Neu hier - Frage zu USVs

Der chaotische Hauptfaden

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Zummmsel
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Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Zummmsel » Di 26. Mai 2020, 00:42

Tach zusammen,

bin neu hier, lese jedoch schon lange mit, vor allem die Zeit als es das Forum noch nicht gab, war ich immer wieder begeistert von Fingers Rauchmaschinen und anderen Gerätschaften.

Ich plane derzeit mir nen Kastenanhänger zum WoWa umzutüddeln, brauche da aber mal Hilfe von euch Bastlern.

Ich bin auf ein Atemgerät angewiesen und dieses auf eine funktionierende Stromversorgung. Und das auf nem Campingplatz oder evtl auch mal autark.
Das kann mit 24V oder auch 230V betrieben werden. Typenschild Netzteil sagt: DC 24V 1,25A(FG) 3,75A (Sys).
Es gibt dazu auch ein Reisenetzteil: https://www.resmedshop.de/resmed-gleich ... r-s9-serie

Ich war mal der meinung, die 230V auf nem Campingplatz sind sicher.. aber die hab ich ganz schnell geändert. Also muss ne Eigenversorgung für den Notfall her.

Mein Gedanke ist den Anhänger mit Akkus auszustatten, so dass ich 12V, 24V und 230V jederzeit unabhängig von Kabelgedöns habe.
Die Akkus sollten allerdings während der Fahrt von der 380A LiMa des Zugfahrzeuges mitgeladen werden, oder alternativ mit einer 230V Speisung (Campingplatz).
Sollte die 230V Versorgungsspannung wegfallen, soll zumindest das Atemgerät, eine Zwangsbelüftung und eine (Not-)Beleuchtung noch mindestens eine Schlafphase lang funktionieren.

Jetzt hab ich mal gerechnet, bei 80W für das Atemteil komme ich bei 24V auf gute 4-5A Dauerlast, plus nen langsamdrehenden Lüfter und evtl 2-3 LEDs um den Boden zu beleuchten. Schlafphase mit Sicherheitsphase auf 12h gerechnet, und mal 8A Dauerlast sicherheitshalber angenommen komme ich auf 96Ah die der Akku mindestens haben sollte. Von daher denke ich, mit 2 Akkus a 100Ah sollte ich auf der sicheren Seite sein,

Mein Problem ist aber das Laden.
Popeliges Standardladegerät 2x an jede Bakterie eins und ich kann mit 230V laden. Aber habe keine 230V Bordspannung um nach den 12h evtl noch ne Kaffeemaschine zum Leben zu erwecken.. Ok, 1 Wechselrichter dazu, dann geht auch das.

Aber wäre es nicht einfacher ne USV dafür herzunehmen ?
Die Akkus kann ich ja immer noch am Zugfahrzeug laden, aber auch mit 230V und die USV speist mir auch wieder 230V.
Nur.... kann so ne blöde USV die für 1500W ausgelegt ist, mit so großen Akkus umgehen ?
Hätte ne APC 1500irgendwas noch liegen, bei der die Akkus tot sind.

Oder gibt es noch bessere Vorschläge ? Erfahrungen was das angeht ?

Grüße, Zummmsel

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Chemnitzsurfer
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Chemnitzsurfer » Di 26. Mai 2020, 04:38

Zum Laden von 12V Aufbaubatterien direkt vom Zugfahrzeug aus, gibt es z.B. von votronic einen 20A Ladebooster, der für den Einsatz über die 13 pol. Anhängersteckdose gedacht ist.
Über mehrere DIP Schalter an der Seite des Ladeboosters kannst du die Akkuchemie ( Blei, AGM, Lithium ) und damit die Ladekennlinie einstellen und ein im Lieferumfang enthaltener Temperaturfühler sorgt für eine Unterbrechung des Ladens, wenn der Akku zu heiß wird (oder bei Lithium es zu kalt ist)
https://www.votronic.de/index.php/de/pr ... -1212-20-c
Ist mit 160€ nicht ganz preiswert, wird aber in deutschland entwickelt und produziert!
https://www.amazon.de/VOTRONIC-Lade-Wan ... B07HG7WS31

