Zinkdruckguss verkupfern

Der chaotische Hauptfaden

Moderatoren: Finger, Sven, TDI, Heaterman, duese

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » So 6. Sep 2020, 20:17

Moin Jungs,

ich hab hier ein Teil aus Zinkdruckguss, das will ich letzendlich vermessingen. Aber zuerst mal verkupfern und schauen, wie das so geht. Ich hab hier saures Elektrolyt von Dr. Galva, ich schätze das ist Kupfersulfat, ein Schluck Schwefelsäure und ein bischen Magie. Das Zink in der Legerung löst sich aber in der Säure, das enthaltene Mg bestimmt auch, auf jeden Fall blubbert es und man kann das aufgetragene Kupfer so abwischen, unabhängig von Strom, Temperatur und so weiter. Ich mach hier Vorversuche mit Zamak, das hatte ich mal billig geschossen.

Nun ließt man, ein Basisauftrag mit "Kupferelektrolyt alkalisch" sollte dieses Probem lösen. Das Zeug wird aber zu... ich will mal sagen leicht.... überhöhten Preisen angeboten. Da liegt ja der Wunsch nahe, Kupfersulfat (steht hier rum) und ein wenig irgendwas zu nehmen und damit zu experimentieren. Damit ich nicht bei Adam, Eva und Luigi Galvani anfange.... hat da jemand n Tip für mich oder sowas schonmal gemacht? Die übliche Chemikaliensammung steht hier rum, aber nichts spezielles im Grunde genommen....

Finger

Benutzeravatar
Chemnitzsurfer
Beiträge: 5455
Registriert: So 11. Aug 2013, 14:10
Wohnort: Chemnitz (OT Hutholz)
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 6. Sep 2020, 20:29

laut Sicherheitsdatenblatt ist das alkalische Kupferelektrolyt auch nur Kupfersulfat mit Kaliumcarbonat
tifoo-kupferelektrolyt-alkalisch-sdb.pdf
(188.55 KiB) 4-mal heruntergeladen
Gehalt [%] Bestandteil
5 - <15 Kaliumcarbonat
CAS: 584-08-7, EINECS/ELINCS: 209-529-3
GHS/CLP: Eye Irrit. 2 - H319 - Skin Irrit. 2 - H315 - STOT SE 3 - H335
EEC: Xi, R 36/37/38
2,5 - <5 Kupfersulfat
CAS: 7758-98-7, EINECS/ELINCS: 231-847-6, EU-INDEX: 029-004-00-0
GHS/CLP: Acute Tox. 4 - H302 - Eye Irrit. 2 - H319 - Skin Irrit. 2 - H315 - Aquatic Acute 1 - H400 - Aquatic Chronic 1 -
H410
EEC: Xn-N, R 22-36/38-50/53

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » So 6. Sep 2020, 21:24

Häufig sieht man da noch einen Komplexbildner... was macht der? Und was kann man da noch verwenden?

Benutzeravatar
Chemnitzsurfer
Beiträge: 5455
Registriert: So 11. Aug 2013, 14:10
Wohnort: Chemnitz (OT Hutholz)
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Chemnitzsurfer » So 6. Sep 2020, 21:44

soll wohl vermeiden, das da Metallionen die da nicht rein gehören sich am Werkstück absetzen
https://www.btc-europe.com/de/DE/soluti ... industrie/

https://www.chemie.de/lexikon/Vorbehand ... chnik.html
Zuletzt geändert von Chemnitzsurfer am Mo 7. Sep 2020, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Mo 7. Sep 2020, 07:51

Da stoße ich auf Ethylendinitrilotetraessigsäure, gibts dafür einen einfachen Ersatz? Was sagen die Chemiker dazu? *InRichtungSetiherzundBernardSschiel*

Benutzeravatar
Sven
Beiträge: 4110
Registriert: Fr 28. Jun 2013, 12:52
Wohnort: Sechsundzwanzigdreisechzehn

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Sven » Mo 7. Sep 2020, 10:51

Das ist doch EDTA.

Kipp doch einfach mal ne Portion Calgon oder so ein anderes Anti Lochfras Produkt mit in die Brühe. Ich meine da wäre früher EDTA drin gewesen.

