Moped-Vergaser ist ein Versager [gelöst]

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Chaoskreator
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Moped-Vergaser ist ein Versager [gelöst]

Beitrag von Chaoskreator » Mi 8. Apr 2020, 14:15

Hallo zusammen,

ich habe eine Yamaha DT 50 MX (1NN) von 1986. Diese hat ein Problem mit dem Vergaser (Typ: Y12P von Teikei). Nach einigen hundert Metern Vollgasfahrt nimmt die Leistung immer mehr ab, der Motor ist nur mit Gasgriff auf Vollgas einigermaßen "am Leben zu erhalten". Er geht dann trotzdem oft aus. Nach kurzer Wartezeit springt er dann auch wieder einwandfrei an, als wäre nichts gewesen. Bis man dann wieder ein paar hundert Meter fährt und es wieder das selbe Problem gibt. Generell ist auffällig, dass man bei warmen Motor kaum einen Unterschied merkt, ob der Choke ein oder aus ist. Mit Choke ist lediglich die Leerlaufdrehzahl etwas niedriger.
Ich habe schon den kompletten Vergaser gereinigt (alles zerlegt, was zu zerlegen war, alles mit Bremsenreiniger und Druckluft durchgeblasen). Habe auch ein neues Schwimmernadelventil eingebaut, weil er ja offensichtlich zeitweise zu wenig Sprit kriegt. Hat aber alles nichts gebracht.
Ein Test, ob irgendwo Falschluft gezogen wird, habe ich gemacht: Habe den Vergaser mit Bremsenreiniger eingesprüht. Es gab keine Änderung der Leerlaufdrehzahl. Sollte also wohl alles dicht sein.

Das selbe Phänomen hatte ich letztes Jahr bei einer Yamaha SR 125 von 1997 (4-T-Motor). Da war das Phänomen exakt das gleiche. Nachdem penibles Reinigen (auch im Ultraschallbad) des Vergasers nichts half, habe ich für teuer Geld einen gebrauchten Vergaser bei Ebay gekauft. Mit dem lief das Moped gleich noch schlechter.
Auch wenn alle Teile, Düsen und Ventile optisch top aussahen, habe ich Teil für Teil zwischen den Vergasern hin und hergetauscht. Bist dann das Moped auf einnmal perfekt lief. Ich hatte aber dann die Übersicht verloren und weiß jetzt selber nicht mehr genau, welches Teil der Bösewicht war.

Wäre echt gut, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

Gruß
Chaoskreator
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Toddybaer
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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Toddybaer » Mi 8. Apr 2020, 14:25

Könnte auch Teile der Zündanlage betreffen.
Zündkerze
Zündspule
Kontakt und Kondensator wenn die das noch hat.

Getriebehauptdichtung bzw Wellendichtung Kurbelwelle wären auch möglich. Dann fehlt obenrum aber meist auch Leistung.
Getriebe Öl ist dann deutlich dünnflüssiger und riecht nach Benzin

QuadPrime
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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von QuadPrime » Mi 8. Apr 2020, 14:30

Ne DT50! Nice! Geiles Teil das...

Probleme die erst nach einiger Laufzeit auftreten sind wie Teddy schon sagte zumeist mit der Abdichtung des Kurbelraumes verbunden.
Toddybaer hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 14:25
Getriebehauptdichtung bzw Wellendichtung Kurbelwelle wären auch möglich. Dann fehlt obenrum aber meist auch Leistung.
Ich würde trotzdem einen zweiten Vergaser probieren um den auszuschließen, da es deutlich einfacher ist als die Wellendichtringe etc zu tauschen.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von HorsTübingen » Mi 8. Apr 2020, 14:35

Ganz was einfaches.... Tankentlüftung? Spritfilter?