In Verbindung eines Shunts und eines Batteriecomputers könntest du dann dir direkt den Ladestand anzeigen lassen und ggf. über ein Trennrelais die Verbraucher um Akku trennen, wenn diese zu weit entladen sind.
https://www.votronic.de/index.php/de/pr ... e-computer

Zum puffern der Aufbaubatterie könnte man ggf. auch überlegen eine Solaranlage mit 2-3 Platten á100W auf den Wohnanhänger zu bauen und über einen Solarregler und den Shunt des Batteriecomputers in die Aufbaubatterie einzuspeisen.

Bei empfindlichen Geräten solltest du vorher abklären, ob dieses eine reine Sinus Wechselspannung benötigen, oder auch an einen Trapenzwechselrichter /modifizierter Sinus betrieben werden dürfen ohne Schaden zu nehmen. Gerade die ganz billigen USVs und Wechselrichtern geben meist keinen reinen Sinus aus, sondern nur einen modifizierten Sinus ( was bestimmte Arten von Netzteilen nicht mögen).

Es gibt auch Kombigeräte, aus Ladegerät, Wechselrichter und Landstrombegrezung / automatischer Netzumschaltung.

Da bist du dann aber oft schon im vierstelligen Bereich z.B.
https://www.victronenergy.de/inverter-c ... /easysolar
https://www.wcs-bedburghau.de/Ladeger-t ... er-te.html


Bei dem verlinkten Reisenetzteil würde ich aber den KFZ Stecker (Zigarettenanzünder) entfernen und fest verbinden, deren Verbindung ist nicht wirklich Kontaktsicher, besonders wenn die Dosen anfangen zu oxidieren, kommt es zu Aussetzern (was im letzten Urlaub dazu führe das der Stecker meiner Kühlbox an geschmort war)

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Desinfector
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Desinfector » Di 26. Mai 2020, 07:08

Moin und erstmal willkommen im Forum.

Ich glaube zum Ladekram ist soviel gesagt, dass ich auch nichts wirklich viel neues dazusteuern kann.

Umgehen kann eine USV auch mit grösseren Akkus, die muss die dann natürlich auch entsprechend länger laden.
Es sollte die USV vorher halt auch mit einer Batterie gleicher Chemie (Blei?) umgegangen sein,
wenn jetzt grosse Autobatterien (auch Blei) geladen werden sollen. Es kommt ja auf die gleiche Ladeschlussspannung an.

Und ich denke mal: Wer sich einen WoWa selbst aufbauen will, hat genügend Campingerfahrung.
Meine Campingerfahrung sagt: Nimm zum Kochen Gas. Das beinhaltet INSBESONDERE Wasser für'n Kaffe.
Campingstrom ist schnell an der Grenze zu den im Schaltkasten gerne verbauten 6A-Sicherungen.
Bei Kochen mit Gas kann man bei einer Solaranlage eigentlich auf einen dicken "Kochwechselricher" verzichten.
man soll sich nicht wundern, welche Gewichte da schnell zusammen kommen.

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von eisapc » Di 26. Mai 2020, 08:16

Chemnitzsurfer hat geschrieben:
Di 26. Mai 2020, 04:38
Bei dem verlinkten Reisenetzteil würde ich aber den KFZ Stecker (Zigarettenanzünder) entfernen und fest verbinden, deren Verbindung ist nicht wirklich Kontaktsicher, besonders wenn die Dosen anfangen zu oxidieren, kommt es zu Aussetzern (was im letzten Urlaub dazu führe das der Stecker meiner Kühlbox an geschmort war)
Dem kann ich nur zustimmen.
Bei meiner Kühlbox hat es auch schon einen Stecker verschmort.
Evtl. auch auf den Forenstandard XLR Stecker umrüsten.