Gibts hier als Dinatrium Salz zu kaufen:
https://shop.es-drei.de/komplexchemie/1 ... S1001590.1

Edit: Das Zeug ist auch in Augentropfen und Kontaktlinsenflüssigkeit enthalten. Wohl aber nicht in für dich ausreichender Menge ;)

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Mo 7. Sep 2020, 11:06

Calgon hat wohl eher Natriumhydroxid und Natriumhypochloritlösung drin :mrgreen: EDTA ist aber n Stichwort... Ist das nicht mal in Verruf geraten? Nicht das das wichtig wäre, aber ich kann mich erinnern, das das früher echt ÜBERALL drin war. Blutprobenröhrchen... da war das unten drin. Ich hab bloß keine mehr von früher da. Verwenden Apotheken sowas?

Benutzeravatar
Sven
Beiträge: 4110
Registriert: Fr 28. Jun 2013, 12:52
Wohnort: Sechsundzwanzigdreisechzehn

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Sven » Mo 7. Sep 2020, 12:20

EDTA nimmt man wohl nicht mehr so gerne für Wasserenthärtung, weil das auch Schwermetallionen bindet und in der Brühe rumwabern lässt nachdem es durch die Kläranlage durch in die Gewässer gelangt. Da nimmt man wohl inzwischen lieber was, das diesen Kram gar nicht beeinflusst.

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Mo 7. Sep 2020, 12:28

Ich werde mal Zitronensäure ausprobieren, sobald die PH-Messstreifen da sind. Kupfersulfat, Pottasche und Zitronensäure. Eingestellt auf irgendwas mit PH8-9 stell ich mir so vor....

Benutzeravatar
Wulfcat
Beiträge: 650
Registriert: Mi 14. Aug 2013, 22:43

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Wulfcat » Mo 7. Sep 2020, 13:05

Da bin ich mal gespannt was dann nutzbaresi heraus kommt, vor allem mit noch "mit für normale Leute erhältlie Chemikalien"
(Chemikaliengesetz..... :evil: )
Du Sprachst in deinem Ursprungspost von Vermessingen...... Wie? ... Hab wohl was Überlesen und ich meine nicht die speziallösungen in homöopatischen Mengen zum Massivgold Preis..... :roll:

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Mo 7. Sep 2020, 13:18

Die Idee dahinter ist, saure Kupfersulfatlösung mit Zinksulfat zu versetzen und dann kommt Messing raus :mrgreen:

Benutzeravatar
Wulfcat
Beiträge: 650
Registriert: Mi 14. Aug 2013, 22:43

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Wulfcat » Mo 7. Sep 2020, 13:35

Da bin ich mal auf die Nutzbaren Rezepte gespannt....(Bin zuwenig Chemiker, als ich mir da was Sinnvolles selber ausdenken könnte.)
Kupfer und Zink liegen in der Elektrochemischen Spannungsreihe nen Stück auseinander, also kann man da doch nicht die CU und ZN sulfide in Messing verhältnissen Mischen und dann entsprechen auftragen, das muss doch anders sein........ Oder?

WO SIND DIE CHEMIKER?

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Mo 7. Sep 2020, 14:53

Es gab mal Messingelektrolyt zu kaufen, aber das wurde aus dem Programm genommen. Das MUSS gehen :mrgreen:

BernhardS
Beiträge: 810
Registriert: Fr 23. Okt 2015, 19:58

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von BernhardS » Mo 7. Sep 2020, 19:46

Sven hat geschrieben:
Mo 7. Sep 2020, 12:20
EDTA nimmt man wohl nicht mehr so gerne für Wasserenthärtung, weil das auch Schwermetallionen bindet und in der Brühe rumwabern lässt nachdem es durch die Kläranlage durch in die Gewässer gelangt. Da nimmt man wohl inzwischen lieber was, das diesen Kram gar nicht beeinflusst.
Das war eigentlich beim NTA und wurde vor vielen Jahrzehnten durch eine Mengenbeschränkung gelöst. Gelegentlich wird das auch Enthärtern auf Basis Phosphonat unterstellt.