Robby_DG0ROB
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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mi 8. Apr 2020, 14:41

Toddybaer hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 14:25
Getriebe Öl ist dann deutlich dünnflüssiger und riecht nach Benzin
Beim Simson-Moped hat es bei defekten Dichtringen auf der Getriebeseite das Getriebeöl mit angesogen und verbrannt. Der dabei entstehende Rauch war nicht zu übersehen. Wenn alles betriebswarm ist, dürfte sich der Kraftstoff recht schnell verflüchtigen.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von andreas6 » Mi 8. Apr 2020, 14:42

Bei diesen Symptomen kann es auch die fehlende Tankbelüftung sein. Normalerweise sitzt die im Deckel. Da muss Luft nachfließen können, die den verbrauchten Sprit im Tank ersetzt. Ich habe nämlich auch einmal den Tankdeckel spiegelblank poliert und mir dabei das Luftloch "zugeputzt". Mit einem Zahnstocher war das Problem leicht zu beheben, wenn man es dann mal erkannt hat.

MfG. Andreas

MichelH
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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von MichelH » Mi 8. Apr 2020, 14:48

Evt auch schwimmerventil teilweise dicht. Dann säuft der bei Volllast erstmal die schwimmerkammer leer und dann irgendwann kommt nicht genug nach.

Bei fehlender tankbelüftung hatte ich auch mal den interessanten Effekt bei meinetr crosser (500er 4takt beta das der Sprit im tank warm wurde und sich im tank ein überdruck gebildet hat der mir den Motor hat absaufen lassen.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Toddybaer » Mi 8. Apr 2020, 14:49

Oder Benzinfilter im Tank dicht. Wenn der Hobel steht dröppelt die Schwimmerkammer langsam voll und beim nächsten Start reicht wieder.

Einfach mal benzinschlauch vom Versager abziehen und gucken ob es vernünftig läuft.

Was auch sein könnte, aber dann. Müsste der Hobel durchweg zu wenig Leistung haben. Die Ansaugmembranen. Bin mir aber nicht sicher ob die ja aha sowas hat

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Toddybaer » Mi 8. Apr 2020, 14:51

Das der Vergaser kaputt ist, wage ich mal auszuschließen.
Wäre der Erste kaputte Moped Vergaser der mir unter gekommen ist.
Eher das da noch irgendwo Dreck drin ust

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Propeller
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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Propeller » Mi 8. Apr 2020, 14:52

Oder es ist einfach nur der Benzinhahn. Wie ist er denn aufgebaut? Kann da eine Dichtung zugequollen sein (wie bei Simson) und hat er einen Filter, der ggf. zu sein kann? Nimm ihn doch einfach mal raus und zerlege ihn. Oder versorge den Vergaser mal versuchsweise aus einer Flasche statt dem Tank.

PS: Bei Simson wurden früher gerne die Tankbelüftungen mit Elsterglanz zugeschmiert und dann wunderte man sich. :lol:

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mi 8. Apr 2020, 15:02

Der beschrieben Effekt mit der der Kaltstartanreicherung, die nur minimal was ändert, liegt ja darin, dass man keinen "Choke" im wörtlichen Sinne, also eine Starterklappe (=Luftklappe) hat, sondern über einen Kolbenschieber eine Kanal öffnet, der Luft und Kraftstoff aus einem separaten Teil der Schwimmerkammer ansaugt. Dieser separate Bereich der Schwimmerkammer ist mit einer Düse mit der eigentlichen Schwimmerkammer verbunden, so dass nach kurzer Zeit nur noch eine leichte Anfettung des Gemisches (für die Warmlaufphase) erfolgt. Weiterhin wirkt die Kaltstartanreicherung auch nur bei unbetätigtem Gas und hohem Unterdruck hinter dem Drosselschieber. Bei Vollgas wird aus der Kaltstartanreicherung kaum noch Kraftstoff angesogen.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von QuadPrime » Mi 8. Apr 2020, 16:15