Ich hätte jetzt noch ein Solarpanel mit Laderegler spendiert um im Notfall auch ohne Netzstrom und Zugmaschine laden zu können,
oder zumindest die Entladung zu verlangsamen.
USV als Kombination aus Ladegerät und Wechselrichter geht zwar, ist aber vergleichsweise schwer und Netzstrom benötigt man beim Camping eher selten.
Ladegerät für Netzstrom und ein DC/DC für dein Beatmungsgerät ist vermutlich sehr viel leichter.
Die Bleiklötze an die USV häkeln ist aber ansonsten kein Problem, diese Kombination stand in Indien damals in jedem Büro.
Heiß und Kalt macht man beim Camping üblicherweise mit Gas.
Strom braucht man nur für Licht und Lärm.

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von daruel » Di 26. Mai 2020, 08:33

Ich werf da mal den Wechselrichter von Ective in den Raum https://www.ective.de/ECTIVE-SSI-10-SSI ... et-und-NVS

Ist zwar etwas teurer, deckt aber eigentlich alles ab. WR mit 1KW, Netzvorrangschaltung, Batterieladegerät, Solarwandler.

Ich habe das Teil in meinem Camper und bin wirklich begeistert, da man nicht zig verschiedene Module braucht.
Noch ein automatisches Trennrelais (20€) für die Ladung während der Fahrt und gut ist.

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Chemnitzsurfer
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Chemnitzsurfer » Di 26. Mai 2020, 08:48

Trennrelais sollte man bei Fahrzeugen >Euro 5 nicht mehr nutzen, da die Lichtmaschine bei diesen Fahrzeugen während der Fahrt abgeschaltet wird um Sprit zu sparen und den CO2 Ausstoß zu mindern , wenn die Fahrzeugbatterie einen gewissen Ladestand erreicht hat. Das kann bei Trennrelais dazu führen, das die Aufbaubatterie über das Relais rückwärts die Fahrzeugbatterie lädt und man mit leerer Aufbaubatterie ankommt. Besser ist in diesem Fall dann die von mir oben angesprochene Ladebooster, die dank Buck Boost Converter auch den Spannungsfall kompensieren können (20A bei 1,5-2,5mm² und >5m Leitungskänge machen sich schon bemerkbar) und die Aufbaubatterie sieht je nach Ladekurve die vollen 13-14,2V.
Screenshot_20200526-085052.png
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Gary
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Gary » Di 26. Mai 2020, 09:10

Den Stromverbrauch würde ich selber messen, geht auch an 230V mit einem Energiekostenmessgerät.

Hat das Gerät intern einen Akku ?

Wie heißt das Zugfahrzeug ?

plottermeier
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von plottermeier » Di 26. Mai 2020, 09:35

Hallo,
mit der USV die Kaffeemaschine an großen Akkus betreiben könnte gehen. Kurzzeitig können die eine ganze Menge Leistung, nur nicht auf Dauer.
Die Kühlkörper sind mehr so Aluklötze...
Wie verhält sich denn das Beatmungsgerät, wenn es 24 und 230 Volt hat. Was wird primär genutzt, schaltet es automatisch um, wenn eine Quelle wegfällt?

Jens

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von andreas6 » Di 26. Mai 2020, 11:02

Einen ganz ähnlichen Fall habe ich in der Familie: Wohnmobil mit Beatmungsgerät für die Nacht. Gelöst wurde die Versorgung über eine kleinere Usv (Apc500 oder so). Größere dürften entsprechend genauso funktionieren. Die Usv wurde um den Piepser erleichtert, der den Akkubetrieb sonst akustisch dauerhaft anzeigt. Das Gehäuse wurde zusätzlich perforiert und ein Lüfter eingebaut, damit die Wärme im Dauerbetrieb abgeführt werden kann. Der Kippschalter (Ein/Aus) wurde nach draußen verlängert und an einen UP-Schalter angeklemmt, welcher direkt über der Schukodose sitzt, wo der Ausgang der Usv angeklemmt ist. Die Usv wird aus dem Wohnmobilakku versorgt, der mittels Trennrelais von der Lima oder dem Netzteil bei außen anliegender Netzspannung aufgeladen wird. Das funktioniert seit einigen Jahren tadellos. Man kann auch einen kleinen Fernseher daraus versorgen oder andere Kleinverbraucher. Die Usv ist im Doppelboden des Wohnmobils untergebracht und nicht zu hören.

