Akkuladegerät bestimmen

Der chaotische Hauptfaden

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Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon IQON » Mo 19. Aug 2013, 21:19

Hallo

Mein Großvater hat mir Heute einen Akkuschrauber geschenkt, bei dem er das Ladegerät verloren hat.
Es ist einer mit Lithium/Ionen Akku 18V 1350mAh
Ich habe das Ding nun vor mir liegen, und überlege wie ich herausfinde kann was das Ding gern zwischen Sich und der Steckdose noch haben will...
Elkos sind leider keine drin an denen man die Betriebsspannung ablesen könnte...
Ich habe ihm mal langsam von 0 immer mehr Volts gegeben bis dann bei 20V abrupt Stromaufnahme statt findet.
Da saugt er bis zu 1A, Netzteil Strombegrenzung... und ne bedrahtete Diode wird dabei recht heiß, also ungut...
Zellspannung ist momentan ca 3,7V einheitlich Zellen geben auch noch Strom ab...
Alter laut Käufer ca1,5 Jahre aber ebenso noch NIE geladen worden,
was ich eher nicht glaube jedenfalls seit 1Monat ist das Ladgerät weg...

Bild

Wie könnte man da Jetzt vorgehen?
es gibt ein Viereck was nach Intelligenz aussieht, die Platine ist wohl die Balacerschaltung...
Nur mit was muss ich dem Ding jetzt die Energie zuführen?
Konstantstrom und das Ding schaltet bei voll ab?
Oder Konstantspannung die Ladeschlussplanung des Packs aber dann fließt soviel Strom wies der Innenwiderstand hergibt?

_____________
Und wo wir beim Thema Akku sind:
Ich habe noch en Akkuschrauber mit NiCa Akku der wenn man ihn Voll lädt bereits am nächsten Tag wider leer ist durch die Selbstentladung...
Hat ders hinter sich oder ist das noch normal, ansonsten geht er recht gut wird schnell voll. Mit Wechselakku läst sich noch gut mit arbeiten...

Viele Grüße IQON
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon xoexlepox » Mo 19. Aug 2013, 21:59

IQON hat geschrieben:Wie könnte man da Jetzt vorgehen?

Erstmal ein wenig rechnen: Wenn ich es richtig sehe, sind das fünf Zellen, macht bei "Nennspannung" 18.5V. Um die "richtig voll" zu bekommen, werden ca. 4.1V benötigt. Also "passt" dein Versuch mit "gut 20V" schon recht gut. Normalerweise werden LI-Zellen mit Konstantspannung geladen, und daß dabei über 1A fließt, halte ich nicht für ungewöhnlich. Dabei sollte jedoch vom "Innenleben" nichts übermäßig heiss werden ;) Verdacht: Die Spannung des "Original"-Ladegeräts brach wohl entsprechend zusammen. Ich würde da mal mit gut 20V und einer Strombegrenzung von (geschätzt, keine Gewähr) 200mA herangehen, und schauen, ob etwas übermäßig warm wird.

IQON hat geschrieben:es gibt ein Viereck was nach Intelligenz aussieht, die Platine ist wohl die Balacerschaltung...

Für einen Balancer für fünf Zellen müssten auf der Platine mehr Transistoren sein. Ausserdem jeweils eine Leitung zu jedem der Kontakte zwischen den Zellen. Das sieht mir nicht danach aus. Das sieht eher aus, wie zwei Temperaturfühler. Verdacht: Die Platine begrenzt "nur" Ladung, Entladung, und Temperatur.

IQON hat geschrieben:Ich habe noch en Akkuschrauber mit NiCa Akku der wenn man ihn Voll lädt bereits am nächsten Tag wider leer ist durch die Selbstentladung...

Hat der Akku zufälligerweise eine Zelle mit exakt 0V?
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon andreas6 » Mo 19. Aug 2013, 22:04

Hallo,

so sind meine Schrauber auch mit Li nachgerüstet, haben aber ein wenig mehr Kapazität.

Die kannst Du noch weiter laden. Begrenze die Spannung auf 21 V. Ist der Strom fast auf Null, miss die Zellen noch mal nach, sie sollten knapp 4,2 V haben.
Wenn nicht, liegt noch eine Längsdiode im Ladezweig, dann bitte ein Volt mehr einstellen.

Quäle den Nicd-Akku, solange es geht. Nicd verträgt eine ganze Menge an Misshandlung.

