2020, 13:33

Ich hoffe das Spüli setzt die Oberflächenspannung herab.
Die UK-Lampen sind ja ursprünglich für's Tauchen gedacht und leider sind sie entsprechend Wasserdicht und zudem kaum demontierbar. Alles vergossen, Gummiteile aufgespritzt etc.
Der Schalter ist eine Schwachstelle, den erreicht man nicht zum reinigen. Unten drin ist zudem eine Mimik an den Batteriekontakten. Alles absolut unwartbar.
Im Prinzip sind die Teile eine absolute Katastrophe. Teuer und doch ein Wegwerfprodukt weil die geringste Korrosion macht die Teile unzuverlässig, ich habe ständig Wackelkontakte, das nervt schon sehr. Zudem mit Handschuhen nicht gut bedienbar... wobei das mit den Wackelkontakten jetzt erstmal vorbei ist seit der Reinigung, ich denke das Kontakspray tut seinen Dienst.

Ich habe mittlerweile die 3AAA Vizion am Helm, mit Rotfilter, Neigung verstellbar, ausreichend hell, enganliegend (man bleibt nicht immer irgendwo hängen)... bin bestens zufrieden.

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zauberkopf
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Re: Mal was positives über Billigzeugs

Beitrag von zauberkopf » Mo 20. Jan 2020, 13:55

Netto und Edeka haben auch gute und günstige alkali...
Was ich aber immer wieder gerne mache, wenn sich die gelegenheit dazu bietet :
1. alter ( oder falsch gekaufter) handyakku + 50cent USB lader, das ganze fest in das Gerät einbauen.
Der Handyakku hat meist ein tiefentladungsschutz, ( sonst noch mal 50cent ausgeben) und meist kann man 2-4 zellen geräte damit gut ausrüsten.
z.b. habe ich hier ein Blitzgerät ( 4 Zellen ) damit "gemoddet".

Gernstel
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Re: Mal was Positives über billige Alkali-Mangan-Zellen

Beitrag von Gernstel » Di 21. Jan 2020, 16:13

Nur am Rande:
Die drei Aldi (Süd) Mignonzellen, Haltbarkeitsdatum 6/22 in der Weihnachtslichterkette draußen habe ich nun mit +1, +1, -0,8 V hereingeholt. Demnach hatte eine der drei wahrscheinlich schon länger gelagerten Zellen eine geringere Kapazität als die beiden anderen.

(Und ganz OT: die 40-er-LED-Kette mit 6-h-Timer hatte anfangs bestimmt 50 lm Helligkeit verstrahlt und zum Schluss vielleicht noch 1 lm.)

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