MfG. Andreas

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von uxlaxel » Di 26. Mai 2020, 16:45

hallo zummmsel,
herzlichen willkommen in dem forum der ganz normalen leute. setz dich, fühl dich wie zu hause und nimm dir einen keks. 😀

ich nehme an, dein beatmungsgerät hat einen internen akku. für welche zeit zur überbrückung ist er im regulären betrieb vorgesehen? wann wird es wirklich kritisch?
welche leistung und spannung hat das netzteil?
ich würde halt gezielt eine stromversorgung für das beatmungsgerät vorsehen und eine weitere für den rest.

lg axel

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Zummmsel
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Zummmsel » Di 26. Mai 2020, 19:55

Servus,
das ist schon wieder viel zu viel Input auf einmal... man sollte nicht die "Freaks" fragen ;-)

Hab mich getäuscht, Zugfahrzeug hat doch nur 180A LiMa. Handelt sich um einen Dodge RAM mit V8 und 5,7L.
Daher ist mir das Gewicht von dem Anhängerchen auch ziemlich wurscht. 3,5t darf ich ziehen, immerhin noch 3058kg wenn ich die 100km/h (ohne Antischlungerkupplung) ausnutzen mag.
Ob die LiMa bei dem "abschaltet" glaub ich weniger. Da ist es schlichtweg egal was da noch an Last dran hängt.

Campingerfahrung hab ich eigentlich nicht. Von WE langen Parties ohne Strom aus dem Kabel und fliessend Wasser nur wenn es geregnet hat. Mir geht es auch nicht um 14 Tage Campingplatz, das ist eher ein ich will mal auf ein Treffen und mag nicht nüchtern bleiben. Aus diversen Gründen bin ich auf ein gutes Bett angewiesen, schlafen auf dem Auto macht keinen Sinn (schon mit nem Truck Tent getestet). Daher die Idee mit dem Anhänger.
Es wird nach derzeitigem Stand ein Verkaufsanhänger, wenn ich die seitliche Klappe aufmache, brauche ich kein Vorzelt mehr und kann auch mal was laden im Vergleich zu nem Wohnwagen.
Innenmaße werden 420x200x230, damit man auch aufrecht drin stehen kann und bei Kackwetter meine Mädels notfalls auch noch mit Platz drin haben.
Den jetzt noch irgendwo mit Alpen- oder Seeblick aufgestellt und schon hab ich das geilste Panorama wenn ich die Seite aufmache. Aber das schweift ab.

Wie geschrieben, muss keine Rücksicht auf Gewicht nehmen, Anhänger wiegt um die 800 Kilo, ZGG ist 2to (oder mehr).

Das Atemgerät hat keinen Akku oder ähnliches. Es hat auch nur einen Spannungseingang. Man merkt den Stromausfall in dem man so halb erstickt aufwacht :-( Genau das will ich vermeiden.

Thema Gas im Auto: Elektrik trau ich. Gas fahre ich im Auto. Und ich hab ne natürliche Abneigung dagegen mit dauerstofffressenden Maschinen in einem Raum zu schlafen. Trotz Gas und co-Warnern. Ich mags einfach nicht.
Und ne teure Gasanlage in den Hänger zu bauen für gelegentliche Nutzung ? Ich brauch da weder Herd, noch Ofen, noch Mikrowelle, noch Dusche. Kaffeemaschine wäre nett.

Ich wühl mich mal weiter durch die Empfehlungen und versuche für mich mal das passende daraus zu bauen. Ich halte euch auf dem laufenden.

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von basti1 » Di 26. Mai 2020, 22:58

Tach.