Den Choke kann man bei warmem Motor im Standgas testen. wenn man ihn zieht sollte der Motor aus gehen. Klappt das ist der choke ok. da kann ohnehin nicht viel dran nicht funktionieren.danach kann's aber ne weile dauern bis das Moped wieder anspringt ;)
Habe die Erklärung dafür nie ganz eingesehen... Bei Standkaltem Motor soll sich das Benzin/Luftgemisch an den Kalten Metallteilen "kondensieren", es kommt weniger im Brennraum an, das magere gemisch reicht zum starten nicht. Also überfettet man gezielt am Anfang. Aber von Kondensation kann ja keine Rede sein - schließlich war das Benzin zu keinem Zeitpunkt gasförmig, nur verstäubt als Aerosol. Zu Tröpfchenkumulation in von gas durchströmten teilen kommt es immer. (das ist die uralte diskussion - Kkurbelgehäuse polieren oder rauh lassen)... Vermutlicj verflüchigt sich das ganze im Betriebswarmen Zustand schneller wieder.... hm.. Hilft dir jetzt auch net besonders...

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Robby_DG0ROB » Mi 8. Apr 2020, 17:00

QuadPrime hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 16:15
schließlich war das Benzin zu keinem Zeitpunkt gasförmig, nur verstäubt als Aerosol.
Woher kommt dann die Verdunstungskälte im Vergaser, die bei entsprechender Luftfeuchtigkeit dazu führen kann, dass es so weit vereist, bis Verwirbelungen und Querschnittsverengungen bis zum Absterben des Motors führen können?

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Julez » Mi 8. Apr 2020, 17:34

Der Venturieffekt spielt da auch eine Rolle. Dekomprimierte Luft kühlt sich auch ab.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von QuadPrime » Mi 8. Apr 2020, 17:59

zu dumm zum editieren, bitte ignorieren!
Zuletzt geändert von QuadPrime am Mi 8. Apr 2020, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von QuadPrime » Mi 8. Apr 2020, 18:00

Robby_DG0ROB hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 17:00
QuadPrime hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 16:15
schließlich war das Benzin zu keinem Zeitpunkt gasförmig, nur verstäubt als Aerosol.
Woher kommt dann die Verdunstungskälte im Vergaser, die bei entsprechender Luftfeuchtigkeit dazu führen kann, dass es so weit vereist, bis Verwirbelungen und Querschnittsverengungen bis zum Absterben des Motors führen können?
Jo da ist was dran. Zwar bei Autos und mopeds praktisch unmöglich dass das bei realistischen außentemperaturen passiert, dennoch im bereich des möglichen.
Dann muss es wohl die große Oberfläche sein, die durch die Zerstäubung entsteht und eine tatsächliche Verdunstung bei >30°C ermöglicht...

Edit: ne.. da ist ja ein Unterdruck.. das senkt den Siedepunkt... hmm

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von ch_ris » Mi 8. Apr 2020, 18:17

? das ist doch ne akademische diskussion.
für mich ist das ein isso.

kommt sprit durch den hahn?
ist die tankbelüftung frei?
ich sachs nur nochmal...

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Bastelbruder
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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Bastelbruder » Mi 8. Apr 2020, 18:50

Ich bin ziemlich sicher, daß da immer der Ansaugkrümmer vereist ist und nicht der Versager. Zwei Gründe:
1) Der Vergaser ist die so genammte Venturidüse. In selbiger herrscht die höchste Luftgeschwindigkeit und hier wird der Sprit aus der Düse gesaugt. Bis das Gemisch endlich mal die Wandung berührt, hat es längst den Vergaser hinter sich.
2) Im Ansaugstutzen (-Krümmer) ist der Querschnitt wieder größer, dort finden zwei Abkühlvorgänge statt: 1. Dekomprimierung, zweitens Verdunstung eines kleinen Teils des Benzins. Und weil dort gern sehr konstante Strömungswege vorhanden sind, lagert sich der benzinfreie Schnee dort an den Wänden ab. Der eigentliche Wirbelsturm mit völliger Vergasung findet erst beim Komprimieren im Zylinder statt!