BernhardS
Beiträge: 810
Registriert: Fr 23. Okt 2015, 19:58

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von BernhardS » Mo 7. Sep 2020, 20:33

"hab ich noch nie gemacht" ist hier ja kein Argument, sondern ein Beginn

Also sauer geht nicht - o.k. Eine alkalische Kupferbrühe kann man mit Ammoniaklösung herstellen, indem man so viel Ammoniaklösung zugibt, bis sich der zunächst ausgefallene Niederschlag wieder auflöst.
Ich befürchte allerdings, daß diese Suppe Zink ebenfalls angreift. Wäre aber einen Versuch wert.
orginal ist der Komplex ja mit Weinsäure, also Tartrat. Den kann man auch vorsichtig bis kurz unter pH 7 neutralisieren, so daß die Suppe Zink nicht mehr angreift.

Der Klassiker ist ja die Reduktion mit Traubenzucker, allerdings bei der Weinsäure. Ob aus dem Ammoniakkomplex das Kupfer noch raus geht, fällt mir gerade nicht ein. Bißchen Traubenzucker schadet gewiss nicht.
Was gibts noch für Haus und Hof?? Natriumbisulfit, damit konservieren manche frisch gepressten Apfelsaft. Das ist auf jeden Fall stark genug.

Was ist noch unter "mal aufgeschnappt"? Erstaunlicherweise gibt ein Amateurgalvaniker Zimt in sein Süppchen - Hmmm...

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Mo 7. Sep 2020, 20:41

Hast du einen konkreten Vorschlag für eine Rezeptur? PH-Streifen hab ich bestellt. Ammoniak wäre vorhanden, Kupfersulfat, Zitronensäure, Pottasche, Schwelfelsäure, Salzsäure und einige weitere Sachen sind ebenfalls "On Stock", genug Legierung in Barrenform ebenfalls. Ein paar Streifen hab ich zu Testzwecken schon abgesägt...

Benutzeravatar
Sunset
Beiträge: 1060
Registriert: Fr 6. Dez 2013, 15:19

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Sunset » Mo 7. Sep 2020, 23:09

Wikipedia sagt:

Zum Verkupfern von Zink erhitzt man Weinstein, kohlensaures Kupferoxyd und Wasser auf 75 °C, fügt dann Schlämmkreide hinzu, bis das Brausen aufhört, filtriert, wäscht den Niederschlag aus, vereinigt alle Flüssigkeiten und legt in dieselben die vorher sehr blank gebeizten Gegenstände, welche in einigen Minuten eine schöne Verkupferung annehmen.

Schon probiert?

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Di 8. Sep 2020, 06:20

Bisher nicht. Da fehlen mir sämtliche Zutaten :mrgreen:

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Di 8. Sep 2020, 10:02

Erstes Rezept ohne groß nachzudenken:

28g Kupfersulfat-Pentahydrat
10g Kaliumkarbonat (Pottasche)
5g Zitronensäure
100ml Wasser

Schäumt wie blöde, am Ende liegt unten ein blauer Schlamm. Ist das gut oder nicht? Also durch einen Teefilter gegossen, dann bei 30°C ein Stück Zinkdruckguss (frisch gesägt) samt Cu-Anode ins Bad bei 1V und 100mA. Ergebnis: Kein Kupfer, sondern ein schwarzer Niederschlag am Werkstück, der sich leicht abstreifen lässt. Lugi Galvani rotiert derweil im Grabe, ich höre es bis hierher ratter...... PH-Wert? Ohne Messmittel bisher völlig unbekannt....
Hier mal vorher/Nachher:
Zwischenablage01.jpg
[SicheresAuftretenbeivölligerAhnunglosigkeitan] Das war wohl zuviel Pottasche und zuviel Zitronensäure, so das sich hier reine retrospektische Kausalität ungekehrter Elektronegativität gebildet hat [/SicheresAuftretenbeivölligerAhnunglosigkeitaus]

@BernardS: Was sagst du dazu? Muss da Zimt mit rein?

Benutzeravatar
Spike
Beiträge: 1221
Registriert: Mi 15. Jul 2015, 08:05

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Spike » Di 8. Sep 2020, 10:32

Hmm. Sieht wie Kupfer(II)oxid aus.
Finger hat geschrieben:
Di 8. Sep 2020, 10:02
Schäumt wie blöde, am Ende liegt unten ein blauer Schlamm. Ist das gut oder nicht?
Ziel war doch ein Kupfercitrat, oder? Irgendwas hat da verhindert, dass das Sulfat in Lösung gegangen ist. Schaum: Carbonat+Zitronensäure.
Beim Silberspiegeln ist es auch wichtig ein wenig Zucker mit dazuzutun, damit das Silber schöne kleine Kristalle bildet - Vielleicht sind da die 100mA auch schon zu viel (Schmirgelpapieroberfläche).