Hab mich lange mit dem Thema laden der Aufbau Batterie beschäftigt. Du kannst natürlich über die 13polige Steckdose laden. Bedenke aber, diese ist nie komplett beschaltet. Bedeutet Dauerplus ist meist vorhanden. Geschaltet Plus ist so gut wie nie vorhanden. Wird aber für den Ladebooster benötigt. Elendiges leitungs ziehen ist nötig.

Was gemacht werden kann ist. Vorne im Zugfahrzeug einen Wechselrichter montieren und im Anhänger ein passendes Ladegerät. Somit ist auch eine Ladung mit mehr als 20a möglich. Bei geplanten 200Ah batterie würde es bedeuten, das nur zum nachladen von 100A man über 5 Stunden fahren müsste.

Du kannst auch dickere Leitung ziehen um die 12v von vorne nach hinten zu bekommen. Für Wohnmobile gibt es die Booster auch wesentlich stärker.

Es kommt aber immer darauf wie lange du fahren willst oder musst. Damit die Batterie wieder voll ist.


MFG Sebastian

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Finger
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Finger » Mi 27. Mai 2020, 09:32

basti1 hat geschrieben:
Di 26. Mai 2020, 22:58
Das Atemgerät hat keinen Akku oder ähnliches. Es hat auch nur einen Spannungseingang. Man merkt den Stromausfall in dem man so halb erstickt aufwacht :-( Genau das will ich vermeiden.
Wäre da nicht eine Tröte sinnvoll? Also eine akistische Rückmeldung bei Ausfall der Spannungsversorgung? Sowas mit Relais, Mignonzelle und Pieper? Das ist so eine Kiste gegen Schlafapnoe oder?

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uxlaxel
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von uxlaxel » Mi 27. Mai 2020, 10:06

zum laden: ich würde auf alle fälle eine solarzelle aufs dach des anhängers packen. man ist bis zum gewissen punkt damit völlig autark und nicht auf "landstrom" angewiesen. auch wenn die ladung des akkus während der fahrt versagt, ist der akku dann voll. den solarzellen ist es egal, ob da wind mit 100km/h drüber donnert ;)

falls der akku mal über nacht leer werden sollte und ein akustischen alarm ertönt, bist du auch in der lage, noch groß reagieren zu können?
ich kenne es nur von mir, bei einem richtig bösen asthmaanfall bin ich kaum mehr in der lage, große leistungen zu erbringen. da stelle ich es mir schwer vor, mal "schnell strom zu besorgen". daher müsste das system am besten doppelt sicher sein, sprich sinnvollerweise noch eine USV oder ähnliches da sein, die man dann zuschalten könnte bzw. automatisch rein geht, wenn dein hauptakku platt ist.

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RMK
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von RMK » Mi 27. Mai 2020, 10:19

ich würde die USV / Versorgung für das Atemgerät auf einen Akku im Wohnanhänger schalten (den während der Fahrt/mit Landstrom/Solar laden),
und bei Notfällen bzw Ausfall des primären Systems einen großen Schalter anbringen, der das Atemgerät auf den Fahzeugakku schaltet (über die
Dauerplusleitung der Anhängersteckdose).

Die sollte auf jeden Fall ein paar Stunden Versorgung gewährleisten, bis man die Situation lösen kann...

der Schalter könnte auch automatisch funktionieren, dann aber mit optischer/akustischer Warnung...

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Zummmsel
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Zummmsel » Mi 27. Mai 2020, 17:40