MfG. Andreas

PS: Warum wollen hier die Quotes nicht? Die Voransicht zeigt nur exakt den Editor-Text. In anderen Foren mit der gleichen Software kenne ich das Problem nicht.
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon IQON » Mo 19. Aug 2013, 22:29

Hallo

Ja es sind drei Transistoren auf der Platine die (Drei schwarzen Flecke im Bild) und es sind Anzapfungen 3 an der Zahl vorhanden, 5 Zellen...
Und zusätzlich noch zwei weitrer gegräte auf den Zellen die ich für Temperturschalter halte...
Also wirklich Balancer...
Ja es ist wohl ne Längsdiode in Reihe mit dem Ladestrom die wird auch bei 1A heiß...

Es geht ja darum das ich da en fertiges Netzteil für finde und nicht immer das Labornetzteil dranhängen muss...
Habe da noch eins gefunden was im lerlauf 21v raustut, wenn ichs aber da anschließe brichts auf 15V ein wobei der akku 18V hat was sehr merkwürdig ist,
vielleicht hats auch en schuss ich stells mal auf die Möglichkeitenliste...

Also deute ich das so das bei ca 20V die Ladung beginnt und die Zellen Strom aufnehmen...
Wie schnell müsste denn dann die Zellspannung ansteigen?
Weil ich konnte da nichts wirklich fest stellen bin vielleicht auch zu ungeduldig weil ich bedenken habe das da was exotherm reagiert...
Mit Lithium bin ich mal ganz vorsichtig...


Was ist denn nun die Ladeschlusspannung 4,0 oder 4,1 oder 4,2?

Den Niclcackmichum muss ich dann wohl mal aufschrauben und nachmessen...

Viele Grüße IQON
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon ozonisator » Mo 19. Aug 2013, 22:34

Kauf dir nen Accucel6 und frickel nen UVLO nach http://danyk.cz/p_ochr_en.html, dann kannste balancen und Schützt die Akkus vor Tiefentladung.
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon IQON » Mo 19. Aug 2013, 22:39

ozonisator hat geschrieben:Kauf dir nen Accucel6 und frickel nen UVLO nach http://danyk.cz/p_ochr_en.html, dann kannste balancen und Schützt die Akkus vor Tiefentladung.


Mann ich brauch doch nuir ne Wandwarze mit der passenden Spannung die es zu bestimmen gilt, Balacer ist schon drinn...

viele Grüße IQON
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon andreas6 » Mo 19. Aug 2013, 23:09

Hallo,

vielleicht habe ich mich verzählt, aber für fünf Zellen brauchst Du zur Balance sechs Anschlüsse. Du hast drei plus die beiden Außenverbinder - keine Balance möglich. Auch mit nur drei Transistoren ist das völlig unmöglich. Allein zwei gegenläufige Fets braucht es für die Notabschaltung bei Über- und Unterspannung. Da sehe ich vermutlich zwei Temperaturfühler im Bild, die ersetzen keinen Balancer und sind nur eine Notbremse.

Die Ladeschlussspannung der 3,7er Li-Zellen liegt bei 4,2 V. Vergiss ein Fertigteil für die Ladespannung, Du wirst es nicht eben so mal nebenbei finden. Nimm etwas mit 24 V oder mehr unter Last und ein Lm317 oder vergleichbar diskretes dazu. Den Balancer darfst Du selbst basteln. Sinnvoll ist ein externer Balancer (das Akkuhaus dürfte kaum genug Platz dafür bieten), angeschlossen z.B. über eine 5er Diodenbuchse - so habe ich das gelöst. Zum Laden benutze ich das originale Netzteil für die Nicd-Bestückung, aber mit Begrenzer per TL431 und Längstransistor.

MfG. Andreas
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon ozonisator » Mo 19. Aug 2013, 23:15

Mann ich brauch doch nuir ne Wandwarze mit der passenden Spannung die es zu bestimmen gilt, Balacer ist schon drinn...

Sicher? Ich sehe da keine Einzelzellenabgriffe....
Balancer bauen lohnt einfach nicht mehr. Lieber ein Accucel6 kaufen und dann ist Ruhe. Ist auch billiger.

Rupf alles auseinander, gescheiten Balancerport legen, und dann schön am Accucel6 laden, und im Betrieb zum Schutz vor Tiefentladung die von mir verlinkte Schaltung nehmen
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon ferdimh » Mo 19. Aug 2013, 23:31

Zur Ladeendspannung:
Die Meisten 3,7V-Zellen KANN man bis 4,3bisschen laden, ohne dass was passiert. Das gibt dann auf Kosten der Lebensdauer etwas mehr Kapazität als draufsteht.
Soll-Ladeendspannung für 3,7V-Zellen ist 4,2V, für 3,6V-Zellen 4,1V. Heutzutage sind 3,6V-Zellen quasi komplett ausgestorben.
Das Ladeverfahren ist grundsätzlich Konstantspannung (wie bei Blei).
Lithiumzellen haben einen sehr niedrigen Innenwiderstand, daher sind hohe Ladeströme ganz normal. Zieh das Ding einfach mal auf 21V (2A Ladestrom gehen immer) und guck dann was passiert. Die Schutzschaltung sollte dich vor allzugroßem Blödsinn schützen.
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon IQON » Di 20. Aug 2013, 00:16