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Di 8. Sep 2020, 10:41

Du meinst, noch einen Versuch mit weniger Strom und polierter Oberfläche? Mach ich. Und dann nochmal eine Lösung mit weniger Kaliumkarbonat.....

Benutzeravatar
Sven
Beiträge: 4110
Registriert: Fr 28. Jun 2013, 12:52
Wohnort: Sechsundzwanzigdreisechzehn

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Sven » Di 8. Sep 2020, 11:07

In klassischem Messingelektrolyt sind die Metallsalze wohl im Cyanidkomplex gebunden. Also solche Substanzen würde ich ja nicht zu Hause stehen haben wollen.

Ich hab hier ein Paper gefunden, dass sich des Themas angenommen hat.
http://www.electrochemsci.org/papers/vo ... 109666.pdf
The bath composition necessary to obtain smooth and highly adherent red brass alloy contains:
CuSO4.5H2O 30 g/L, ZnSO4.7H2O 30 g/L, NH3 88 ml /L, (NH4)2SO450 g/L, KOH 20 g/L, pH 9.65, t = 15 min., i = 0.12 Adm-2 and at 20oC.
Kupfersulfat Pentahydrat ist vorhanden. Zinksulfat Heptahydrat ist auch unterwegs. (Zinkvitriol für Huf- und Klauenbäder in der Viehhaltung. Ansonsten auch problemlos in der Apotheke in human-pharmazeutischer Qualität zu beziehen).
Fehlt noch Ammoniumsulfat.

Hier noch ein Patent. Die haben Natriumdihydrogenphosphat NaH2PO4 verwendet
https://patents.google.com/patent/US5762778A/en

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Di 8. Sep 2020, 13:53

Jetzt die spannende Fr4age, die 88ml/L NH3.... in welcher Konzentration? Das steht in dem Paper nicht drin....

BernhardS
Beiträge: 810
Registriert: Fr 23. Okt 2015, 19:58

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von BernhardS » Di 8. Sep 2020, 14:20

Ammoniaklösung und KOH gleichzeitig? Die KOH treibt doch Ammoniak aus.

Entweder versucht man es neutral, dann tropft man so viel Ammoniak dazu, daß sich eben kein, oder halt wenig, dunkler Niederschlag bildet
oder man versucht es alkalisch, dann tropft man soviel Ammoniaklösung dazu, bis sich der wieder auflöst und man eine wunderschön dunkelblaue Lösung hat.

Zinksulfat reintun, das klingt gut. Wenn schon viele Zinkionen in der Suppe sind, dann ist das Bestreben des Zinks sich aufzulösen geringer. Das was im Tabellenbuch unter Spannungsreihe steht ist keine allgemeine Wahrheit, sondern gilt nur für genau eine definierte Lösung.
Nachrechnen ist allerdings ziemlich tricky. Die Ammoniumkomplexe - und andere -komplexe sind rechentechnisch nämlich keine Kupfer- bzw. Zinkionen mehr.

Soll es jetzt eigentlich unbedingt stromlos sein? Mit Strom ist wohl wesentlich einfacher.

Das mit dem Zimt war eher ein schräger Scherz: Über was man so alles stolpert, wenn man interessiert rumsteht.
Solche organischen Großmoleküle beeinflussen sicher die Eigenschaften der Schicht - aber erstmal eine haben.

Benutzeravatar
Finger
Administrator
Beiträge: 4611
Registriert: Di 12. Jun 2012, 20:16
Kontaktdaten:

Re: Zinkdruckguss verkupfern

Beitrag von Finger » Di 8. Sep 2020, 14:33

Nene, Stromlos war das in dem Paper nicht, die hatten i = 0.12 A/dm-2 angegeben...
Du meinst, das KOH weglassen? Ammoniak dazu bis der angegebene PH-Wert passt war die grob angepeilte Strategie...

Antworten