Finger hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 09:32
basti1 hat geschrieben:
Di 26. Mai 2020, 22:58
Das Atemgerät hat keinen Akku oder ähnliches. Es hat auch nur einen Spannungseingang. Man merkt den Stromausfall in dem man so halb erstickt aufwacht :-( Genau das will ich vermeiden.
Wäre da nicht eine Tröte sinnvoll? Also eine akistische Rückmeldung bei Ausfall der Spannungsversorgung? Sowas mit Relais, Mignonzelle und Pieper? Das ist so eine Kiste gegen Schlafapnoe oder?
Ja genau. Schlafapnoe mit rekordverdächtigen 296 Aussetzern in einer Stunde im Schlaflabor. Man könnte nen Druckschalter nehmen, wenn die 10mbar abfallen, dann kipp das Bett um... Aber.... in dem Zustand ist man wie sturzbetrunken, lallt und torkelt ohne Ende. Für Außenstehende wie besoffen, nur komplett nüchtern halt. Hirn braucht erst wieder Sauerstoff zum funktionieren. Das ist so ein halber Zombie-Frankenstein Zustand. Da ist nicht viel an geplanten Handlungen machbar. Wird mit bewusst Atmen dann auch in wenigen Minuten wieder deutlich besser.

WIe mache ich das, wenn ich 2 Akkus nutzen will ? Brauche ich dann 2x Ladegerät ? Oder werden die beiden einfach parallel geschaltet (gleicher Typ, gleiche Kapazität, bleiches Anschaffungsdatum der Akkus) und man nutzt ein einzelnes Ladegerät ?

Ich denke in Stufe 1 werde ich erstmal nur 12V "auf Vorrat" halten. Also Ladebooster über die 13polige und für nen versorgten Platz (bzw mein tragbarer 2kW Benzin-zu-Ström/Wärme/Abgas-Umformer) dann auch 230Völter im Innenraum und zum Laden verfügbar haben. Mit wachsenden Ansprüchen wird dann weiter ausgebaut.

Zumal das auch erstmal ein Test ist, wir sind zu viert, 3 Mädels und ich. Die Mädels zelten unheimlich gerne, Papa kann halt nicht mit ohne ein geeignetes Bett (Osteochondritis (eine Art Knochenhautentzündung) in der Lendenwirbelsäule). Darum jetzt der Versuch mit dem Anhänger, werden das erstmal auf einem Zeltplatz antesten. Wenn sich die Familie nach 1-2 Tagen dann eh zerfleischt, dann ist das ein Stehrümmchen, was dann nur noch 2-3 Mal im Jahr für US-Car-Treffen benutzt wird. Wenns funktioniert, dann wird das nach und nach erweitert.

WAF ist egal, volle Unterstützung, egal was ich mache :mrgreen:

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Weisskeinen » Mi 27. Mai 2020, 18:09

Ich würde auch versuchen, das redundant aufzubauen mit lautstarker Meldung, wenn was nicht in Ordnung ist.

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Hansele » Mi 27. Mai 2020, 19:05

Weisskeinen hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 18:09
Ich würde auch versuchen, das redundant aufzubauen mit lautstarker Meldung, wenn was nicht in Ordnung ist.
Ich hätte da noch ein paar Tröten im Lager, von der kleinen Druckluftfanfare bis zur ausgewachsenen LKW-Klasse,
dicht gefolgt von dem Makrofon das im Regal steht und bisher nie benutzt wurde.

Ne im Ernst, wenn die Meldung sofort kommt nachdem das Gerät aufgehört hat zu laufen,
ist man(n) dann auch schon "schlaftrunken" oder kommt das erst nach ein paar Minuten?

Falls ja, könnte man erst einen Vibrationsalarm nutzen, der sich zur Tröte steigert.

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Zummmsel » Mi 27. Mai 2020, 23:31

Zur Funktionsweise:
Das ist eine "einfache" Überdruckpumpe, die über eine Nasenmaske permanent 10mbar in einen reinbläst. Das verhindert unter anderen, dass das Gaumensegel umklappt und hilft auch gegen Schnarchen. Fällt jetzt der Druck weg, so setzen die Atemaussetzer ein. Und je länger dieser Zustand anhält, desto unterversorgter wird das Gehirn. Das kann im schlimmsten Fall auch zum Tod führen.
Von daher wäre es das einfachste mit einer USV zu arbeiten, die dann Rabatz macht, wenn sie auf Akku läuft.
Andererseits ist aufwachen bei einem eh schon gestörtem Verhältnis zum Schlaf eher kontraproduktiv. Es müsste also eine Schaltung bei, die bei 5% Restakku dann erst Alarm schlägt. Das dann aber lautstark, dass die Nachbarn es auch mitbekommen. Meine Frau staubsaugt hier das Schlafzimmer wenn ich schlafe, ich bekomme das nicht mit.