Und nochwas: das Vereisen erfolgt erst wenn der Motor arbeiten muß und die Drosselklappe voll aufgerissen ist.

Da sind vermutlich noch die Barthaare vom Tiger im Tank und haben sich um den Ansaugfilter oberhalb des Hahns gelegt.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Chaoskreator » Mi 8. Apr 2020, 18:53

Der Filter am Benzinhahn ist sauber. Selbigen habe ich vor kurzem erneuert.
Wenn ich den Schlauch vom Vergaser abziehe und den Benzinhahn aufdrehe, läuft der Sprit als Vollstrahl raus. Daran kann es also nicht liegen.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Chaoskreator » Mi 8. Apr 2020, 18:57

Toddybaer hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 14:49
Die Ansaugmembranen. Bin mir aber nicht sicher ob die ja aha sowas hat
Hat er. Aber solange er genug Sprit hat, sind keine Leistungseinbußen festzustellen.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von andreas6 » Mi 8. Apr 2020, 19:00

Wie lange läuft der Sprit als Vollstrahl bei geschlossenem Tankdeckel? Halte mal eine Dose darunter, die muss voll werden. Kannst Du nachher wieder oben rein kippen. Wird der Strahl dünner oder versiegt, kann keine Luft nach fließen.

MfG. Andreas

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Gary » Mi 8. Apr 2020, 19:22

andreas6 hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 19:00
Wie lange läuft der Sprit als Vollstrahl bei geschlossenem Tankdeckel? Halte mal eine Dose darunter, die muss voll werden. Kannst Du nachher wieder oben rein kippen. Wird der Strahl dünner oder versiegt, kann keine Luft nach fließen.

MfG. Andreas
Und am besten zapft man gleich aus der Schwimmerkammer..

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Chaoskreator » Mi 8. Apr 2020, 20:04

Gary hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 19:22
Und am besten zapft man gleich aus der Schwimmerkammer..
Das werde ich morgen mal testen.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von Chaoskreator » Do 9. Apr 2020, 13:54

Der Tipp, mit aus dem Ablaufschlauch der Schwimmerkammer Benzin abzulassen, führte zu einem Ergebnis, wenn auch anders als gedacht:
Dder Vollstrahl ist ständig vorhanden, auch nach Minuten. ABER: im abgelassenen Sprit war eine Menge kleiner oranger Krümel zu sehen. Das kommt davon, weil ich die Gummidichtung zwischen Schwimmerkammer und Vergaseroberteil mit Flächendichtung, mittel eingestrichen hatte und es wohl beim Zusammenschrauben etwas von der Dichtmasse rausgedrückt hat und das Zeug schwimmt jetzt als orange Krümel im Sprit.
Ich hatte deshalb die Gummidichtung mit Flüssigdichtung eingestrichen, weil die Dichtung starke Druckstellen hat und auch schon recht hart ist (klar, >30 Jahre lügt nicht).
Ich habe jetzt mal eine neue Dichtung bestellt. Die neuen sind zwar nur aus einem papierartigen Material, aber was anderes gibt es wohl nicht mehr.

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Re: Moped-Vergaser ist ein Versager

Beitrag von andreas6 » Do 9. Apr 2020, 14:06

Flache Dichtungen kann man auch selber bauen, aus Papier entsprechender Dicke. Auflegen, die Schraublöcher mit der Reißnadel durchstechen und mit Locheisen sauber ausstanzen. Dann Schrauben oder Stifte einsetzen, damit das Papierstück nicht verrutscht und die Kontur einmal außen und einmal innen mit einem spitzen Messer durchschneiden. Das dauert nur Minuten und man kann auch gleich ein halbes Dutzend bauen als Reserve.

MfG. Andreas

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