Hallo
Habe da eine Leitung auf der anderen Seite hinter der Platine übersehen...
Bild
Also 4 Anzapfungen...
Weiter habe ich ergründet, die drei großen „Schaltelemente†œ den Hauptstrom abschalten...
Und dann sind da noch 5 kleiner „Schaltelemente†œ hochkant in einer Reie, das müssten jetzt aber die Balacer Transistoren sein...
Auf der Rückseite ist noch mehr Hühnerfutter...
Bild
Die Diode oben links wude heiß...

Oszonisator: wirst du bei denen am Gewinn beteiligt oder was ist los ;)

Viele Grüße IQON
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon Bjoern » Di 20. Aug 2013, 02:42

Moin,
die Längsdiode sieht wie eine 1N400X aus -> Wenn das zutrifft, darf die maximal 1A sehen. Der Ladestrom für derartige Zellen beträgt laut den meisten Datenblättern maximal 1C, bei der gegebenen Kapazität wäre 1A somit ein ganz guter Mittelwert zum schonend voll machen.

Wenn man Li-Zellen niederohmig an die Stromquelle anschließt, sei es nun Ladegerät oder irgendein Netzteil, dann können schon bei wenigen 100mV unter Voll einige Ampere fließen, das ist normal bei gesunden Zellen.
Da der Akku mit 18V angegeben ist, sind es wohl 3,6V Zellen -> 4,1V wenn voll -> gib den Dingern 5x4,1V also 20,5V (Also irgendwas von 20,wenig bis knapp 21V, bei zu viel wird der Akku schon abschalten falls du es übertreibst)

Hierzu bietet sich ein olles 20V Notebook-Netzteil an. Bei bedarf lässt sich selbiges sauber auf 20,5V einstellen, man muss nurn Poti (oder nen passenden Festwiderstand) in den entsprechenden Spannungsteiler einziehen. Dann muss nur noch der Ausgangsstrom irgendwie begrenzt werden, dafür gibts ja genügend externe Möglichkeiten.
(Einige Notebook-Netzteile (ich meine vor allem ältere Geräte) lassen sich auch hier schön modifizieren. Je nach Aufbau muss man nur einen Widerstand Primärseitig tauschen und schon spuckt das Teil bis zu einer gewissen Mindestspannung Konstantstrom aus. Netzteile mit einem UC384X sind oft hierzu geeignet.)
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon tixiv » Di 20. Aug 2013, 13:35

Aber jetzt betrachten wir die Situation doch mal realistisch: Der Hersteller wird da sicherlich nicht irgendein Hightech-Netzteil bei gepackt haben, wenn sie schon zu geizig für ein richtiges Ladegerät zum Reinstecken des Akkus waren. Da wird einfach so ein normales Steckernetzteil mit Trafo dabei gewesen sein, wahrscheinlich Nennspannung 18V, 800mA oder sowas der Art. Der hohe Innenwiderstand des betzteils sorgt dann für die Strombegrenzung, und die Schaltung auf der Platine wird vermutlich das Netzteil vom Akku trennen, wenn die Zellen die Ladeschlusspannung erreichen. Ich würds mal mit dem Labornetzgerät auf 800mA begrenzt mal ausprobieren, und schauen, ob der Abschaltet wenn die Zellen auf 4.2V kommen. So böse sind Lithiumzellen nu auch wieder nicht - selbsr wenn sie für 4.1V ausgelegt sind werden sie bei dem Test die 4.2V abkönnen, falls bis dahin nix abschaltet.

Wenn die Schaltung im Akku abschaltet dann kannst Du danach einfach ein passendes Steckernetzgerät verwenden und fertig. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob dessen Leerlaufspannung über den 21V liegt. Wichtig ist nur, dass es hochohmig genug ist, so dass der Ladestrom kleiner 1A ist während der Ladung.
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Re: Akkuladegerät bestimmen

Beitragvon Cobra71 » Di 20. Aug 2013, 14:08

Mal so eine ganz verrückte Idee, die aber zugegebenermassen null Frickelbezug hat...sind denn der Hersteller und die Bezeichnung des Teils nicht bekannt?
Wenn doch sollte sich doch herausfinden lassen wieviel Volt/Ampere so ein Netzteil hat...das WWW ist doch soooo groß.

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