Beantwortet aber immer noch nicht die Frage, wie sich 2 parallel geschaltete Akkus an einem Ladegerät verhalten.

Sorry, ich hab zwar nen Gesellenbrief auf dem auch was mit Büroinformationselektroniker steht, aber das ist fast 30 Jahre her. Und permanente Schmerzmittel in Dosen die das Frankfurter Bahnhofsviertel 3 Wochen glücklich sein läßt tun ihr übriges um den Restbestand an Elektrowissen zu vernichten.
YT-Videos sind schön, wenn man nicht durch die Schmerzmittel Aufmerksamkeitsstörungen hätte und hinterher genauso ratlos ist wie zuvor.

Wer Bock hat auf Experimente.... so ab 15mbar kann die Klappe in der Luftröhre das nicht mehr halten, dann pfeifft es von Nase zu Mund durch.
DIES IST KEINE EMPFEHLUNG FÜR LEUTE MIT SCHLAFAPNOE DIES ZU TESTEN, DAS KANN HOCHGEFÄHRLICH SEIN !!!!!!

Nachtrag:
Schließen Sie kein S9-Gerät an eine Gleichstromquelle von
12 V bzw. 24 V an, während diese Gleichstromquelle am
Wechselstromnetz aufgeladen wird.
Wie macht man das ?

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Bastelbruder » Do 28. Mai 2020, 00:44

Die Hochsicherheitsingenieure Hauptbedenkenträger haben Muffensausen wegen Netztrennung und eventuell EMV, und müssen sich eben schriftlich von solchen Todesgedanken distanzieren ...

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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Zummmsel » Do 28. Mai 2020, 00:59

Ich hab zum Glück nur Metall in mir aber noch keine Elektronik. Ein EMP dürfte mir nichts ausmachen 🤣

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xanakind
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von xanakind » Do 28. Mai 2020, 02:21

Zummmsel hat geschrieben:
Di 26. Mai 2020, 00:42
Nur.... kann so ne blöde USV die für 1500W ausgelegt ist, mit so großen Akkus umgehen ?
Hätte ne APC 1500irgendwas noch liegen, bei der die Akkus tot sind.
Ich habe das schon mehrfach mit APC´s erfolgreich gemacht.
In der Werkstatt habe ich eine mit 3000VA und 4 Autobatterien. :lol:
Klar: Wenn die Akkus leer sind, dauert das vollladen läger, da die APC nur einen begrenzten Ladestrom hat.
Und man sollte eventuell einen Lüfter einbauen, damit bei längerem Batteriebetrieb die Wärme weg kann.
Hängt an der 1500 VA USV aber nur das 80 Watt Beatmunsgerät dran, würde ich mir darum keine sorgen machen.

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Hightech
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Hightech » Do 28. Mai 2020, 07:29

Ist die Stromaufnahme des Beatmungsgerätes mal gemessen worden?
Oftmals ist das Netztteil stark überdimensioniert und die Leistung nur auf der höchsten Stufe so hoch.

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Zummmsel
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von Zummmsel » Do 28. Mai 2020, 14:33

xanakind hat geschrieben:
Do 28. Mai 2020, 02:21
Ich habe das schon mehrfach mit APC´s erfolgreich gemacht.
In der Werkstatt habe ich eine mit 3000VA und 4 Autobatterien. :lol:
Die Batterien dann einfach parallel geschaltet ?

andreas6
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Re: Neu hier - Frage zu USVs

Beitrag von andreas6 » Do 28. Mai 2020, 14:58

Natürlich in Reihe. Eine 3kVA-Usv hätte gern mehr als 12V. 48V sind üblich.

MfG. Andreas

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